Bücher zur Zeit! Das Geschenke-Spezial, Teil 2.

Weihnachtszeit ist Bücherzeit. Zum Glück, einerseits. Andererseits sind das für mich als Buchhändlerin aufreibende Zeiten. Am Abend sind nicht nur die Füße müde, die Zunge hat einen Knoten und der Kopf ist leer gepustet, als wäre dort ein Hurrikan durchgefegt. Wesentlich entspannter sind die ruhigen Nachmittage an freien Tagen zu Hause und dabei über Lieblinge zu schreiben. So schließe ich heute an Herrn Klappentexter an, der vergangene Woche unser Geschenke-Spezial einläutete. Schenkt also Bücher! Weiterlesen

Lesen heißt leben: Der Welttag des Buches.

© Torsten Woywod

Die gute Nachricht lautet: Das Buch lebt! Die weniger gute: Es lesen immer weniger. In den letzten Jahren gingen dem Buchhandel Millionen von Bücherkäufern verloren. Da kommt der Welttag des Buches gerade richtig. Und ein Plädoyer von der Klappentexterin und Herrn Klappentexter, das Lesen doch bitte nie, nie, nie einzustellen.

Passend zum Anlass empfehlen wir daher heute drei Bücher, in denen es um zwei der schönsten Dinge des Lebens geht: das Lesen und die Buchhandlungen. Die Bücher von Torsten Woywod und Martha Schoknecht bespricht die Klappentexterin, Herr Klappentexter hat sich mit Alberto Manguel beschäftigt. Weiterlesen

Encore une fois: Vive la littérature!

Nachdem sich Herr Klappentexter ja schon mit seinen Favoriten zu Wort gemeldet hat, folgt nun der zweite Teil unseres Frankreich-Specials. Frankreich! Schon das Wort hält für mich viel Schönes bereit: Köstliche Croissants, stilvolle Mode, großartige Filme, eine wunderschön klingende Sprache und natürlich formidable Literatur. Französische Literatur ist für mich stets ein Garant für allerfeinste Lesestunden. Insofern war ich höchst beglückt, als ich vom diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse erfuhr. Zu diesem Anlass erschienen etliche frankophone Neuerscheinungen. Eine kleine Auswahl davon präsentiere ich euch heute. Aber nicht nur. So ist die französische Literatur in meinem Regal der Lieblingsbücher zahlreich vertreten. Was wäre ich ohne Françoise Sagan? Oder ohne Simone de Beauvoir und Irène Némirovsky? Auch ein Leseleben ohne Albert Camus oder Patrick Modiano kann ich mir nicht vorstellen. Weiterlesen

Pausenbuch. Eine kleine Blogauszeit.

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Wie treffend doch das Zitat aus dem Diogenes Sprüche Schatz ist: »Alle anderen sind online.« Daher leihe ich es mir mal aus. Für kurze Zeit ziehe ich mich nun aus der Blogosphäre zurück, um im Offlineleben aufzutanken. Ich werde die Beine hochlegen und eins der schönsten Dinge des Lebens genießen: Lesen, lesen, lesen.

Auf bald, ihr Lieben!

Das Mädchen und das Wir.

carson_mccullers_frankieFrankie – dieses junge, unruhige Mädchen aus Carson McCullers gleichnamigem Roman geht mir immer noch nicht aus dem Kopf. Es schaut mich mit seinen grauen Augen an und weckt in mir den Wunsch, es zu umarmen. Ich möchte es beschützen und weiß, dass ich es doch nicht kann. Genauso wenig würde Frankie es zulassen, dass ich sie umarme. Frankie erinnert mich ein bisschen an eine Katze. Und so wird Frankie noch einige Zeit neben mir sitzen, mal schnurrend, mal miauend, und ich werde mich voller Dankbarkeit an ein erneut beeindruckend schönes Buch von Carson McCullers erinnern. Ein Buch, das deshalb heute hier einen Platz bekommt.

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Talking about Connie Palmen mit masuko13.

connie_palmen_du_sagst_esTed Hughes lebt, und wie! Nach 35 Jahren hat er den Mantel des Schweigens abgestreift, und allein die Zauberkraft der Literatur hat dies ermöglicht. Für einige Tage schreite ich an Ted Hughes’ Seite und lausche seiner Lebens- und Liebesgeschichte. Ich erfahre, was es bedeutet, Schriftsteller zu sein und eine Liebe zu erleben, die betört und gleichermaßen schmerzt. Connie Palmen hat dem Autor und Ehemann von Sylvia Plath in ihrem Roman »Du sagst es« eine Stimme gegeben. Aber das Buch ist viel mehr als nur eine Stimme, es gräbt sich bis in die hintersten Kammern deines Herzens. So bin ich nach der Lektüre erschüttert, traurig, fasziniert und beeindruckt zugleich. Am Ende durchfährt mich eine wohlige Melancholie, und ich versuche, sie in Worte zu fassen. Ich weiß gar nicht, wohin mit all meinen Gedanken und hab schnell gespürt, dass ich nicht allein für mich eine Rezension schreiben kann. Dafür ist die Geschichte des berühmten Schriftstellerpaars zu bewegend, und das Schicksal von Ted Hughes wiegt zu schwer. Eine Schwester im Geiste muss her! Und so unterhalte ich mich mit masuko13 über das Buch und die Autorin.

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Benedict Wells über Einsamkeit.

BenedictWells_c_Bogenberger_autorenfotos© Bogenberger / autorenfotos

Ich freue mich heute über einen besonderen Gast, den ich bereits auf meinem Blog in einem Interview über Klassiker sowie mit einem Beitrag über Junge Literatur zu Besuch hatte. Also Vorhang auf für Benedict Wells! Jüngst ist sein neuer Roman »Vom Ende der Einsamkeit« beim Diogenes Verlag erschienen. Dieses erstaunliche und mitreißende Buch feiert kommenden Mittwoch, 2.03., seine Buchpremiere in der Backfabrik in Berlin. Die Klappentexterin verlost dazu zwei Freikarten. Was ihr dafür tun müsst, um bei der Verlosung teilzunehmen, erfahrt ihr am Ende des Interviews. Nun möchte ich den 1984 geborenen Autor zu Wort kommen lassen.

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Weise Worte über die Einsamkeit. Und noch viel mehr.

Benedict_Wells_Vom_Ende_der_Einsamkeit

Ich habe lange gewartet. Die Zeit dehnte sich endlos wie ein Kaugummi. Tage, Monate, Jahre. Verwelkte Blätter fielen von den Bäumen, raschelten unter den Füßen. Bald tanzten Schneeflocken durch die Luft und teilten sich den Platz mit meinen Atemwölkchen. Einige Monate später kamen Vögel aus dem Süden zurück, setzten sich zwitschernd auf unsere Bäume, die erst noch kahl waren, und bald schon in voller Blüte standen. Ein sich immer wiederholender Kreislauf. Das Buch ließ auf sich warten, aber dann war er endlich da: Der Moment, als ich Benedict Wells Roman in den Händen hielt. Der Titel »Vom Ende der Einsamkeit«, die ersten Sätze… – schon spürte ich die besondere Magie, die uns nur die Literatur schenken kann.

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Becks zweiter Sommer.

benedict_wells_becks_letzter_sommer

Eigentlich wollte ich ins Kino gehen und mir die Verfilmung von Benedict Wells Debüt »Becks letzter Sommer« anschauen. Aber wie das so ist im Sommer – oft hat man einfach was Anderes vor. Allerdings hab ich die Verfilmung zum Anlass genommen, das Buch noch einmal zu lesen. Und sofort war es wieder um mich geschehen. Ein Glanz legte sich auf meine Augen und ich genoss die Freude des erneuten Lesens. Becks zweiter Sommer sozusagen.

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