Schlagwort-Archive: Marcel Proust

Proust fragt. Wer antwortet, gewinnt.

Es gibt einen legendären Fragebogen, der in der Pariser Gesellschaft des Fin de Siècle die Runde machte. Proust hat ihn offensichtlich mehrfach ausgefüllt, sein Ursprung wird einerseits Antoinette Faure zugerechnet, andererseits soll Proust selbst das Muster der Fragen entworfen haben. 

So stehen wir auch hier – wie so oft bei Proust – vor einem Mysterium. In jedem Fall ist es ein höchst interessanter Fragebogen, der beim Ausfüllenden eine gewisse Offenheit und Mut voraussetzt. Schließlich geht es um durchaus intime Fragen. Zumindest war es vor über hundert Jahren so. In Zeiten von Instakram & Co. ist es mit der Vertraulichkeit und der Zurückhaltung in Sachen intimer Bekenntnisse nicht mehr weit her. Heute sagen wir eher: Es sind sehr persönliche Fragen. 

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150 Jahre Proust. Auf der Suche nach dem Mythos.

Das Universum schlägt zurück. 

Vor 150 Jahren wurde Marcel Proust geboren – lassen wir sie also beginnen, die Proust-Festspiele. Ein derartiges Jubiläum lässt sich natürlich kein Verlag und schon gar kein Proust-Kenner entgehen, so dass wir in diesem Jahr die Auswahl unter vielen Neuerscheinungen, Wiederveröffentlichungen und neuen Übersetzungen haben. 

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Im Schatten großer Ereignisse.

Oft werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. Bei uns sind es Bücher und ihre Autoren, oder besser gesagt: bestimmte Bücher und Autoren, die wir besonders lieben und die in diesem Jahr mit ihren neuen Werken oder auch einem Jubiläum sehr große Schatten vorauswerfen. 2021 werden wir uns auf unserem Blog auf wenige Bücher und Autoren konzentrieren. Für all die feinen Sachen zwischendurch gibt es ja noch andere Kanäle, auf denen wir außergewöhnliche Werke präsentieren. Und wer sind nun die mit den großen Schatten?

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Pferde und Bücher. Gibt´s nur zu Weihnachten.

IMG_3450Tja, da dachte man nun, man wäre bis ans Ende seiner Tage ein staatlich geprüfter Großstadtneurotiker. Aber dann veränderten sich die Städte und wurden zu Kampfzonen. Besonders die besonders große Stadt, in die ich mich schon als Kind verknallt und die ich immer wie den Weihnachtsbaum angestaunt hatte. Wie haste dir verändert! Vom Abenteuerspielplatz zum Monopoly für alle Spielarten von Kapitalisten. »Keiner, der vom Profitsystem profitiert, vermag darin ohne Schande zu existieren.« Selbstverständlich hat Adorno recht. Und ich werde zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle noch ausführlicher auf diesen geistreichen und scharfsinnigen Mann zurückkommen. In jedem Fall ist das derzeitige Treiben des Turbokapitalismus nun mal der Lauf der Dinge, auch wenn es ein unangenehmer und ungerechter Lauf ist.
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