Ein Buch, stark wie ein Löwe.

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»Der Löwensucher« von Kenneth Bonert ist ein Geschenk des Bücherhimmels. So fühlte es sich für mich an, denn ich begann das Buch exakt zum letzten Weihnachtsfest. Gerade noch saß ich ein wenig ermattet auf dem Sofa und fragte mich, ob ich des Lesens müde bin. Zerstreut griff ich zu dem weißen Wälzer, der mit anderen Neuheiten neben mir lag und öffnete ihn neugierig wie eine Katze, die ein Spielzeug gefunden hat. Schon in der nächsten Minute blinzelte mich ein Weihnachtsstern an, und ich dachte wieder einmal an die kosmischen Kräfte des Bücherhimmels.

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Acht Stunden reinstes Vergnügen – die Leipziger Buchmesse 2015

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Da liegt sie nun vor mir – meine Karte der Leipziger Buchmesse 2015 – und lächelt mich glücklich an. Ich grinse zurück. Uns verbinden acht wundervolle Stunden, die wir gemeinsam verbracht haben. Acht Stunden, in dem ich die Karte an einem Band durch die Hallen getragen und unvergessliche Momente erlebt habe. Acht Stunden, die reich gefüllt waren mit schönen Zufallsbegegnungen, mit geplanten Treffen, freudigen Wiedersehenstänzen, interessanten Gesprächen und wundervollen Bildern.

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Finsteres Nigeria, von der Literatur hell erleuchtet.

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Nigeria ist finster und strahlend zugleich. Natürlich bewegen mich die furchtbaren Nachrichten über die Gewalt der Terrorsekte Boko Haram. Mit großer Sorge denke ich an die vielen unschuldigen Toten, die zahlreichen Opfer der Gräueltaten und an die zweihundert entführten Schulmädchen, von denen bis heute jede Spur fehlt. Zudem bin ich fassungslos über die Armut in dem afrikanischen Land, das aufgrund seiner reichlichen Ölvorkommen gar nicht arm sein müsste. Ein Widerspruch, der sich leider oft in Afrika findet. Das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich fördert die Korruption und bietet gleichzeitig einen Nährboden für Menschen, die von Gier und Macht angetrieben werden. Im Gegensatz dazu leuchten die Stimmen der nigerianischen Gegenwartsliteratur wie eine Hoffnungskerze. Viele Bücher aus diesem zerrissenen Land begeistern mich auf ihre Weise. Und ich weiß am Ende nicht, ob ich weinen oder lachen soll über diesen Zwiespalt, den ich mit Nigeria verbinde.

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Wundersame Heilung – die Geschichten von Molly Antopol.

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Heute darf ich endlich ein Geheimnis lüften, und ich bin aufgeregt und glücklich zugleich. Denn seit vergangenem Oktober bin ich im absoluten Molly Antopol-Fieber. Seinerzeit habe ich die ersten Erzählungen aus »Die Unamerikanischen« von Molly Antopol gelesen und sprühte mit meinen Augen Funken in die dunkle Nacht. Vielen befreundeten Buchhändlern und BloggerInnen habe ich bereits von diesem großartigen Buch vorgeschwärmt. Und jetzt darf ich es in die ganze Welt hinausrufen!

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Eintauchen in „Untertauchen“.

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Wer mich kennt weiß, dass ich die Bücher aus dem Dörlemann Verlag ganz besonders schätze. Immer wieder veröffentlicht der unabhängige Verlag aus der Schweiz wundervolle Bücher, nach deren Lektüre ich die Welt aus großer Dankbarkeit dafür umarmen möchte, dass es solche schönen Publikationen gibt. Der Verlag ist für mich auch aufgrund der liebevollen und hochwertigen Ausstattung seiner Ausgaben ein Garant für Qualität. Weiterlesen

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Schrecklich-schöne Poesie.

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Dem Krieg ins Gesicht schauen – mit jeder Faser des eigenen Körpers die Schmerzen und das Leid der Soldaten spüren. Das passiert, während ich »Die Erbärmlichkeit des Krieges« von Wilfred Owen lese. Dieser Lyrikband ist in der Edition ReVers beim Verlagshaus J. Frank | Berlin erschienen und bringt uns einen hierzulande eher unbekannten Lyriker näher. Und das Unbekannte und Unentdeckte, das reizt die Klappentexterin ja seit jeher besonders.

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Die Wärme einer wunderbaren Geschichte.

pia_ziefle_länger_als_sonst_ist_nicht_für_immerWarm, ganz warm – schon auf den ersten Seiten empfängt mich Pia Ziefle mit viel Wärme. Draußen vorm Fenster liefern sich die Regentropfen unermüdlich Ringkämpfe und der Wind zieht wie ein fauchender Tiger durch die Straßen. Doch mir ist das alles egal, ich bekomme davon nur wenig mit, versinke lächelnd in Länger als sonst ist nicht für immer. Weiterlesen

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Was Sie schon immer über eine Familie wissen wollten.

novis_1_2015 Ich hoffe und bete, dass Woody Allen der Roman Die Middlesteins von Jami Attenberg in die Hände fällt. Dieses Buch schreit förmlich nach einer Verfilmung unter der Regie von diesem Großmeister subtiler Komödien. Hier tummeln sich jede Menge verrückter Protagonisten, die man unweigerlich ins Herz schließt.

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Das Grauen hat einen Namen: Area X.

auslöschungAuslöschung von Jeff VanderMeer ist wie ein Alien, der dir seine klebrige Klaue zum Gruße reicht. Du bist angeekelt und fasziniert zugleich von dem unheimlichen Wesen, das dir gegenübersteht. Genauso ging es mir mit diesem Roman, aus dem befremdliche Töne aufsteigen, die mich erstarren lassen und gleichsam hypnotisch anziehen. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und war zutiefst erstaunt: Das Buch passte nämlich so gar nicht in mein Beuteschema. Und trotzdem war ich begeistert.

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Lieblinge im Taschenformat.

Pünktlich zum neuen Jahr hat mich die Muse geküsst und mir eine entzückende Idee geschenkt. Als ich kürzlich im Laden einige meiner Lieblingsbücher im Taschenbuchformat wiedersah, dachte ich mir: Das ist glatt ein Beitrag wert! Besonders für diejenigen unter euch, die sich seinerzeit das gebundene Buch nicht gegönnt haben, weil es entweder zu teuer oder der Stapel ungelesener Bücher (SuB) zu groß war. Und natürlich für die lesenswerten Bücher selbst, die vielleicht in Vergessenheit geraten sind. So läute ich eine neue Rubrik bei mir ein: Lieblingsbücher im Taschenformat.

lieblingsbuecher_hosentasche

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