Carson McCullers: Die tragische Geschichte eines Wunderkindes.

landes_die_ballade_vom_wunderkindHeute vor hundert Jahren erblickte ein Wunderkind das Licht der Welt. Die kleine Lula Carson Smith wusste damals noch nicht, dass sie ein berühmter Mensch werden sollte. Eine Autorin, die noch viele Jahre nach ihrem Tod in ihren Büchern weiterlebt. Und hier eine begeisterte Leserin dazu inspiriert, über sie zu schreiben, um sie zu ehren und an ihr eindrucksvolles Schaffen zu erinnern. Beinah jeder Carson McCullers-Leser wird mir bestätigen: Dies ist keine Sorte Literatur, die man einfach so wegschlürft und danach sofort vergisst. Carson McCullers Geschichten – in einer schlichten und klaren Sprache erzählt – graben sich in die Tiefe der Seele ein, erzeugen eine elektrisierende Wirkung und hinterlassen ein ganz besonderes Echo. Genau dem möchte ich heute nachspüren und das literarische Erbe würdigen, das die Autorin hinterlassen hat.

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We love Indie

We read Indie

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Wir sind keine Profis in Sachen LIEBESROMAN. Beim Stöbern und Darüber-Reden jedoch fanden wir Erstaunliches. Selten mit klassischem Happy End. Manchmal melancholisch oder sogar tragisch. Aber immer schön! Und ganz sicher ist dies nur eine kleine feine Auslese, welcher der eine oder andere Liebesroman noch hinzugefügt werden kann. Lasst Euch inspirieren. Verschenkt Liebe. Es ist Valentinstag. 

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Mädchen ohne Heimat.

Wenn ihr heute aus dem Fenster schaut und auch nur dieses bleischwere Grau vor Augen habt, dann habe ich eine gute Nachricht: Irmgard Keun hätte heute Geburtstag. Das wäre doch ein schöner Anlass, um eines ihrer zauberhaften Werke in die Hand zu nehmen und das Grau wegzulesen. Irmgard Keuns Geschichten berühren und machen doch auf wundersame immer wieder gute Laune. Deshalb reblogge ich heute einfach mal meine Rezension zu »Kind aller Länder«. Das Buch ist – neben einem weiteren Titel der Autorin (»Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften«) – im vergangenen Jahr bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

Klappentexterin

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Manche Autoren sind wie Lieblingsspeisen, von denen man nie genug bekommen kann. So war ich kolossal begeistert, als mich eine Neuauflage von Irmgard Keuns Roman »Kind aller Länder« anstrahlte. Ich spüre eine innige Verbundenheit mit der Autorin – ihre Sprache, der ganze Sound und der Zauber ihrer Geschichten begeistern mich immer wieder. Da wollte ich natürlich sofort in das erstmalig 1938 erschienene Werk eintauchen.

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Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara: Drei Buchhändlerinnen im literarischen Talk.

Sie werden über dieses Buch sprechen wollen! Das verkündete Hanser Berlin den Buchhändlern, als der Verlag im Herbst das Leseexemplar-Paket auf den Weg brachte. Und ja, der Verlag sollte mit seiner Aussage recht behalten. Bereits während des Lesens von Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara habe ich mich meinem Tagebuch anvertraut, aber auch meiner Buchhändlerfreundin. Und am Ende dachte ich, ich würde platzen, wenn ich nicht darüber rede. Und so kam es, dass ich mich mit meinen beiden Buchhändlerkolleginnen Maria-Christina Piwowarski und Jacqueline Masuck vor Erscheinen über das vieldiskutierte Buch unterhalten habe. Weiterlesen

Ein wenig Auszeit mit Hanya Yanagihara – das Lesetagebuch, Teil 2.

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Wie bereits angekündigt, folgt nun Teil 2 meines Lesetagebuchs zu Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara, in dem ich über die kleine Auszeit in Ferch berichte.

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Ferch, 9. Januar 2017, 9.30 Uhr

Als ich die orangefarbenen Vorhänge aufziehe, bekommt der Traum ein Gesicht. Bodentiefe Fenster verleihen mir das Gefühl, mitten in der Natur zu stehen. Ein malerischer Anblick, und im Tageslicht strahlt alles noch mehr als in der Dämmerung. Ein Moment, den ich in Gedanken festhalte, es muss nicht immer die Smartphone-Kamera sein. Welch’ fabelhafte Aussichten für den Montag: Lesen, lesen, lesen. Das beginnt schon am Frühstückstisch. Neben der Müslischale liegt das Buch, doch immer wieder schweift mein Blick zum Fenster und hinaus. Ich kann mich an der Natur nicht satt sehen, doch die vier Jungs aus dem Roman rufen mich zurück.

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Ein wenig Auszeit mit Hanya Yanagihara – das Lesetagebuch, Teil 1.

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Für einen Bücherwurm klingt das wie ein Traum: Drei Tage lesen. Nichts anderes als lesen, lesen, lesen. Gut, vielleicht zwischendurch mal einen Tee kochen, etwas essen, spazierengehen und die Nase in die klare Winterluft halten. Und all das auch noch in bezaubernder Umgebung – in einer Holzhütte in Brandenburg. Kein WLAN, dafür ein knisternder Kamin. Nur Natur und das Buch und ich. Hanser Berlin hat mir dieses besondere Geschenk bereitet. Anlässlich der Erscheinung von „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara hat der Verlag Blogger, Buchhändler und Journalisten zu einem Leseretreat nach Ferch eingeladen. Ich zählte zu den Glücklichen und möchte euch in Tagebuchform an dieser ungewöhnlichen Leseerfahrung teilhaben lassen. Der Verlag wirbt mit dem Satz: „Sie werden nach dem Buch darüber sprechen wollen.“ Genauso ist es. So spreche ich hier in diesen Tagen über „Ein wenig Leben“; weniger über den Inhalt, mehr über das, was das Buch mit mir angestellt und die Auszeit am See mir Wundervolles geschenkt hat. Schön, dass ihr dabei seid! Weiterlesen

Fabelhafte Frühjahrsaussichten!

img_5694Manchmal kommt das Leben unverhofft dazwischen. Daher verschiebt sich das angekündigte Maeve Brennan Interview ein bisschen. Damit es hier nicht zu lange still ist, möchte ich euch mit in den Frühling nehmen. Ihr lest richtig: FRÜHLING. Wenngleich beim derzeitigen Blick aus dem Fenster gar nicht daran zu denken ist, gibt es ihn bereits – in der wunderbaren Bücherwelt. Momentan rauschen wir Buchhändler durch die neuen Vorschauen, empfangen Vertreter und sind voller Vorfreude auf all das Schöne, das uns ganz bald in Buchform erreicht. Weiterlesen

Geschichten aus der Stadt, die niemals schläft.

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Foto: Karl Bissinger

 

Heute ist ein besonderer Tag, der mich einerseits beglückt und andererseits ein bisschen traurig macht. Glücklich bin ich darüber, dass ich auf meinem Blog den 100. Geburtstag einer bemerkenswerten Autorin zelebrieren kann. Traurig hingegen macht mich die Tatsache, dass ich in sämtlichen Literaturkalendern keinen Eintrag über Maeve Brennan finde. War die Autorin am Ende zu unbekannt? Oder hat man sie übersehen? Nun, es ist wie es ist, und ich kann die frohe Kunde übermitteln, dass Maeve Brennan eine außergewöhnliche Journalistin und Schriftstellerin war, von der ich euch heute berichten und auf die ich anstoßen möchte. Cheers!

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Die schönen und die traurigen Seiten eines Jahres.

img_55702016 neigt sich dem Ende, und in mir breitet sich in den letzten Tagen des Jahres eine allumfassende Stille aus. Wie eine müde Katze liegt sie auf meiner Seele und will nicht weg. Wenn gesprochene Worte das Gefühl der Betroffenheit und Trauer nicht formen können, flüchte ich zu meiner weißen Tastatur und schreibe meine Gedanken lieber auf. Eigentlich sollte dies mein jährlicher Blog-Rückblick werden, doch bei den bewegenden Ereignissen draußen in der Welt komme ich vom Weg ab.

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Bücherfrohe Weihnachten!

petra_hartlieb_ein_winter_in_wienIch stehe gerade auf dem Gipfel des Bücherberges und winke euch von dort fröhlich zu. Stürmisch ist es hier oben, aber auch unglaublich aufregend. Wir haben im Buchhandel beinah den Zenit erreicht und es wird in den nächsten Tagen noch ein bisschen höher gehen, der Wind schleicht bereits um meine Ohren und flüstert mir zu, dass er zunehmen wird. Für mich ist es damit an der Zeit, im Internet auf Tauchstation zu gehen. Bevor ich mich aber für ein paar Tage abmelde, möchte ich euch allen ein wunderschönes, bücherfrohes Weihnachtsfest wünschen. Besinnliche Stunden voller Lichterglanz im Kreise eurer Lieben mit feinen Büchern an eurer Seite. Wie vielleicht mit Petra Hartliebs »Ein Winter in Wien«. Ja, ohne eine Buchempfehlung gehe ich nicht weg.

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