Summertime. And the Readin´ is easy.

Endlich ist der Sommer da! Für viele die Zeit des Urlaubes, des Innehaltens und der Möglichkeit, endlich in Ruhe das eine oder andere Buch zu lesen. So stelle ich euch eine kleine, aber feine Auswahl an schönen Büchern vor, in denen der Sommer eine bedeutende Rolle spielt. Nicht alle vorgestellten Titel sind aus unabhängigen Verlagen, trotzdem möchte ich als Patin der alljährlichen indiebookchallenge auf die Aktion hinweisen. Im Juli heißt es: Lest ein Buch, das nach Sommer schmeckt. Also zeigt uns auf Instagram, Facebook oder auf euren Blogs diesen Monat eure sommerliche Lieblingslektüre. Ganz nach dem Motto: Endlich Sommer, endlich Zeit zum Lesen! 

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Von Einstein, einer italienischen Kriegerin und dem dreisilbigen Konstantin.

Pünktlich mit einem Tag Verspätung werden wir heute die Antworten der drei Gewinner veröffentlichen, die an unserem kleinen Proust-Wettbewerb teilgenommen haben. 

Vielleicht dienen sie ja dem Einen oder Anderen unter euch als Inspiration oder ihr bekommt Lust, den Fragebogen einfach für euch selbst auszufüllen. Denkbar wäre auch, den nächsten Spieleabend anders zu gestalten und Freunde zu bitten, den Fragebogen auszufüllen. Ich glaube, Proust wäre das sehr recht, auch im 21. Jahrhundert bei Gesellschaften noch für Gesprächsstoff zu sorgen. 

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Viele Fragen. Und drei Gewinner.

Mut wird ja im Leben nicht immer belohnt. Bei uns schon. Und so konnten wir uns darüber freuen, dass es unter unseren Lesern ein paar wagemutige Proust-Freund*innen gibt, die den legendären Fragebogen ausgefüllt haben. 

Herzlichen Dank dafür! Soviel Offenheit wird selbstverständlich belohnt, jedoch können nur drei von den Einsender*innen auch die ausgelobten Bücher gewinnen. Da wir mehr als drei Einsendungen erhalten haben, musste das Los entscheiden. 

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»Schreiben bedeutet Rückzug und Isolation.« Judith Hermann im Gespräch.

Foto: © Michael Witte

Heute haben wir Judith Hermann zu Gast auf unserem Blog. Ihr neues Werk »Daheim« hatte die Klappentexterin ja bereits besprochen. Und nach der Lektüre noch ein paar Fragen, für die sich Judith Hermann dankeswerterweise Zeit genommen hat. Sie spricht über Corona, das Schreiben, die Nordsee und ihre Lieblingsschriftsteller. Aber lest selbst: 

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Von neuen Anfängen und alten Lasten.

Judith Hermann hat ihren festen Platz auf der Liste meiner Leselieblinge. Seit ihrem spektakulären Debüt »Sommerhaus, später« freue ich mich auf jedes neue Buch der Berliner Autorin. Ihre Sprache ist einzigartig, bemerkenswert die Schwesternschaft zwischen Melancholie und Leichtigkeit. So fieberte ich ihrem neuen Werk »Daheim« regelrecht entgegen, ist es doch eines der meist besprochenen Bücher im ersten Halbjahr des Jahres.

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Ein Lichtstrahl in dunklen Zeiten.

»Pantherzeit ist Seelenzeit.« Dieser Satz schnurrt seit einigen Wochen in meinem Kopf, und er hat etwas sehr Beruhigendes. Aufgespürt habe ich ihn in Marica Bodrožić’ Essayband »Pantherzeit – Vom Innenmaß der Dinge«. Im Frühjahr 2020 brachte der erste Lockdown das Leben der Autorin und ihrer Familie ebenfalls zum Stehen. Und so begann sie, gemeinsam mit Freunden das Gedicht »Der Panther« von Rainer Maria Rilke zu rezitieren. Der Panther in seinem Käfig – ein Sinnbild für den Stillstand des Lebens. Marica lud ihre Nachbarn ein, das Gedicht jeden Abend um 20 Uhr gemeinsam auf den Balkonen zu sprechen. Schon bald wanderte die Raubkatze über die Berliner Balkone weiter nach Tel Aviv, Basel, Bremen und St. Andrews in Schottland – zu allen Freunden, denen sie davon berichtete.  

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Proust fragt. Wer antwortet, gewinnt.

Es gibt einen legendären Fragebogen, der in der Pariser Gesellschaft des Fin de Siècle die Runde machte. Proust hat ihn offensichtlich mehrfach ausgefüllt, sein Ursprung wird einerseits Antoinette Faure zugerechnet, andererseits soll Proust selbst das Muster der Fragen entworfen haben. 

So stehen wir auch hier – wie so oft bei Proust – vor einem Mysterium. In jedem Fall ist es ein höchst interessanter Fragebogen, der beim Ausfüllenden eine gewisse Offenheit und Mut voraussetzt. Schließlich geht es um durchaus intime Fragen. Zumindest war es vor über hundert Jahren so. In Zeiten von Instakram & Co. ist es mit der Vertraulichkeit und der Zurückhaltung in Sachen intimer Bekenntnisse nicht mehr weit her. Heute sagen wir eher: Es sind sehr persönliche Fragen. 

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Atemlos.

„Ist Atmen eine bewusste Entscheidung?“ fragt sich die Ich-Erzählerin gleich zu Beginn. Die junge Olivia wird diese Frage im Laufe der Geschichte wie ein Mantra wiederholen, vor allem dann, wenn es ihr nicht gut geht. Eine Frage wie eine Schulter, an die sich die Romanheldin immer wieder anlehnt.  

„Unter Deck“ von Sophie Hardcastle zählt für mich zu den erstaunlichsten Debüts der Saison. Die 1993 in Australien geborene Autorin hat einen unglaublich facettenreichen Roman geschrieben, in den ich eingetaucht bin wie in ein wohltuendes, warmes Bad. 

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150 Jahre Proust. Auf der Suche nach dem Mythos.

Das Universum schlägt zurück. 

Vor 150 Jahren wurde Marcel Proust geboren – lassen wir sie also beginnen, die Proust-Festspiele. Ein derartiges Jubiläum lässt sich natürlich kein Verlag und schon gar kein Proust-Kenner entgehen, so dass wir in diesem Jahr die Auswahl unter vielen Neuerscheinungen, Wiederveröffentlichungen und neuen Übersetzungen haben. 

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Vom Leben und Überleben.

Für gewöhnlich bespreche ich ja keine Bestseller. Keine Regel ohne Ausnahmen – so geschehen neulich bei Benedict Wells und heute erneut. Warum? Ganz einfach – auch sogenannte Bestseller sind hin und wieder richtig gute Bücher. Und liegen mir am Herzen. In diesem Fall sind es zwei stille Titel, denen trotzdem eine enorme und inspirierende Kraft innewohnt.   

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