Die Klappentexterin kommt ins Museum. Und liest.

Wenn ein Blog mittlerweile acht Jahre alt ist, wird er schon mal von einem Museum gewürdigt. Könnte man fast meinen. Aber ganz so war es dann doch nicht, als sich die Klappentexterin am letzten Sonntag ins Leipziger Museum der bildenden Künste (MdbK) begab. Weiterlesen

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Die unterhaltsame Naturgewalt des Monsieur Depardieu.

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Alexandre Dumas war ein Erlebnis, eine kolossale Erscheinung von 130 kg, Schlossbesitzer und Autor von Werken, die man durchaus zu den Klassikern zählen kann, wie „Die drei Musketiere“ und „Der Graf von Monte Christo“. Im 19. Jahrhundert reiste Dumas durch den Kaukasus, begleitet von dem Maler Jean-Pierre Moynet, der das 1859 erschienene Buch mit dem blumigen Titel „Gefährliche Reise durch den wilden Kaukasus“ mit seinen Radierungen illustrierte.

Etwas über 150 Jahre später macht sich ein anderer, ebenfalls gewichtiger Franzose, Schlossbesitzer und weltberühmter Schauspieler, für eine Film-Doku auf den Spuren Alexandre Dumas´ auf den Weg durch den Kaukasus. Heute keine besonders gefährliche Reise mehr, aber durchaus ein Abenteuer, wenn es sich bei dem Schauspieler um Gérard Depardieu handelt.
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Lesen heißt leben: Der Welttag des Buches.

© Torsten Woywod

Die gute Nachricht lautet: Das Buch lebt! Die weniger gute: Es lesen immer weniger. In den letzten Jahren gingen dem Buchhandel Millionen von Bücherkäufern verloren. Da kommt der Welttag des Buches gerade richtig. Und ein Plädoyer von der Klappentexterin und Herrn Klappentexter, das Lesen doch bitte nie, nie, nie einzustellen.

Passend zum Anlass empfehlen wir daher heute drei Bücher, in denen es um zwei der schönsten Dinge des Lebens geht: das Lesen und die Buchhandlungen. Die Bücher von Torsten Woywod und Martha Schoknecht bespricht die Klappentexterin, Herr Klappentexter hat sich mit Alberto Manguel beschäftigt. Weiterlesen

Die helfende Hand der Zuversicht.

Der Titel des Buches leuchtet wie eine Fackel, und ich staune erneut über die Macht der Sprache. Ein einziges Wort nur, das die Kraft einer tröstenden Hand hat und zärtlich über eine blasse Wange streicht: Zuversicht. Die wünscht sich die Autorin Mira Magén für ihre Protagonistin in ihrem gleichnamigen Roman. Das spüre ich mit jeder feinfühlig geschriebenen Zeile, und deshalb konnte ich dieses Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Die Sätze aus warmen und bildreichen Wörtern erinnern mich an eine kleine, schöne, aber fleischfressende Pflanze, die zuschnappt, sobald sich ihr etwas Lebendiges nähert. In dem Fall sind es meine Augen. Sofort bemerke ich, dass ich bei Mira Magén eine Anziehung finde, die mich an Zeruya Shalev erinnert. Denn israelische Literatur hat für mich einen ganz besonderen Sound. Wie soll ich ihn beschreiben? Vielleicht kraftvoll, ja, dies scheint mir die richtige Bezeichnung. So vibrierten die Sätze immer noch durch meinen Kopf, wie der Bass aus einem Club am Ende der Straße. Und wo ich hier schreibend sitze, frage ich mich: Wie mag es Nava jetzt wohl ergehen? Weiterlesen

Vorübergehend geschlossen.

Man könnte meinen, unser Blog hält Winterschlaf. Es ist ein wenig still geworden, dafür passiert bei uns im wirklichen Leben um so mehr. Einige von euch haben sicherlich bei Instagram mitbekommen, dass ich im großen Umfang Bücher aussortiert habe. Nicht ohne Grund – ein Umzug steht an. Mehr noch, es wird ein richtiger Neuanfang, denn Familie Klappentexterin zieht in den nächsten Tagen in die Buch- und Kulturstadt Leipzig. Wir freuen uns sehr, und die Klappentexterin besonders auf ihre neue Position bei Hugendubel als Filialleiterin, und das mitten in der Stadt. Weiterlesen

Mann mit Eigenschaften.

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Michel Houellebecq? Ist das nicht dieser Skandalautor? Ist das nicht der mit den provokanten Ansichten, dieser islamophobe Erfolgsschriftsteller? Der mit der Vorliebe für Alkohol und Zigaretten, dieser absolute Befürworter der Prostitution? Ja und nein. Alles stimmt und ist doch nicht wahr. „Wer ist Michel Houellebecq?“ fragt auch Julia Encke, Autorin und verantwortlich bei der FAS für das Literaturressort in ihrem gleichnamigen Porträt des französischen Enfant Terrible. Sie hat den Autor mehrfach getroffen, ist eine Kennerin des Literaturbetriebes und versucht, das Phänomen Houellebecq in mehreren Kapiteln zu erklären. Diesem Mann der vielen Gesichter, auf dem schon zahlreiche Etiketten kleben, die er mit der nächsten Häutung, mit jedem neuen Roman zuverlässig wieder abstreift.
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2017: Alles war in Bewegung.

Ein winterliches Kleinod: Ferch am Schwielowsee.

Ein letzter Gruß im alten Jahr, bevor wir das neue begrüßen. Die letzten Meter, die letzten Seiten, nur noch wenige Stunden. 2017 war ein wirklich famoses und aufregendes Bücherjahr, das niemand einfach so an sich vorbeiziehen lassen sollte. Ich feiere es seit Tagen in meinem Herzen, nun wird es Zeit, die Freude in die Welt zu tragen. Weiterlesen

Schenkt Liebe, schenkt Bücher.

Vor zweitausend Jahren haben böse Kapitalisten ein rauschhaftes Jahresendzeitfest erfunden, eine verrückte Zeit des Konsums. Glücklicherweise kamen in den letzten Jahren besinnliche, spirituell angehauchte Menschen auf die Idee, dass es doch eigentlich ein Fest der Liebe sein soll. Der Liebe zu anderen Menschen und der Freude, sie zu diesem Anlass reichlich zu beschenken. Zum Beispiel mit Büchern und der Lust auf unglaubliche, phantasievolle und berührende Geschichten. Als Buchhändlerin kann ich das nur vorbehaltlos unterstützen.

Und so möchte auch Familie Klappentexterin die Gunst der Stunde nutzen, um euch in unserem Weihnachtsspezial ganz besondere Bücher zu empfehlen. Bücher, die selten auf dem Bestsellertisch liegen und doch Aufmerksamkeit verdient haben. Ich beginne heute, Herr Klappentexter folgt mir am Montagabend. Weiterlesen