Eine Reise in den Norden.

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Der Zauber von Büchern liegt auch darin, dass sie uns mit auf Reisen nehmen, ohne dass wir Koffer packen müssen. Wir brauchen einzig unsere Augen und genügend Muße, um vollkommen in andere Welten eintauchen zu können. Dann passieren oft wundervolle und spannende Dinge, die uns den Alltag vergessen lassen. So kehre ich mit leuchtenden Augen aus einem maritimen Abenteuer zurück, das mir der Guggolz Verlag mit »Vater und Sohn unterwegs« von Hedin Brú beschert hat.

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Große Vielfalt und Freude – die Longlist 2015

longlist2015_1Ja, wer hätte das gedacht: Wir haben uns versöhnt – die Longlist des Deutschen Buchpreises und ich. Den vergangenen Mittwoch werde ich sicherlich nicht so schnell vergessen. In Gedanken habe ich oft mit der Longlist eine Friedenspfeife geraucht und wurde dann doch jedes Mal mit der Bekanntgabe der nominierten Bücher bitter enttäuscht. Danach sammelten sich häufig Steine in meinem Bauch und die Wut hämmerte wie Rumpelstilzchen gegen die Zellwände. 2014 wollte ich die Enttäuschung nicht mehr still hinnehmen und habe sie in die Tasten gehämmert. Dieses Mal fliege ich wieder über die Tasten, tanzend, lächelnd und bin leicht wie eine Feder. Da geteilte Freude die schönste ist, darf sie sich heute auf meinem Blog richtig ausbreiten.

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Hitzefrei! Dank einer sommerleichten Geschichte.

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Von der Leichtigkeit des Sommers ist die Tage wenig zu spüren. Die Hitze kriecht in die Wände der Häuser, hängt sich in die Haare der Menschen und weht ihnen heiße Luft wie ein Föhn auf höchster Stufe ins Gesicht. Das Leben spielt sich in Zeitlupe ab, die Stadt ist ein einziger Backofen. Da hilft nur ein kühles Bad. Oder ein Ausflug in die Welt der Bücher. Dort habe ich sie wiedergefunden – die Leichtigkeit des Sommers. »Geneviève – Ein französischer Sommer« von Gerd Pfeifer hat mich verzaubert und die Hitze vergessen lassen.

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Wenn die Liebe dunkle Schatten wirft.

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Die Verlagswelt versüßt uns diesen Sommer mit wunderbaren Büchern. So auch der mare Verlag mit »Die Schatten von Race Point« von Patry Francis. Ein Buch über die Liebe? Jein. Denn hier geht es um die tragische Version der Liebe, nämlich die unerfüllte. Aber nicht nur das: Dieser opulente Roman begeistert mit einer Fülle an Themen und ist so spannend wie mitreißend erzählt, dass sich die 588 Seiten wie ein Sechser im Lotto anfühlen.

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Ein Land – zwei Welten.

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Wer kennt das nicht? Da hat man gerade ein Buch beendet und ist unheimlich traurig. Man will am liebsten weiterlesen. Genauso ist es mir im Frühjahr ergangen. Nachdem ich Amos Oz’ »Judas« beendet hatte, wollte ich in Israel bleiben und so griff ich zu Lizzie Dorons Buch »Who the Fuck Is Kafka«. Sicherlich kann man beide Werke nicht auf eine Stufe stellen. Trotzdem spüre ich zwischen beiden Büchern eine innige Symbiose – und das nicht nur, weil Mirjam Pressler die Bücher aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt hat. Sie führen mich in ein Land, das zerrissen ist und unzählige Narben wie Tote und Verletzte in sich trägt, jeder auf seine Art mit der Kraft des geschrieben Wortes.

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Mirna Funk über Identität.

Mirna_Final_Vest2_2120 Kopie_small© Bella Lieberberg

Mirna Funk wurde 1981 in Ostberlin geboren, studierte Philosophie und Geschichte. Sie arbeitet als freie Jounalistin und Autorin, u.a. für »Der Freitag«, und »Zeit Magazin«. Sie schreibt über Kultur, Lifestyle und Kunst. 2014 berichtete sie für das Magazin »Interview« aus Israel. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv. Für ihr Debüt »Winternähe«, das diese Tage beim S. Fischer Verlag erschienen ist, erhält sie den Uwe-Johnson-Förderpreis. Weiterlesen

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Auf der Suche nach uns selbst.

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Wer sind wir eigentlich? Woher kommen und wohin gehen wir? Lola hat sich dazu ihre Gedanken gemacht: »Jede Person, mit der wir sprechen, ist angefüllt mit eigener Geschichte. Einer Geschichte, zu der wir niemals einen vollständigen Zugang haben werden. Und trotz dieses fehlenden Zugangs muss diese Geschichte, obwohl wir von ihr nicht wissen, immer mitgedacht werden.« Und wer ist diese Lola? Nun, sie ist die Protagonistin in Mirna Funks Debüt »Winternähe«. Natürlich hat auch sie ihre eigene Geschichte.

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Kirsten Fuchs über den Wald.

IMG_4027-1© Paul Bokowski

Kirsten Fuchs wurde 1977 in Karl-Marx-Stadt geboren. Sie ist eine der wichtigsten Stimmen in der Berliner Lesebühnenszene. 2003 gewann sie den Open Mike. Seitdem hat sie einen festen Platz in der jüngeren deutschen Literatur. 2005 erschien ihr vielgelobtes Debüt »Die Titanic und Herr Berg«, 2008 folgte der Roman »Heile, heile«. Weiterhin erschien »Nicht der Süden«, »Eine Frau spürt sowas nicht«, »Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig« und aktuell »Mädchenmeute«.

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Ein feuerroter Mädchenroman.

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Witzig, aufregend, großer Lesespaß. So könnte mein Fazit lauten, wenn ich auf Kirsten Fuchs’ neues Buch »Mädchenmeute« zurückblicke. Natürlich gibt es noch viel mehr darüber zu sagen. Zum Beispiel das Cover – es ist feuerrot, eine sehr temperamentvolle Farbe. Und die nicht hätte treffender gewählt werden können. In dem Werk steckt nämlich jede Menge Bewegung drin, Abenteuer obendrein sowie eine ordentliche Portion Mut, über sich hinauszuwachsen und eine bemerkenswerte Sprache. Kurzum: Ein aufregendes Mädchenbuch, das ich mir als junges Mädchen gewünscht hätte, aber als erwachsene Frau genauso gern gelesen habe.

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Warum eBook-Reader? Der tolino vision 2 im Test.

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Bekanntermaßen bin ich ein ausgewiesener Bücherwurm. Und zwar einer von der ganz klassischen Sorte, der sich am liebsten durch hunderte von Papierseiten frisst und dabei wohlig den Duft von Frischgedrucktem inhaliert. Einerseits. Andererseits bin ich auf Facebook und Twitter aktiv, habe einen Blog im Internet und arbeite nicht in einem Antiquariat, sondern im modernen Buchhandel. So kam mir eines Tages der eBook-Reader „tolino shine“ in die Hände. Und ich lernte ihn schätzen, hat er doch in der einen oder anderen Situation im Leben eines Bücherwurms durchaus seine Vorteile. Nun liegt der neueste „tolino“ vor mir, das Modell „vision 2“. Und eBook.de bat mich, diesen zu testen.

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