Gewinnende Verlierer.

emrah_serbes_junge_verliererDas Wort Verlierer hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Zu verdanken habe ich dies dem binooki Verlag, der mich mit »junge verlierer« von Emrah Serbes im höchsten Maße beglückt hat. Durch binooki habe ich mit Alper Canigüz einen Autoren kennengelernt, der mich mit »Die Verwandlung des Hector Berlioz« begeistern konnte. Nun durfte ich die Bekanntschaft von Emrah Serbes machen, seines Zeichens einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Türkei und wichtige Stimme der Gezi-Proteste. Dieser erstaunliche Erzählband stand 2014 auf der Hotlist, zählte zu den zehn besten Büchern aus unabhängigen Verlagen und hat bereits vor mir viele Leser für sich gewinnen können.

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Perfekt und unperfekt zugleich.

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Liebe und Freiheit – inwiefern passt beides zusammen? Johanna Adorán spürt dieser Frage in ihrem neuem Roman »Geteiltes Vergnügen« nach. Sie begibt sich dabei in das Metier der klassischen Liebesgeschichte. Aber so klassisch ist sie eigentlich gar nicht – und genau das macht das Buch zu etwas Besonderem.

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We talk Indie: Im Gespräch mit dem Albino Verlag

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In unserem Oster-Spezial haben wir Verlage vorgestellt, die bislang auf unserem Blog keine oder wenig Aufmerksamkeit bekommen haben. Einer dieser kleinen feinen Verlage ist der  Berliner Albino Verlag, den ich euch heute näher vorstellen möchte. Mit City Boy – Mein Leben in New York von Edmund White startete der Verlag 2015 sein Programm. Ein Titel, der meine Neugier aufs Buch sowie auf den Verlag geweckt hat. Das Buch öffne ich bald für euch, der Verlag hat heute seinen Auftritt. Ich habe dazu Ronny Matthes interviewt, der für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Weiterhin gehören zum Team der Programmleiter Alexander Hamann und der Volontär Matthias Höhne.

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 Foto: © Michael Taubenheim
Programmleiter Alexander Hamann (l.) mit Autor Edmund White (r.) in Berlin. 

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Sonne zwischen den Buchseiten.

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Sonne überall. Auf den kahlen Ästen, auf denen sich allmählich grüne Stellen bemerkbar machen. Auf den gefiederten Köpfen der singenden Vögel. Sonne auf glänzenden Autos und flitzenden Fahrrädern. Im Haar zwischen den Strähnen und blitzend auf der Haarspange. Sonne auf dem rollenden Koffer und der roten Handtasche. Sonne auf den Knöpfen der Jacke. Auf den Wänden, die ein Ort für kleine Flächen und Schattenspiele werden.

Und Sonne zwischen den Buchseiten. Jetzt noch in der Wohnung, aber gleich – in wenigen Minuten – bin ich draußen, setze mich auf eine auf eine Bank und lese. Eins der schönsten Dinge, die es gibt. Ja, nun ist er da – der Frühling und lässt uns alle aufatmen. Genießt ihn, liebe Bücherfreunde! In diesem Sinne, beglückendes Draußen-Lesen!

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Noch einmal ganz von vorn.

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»Ein Jahr auf dem Land« von Anna Quindlen ist wieder einmal ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man sich nicht vom Cover und vom Titel leiten lassen sollte. So hätte ich das Buch wohl kaum in die Hand genommen, wäre da nicht die Empfehlung einer befreundeten Buchhändlerin gewesen. Ich habe nichts gegen Äpfel, esse sie sogar für mein Leben gern. Und das Landleben hat für mich eine besondere Faszination. Aber zu diesem Buch passt beides nicht wirklich. Warum? Nun das verrate ich euch jetzt.

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Indiebooks – eine kleine Liebeserklärung.

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Liebe Indiebooks,

wir kennen uns nun schon seit 2013. Damals hat mich Daniel Beskos vom mairisch Verlag bei seinem initiierten Indiebookday offiziell mit euch bekanntgemacht und seitdem ist es um mich geschehen. Wie es bei einer Liebe so ist, sollte man sie nicht als selbstverständlich hinnehmen. Daher bin ich unendlich dankbar, dass es euch gibt und möchte euch dies heute am vierten Indiebookday sagen. Aus falling in love wurde ein love forever. Und das von ganzem Herzen.

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Lesen. Immer und überall.

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Woran man einen Bücherwurm erkennt. Daran, dass er immer und überall liest. Bei Regen, Wind, Schnee und Sonne. Er kann vollkommen verstummen und den Lärm um sich ausblenden, ganz eintauchen in die raschelnden Seiten seines Buches. Eine Oase der Stille und gleichzeitig eine Reise ohne Koffer und Tasche. So stand ich heute am Berliner Hauptbahnhof, wartete auf meine Verabredungen und hatte plötzlich dieses Bild vor Augen. Eine lesende Klappentexterin. Welch’ schöne Momentaufnahme! Buch in der Hand, die Sonne als lachende Zeugin. So sende ich euch einen lieben Gruß. An diejenigen, die diese Tage zur Leipziger Buchmesse eilen und an alle, die zu Hause bleiben. In jedem Fall ist eins sonnenklar: Die Bücherwelt ist eine ganz besondere, die immer wieder inspiriert, viele Menschen zusammenbringt und eine große Leuchtkraft hat.

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Ein Leben wie im Fluge.

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Herrgott noch mal! Jims Fluch hängt tatsächlich immer noch in meinen Ohren. Ich lächle und bin gleichzeitig wehmütig, weil er mich verlassen hat. Während ich noch in Melancholie bade, höre ich das Geräusch von Wellen, die an den Strand branden. Die Möwen kreischen, in meine Nase kriechen Gerüche von Fisch und Seesalz. Verwundert, erstaunt und beglückt zugleich schaue ich zum schön gestalteten Buch »Schmale Pfade« von Alice Greenway, in dem ich länger verweilte als zunächst gedacht. Einerseits brauchte der Roman seine Zeit. Andererseits konnte ich mich nicht von dem kauzigen Protagonisten und der vielseitigen, bewegenden Geschichte um ihn herum trennen. Doch nun ist die Zeit des Abschieds gekommen. Aber vorher möchte ich noch einmal zurückkehren mit dem Salz auf den Lippen und dem Wind in den Haaren.

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Benedict Wells über Einsamkeit.

BenedictWells_c_Bogenberger_autorenfotos© Bogenberger / autorenfotos

Ich freue mich heute über einen besonderen Gast, den ich bereits auf meinem Blog in einem Interview über Klassiker sowie mit einem Beitrag über Junge Literatur zu Besuch hatte. Also Vorhang auf für Benedict Wells! Jüngst ist sein neuer Roman »Vom Ende der Einsamkeit« beim Diogenes Verlag erschienen. Dieses erstaunliche und mitreißende Buch feiert kommenden Mittwoch, 2.03., seine Buchpremiere in der Backfabrik in Berlin. Die Klappentexterin verlost dazu zwei Freikarten. Was ihr dafür tun müsst, um bei der Verlosung teilzunehmen, erfahrt ihr am Ende des Interviews. Nun möchte ich den 1984 geborenen Autor zu Wort kommen lassen.

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Weise Worte über die Einsamkeit. Und noch viel mehr.

Benedict_Wells_Vom_Ende_der_Einsamkeit

Ich habe lange gewartet. Die Zeit dehnte sich endlos wie ein Kaugummi. Tage, Monate, Jahre. Verwelkte Blätter fielen von den Bäumen, raschelten unter den Füßen. Bald tanzten Schneeflocken durch die Luft und teilten sich den Platz mit meinen Atemwölkchen. Einige Monate später kamen Vögel aus dem Süden zurück, setzten sich zwitschernd auf unsere Bäume, die erst noch kahl waren, und bald schon in voller Blüte standen. Ein sich immer wiederholender Kreislauf. Das Buch ließ auf sich warten, aber dann war er endlich da: Der Moment, als ich Benedict Wells Roman in den Händen hielt. Der Titel »Vom Ende der Einsamkeit«, die ersten Sätze… – schon spürte ich die besondere Magie, die uns nur die Literatur schenken kann.

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