Schlagwort-Archive: Michel Houellebecq

Der Tod der Anderen. Und das eigene Überleben.

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Viereinhalb Jahre ist es nun her, dass der feige Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo verübt wurde. Ein Anschlag auch auf die freie Meinungsäußerung. Und, Freunde, hat sich seitdem etwas geändert, gibt es weniger Hass und Gewalt zwischen Himmel und Erde? Die Antwort ist kurz und niederschmetternd: Nein. Genau genommen ist es sogar noch schlimmer geworden. Egal, aus welcher Ecke die Gewalt kommt, ob sie politisch, rassistisch oder religiös motiviert ist: Sie hat nie stichhaltige Argumente, aber immer die Aktion auf ihrer Seite. Eine Aktion mit oft entsetzlichen Folgen für die Menschen, die dieser Gewalt ausgesetzt waren und sie überlebt haben. Genau davon erzählt »Der Fetzen« von Philippe Lançon. Einem Mann, der unglaublich viel Glück hatte und dem doch großes Unglück widerfahren ist. Philippe Lançon wurde bei dem Attentat auf Charlie Hebdo schwer verletzt und entsetzlich entstellt. Die Kugeln der Killer haben ihm den halben Kiefer weggeschossen. Aber er hat überlebt: »Ich war einer von ihnen, aber ich war nicht tot.«
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Mann mit Eigenschaften.

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Michel Houellebecq? Ist das nicht dieser Skandalautor? Ist das nicht der mit den provokanten Ansichten, dieser islamophobe Erfolgsschriftsteller? Der mit der Vorliebe für Alkohol und Zigaretten, dieser absolute Befürworter der Prostitution? Ja und nein. Alles stimmt und ist doch nicht wahr. „Wer ist Michel Houellebecq?“ fragt auch Julia Encke, Autorin und verantwortlich bei der FAS für das Literaturressort in ihrem gleichnamigen Porträt des französischen Enfant Terrible. Sie hat den Autor mehrfach getroffen, ist eine Kennerin des Literaturbetriebes und versucht, das Phänomen Houellebecq in mehreren Kapiteln zu erklären. Diesem Mann der vielen Gesichter, auf dem schon zahlreiche Etiketten kleben, die er mit der nächsten Häutung, mit jedem neuen Roman zuverlässig wieder abstreift.
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Vive la littérature! Auch nach der Buchmesse.

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Die Frankfurter Buchmesse 2017 und alle ihre Aufreger sind Geschichte, aber die Literatur ist immer noch da. So wollen die Klappentexterin und ich als Nachklang und in aller Ruhe ein paar Lieblingsbücher aus unserem Nachbarland vorstellen und den einen oder anderen Klassiker empfehlen. Da ich mich in meiner Funktion als Herr Klappentexter schon länger nicht zu Wort gemeldet habe, hat mir meine wunderbare Frau charmanterweise den Vortritt gelassen.
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