Loslassen befreit. Auch bei Büchern.

luftiges_buecherregal

Der Mensch braucht zum Leben drei Mahlzeiten am Tag und ein Bett zum Schlafen, sagt Janosch. Eins, zwei Bücher wären vielleicht auch ganz nett, füge ich hinzu. Und schaue auf meine luftigen Bücherregale. Ich habe es tatsächlich getan und drei prall gefüllte Regale ausgeräumt. Ausgelesene Bücher und Bücher, die ich seit Jahren schon horte, weil ich sie irgendwann lesen wollte. Bücher, die mich beglückt haben und Bücher, die ich nach wenigen Kapiteln zur Seite gelegt habe. Jetzt sind sie alle weg. Okay, fast alle – geblieben ist ein kleiner Rest. Was ist passiert? Wie kam es dazu, dass sich ein ausgewiesener Bücherwurm von so vielen Büchern getrennt hat? Davon berichte ich euch heute.

Für die meisten Umbrüche gibt es einen Anlass. Bei mir war es ein Umzug. Und obendrein der Blick in ein ganz besonderes Buch. Beides zusammen führte dazu, mich von allerhand Dingen und tausend Büchern zu trennen. Vor einem Jahr hätte ich bei diesem Gedanken vor Schnappatmung hyperventiliert, heute lächle ich und bin frei wie ein Vögelchen.

magic_cleaningVor einiger Zeit ist mir »Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert« von Marie Kondo in die Hände gefallen, ein pfiffiger Ratgeber mit Seele. Darin berichtet die japanische Autorin von ihrer Tätigkeit als professionelle Aufräum- und Ordnungsberaterin. Feinfühlig unterteilt sie die Aufräumprozesse in mehrere Phasen: Die Kleidung steht ganz am Anfang, die Bücher folgen erst viel später, weil der Trennungsprozess schwieriger ist. Ich mag die ehrliche, japanische Art, sich mit den Dingen zu beschäftigen. Marie Kondo schreibt voller Respekt über die Dinge und behandelt sie dabei fast wie Lebewesen. Genau das macht dieses Buch zu einem charmanten Ratgeber, der beinahe liebenswerte Züge aufweist.

Nachdem ich einen Teil meiner Kleidung ausgemistet und den anderen raffiniert gefaltet hatte, kam der Bücher-Moment. Ein schwieriges Thema, ganz schwierig. Ich habe in der Vergangenheit regelmäßig aussortiert, Freunde beschenkt und an den Berliner Büchertisch gespendet. Doch beim genauen Blick in die Regale stellte ich fest, dass es noch lange nicht genug war. Die Regale waren vollgestopft mit Büchern, an manchen Stellen stapelten sie sich sogar vor den Regalen. Natürlich nagten die Bücher permanent an meinem Gewissen, wie ein Biber an einem Holzstamm. »Wann wirst du uns endlich aufschlagen?« riefen sie im Chor. »Bald, ganz bald.« »Das sagst du schon so lange

Stimmt, das sage ich wahrlich sehr lange. Aber irgendwann wird es soweit sein! „Ich versichere Ihnen – auch wenn es desillusionierend ist,- »irgendwann« kommt nie. Sowohl für die vielen Bücher, die Ihnen von anderen Leuten empfohlen wurden, als auch für diejenigen, die Sie immer schon mal lesen wollten, ist der Zug abgefahren.« Huch. Oh! Herzrasen. Pulsschlag am Maximum. Das waren die ersten Reaktionen, nachdem ich Marie Kondos Worte dazu gelesen hatte. »Ich bin sicher, dass Sie im Moment des Kaufens tatsächlich davon überzeugt waren, dass Sie dieses Buch lesen würden. Aber Sie haben es nicht getan. Im Grunde genommen war es die Aufgabe dieses Buches, Ihnen zu zeigen, dass sie es gar nicht zu lesen brauchen.« Nein! Ist nicht wahr! Aber es geht weiter: »Es ist auch nicht nötig, angefangene Bücher zu Ende zu lesen. Die Aufgabe der Bücher war es, zur Hälfte gelesen zu werden.« Schachmatt.

Nach diesen Sätzen brauche ich eine Minute oder auch zwei der Besinnung. Das klingt hart, verdammt hart, was die Autorin da schreibt. Die Erkenntnis kann sich anfühlen wie ein brennender Wespenstich, mein Körper brennt. So stehe ich gefühlt auf einem 10-Meter-Brett, innerlich bereit für den Sprung, doch mir fehlt noch der Mut. Wie gut ist es da, wenn man Gleichgesinnte hat.

Also schreibe ich zwei Bücherfreundinnen, die den Prozess bereits hinter sich haben und frage: »Kann ich das wirklich machen? Ein ganzes Regal ungelesener Bücher komplett aussortieren?« JA! Rufen beide unabhängig voneinander. »Es kann Luft und Raum für Neues entstehen«, fügt die eine hinzu. So setze ich zum Sprung an.

buecherstapel_grossDas erste Buch, das ich aus dem Regal nehme, fällt noch schwer und verwandelt sich zu Blei. Da hockt nämlich so ein Männchen in meinem Kopf und ruft: »Du könntest es doch noch lesen wollen. Bist du dir sicher, dass du es weggeben möchtest?« Puh! Nein, ja, ich weiß nicht. Beim zweiten Buch geht der Kampf von vorne los. Etwa beim 20. wird’s endlich leichter und ich denke weniger nach. Die innere Stimme bleibt: »Das Buch wolltest du doch lesen!« »Ja, und darum habe ich es seit Jahren im Regal stehen«, entgegne ich. Wenn ich Lust bekomme, kaufe ich es mir eben. Ein neuer Impuls, dem ich nun mehr folgen möchte: Kaufen und lesen. Nicht mehr nur kaufen und ansammeln. Nicht lesen und stehenlassen. Lesen und weitergeben. Ich ziehe später unzählige Bücher aus den anderen Regalen mit den gelesenen Büchern, zahlreiche Bücher, die ich geliebt habe, aber kein zweites Mal lesen werde. Wenn das Herz allzu sehr tobt, und die Stimme brummt wie ein Presslufthammer, landet das Buch auf dem Lieblingsstapel für Freunde. Genauso hart sind Bücher meiner Lieblingsverlage. Kann ich? Soll ich? Verdammt noch mal ja! Wie viele Menschen kann ich mit den Schätzen glücklich machen, wenn ich sie weggebe anstatt sie hier einstauben zu lassen? Wie toll! Also schwupp und weg!

buecherbasarAls die Regale leer sind, bin ich der Ohnmacht nahe. In der Wohnung türmen sich die Bücher an vielen Stellen hüfthoch. Ich wusste, dass es einige sind. Aber so viele? Erstaunlich, was Regale alles schlucken können. »Es müssen an die 1000 sein«, vermutet eine Freundin, die am Tag vorm Umzug zum Buchverschenkbasar bei mir eingetroffen ist. Es dauert nicht lange und schon kommt die Buchhändlerin in mir zum Vorschein. Ich erzähle von den Büchern, und spüre Zweifel aufkommen, wie Federn streifen sie mich, leise und zart. Doch ich wische sie weg. Und freue mich über die besondere Form des Abschieds. Ich fühle allmählich eine aufkommende Leichtigkeit, die mich schließlich ganz abheben lässt, als ich wenige Tage später dreiundzwanzig (!) Bananenkisten im Transporter des Berliner Büchertisches verschwinden sehe. Adieu, ihr lieben, treuen Gefährten, es war mir eine Freude! Macht andere glücklich!

Ich bin und bleibe eine große Bücherfreundin. Bücher sind mein Lebenselixier und werden es immer bleiben. Und ich liebe es, in Wohnungen mit schönen hohen Bücherwänden zu kommen. Nur im eigenen Heim möchte ich den Regalen in Zukunft mehr Luft lassen. Falls ihr glaubt, dass ich nun keine Bücher mehr habe, dann kann ich euch beruhigen: Es sind sogar mehr als die 30 Lieblingsbücher, die Marie Kondo hat. Genauso habe ich ein paar ungelesene Bücher, denen ich mich seit dem Ausmisten nun mit mehr Aufmerksamkeit widme. Vielleicht weil ich sie jetzt besser sehe?

***

Sophie von Literaturen hat kürzlich auch begonnen, Bücher auszuortieren und in ihrem Post »Warum weniger Bücher manchmal mehr sind« darüber berichtet. Mariki vom Blog Bücherwurmloch ist in dieser Angelegenheit schon lange ein Vorbild für mich. Seit ich meine Bloggerkollegin kenne, sortiert sie regelmäßig aus Platzgründen Bücher aus und hat ihre Leser kürzlich in ihrem Beitrag »11 Gründe, warum ich fast keine Bücher behalte und das gut finde« wissen lassen, warum sie dies macht.

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58 Gedanken zu “Loslassen befreit. Auch bei Büchern.

  1. Aber die Zeit, die ich zum Aussortieren brauche, kann ich besser nutzen, um ein oder zwei Bücher zu lesen. Klar, bei mir gibt es auch Bücher, die ich nicht mehr lesen werde, aber einige davon sind wie alte Bekannte, man hat sich nichts mehr zu sagen, aber man teilt Erinnerungen.

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    1. Also, so liebenswürdig hab ich das noch nie gehört, Du hast soooo recht: Es gibt welche, die müssen einfach bleiben, auch wenn man sich schon lang nix mehr zu sagen hat…aber die Erinnerungen…ich dank Dir für diesen wunderbaren Hinweis! Liebe Grüsse, die Graugans

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    2. Ach, ich finde beides schön: Lesen und Aussortieren bzw. die Bücherregale pflegen: Bücher rein, umsortieren oder ganz raus. Bei mir sind Bücher auch Arbeitswerkzeuge, d.h. ich überarbeite jetzt häufiger die Reihen mit den Leseexemplaren.

      Ich habe mich nicht von allen Büchern getrennt, denn auch bei mir gibt’s gute alte Bekannte, mit denen ich besondere Erinnerungen verbinde. Ein schönes Bild von dir.

      Viele Grüße
      Klappentexterin

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  2. Ich habe beim Lesen tatsächlich fast vor Schnappatmung hyperventiliert… 😉 Also, das käme für mich nicht in Frage, lieber baue ich an! 😉 Es kommen immer mal schlechtere Zeiten, Zeiten in denen ich mir weniger neue Bücher leisten kann, und DANN schlägt die große Stunde all der bislang ungelesen liegen gebliebenen Bücher!

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    1. Jedem so wie er/sie mag. Ich hätte das vor einem Jahr auch nicht gedacht. Alles zu seiner Zeit oder halt nie. Ich sammle/kaufe nicht nur Bücher, sondern arbeite genauso mit ihnen, d.h. ich hatte in den Regalen schon einige Leseexemplare zu stehen. Von denen ich mich nun getrennt habe – nicht von allen, aber von einigen vielen. Die neuen reisen bereits in diesen Tagen an und dafür ist jetzt Platz. 🙂

      Liebe Grüße
      Klappentexterin

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  3. Schmunzelnd habe ich Deinen Bericht gelesen und freue mich für Dich, dass Du Deine Bücher hast weiterziehen lassen. Es stimmt, die leeren Regale geben Raum für Neues, Gegenwärtiges und die Bücher nehmen auch Schuldgefühle mit sich. Ich habe diesen Prozess durchlebt, bevor meine Große auf die Welt kam und dabei immer gedacht, wie kann ich als Buchhändlerin nur? Aber Bücher sind da, um gelesen zu werden, nicht um sie zu sammeln. Mit Marie Kondo beschäftige ich mich auch gerade. Das Buch „Leben statt kleben“ (blöder Titel, aber mitreißend geschrieben) von Birgit Medele finde ich zum Thema Clutter Clearing sogar noch schöner. Alles Gute und liebe Grüße! Ailis

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    1. Liebe Ailis,
      ich danke dir für deine schönen Zeilen! Du bist eine Schwester im Geiste und weißt ganz genau, was ich gedacht und gefühlt habe. Ja, als Buchhändlerin gehört es sich irgendwie nicht, Bücher wegzugeben, dachte ich bisher ebenfalls. Aber ich sag’s mal so: Gäbe es nicht so viele Neuerscheinungen im Jahr, sähe das auch alles anders aus. Daher müssen am Ende viele aussortiert werden. Was ich bei diesem Prozess ebenfalls festgestellt habe: Ich habe die meisten Bücher, selbst großartige Herzensbücher, kein zweites Mal gelesen. Und werde es wohl nicht. Sollte ich sie irgendwann vermissen, dann kaufe ich sie eben nochmal. Wobei ich eigentlich weg will von dem vielen besitzen.

      Zudem ist es schön, ja, eine wahre Freude, die feinen Büchern anderen Menschen zu schenken, die sie sich vielleicht gar nicht leisten können. Bücher sind zum Lesen und Teilen da. Danke für dein tollen Buchtipp!

      Sei lieb gegrüßt
      Klappentexterin

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      1. Es ist sehr großzügig von Dir, dass Du Deine Bücher, die ja auch einiges kosten, an andere Menschen verschenkst. So machen sie noch Freude und Sinn und Du kannst Dich leicht und fröhlich neuen Entdeckungen zuwenden. Das Loslassen von Dingen ist für mich ein ständiger Prozess geworden, der oft schwer fällt, aber wirklich gut tut. Von meiner eigenen Romanbibliothek ist gerade mal ein Regalboden übrig und selbst da bin ich nicht sicher, ob ich sie je nochmal lesen werde. Nur bei den Kinderbüchern verhält es sich umgekehrt, aber die sind ja auch zum größten Teil in ständiger Benutzung. Ich hoffe, Du hast den Umzug gut überstanden! Einen lieben Gruß in den Abend hinein schickt Dir Ailis

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  4. Ich kann Dich gut verstehen. Respekt für Deine Ausmistaktion! So viele auf einen Schlag ist schon enorm, aber wenn Du sie nicht mehr liest, können sie ja von jemand anderen gelesen werden. Das ist eine super Lösung, finde ich. (Ich kenne das befreiende Gefühl 🙂 ). Ballast abwerfen ist eine feine Sache. Ich wünsche einen angenehmen Umzug und weiterhin viel Freude beim Lesen.

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    1. Liebe Wolkenbeobachterin,
      herzlichen Dank für deine Glückwünsche! Bei aller Leichtigkeit war es natürlich ein fettes Stück Arbeit. Puh! Aber nun ist alles geschafft und der Umzug mit Bravour vollbracht. Ja, dann bist du auch im Club des leichtens Lebens. Lebt sich wirklich erstaunlich fabelhaft.

      Liebe Grüße
      Klappentexterin

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  5. Glückwunsch zu diesem befreienden Schritt!!
    Mir ging es vor ca einem Jahr genauso wie dir. Ich zog um und war erstaunt über die Menge an Büchern, die sich über die Jahre angesammelt hatte. Genau genommen, ist es doch ganz schön egoistisch, diese vielen ungelesenen Bücher zu horten und nicht mit anderen zu teilen. Mit dieser Einstellung fällt es mir jetzt viel leichter, mich von Büchern zu trennen.
    Liebe Grüße
    Loralee

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    1. Hallo Loralee,
      ach, dann weißt du ja bestens, was ich meine. Ist es nicht erschreckend, wie viele Bücher die Regale verschlucken? Wahnsinn! Ich bin froh über die Erkenntnis, dass man Bücher nicht horten muss und sie – sogar ungelesen – weggeben kann. Bis heute fehlt mir übrigens keins von den weggebenen.

      Liebe Grüße
      Klappentexterin

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      1. Allerdings! Ich möchte nicht wissen, wieviele Kilogramm Bücher in einem Billyregal wohnen! Schön, dass du sie auch nicht vermisst. Wenn es dir so wie mir geht, wirst du auch in einem Jahr keines vermissen. 🙂
        Liebe Grüße
        loralee

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  6. Phuuuu – also, ich bin ganz ehrlich, 1000 Bücher auszusortieren kämen für mich nicht in Frage. Ich meine, dass man da mal den Überblick verliert und irgendwann die hinteren Reihe vielleicht nicht mehr beachtet – geschenkt. Meine Bücherregale mit den ausgelesenen Büchern ist in soweit sortiert, dass dort nur die Bücher einen Platz finden, die es auch wert sind. Bücher, die mir gar nicht gefallen haben, werden verkauft. Mein Regal mit den ungelesenen Büchern sortiere ich einmal im Jahr neu. Was dann nicht mehr attraktiv erscheint, kommt weg. Völlig leerräumen könnte ich auch aber das nicht (und schon gar nicht auf 30 Bücher reduzieren).

    Liebe Grüße,
    Linda

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    1. Liebe Linda,
      wenn man erstmal im Flow ist, ist’s ganz leicht. Wirklich. 😉 Selbst jetzt sortiere ich in der neuen Wohnung weiter aus. Nun ist es bei mir auch so, dass ich im Frühjahr und Herbst automatisch neue Bücher bekomme, das bleibt als Buchhändlerin nicht aus. Da habe ich in den letzten Jahren nicht konsequent genug aussortiert. Meiner Erfahrung nach lese ich leider nicht alle Bücher. Wie auch? Bei der Fülle an Neuheiten! Bevor sie weiter ungelesen im Regal stehen und einstauben, verschenke oder spende ich sie lieber.

      Das Aussortieren ist ein Prozess. Wie gesagt, vor einem Jahr hätte ich mir einen Vogel gezeigt. Und nun hat’s boom gemacht und mir geht’s fabelhaft. Jedem so wie er/sie mag. Ich möchte weiterhin die Leichtigkeit in meinen Regalen haben, kenne ich aber auch die liebevollen Stunden des Sortierens der ungelesenen Schätze wie bei dir. Hab weiterhin viel Freude dabei!

      Liebe Grüße
      Klappentexterin

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  7. Eine kleines Bücherverschenkfest mit Freunden ist eine schöne Idee, vielleicht können diese
    auch einige mitbringen. Ich muss nur bei jedem meiner Bücher nachschauen, ob nicht noch
    eine Postkarte als Lesezeichen drin steckt, evtl. eine ziemlich private….

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    1. So kann man das auch machen, liebe Annette. Aber nicht bei mir, die vorhatte, sich von den vielen Büchern zu trennen. 😉 Eine Freundin fand dann in der Tat von mir auch eine Notiz in einem der Bücher. Ich konnte aber in der Eile nicht mehr jedes Buch aufschlagen, nun tummeln sich da draußen sicherlich einige Bücher mit Notizen und Lesezeichen.

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  8. Glückwunsch zu Deinem „Befreiungsschlag“! Auch wenn ich das selber, zumindest in dem Umfang, nicht könnte, bewundere ich dein entschlossenes Vorgehen. Ich kann mich von den meisten Büchern noch nicht trennen, aber vielleicht kommt irgendwann der Zeitpunkt, Das Buch „Magic Cleaning“ werde ich mir mal näher anschauen.
    30 Bücher reichen aus? gewagte Theorie, die aber auch Harald Schmidt vertritt ;-))

    Liebe Grüße
    Thomas

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    1. Das ist aber schon eine sehr seltsame und wahrscheinlich nicht so ganz korrekte „Bücherwegschmeißempfehlung“ die mir, tut mir leid, gar nicht gefällt, ich schmeiße jedenfalls nichts weg, auch nicht Harald Schmidts Bücher!

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    2. Lieber Thomas,
      längst wollte ich schon geantwortet haben, aber die Zeit unter der Woche ist einfach zu rat. Ich hatten großen Spaß mit Harald Schmidt – wie passend! Ich danke dir herzlich für das mitgebrachte Video und für deinen Kommentar.

      Liebe Grüße
      Klappentexterin

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  9. Durch die „Magische Küchenspüle“ und Flylady habe ich mich nun auch intensiv mit solchen themen beschäftigt und das genannte Buch steht auch auf meiner WunschListe. Wobei schon „Gegen das Gerümpel des Alltags“ sehr genial war. Mit den Bücher aussortieren habe ich schon vor einigen Jahren, nach dem xten Umzug angefangen, mir waren die Bücherkisten einfach zu viele. Und aj früher hätte ich nicht ein Buch weggebene, aber als ich dann anfing auszusortieren war es sehr befreiend. Inzwischen ist es wieder soweit mal auszusortieren. Es ist ein gutes Gefühl die Herzensbücher so beisammen zu wissen. Keine aufgeweichte Sammlung. Ah da fällt mir ein angefangen hatte ich mit CD´s aussortieren…das waren ähnliche Stapel wie bei Dir, die gingen weg wie warme Semmeln 😉

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    1. Salut madameflamusse,
      noch weitere Bücher zu dem Thema. Da freu ich mich aber! Hab vielen Dank, auch für deine persönlichen Erlebnisse zu diesem Thema. Man sollte öfter umziehen, was? Ich bin mal gespannt, wie es im nächsten Jahr bei mir ausschaut. Ob ich dann wieder was angesammelt habe? 😉

      Adieu!

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      1. Ja einerseits stimme ich voll zu, das häufige Umziehen hat die Wohnräume frei gehalten, oder sagen Wir freier… es gibt ja auch so Dinge wie Waschmaschine, Herd usw. die im Laufe der Zeit so dazu kommen. Aber Andererseits bin ich gerade sehr sehr froh mal länger in einer Whg zu sein 😀 aber ich merke auch wie die Dinge zuviel werden…ich muß schneller aussortieren, am besten wäre ein Atelier, herzliche Grüße

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  10. Mir macht das Aussortieren mittlerweile schon Spaß und jedes Buch, das ich in Händen weiß, die es vielleicht mehr zu schätzen wissen oder überhaupt lesen werden, beglückt so viel mehr als das Horten und Sammeln über das man nur den Überblick verlieren kann. Und was bleibt ist somit das Herzstück an Lesefreude. Und wer nicht denken mag: „Wenn ich es doch lesen möchte, kaufe ich es mir eben neu.“ Kann doch auch denken: „Dieses Buch kann ich sicher in der Bibliothek ausleihen und dorthin zurückbringen, wenn ich es gelesen habe.“ Danke für den Beitrag, es ist immer schön über die Prozesse anderer Menschen zu lesen und damit immer wieder ins Nachdenken und Handeln gestoßen zu werden.

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    1. Liebe Namika,
      schöne Gedanken, die mich nicken lassen! Bei uns Büchermenschen ist es ja so, dass wir öfter etwas haben und besitzen wollen. Viele sind Sammler von besonders schönen Ausgaben, Erstausgaben, signierte Bücher… – solche Exemplare stellen uns dann beim Aussortieren hier und da vor großen Herausforderungen.
      Ich schätze mittlerweile den Überblick in den Regalen. Zu wissen, wo die Bücher stehen und was noch ungelesen ist. Was ebenfalls toll am Aussortieren ist: Sich zu überlegen, wen man mit dem Buch eine Freude bereiten kann. Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis so einige Leser, da habe ich eine große Auswahl.

      Viele Grüße
      Klappentexterin

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  11. Spannend, ich wollte neulich auch einen Artikel zum Thema „Minimalismus und Bücher“ verfassen, weil ich ebenfalls nur wenige Bücher aufhebe. Zu viel Besitz belastet mich und erst recht, wenn ich mir nicht 100 % sicher bin, ihn wirklich besitzen zu wollen. Meinen Artikel reiche ich bestimmt bald noch nach.

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  12. Wow! Respekt! Und danke für die ausführliche Beschreibung deiner Gemütszustände auf dem Weg zum leeren Regal… das hilft!
    Mir sind vor ein paar Tagen die beiden Bücher von Marie Kondo zufällig in die Hände gefallen und ich habe sie in einem Rutsch gelesen – und es ist wohl kein Zufall, dass nun ausgerechnet dein Blogbeitrag erscheint, liebe Klappentexterin… als Verstärkung, die ich trotz allem „ich will!“ gut gebrauchen kann.
    Seit ich die erste KonMari in die Hand nahm, zerrt es in mir: „tu es“ – „tu es nicht“. Aber ich weiß schon jetzt, dass ich es tun werde. Und dann werden demnächst auch hier an die 1000 Bücher einer Buchhändlerin in neue Hände gelangen.

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    1. Liebe Sabine,
      na, das nenne ich einen magischen Zufall! Und? Hast du schon begonnen? 😉 Marie Kondo inspiriert wahrlich. Ich wünsche in jedem Fall viel Erfolg und – trotz Abschiedsschmerz – viel Freude.

      Herzlich
      Klappentexterin

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  13. Vielen Dank für Deinen Beitrag!

    Auch meine Regale waren gefüllt mit ungelesenen Büchern, die ich „irgendwann“ mal lesen wollte, sogar eingeschweißte Bücher waren noch dabei, teilweise drei, vier Jahre alt. Ich habe es Dir nachgemacht und ordentlich ausgemistet. Aber nicht nur die ungelesenen Bücher sind weg bzw. gehen morgen weg, sondern auch viele gelesene, die ich nach der Lektüre aber nie wieder in den Händen hatte. Alles weg – was für ein Befreiungsschlag, der mir, was für ein Wunder, zu keinem Zeitpunkt schwer fiel. Von vorher 814 Büchern sind jetzt noch 83 übrig. Es tat, ebenfalls ein Wunder, unheimlich gut. Ich fühle mich nun freier. Und kann den Anblick meines Regals (es passt nämlich jetzt alles in eines!) wieder genießen, denn es stehen nun nur noch die wirklichen Schätze im Regal. Kein ungelesener Ballast mehr, nur noch Herzensbücher.
    Daher noch einmal: Vielen Dank für die Inspiration!

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    1. Wow – ich bin sprachlos und klatsche vor Begeisterung in die Hände. 83 übrig? Ich finde deine Aktion großartig und gratuliere dir zu diesem fantastischen Schritt. Hattest du vorher schon den Gedanken?

      Viele Grüße
      Klappentexterin

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  14. Spannend, daß plötzlich das „Bücherausräumen“ das große Thema ist. Loslassen und ausräumen der nicht mehr passenden Kleider und der kaputten Häferln oder leerer Joghurtbecher ist sicher sinnvoll, bei Bücher sehe ich das eigentlich nicht so, solange alles seine Ordnung hat und man alles wiederfindet, sind das für mich immer noch Werte, so bleiben meine Regale voll und der Gang zum offenen Bücherschrank, der ja jetzt besonders gefüllt sein wird, liebe Grüße aus Wien

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  15. Alle Achtung! Bücher weggeben, die man noch nicht gelesen hat, das kann ich nicht, wohl aber solche, wo ich weiß, dass ich sie nie wieder lesen werde. Marie Kondo habe ich auch gelesen, drüber geschrieben, nicht alles gut gefunden, aber wertvolle Anregungen herausgepickt.
    Wie auch immer, es ist befreiend!
    LG, Ingrid

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  16. Ach, das hast du so schön geschrieben! Ich konnte dir den Prozess richtig nachempfinden und mich einfühlen, wie es dir erging. Umso mehr freu ich mich über die neue Leichtigkeit, die jetzt in deinem Leben Einzug gehalten hat. Ich bin stolz auf dich!

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  17. Ich sortiere auch regelmäßig das Regal mit den gelesenen Büchern aus. Das meist nach der Frage: Will ich es nochmal lesen? Ganz oft kommt dann ein Nein. Meine ungelesenen Bücher sortiere ich aber tatsächlich nie aus. Durch den Stapel lese ich mich langsam aber sicher durch. ^^ Ich finde es aber immer wieder motivierend, wenn Leute wie du einen Kahlschlag machen. 🙂

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  18. Danke für den wunderbar geschriebenen und nachdenklich stimmenden Beitrag.
    Ich bekomme schon Herzrasen, wenn ich die zeilen lese, wenn ich nur daran denke, dass eines der geliebten Bücher gehen soll, aber –
    wenn ich es recht bedenke, sind sie ja gar nicht alle geliebt. Einige warten Monate- Jahrelang auf ihre Beachtung. Leicht fällt mir die Trennung bei den 90 Seiten Büchern, das sind die, bei denen ich über die ersten 90 Seiten nicht hinauskomme; die dürfen gehen und vielleicht findet jemand anderes die Faszination, die mir verborgen blieb.
    Und ich habe mir angewöhnt einen eigenen kleinen Tauschbazar einzurichten: bei jedem unserer Seminare bringt ein Teilnehmer ein Buch mit, das ihm (Achtung) gefallen hat und das er dennoch weitergeben möchte. Das ist eine schöne Geste, schafft Platz im regal und erfreut eine andere Leserin und da es Intuitionsseminare sind, die ich gebe, kommt es sehr, sehr häufig vor, dass jemand sagt ‚genau das habe ich auf meiner Wunschliste‘.
    So, jetzt bestelle ich das Buch von Marie Kondo und schaue was passiert.

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  19. Ganz toll beschrieben: die Zweifel, das Zögern…
    Dankeschön für diesen motivierenden beitrag.
    Ist es nicht verrückt, dass das Trennen von Dingen so schwer fällt?
    Besonders bei Büchern.
    Ich starte immer wieder von Neuem mit dem Aussortieren von Büchern. Wenn ich dann einen großen Karton vollgepackt habe,kommt der in den Keller. Und hier vergesse ich die Schätze dann, es sei denn, ich öffne so einen Karton….
    Ab und zu schnapp´ ich mir einen Karton davon und fülle damit die öffentlichen Bücherregale, in die jedoch auch oftmals nicht viel Neues hineingeht.
    Das Buch von Marie Kondo habe ich vor kurzem gelesen:
    sie hat mich bald soweit…..

    Viele Grüße!

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  20. Bücher sind Begleiter in bestimmten Lebenszeiten und -phasen. Sie rauszuschmeißen wäre für mich ein wenig wie das Trennen von Freunden. Natürlich gibt es immer ein paar wenige, die es nicht geschafft haben, die sich als unnütz erwiesen haben, nach den ersten Seiten beiseite gelegt wurden oder gar nie angefangen wurden. Die können weg, aber das sind so wenige, dass sie keinen Raum schaffen. Was bleibt ist, ein neues Regal anzuschaffen 🙂

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  21. Toller Post! 🙂 Habe ebenfalls vor Kurzem mein Bücherregal in Angriff genommen und mich von einigen Schätzen getrennt. Ich kann deinen Standpunkt vollkommen nachempfinden, es befreit wirklich… nur von manchen Büchern konnte ich mich dann doch nicht wirklich trennen, da hängen einfach zu viele Erinnerungen dran, hahaha!

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