Let’s celebrate the Indiebookday!

Big Indiebooklove! Immer noch und immer wieder. Nun jährt sich dieser ganz besondere Bücherfeiertag – der Indiebookday – bereits zum neunten Mal. Und ich bin genauso aufgekratzt, als hätte er seine Premiere. Ich bin dem Initiator Daniel Beskos vom mairisch Verlag bis heute dankbar für dieses schöne und wichtige Event im März.

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In Kindheitsgewittern.

Foto: Svealena Kutschke | © Dorothea Tuch

Inwieweit prägt uns die eigene Kindheit? Die diesjährige Hebbelpreisträgerin Svealena Kutschke nähert sich dieser Frage in ihrem neuen Buch „Gewittertiere“. Ein vielschichtiges Werk, dem ich mehr Aufmerksamkeit wünsche. In ihrem Roman thematisiert die 1977 in Lübeck geborene Autorin verbale und psychische Gewalt. Gleichzeitig flechtet sie ein Stück Zeitgeschichte unserer Republik sowie Fremdenhass mit ein.

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Ausatmen beim Betrachten einer Buchbesprechung im Fernsehen.

Foto: Emmanuel Carrère | © Julia von Vietinghoff

Das Atmen ist wichtig. Klar, ohne atmen können wir nicht leben. Anders ausgedrückt: Wer nicht mehr atmet, der ist tot.

Gleichzeitig ist das Atmen zentraler Bestandteil diverser Meditationstechniken. Und darüber hinaus: „Wer seine Atmung kontrolliert, der kann sein Leben kontrollieren“, hat sinngemäß die Performancekünstlerin Marina Abramovic gesagt.

Da fallen mir sofort diese begnadeten buddhistischen Mönche ein, die es schaffen, innerhalb einer Minute tatsächlich nur zwei- oder dreimal zu atmen. Was gar nicht mal so schwer ist, wenn man sich nur konzentriert. Konzentration ist also auch wichtig. Atmen. Konzentrieren. Auf den Atem konzentrieren nennt man meditieren. Oder gleich Yoga, wie wir von Emmanuel Carrère in seinem neuen Werk erfahren, das eben diesen Titel trägt.

Überhaupt nicht Yoga ist, ein neues Buch unbedingt sofort und am liebsten als Erste oder Erster besprechen zu wollen, manchmal sogar vor dem Erscheinungsdatum. Das ist Ego.

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Nicht fürs Leben gemacht.

Foto: Michel Houellebecq | © Philippe Matsas /
Flammarion

Wie viele Gegenwartsautoren von Weltrang gibt es noch? Also solche, die wirklich relevant sind, die gesellschaftliche Debatten auslösen und im besten Fall sogar noch in die Zukunft schauen statt auf den eigenen Nabel. Die Liste ist verdammt kurz, liebe Freunde. Ganz oben thront seit Jahren ein unbeugsamer Franzose, für den das Attribut umstritten eher unter- als übertrieben ist: Michel Houellebecq.

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Die Macht des Schicksals.

Foto: Eva Tind | © Les Kaner

»Wenn wir nur einen kleinen Teil des Lebens leben, was passiert dann mit dem Rest?« Gute Frage, und ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich den kleinen Teil meiner Lebenszeit, die ich mit der Lektüre dieses Buches verbracht habe, durch und durch genossen hab. So empfinde ich »Ursprung« von Eva Tind als eine echte Bereicherung. Ist es doch eine der ungewöhnlichsten Familiengeschichten, die ich je gelesen habe. Und zugleich die Geschichte über drei Menschen, die ihren Platz in dieser Welt noch suchen.

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Ist es wirklich Liebe?

Eigentlich halte ich nicht viel vom Valentinstag. Sollte man die Liebe nicht jeden Tag feiern? Und dankbar sein, dass man den Liebsten oder die beste Freundin unter all den vielen Menschen da draußen gefunden hat? Einen Menschen, der einen so nimmt, wie man ist. Aber keine Regel ohne Ausnahme, und so möchte ich heute möchte ich eine Ausnahme machen und zu diesem Tag der Liebe ein Buch über eine ganz besondere Liebe vorstellen: Unser wirkliches Leben von Imogen Crimp.

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Bücher, die uns schmecken.

Bücher sind mehr als nur Lesestoff – sie sind auch Nahrung für Geist und Seele. Genauso verhält es sich mit dem Essen, was immer auch mehr als nur pure Nahrungsaufnahme sein sollte. Wobei ich gestehen muss, dass mich Herr Klappentexter erst an den Genuss von köstlichem Essen herangeführt hat.

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Vogelfrei. 

Immer noch reibe ich mir verwundert die Augen und frage mich: Wieso habe ich von „Elsterjahre“ bisher so gar nichts gehört? Ein ganz und gar wunderbares Buch, das auch Helen Macdonald und Elton John begeistert gelesen haben. Aber hierzulande gab es noch kein Echo auf dieses Werk. Das muss sich dringend ändern! 

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Die Traumata der Königskinder.   

Seit einem Jahr schleiche ich um dieses Buch und habe es nun endlich gelesen: »Zwischen Du und Ich« von Mirna Funk ist – ebenso wie ihr Debüt »Winternähe« – keine leichte Kost. Aber wichtig und absolut lesenswert.  Gleich am Anfang stellt sich mir die Frage: Sind Traumata vererbbar? Und wie damit umgehen, wenn sich die eigene Familie lieber den Mantel des Schweigens überzieht, statt über die Wunden der Vergangenheit zu sprechen?  

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Baum der Hoffnung. 

© Foto: Ferhat Elik

„Das Flüstern der Feigenbäume“ von Elif Shafak passt hervorragend zum neuen Jahr, das genauso seltsam beginnt, wie das alte zu Ende gegangen ist: Ein Mix aus Unbehagen, Ohnmacht und Hoffnung. So scheint mir gerade dieses Buch ideal, um 2022 literarisch zu begrüßen. 

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