2017: Alles war in Bewegung.

Ein winterliches Kleinod: Ferch am Schwielowsee.

Ein letzter Gruß im alten Jahr, bevor wir das neue begrüßen. Die letzten Meter, die letzten Seiten, nur noch wenige Stunden. 2017 war ein wirklich famoses und aufregendes Bücherjahr, das niemand einfach so an sich vorbeiziehen lassen sollte. Ich feiere es seit Tagen in meinem Herzen, nun wird es Zeit, die Freude in die Welt zu tragen. Weiterlesen

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Schenkt Liebe, schenkt Bücher.

Vor zweitausend Jahren haben böse Kapitalisten ein rauschhaftes Jahresendzeitfest erfunden, eine verrückte Zeit des Konsums. Glücklicherweise kamen in den letzten Jahren besinnliche, spirituell angehauchte Menschen auf die Idee, dass es doch eigentlich ein Fest der Liebe sein soll. Der Liebe zu anderen Menschen und der Freude, sie zu diesem Anlass reichlich zu beschenken. Zum Beispiel mit Büchern und der Lust auf unglaubliche, phantasievolle und berührende Geschichten. Als Buchhändlerin kann ich das nur vorbehaltlos unterstützen.

Und so möchte auch Familie Klappentexterin die Gunst der Stunde nutzen, um euch in unserem Weihnachtsspezial ganz besondere Bücher zu empfehlen. Bücher, die selten auf dem Bestsellertisch liegen und doch Aufmerksamkeit verdient haben. Ich beginne heute, Herr Klappentexter folgt mir am Montagabend. Weiterlesen

Kafka und die starke Frau an seiner Seite.

Wir sind ihnen allen schon einmal begegnet – Gregor Samsa, Josef K. oder dem Landvermesser K. Doch eine gewisse Felice Bauer habe ich bisher nicht mit Franz Kafka verbunden. Wobei man unterscheiden muss, denn die zuerst genannten Protagonisten entstammen Kafkas Phantasie, seinen Werken. Felice Bauer hingegen hat es als leibhaftigen Menschen wirklich gegeben. Und was für eine beeindruckende Frau sie war! Unda Hörners Neugier habe ich es zu verdanken, dass ich Felice näher kennenlernen durfte und mit ihr einen weiblichen Blick auf den großen Schriftsteller werfen konnte. In ihrem Roman »Kafka und Felice« zeichnet die Autorin die besondere Liebesgeschichte der beiden in Romanform nach, auf Basis von Kafkas Briefen an Felice. Und sie unternimmt mit ihren Lesern gleichzeitig eine aufregende Zeitreise ins Berlin zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Doch wie sind die beiden überhaupt zusammengekommen? Einen Einblick in das kenntnisreiche, berührende und anregende Buch schenke ich euch heute an diesem kalten Novemberabend. Weiterlesen

Roman graphique: Graphic Novels à la française.

Illustration: Reprodukt / Pénélope Bagieu

Hier nun der abschließende Teil des Frankreich-Specials: frankophone Graphic Novels. Erst französischsprachige Autoren und Illustratoren haben mich zur begeisterten Anhängerin von Graphic Novels werden lassen. Die Vielzahl von illustrierten Geschichten haben wir besonders kleinen Verlagen wie dem Reprodukt Verlag zu verdanken. Anfang des Jahres durfte ich den unabhängigen Verlag im Berliner Wedding besuchen und war erstaunt, auf wie wenig Raum derart großartige Publikationen entstehen. Wenn man Filip Kolek und seinen Kollegen zuhört, wie viel Arbeit hinter einer Produktion steckt, weiß man erst recht den Preis der Graphic Novels zu schätzen. Denn die Texte müssen nicht nur übersetzt werden, sondern auch die Anzahl der Wörter in die Sprechblasen passen. Viele Feinheiten, bevor das Werk dann fertig ist. Ich zeige euch heute eine kleine Auswahl  aus meinem Fundus der bilderreichen Graphic Novels. Weiterlesen

Encore une fois: Vive la littérature!

Nachdem sich Herr Klappentexter ja schon mit seinen Favoriten zu Wort gemeldet hat, folgt nun der zweite Teil unseres Frankreich-Specials. Frankreich! Schon das Wort hält für mich viel Schönes bereit: Köstliche Croissants, stilvolle Mode, großartige Filme, eine wunderschön klingende Sprache und natürlich formidable Literatur. Französische Literatur ist für mich stets ein Garant für allerfeinste Lesestunden. Insofern war ich höchst beglückt, als ich vom diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse erfuhr. Zu diesem Anlass erschienen etliche frankophone Neuerscheinungen. Eine kleine Auswahl davon präsentiere ich euch heute. Aber nicht nur. So ist die französische Literatur in meinem Regal der Lieblingsbücher zahlreich vertreten. Was wäre ich ohne Françoise Sagan? Oder ohne Simone de Beauvoir und Irène Némirovsky? Auch ein Leseleben ohne Albert Camus oder Patrick Modiano kann ich mir nicht vorstellen. Weiterlesen

Wien: Schöne Bücher, schöne Stadt.

Sie sind leise und doch höre ich sie. Vor allem sehe ich sie – die kleinen, unabhängigen Verlage. »Wir werden nicht reich, aber wir haben ein schönes Leben« , sagte Alexander Potyka vom Picus Verlag. Den Satz habe ich vergangenes Wochenende oft gehört, und stets wurde er von den unabhängigen Verlegern aus Österreich mit einem Lächeln vorgetragen. Zusammen mit achtzehn weiteren Buchhändlern bin ich einer Einladung der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Privatverlage nach Wien gefolgt. Und habe viel zu viel Schönes erlebt, um es nur für mich zu behalten. Weiterlesen

Talking about »Und es schmilzt« von Lize Spit.

Treffen sich drei Buchhändlerinnen und sprechen über… – Bücher, natürlich! So habe ich mich mit Maria-Christina Piwowarski aus dem ocelot und Jacqueline Masuck vom Kulturkaufhaus Dussmann, auch im Netz als masuko13 bekannt, getroffen. Bei Aperol Spritz sprachen wir über »Und es schmilzt« von Lize Spit. Nach dem Lesen möchte man mit dem Buch eines auf keinen Fall: Allein sein. Weiterlesen

documenta 14: »Nur ein Buch pro Pärsson biete!«

Am schönsten sind die Momente, in denen man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. So ist es uns am vergangenen Sonntag ergangen, als wir den Parthenon der Bücher bei der documenta 14 in Kassel besuchten. Der Himmel zeigte sich in einem dezenten Hellblau, ab und an schob sich eine Wolke vor die Sonne, nur der Wind wurde offenbar von einer kleinen Unruhe angetrieben. Das störte uns jedoch überhaupt nicht. Wir stellten uns brav in die lange Schlange am Friedrichsplatz und bestaunten das bibliophile Kunstwerk von Marta Minujín. Was wir bis dahin noch nicht wussten: Es würde ein Besuch voller Überraschungen werden. Weiterlesen

Pausenbuch. Eine kleine Blogauszeit.

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Wie treffend doch das Zitat aus dem Diogenes Sprüche Schatz ist: »Alle anderen sind online.« Daher leihe ich es mir mal aus. Für kurze Zeit ziehe ich mich nun aus der Blogosphäre zurück, um im Offlineleben aufzutanken. Ich werde die Beine hochlegen und eins der schönsten Dinge des Lebens genießen: Lesen, lesen, lesen.

Auf bald, ihr Lieben!

Und »Sommerdiebe« geht an…

… Eva von kutabu! Herzlichen Glückwunsch! Du hast »Sommerdiebe« von Truman Capote gewonnen. Liebe Gewinnerin, schick bitte eine eMail mit Deiner Adresse an klappentexterin@hotmail.de. Das Buch geht dann schnellstmöglichst auf den Weg. Viel Freude damit! Euch anderen danke ich für die Teilnahme und die schönen Kommentare. Freut mich sehr zu lesen, wie beliebt Truman Capote nach wie vor ist.