Archiv des Autors: Klappentexterin

Baum der Hoffnung. 

© Foto: Ferhat Elik

„Das Flüstern der Feigenbäume“ von Elif Shafak passt hervorragend zum neuen Jahr, das genauso seltsam beginnt, wie das alte zu Ende gegangen ist: Ein Mix aus Unbehagen, Ohnmacht und Hoffnung. So scheint mir gerade dieses Buch ideal, um 2022 literarisch zu begrüßen. 

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Winterreise.

Bild von David Mark auf Pixabay

Kürzlich habe ich über Katherine May und ihr wunderbares Buch Überwintern – Wenn das Leben innehält berichtet. Auch der Protagonist in David Parks Roman Reise durch ein fremdes Land geht durch frostige Zeiten. »Alles braucht seinen Sinn, und ich muss meinen finden oder dem Drängen des vereisten Lands nachgeben, mich in meine Müdigkeit zu fügen und den Kopf auf das weiche Kissen aus Schnee zu legen.«

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Augensterne.

© Martina Hoffmann

Wir befinden uns auf der Zielgeraden Richtung Weihnachten, Zeit also für meine letzten Empfehlungen zum Fest der Bücher. Was soll man auch sonst verschenken? Mein Motto dieses Mal lautet – Augensterne. So reise ich mit euch ins Berlin der 30er Jahre und treffe dort bekannte Größen wie Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky und noch viele andere. Zudem werdet ihr drei bemerkenswerte Autorinnen treffen, einer Leidenschaft Haruki Murakamis lauschen und euch von hinreißenden Illustrationen verzaubern lassen. Apropos – schauen wir noch mal kurz nach Berlin: Von dort kommt das zauberhafte Startbild. Hier lebt und arbeitet Martina Hoffmann, eine äußerst kreative Art Direktorin, die zudem animierte Kurz- und Werbefilme produziert. Bekannt ist sie auch für ihre einzigartigen Kalender, welche schon oft bei mir einen Ehrenplatz bekommen haben.

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Seelenfutter zum Verschenken.

Copyright: Lisa Aisato aus „Die Sonnenwächterin“, btb Verlag

Ein anstrengendes Jahr neigt sich dem Ende zu, aber auf den letzten Metern fordert es uns pandemiebedingt noch einmal richtig heraus. Über den Sommer verheilte Wunden reißen wieder auf, vieles ist ungewiss und fühlt sich mitunter beängstigend an. Doch mitten im Sturm gibt es ein völlig legales Beruhigungsmittel: Bücher. Mit Büchern können wir uns in andere Welten träumen, sie geben uns Halt und schenken Zuversicht. Und genau solche Bücher möchte ich euch heute in meinem 1. Spezial ans Herz legen. Mögen die Wolken auch tief hängen, hier kommen meine Lieblinge voller Sonnenseiten.  

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Ein Fest des Lesens.

In meiner Leselaufbahn sind mir schon einige bemerkenswerte Debüts untergekommen. Aber Lydia Sandgren sticht ganz besonders hervor. Ganze zehn Jahre hat die Autorin an ihrem preisgekrönten Buch »Gesammelte Werke« gearbeitet und gleich den renommiertesten Literaturpreis Schwedens erhalten. Dort war das Buch ein Bestseller und erobert nun auch viele Leserherzen bei uns.   

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Zum Gedenken an die Toten. Und ans Leben. 

Allerseelen ist vorbei. Einen Tag nach Allerheiligen wird der Verstorbenen gedacht. Das Gedächtnis aller Seelen. So geschieht es bei den Katholiken. Die evangelische Kirche gedenkt der Verstorbenen am Totensonntag. Nehmen wir es also nicht so genau und gedenken am Totensonntag denjenigen, die in diesem Jahr von uns gegangen sind. 

Vielleicht hat jemand einen Menschen verloren, den er geliebt hat. Es sind auch wieder Künstler von uns gegangen, deren Werke uns viel gegeben haben. In jedem Fall sollten wir auch den Opfern von Gewalt und Tyrannei gedenken und denen, die es auf der Suche nach einem besseren Leben nicht zu uns geschafft haben. Lasst uns innehalten und dankbar sein, dass wir noch am Leben sind. 

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Freude².

Foto von Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

J. Courtney Sullivan und Jami Attenberg begleiten mich schon längere Zeit während meiner Reise durch die Welt der guten Literatur. Beide sind sogar auf ihre Art miteinander verbunden, aber dazu später mehr. In jedem Fall nehme ich dies zum Anlass, die in diesem Herbst neu erschienenen Bücher der beiden Autorinnn zusammen auf den Blog zu besprechen. Doppelte Freude sozusagen! 

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Im Bus mit James Joyce. 

Ein Bild wie geschaffen für einen gelungenen Romananfang: Eine junge Frau sitzt im einem verrauchten Bus nach Reykjavik, auf ihrem Schoß eine Schreibmaschine und der Ulysses von James Joyce, für sich ja auch schon ein Schwergewicht. Das Wunderbare – genauso beginnt der Roman »Miss Island« von Audur Ava Ólafsdóttir.  

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Ahornbäume und Atwood.

Bild von Leslin_Liu auf Pixabay

Wer an Kanada denkt, dem fallen sicher zuerst endlose Weiten, unberührte Natur und Ahornbäume ein. Viele sagen auch, es wäre das bessere Amerika. Und literarisch? Da wäre Margaret Atwood wohl die erste Assoziation. Das Gastland der diesjährigen Buchmesse löst in jedem Fall viele Bilder vor unseren inneren Augen aus.  

Wobei es neben der ewigen Anwärterin für den Literaturnobelpreis zahlreiche andere Autor:innen zu entdecken gibt. Naturgemäß habe ich für euch ein paar Bücher gelesen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Denn sie sind wirklich gut. 

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Kreise ziehen.

»In dieser besonderen Nacht ist der Mond ein Siegelring, in das weiche Wachs auf dem schwarzen Blatt eines düsteren Himmels gedrückt.« Sinnliche Worte, die mit verführerischem Klang zu mir durchdringen und mich direkt in »Der perfekte Kreis« ziehen, den neuen Roman von Benjamin Myers.  

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