Auf geht´s in spannende Welten! Mit von der Partie: Ein Hitlerkäfer, Georgien, Die Tollen Hefte und Kafka.

Samstagmorgen, 7 Uhr. Der Wecker zeigt sich von seiner lautesten Seite, ich schrecke hoch und denke: Moment, habe ich heute nicht frei? Als ich alle Sinne beisammen habe, fällt es mir ein: Ich will um 10 Uhr in Kreuzberg bei Kirchner Kommunikation sein, wo die #Spreepartie beginnt. So hüpfe ich freudig aus dem Bett, einem inspirierenden literarischen Samstag entgegen.

Bevor es losgeht, wird erst einmal bei den Kirchner Damen gefrühstückt.

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Ein Abschied. Ein Geburtstag. Ein Prozess.

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Herr K. ist Autor und lebt in einer großen Stadt. Gelegentlich schreibt er für den Literaturblog seiner Frau. Eines Morgens klingelt es an der Tür. Zwei Herren in langen, grauen Mänteln bitten ihn, mitzukommen. Jemand muss ihn verleumdet haben. Gelächter im Hausflur. Man führt ihn ab, steckt ihn in eine schwarze Limousine der Marke Wolga und bringt ihn in ein unbekanntes Gebäude. »Was wollen Sie von mir?« fragt Herr K. »Wir sind nicht befugt, Ihnen das zu sagen.« K. ist verzweifelt und möchte seine Frau anrufen. Oder einen Anwalt. Alles unmöglich. »Sie führen sich auf wie ein kindischer Autor.« Man schleppt ihn in den Keller. Eine Zelle, finster. K. fällt in einen fiebrigen Schlaf. Als er wieder aufwacht, fühlt er sich schwer und ziemlich rechteckig, zerfallen in viele Seiten. Er versucht sich aufzurichten, in einen kleinen, nahezu blinden Spiegel zu schauen. »Was ist mit mir geschehen?« Kein Traum, nun erkennt er im Spiegel, dass er zu einem Buch geworden ist.
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Das Geheimnis des Schreibens.

Baeschlin VerlagVielleicht ist Solothurn genau der richtige Ort, um dem Geheimnis des Schreibens auf die Spur zu kommen. Denn dort konnte ich innerhalb weniger Tage einige Lesungen erleben und interessanten Gesprächen mit Autoren lauschen. Wo Herr Klappentexter über das große Ganze geschrieben hat, widme ich mich nun vorrangig den Lesungen sowie den kleinen bezaubernden Dingen vor und hinter den Kulissen.

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Reiches Land. Reiche Tage.

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Die Dame vor uns am Schalter der Bank möchte 5.000,- € in Schweizer Franken wechseln. Ungläubig schauen wir auf unsere wenigen Scheine, die zusammen nur achtzig Euro ergeben. Willkommen in der Schweiz! Wobei der Flughafen Zürich für uns nur Durchgangsstation auf dem Weg nach Solothurn ist. Solothurn? Natürlich hat man den Namen schon einmal gehört, wäre jetzt aber nicht zwingend darauf gekommen, dorthin zu reisen. Dabei findet in der Stadt das wichtigste Literaturfestival der Schweiz statt, und dies bereits zum 39. Mal. Große Namen fanden den Weg an den Jurasüdfuss, darunter Günter Grass, Herta Müller und Claude Simon. Allesamt Nobelpreisträger. So können wir von einer veritablen Bildungslücke bei Familie Klappentexterin sprechen. Gut, füllen wir sie auf: Willkommen zu den Solothurner Literaturtagen!
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Und der Thomas Bernhard geht an…

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… Christina! Die Klappentexterin und Herr Klappentexter haben im Rahmen einer kleinen Verlosungszeremonie Deinen Namen gezogen. Herzlichen Glückwunsch! Du hast den Band »Ein Fest für Boris« von Thomas Bernhard gewonnen. Liebe Gewinnerin, schick bitte eine eMail mit Deiner Adresse an klappentexterin@hotmail.de. Das Buch geht dann schnellstmöglichst auf den Weg. Viel Freude damit!

Mit #verlagebesuchen 2017 in die Verlagswelt eintauchen.

Ihr habt euch sicherlich auch schon oft die Frage gestellt: Wo kommen all die schönen Bücher her? Und welche Köpfe stecken dahinter, wie sieht der Entstehungsprozess vom Manuskript bis zum fertigen Werk aus? Und und und… Nun, da habe ich einen besonderen Tipp für euch: #verlagebesuchen 2017. Dahinter verbirgt sich ein Projekt des Landesverbandes Berlin-Brandenburg vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, das 2016 initiiert wurde. In diesem Jahr gibt’s zum Welttag des Buches in Kooperation mit den anderen Landesverbänden eine Fortsetzung. Und nicht nur das: Das Projekt wurde erweitert. So beteiligen sich vom 21. bis 23. April deutschlandweit rund 100 Verlage an der schönen Aktion. Was müsst ihr tun? Welche Verlage beteiligen sich? Das verrate ich euch in diesem Beitrag.

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Glücklicher Tag.

samuel_beckettDie Dreizehn, natürlich. Samuel Beckett wurde am 13. April 1906 in Dublin geboren. Ein Geburtstagsgruß. Eine Erinnerung. Ein kleiner Totentanz auf seinem Grab. Oh, ist dies ein glücklicher Tag! Und alle sind zu diesem Fest erschienen: Estragon, Wladimir, Pozzo und Lucky. Clov und Hamm, Nagg und Nell. Winnie und Willie. Molloy kommt zu spät. Und auf wen alle noch warten, das muss ich hier nicht erklären. Geschenke werden gereicht: ein Strick, eine Bürste, eine Brille samt Putztuch. Die alten Dinge eben. Wie geht es euch? Ach, keine Verschlimmerung, keine Besserung. Aber auch keine Schmerzen. Gut, singen wir ein Liedchen wie die Drossel. Tanzen wir. Und dann legen wir uns ins Gras. So, genug gefeiert. Genug geredet. Jetzt lesen wir seine Bücher. Oder gehen ins Theater. Unbedingt. Ich muss nun los. Und ich entlasse euch alle! Zurück in die Mülltonne. Licht aus. Die totale Finsternis. Eine Kerze für Samuel Beckett.

In eigener Sache: Ich bin jetzt zu zweit.

Meinen Blog gibt es jetzt seit genau sieben Jahren. Sieben Jahre, in denen ich tausende Sätze geschrieben, zahlreiche wundervolle Bücher und großartige Büchermenschen kennengelernt habe. Alle sieben Jahre, so sagt man, ändert sich der Mensch. Und manchmal auch ein Blog. Daher werde ich zukünftig in Teamarbeit mit meinem Liebsten, dem Herrn Klappentexter, den Blog gemeinsam füllen. Seinen Namen haben wir einer befreundeten Buchhändlerin zu verdanken, und nun werden wir ihn offiziell und voller Freude verkünden.

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Eine warme Suppe hilft immer.

Tagtäglich erreichen uns neue Schreckensbilder aus Syrien. Vor allem Zivilisten und Kinder sind die großen Leidtragenden in diesem nicht enden wollenden Konflikt. Zwölf Millionen Syrer sind seit dem Beginn des Bürgerkrieges auf der Flucht, um in anderen Ländern ein friedliches, neues Zuhause zu finden. Zahlreiche Menschen helfen in unterschiedlichen Formen, sammeln Gelder und initiieren bewundernswerte Projekte. Eines davon möchte ich euch heute vorstellen, das andere kommt am Sonntag. Projekte, die von Mut zeugen und die mich beeindrucken.

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Unabhängigkeitstag – der Indiebookday 2017

Wieder schließt sich ein Kreis. Ich stehe lachend mittendrin, schaue zu den vielen feinen Büchern aus unabhängigen Verlagen und begrüße mit ihnen ein neues Jahr. Für mich gibt es nämlich zwei Jahresrechnungen. Einmal die gewöhnliche kalendarische und die nach dem Indiebookday. So gesehen habe ich heute einen kleinen Kater vom gestrigen berauschenden Jahreswechsel. Deshalb tapse ich heute ein bisschen müde durch den Tag, tippe im Schneckentempo langsam in die Tasten und schaue nochmals auf den 18. März 2017 zurück.

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