Ein Fest für Bücher.

IMG_6421Heute ist der Welttag des Buches. Mittlerweile gibt es ja für alles Mögliche Welttage. So wurde im Januar tatsächlich der Jogginghose gedacht. Aber bleiben wir beim Buch. Bücher sind wichtig. Besonders, wenn sie uns etwas zu sagen haben. Wenn uns die Lektüre eines Buches bereichert, berührt und bestenfalls neue Türen öffnet, durch die unser Geist gehen kann. Erfrischt, gefordert und staunend. Nie sollte ein Buch uns langweilen. Das ist eine Todsünde. Unterhaltung ist selbstverständlich erlaubt, das Niveau bestimmt der Leser selbst. Niemand zwingt uns, schlechte Bücher zu lesen. Oder böse Bücher, die mit der Feder der Agitation, des Hasses oder des Zynismus geschrieben sind. Das sind Bücher, die hässlich machen. Ansonsten macht Lesen tatsächlich schön. Von innen, der Rest ist bekanntlich Hülle.

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Glücklicher Tag.

samuel_beckettDie Dreizehn, natürlich. Samuel Beckett wurde am 13. April 1906 in Dublin geboren. Ein Geburtstagsgruß. Eine Erinnerung. Ein kleiner Totentanz auf seinem Grab. Oh, ist dies ein glücklicher Tag! Und alle sind zu diesem Fest erschienen: Estragon, Wladimir, Pozzo und Lucky. Clov und Hamm, Nagg und Nell. Winnie und Willie. Molloy kommt zu spät. Und auf wen alle noch warten, das muss ich hier nicht erklären. Geschenke werden gereicht: ein Strick, eine Bürste, eine Brille samt Putztuch. Die alten Dinge eben. Wie geht es euch? Ach, keine Verschlimmerung, keine Besserung. Aber auch keine Schmerzen. Gut, singen wir ein Liedchen wie die Drossel. Tanzen wir. Und dann legen wir uns ins Gras. So, genug gefeiert. Genug geredet. Jetzt lesen wir seine Bücher. Oder gehen ins Theater. Unbedingt. Ich muss nun los. Und ich entlasse euch alle! Zurück in die Mülltonne. Licht aus. Die totale Finsternis. Eine Kerze für Samuel Beckett.