Paradiesisch schön und verstörend zugleich.

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Wer in seinem Leben gerne mal Schlangenfrauen begegnen möchte, dem sei der Erzählband Das Paradies kann warten von Cornelia Schleime empfohlen. Denn von solch seltsamen Wesen gibt es in dem Buch einige. Sie winden sich durch die hügeligen Pfade des Lebens oder spielen ihre Weiblichkeit in verschiedenster, erotischer Form aus. Obendrein finden sich in dem Band eindringliche, vielfältige Zeichnungen. Schließlich ist Cornelia Schleime Autorin und Malerin, die beide Künste in ihrem zweiten Buch bestens vereint.

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Vanessa F. Fogel über Kaffee und die Kunst des Schreibens.

0100f 6Vanessa F. Fogel wurde 1981 in Frankfurt am Main geboren, wuchs in Israel auf und hat in New York Komparatistik studiert. Die Autorin war Chefredakteurin  des Graphis-Magazins und ist im Kunstbereich tätig. Ihr viel beachtetes Debüt Sag es mir wurde 2011 veröffentlicht. Jetzt ist ihr zweiter Roman Hertzmann’s Coffee bei Weissbooks erschienen.
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Kaffee. Und die Kunst, das Leben zu meistern.

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„Sie werden dieses Buch lieben!“ Mit diesem Satz hatte mich seinerzeit der Verleger Rainer Weiss auf eine seiner Herbstneuheiten beim zweiten Kurt Wolff Pressesalon aufmerksam gemacht: Hertzmann’s Coffee ist der Titel, geschrieben hat es Vanessa F. Fogel. Bis dato hatte ich aus diesem Verlag noch kein Buch gelesen und die Autorin war mir ebenfalls unbekannt. Aber eine neugierige We read Indie-Bloggerin stürzt sich natürlich gerne in das Abenteuer.

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Clemens J. Setz über Haruki Murakami.

Haruki Murakami war wieder in Berlin. Und dieses Mal wusste ich davon. Ich habe ihn zwar wieder nicht leibhaftig zu Gesicht bekommen (wie schon vor Jahren nicht), dafür aber eine andere Verbindung zum Meister herstellen können. Denn der japanische Autor hat am vergangenen Freitag den mit 10.000 € dotierten „WELT“-Literaturpreis 2014 in Berlin entgegengenommen. 400 geladene Gäste waren live dabei, und die Klappentexterin konnte immerhin das Gefühl genießen, dass Murakami-san ganz in der Nähe weilte. Und die Verbindung? Nun, der Autor Clemens J. Setz hat die Laudatio auf den berühmten Preisträger gehalten. Und er war so freundlich, mir ein paar Fragen zu beantworten.

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Der Meister und die Männer.

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Haruki Murakami hat es wieder geschafft – er hat mich inspiriert und glücklich gemacht. Wie eine Wölfin schaue ich jetzt in den Nachthimmel und heule voller Leidenschaft den Mond an. Sein neuer Erzählband Von Männern, die keine Frauen haben erinnert mich an einen magischen Vollmond, von dem ich einfach nicht lassen kann. Klare, scheinbar alltägliche Geschichten mischen sich unter verschwommene, die in einem mystischen Glanz erscheinen.

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Tausend Seiten, tausend Geschichten, tausend Glücksgefühle.

brilka_stegVorbei – ich kann es noch nicht fassen. Stellt euch vor, eine besonders innige Freundschaft würde plötzlich nicht mehr bestehen. Genau so fühle ich mich jetzt, atme tief ein und seufze. Gerade eben habe ich den letzten Satz aus Das achte Leben (Für Brilka) von Nino Haratischwili beendet, ihn ganz vorsichtig aufgelesen, wie eine Taube das letzte Korn, das ebenso köstlich geschmeckt hat wie das erste. Dieses Epos hat mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen, ich bin glücklich und traurig zugleich. Glücklich über dieses großartige Geschenk, das mir die Autorin bereitet hat. Traurig, dass ich diese aufregende, eindringliche und vielfältige Parallelwelt verlassen muss.

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Das Mädchen und der Fuchs.

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Es gibt Bücher, die sind vom ersten Augenblick an unwiderstehlich. Sie sind von einer ganz besonderen Aura umgeben, der man sich nicht entziehen kann. „Jane, der Fuchs & ich“ von Fanny Britt und Isabelle Arsenault ist eines dieser wunderbaren Bücher. Schon das Cover verrät, dass es sich hier um einen echten bibliophilen Schatz handeln muss. Als ich das Buch aufschlug, strömte ein betörender Papiergeruch in meine Nase, den ich immer wieder schnuppern musste, als wäre es edles Parfum. Was danach folgte, ist eine eindrucksvolle Reise in ein Land, das ich bis dato noch nicht betreten hatte. Ich hielt meine erste Graphic Novel in den Händen! Und dachte, einen besseren Einstieg kann es nicht geben.

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Frankfurter Buchmesse 2014 – Tage wie im Rausch.

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Ich muss mich immer noch kneifen und fühle mich ein bisschen wie die Protagonistin in Patrick Modianos Roman Die Kleine Bijou. Sie traut manchen Erinnerungen nicht und glaubt zu träumen. So auch ich, die nun lächelnd auf die Frankfurter Buchmesse zurückschaut. Diese war ein überwältigendes Erlebnis und versetzt mich immer noch – trotz aller Müdigkeit, die mir in den Knochen steckt – in einen, ja!, Rauschzustand. Die Endorphine rocken durch meinen Körper, und ich versuche jetzt einfach, diese wunderbaren Erinnerungen in Worte zu fassen.

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Finnland. Cool.

finnland_rentiere© Marcel Köppe

Finnlands Literatur war für mich bisher wie eine unberührte Schneelandschaft. Das erschreckte mich erstmal und ich fragte mich: Hab ich da in all den Jahren vielleicht was übersehen? Nun, in diesem Jahr ist Finnland das Gastland auf der Frankfurter Buchmesse und ich beschloss, dass dies doch der beste Zeitpunkt wäre, meine Wissenslücke zu schließen. Also, finnische Literatur, hier komme ich!

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Eine schiefe Möhre, die trotzdem schmeckt.

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Jetzt werden die Tage wieder kürzer und die Gesichter der Menschen länger. Aber ich habe ein wunderbares Gegenmittel gefunden. Welch Wunder – es ist ein Buch! Und zwar eines von der Sorte, bei dem man den Ärger um sich herum vergisst, ihn einfach weglacht. Und das, obwohl es in der Geschichte mächtig rumort. Nur auf den ersten Blick ein Paradox, denn der feinen Feder Sarah Schmidts ist es zu verdanken, dass Eine Tonne für Frau Scholz eine fantastische Wunderwaffe gegen jeden Trübsinn gleichkommt.

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