Zur Sache, Bücher! Das Geschenke-Spezial.

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Selbstverständlich empfehlen wir auf unserem Blog auch in diesem Jahr wieder Bücher, die sich wunderbar als Geschenk eignen. Für wen auch immer, in jedem Fall haben sie uns außerordentlich gefallen und werden jedem wärmstens ans zum Schenken bereite Herz gelegt. Herr Klappentexter startet heute mit Sachbüchern. Los geht´s!
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Mögen wir die Morgenröte noch sehen.

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© X Verleih Stefan Zweig (Josef Hader): Vor der Morgenröte

Kriegsgeschrei, Kriegstreiben und Kriegführen, nur unterbrochen von kurzen, trügerischen Momenten des Atmens im abziehenden Rauch. Zwischendrin steht Stefan Zweig und weiß nicht, wie ihm geschieht. Der Kopf leicht geneigt, der Blick melancholisch. Der bescheidene, besonnene Mann wird überrollt von den Ereignissen einer Welt, deren gewalttätiges Treiben er nicht mehr versteht. Nicht, nachdem er die Welt selbst erklärt, ihre Sternstunden moderiert hat. Die leuchtenden wie die finsteren. Aus der Lust an der Unsterblichkeit wurde die Welt entdeckt, neue Horizonte taten sich auf für die Menschheit. Kleine, eigentliche unbedeutende Zwischenfälle entscheiden über den Untergang eines Reiches, der Wankelmut eines Untergebenen wird zum sprichwörtlichen Waterloo eines Herrschers. Eine einzige Nacht macht aus einem mittelmäßigen Dichter den Schöpfer eines weltbekannten Liedes. Große Künstler werden im Angesicht von Krankheit und Tod zu Sterblichen, ihre Kunst jedoch bleibt unsterblich. Welthistorische Stunden werden wieder lebendig. Der große Denker und Dialektiker Cicero will der Brutalität der Politik entfliehen, nur, es gelingt ihm nicht. Der geistige Mensch wird Opfer seiner eigenen Bestrebungen, das Volk zu befreien. Er vergisst die Mächtigen, denen nur ihre Macht wichtig ist. Man trennt ihm den Kopf ab und stellt diesen grausam zur Schau. Ciceros Gedanken überleben das unwürdige Schauspiel um tausende von Jahren, und die Werke von Stefan Zweig strahlen heute ebenso wie vor achtzig Jahren.
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2014 – Bücher, die mich glücklich gemacht haben.

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Bücher zählen zu den schönsten Geschenken. Anderen Menschen ein Buch zu schenken, gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. So möchte ich euch heute meine Lieblinge aus diesem Jahr empfehlen. Zum Verschenken oder selber schenken. Vertraute Herzensbücher sind dabei, genauso wie neue, die ich auf meinem Blog noch nicht vorgestellt habe. Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich in eine kleine Weihnachtspause. Ich wünsche euch allen eine restliche – hoffentlich nicht allzu stürmische – Vorweihnachtszeit sowie ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Mögen euch viele Bücher unterm Weihnachtsbaum beglücken!

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Mit bester Empfehlung – dein ♥-Buchhändler.

Er ist so etwas wie ein guter Freund für dich. Du gehst zu ihm, brauchst bald nicht mehr viele Worte zu sagen und schon – schwupp – zaubert er die richtige Lektüre hervor. Ein Buch, das dich glücklich macht. Er findet es immer für dich, egal wie sehr es regnet oder wie kalt es draußen ist. Der Buchhändler deines Vertrauens. Kurt ist so einer. Weil ich seinen feinen Literaturgeschmack sehr schätze, hole ich mir von ihm nun regelmäßig die beste Empfehlung.

David Mitchell: Chaos

Kurt sagt dazu:
„Nun ist es ja so, dass man von einem Schriftsteller schon erwarten darf, dass er uns in eine neue Welt transportiert, bestenfalls eine, die uns auch interessiert. Dass aber ein Autor es schafft, uns gleich in 10 verschiedene Welten zu entführen, und zwar dergestalt, dass man diese Welten gar nicht mehr verlassen mag, ist schon außergewöhnlich!

David Mitchell ist so ein Autor, einer von wenigen, und sein Erstling „Chaos“ („Ghostwritten“), mittlerweile sind schon einige nachfolgende Titel von ihm herausgekommen, der beste Beweis. Das liegt einerseits an seiner überbordenden Phantasie und andererseits an seinem extrem hohen Sprachtalent, übrigens hervorragend übertragen vom Übersetzer Volker Oldenburg.

Der Roman ist eine Reise um die Welt in 10 Geschichten, angefangen in Japan, über Hongkong, China, Mongolei, Russland, England und so weiter zurück nach Japan. Jede Geschichte ist mit den anderen um kleine Links verbunden, und Mitchell geht so weit, uns erst in den mittleren und letzten Geschichten zu erzählen, was wirklich in den ersten Kapiteln geschehen ist.

Ein großartiges Talent, nebenbei mein Lieblingsautor – also auf jeden Fall lesen! Übrigens: „Don’t judge a book by it’s cover“ gilt hier besonders, denn anscheinend hatte Rowohlt (zuständig für die deutsche Ausgabe) kein gesteigertes Interesse, dieses Buch zu verkaufen, andernfalls sähe es nicht so misslungen aus.“

David Mitchell.
Chaos.
Januar 2006, 592 Seiten, 9,95 €.
Rowohlt Verlag.

Die Klappentexterin dankt Kurt und freut sich schon jetzt auf weitere Literaturempfehlungen.

Kurt trifft man auch in seiner eigenen Buchhandlung: Hundt Hammer Stein. Einen ausführlichen Bericht über diesen besonderen Buchladen findet ihr hier und dort gelangt ihr auf seine eigene Homepage.