Schlagwort-Archive: We read Indie

Ein weiblicher Blick in die männliche Seele.

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Meistens schreiben Männer über Männer oder Frauen über Frauen. Doch es gibt auch Ausnahmen. So wie »Das Liebesleben des Nathaniel P.« von Adelle Waldman, in dem die Autorin mit der Stimme eines männlichen Protagonisten erzählt. Das Werk hatte sich schon kurz nach seinem Erscheinen vor zwei Jahren in den USA zu einem der meist diskutierten Romane entwickelt. Das hat die Klappentexterin natürlich neugierig gemacht. Und das Innenleben von Männern an sich ist ja sowieso ein spannendes Feld.

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Lucky Leserin.

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Es war einmal eine Leserin, die folgte mit ihren neugierigen Augen einem Erzähler und seiner Geschichte. Und fand darin großes Vergnügen. Von der ersten Seite an blieb sie gebannt bei ihm, als säßen beide an einem Lagerfeuer. Das Holz knackte, aus den Tiefen der Nacht flog der Ruf einer Eule hinüber. Dieses Bild gefällt der Leserin, die immer noch höchst beglückt auf »Lucky Newman« von Carl Nixon zurückblickt und mit ihren eigenen Worten nochmals in die gut riechenden Seiten dieses haptisch wundervollen Buches eintaucht.

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Paradiesisch schön und verstörend zugleich.

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Wer in seinem Leben gerne mal Schlangenfrauen begegnen möchte, dem sei der Erzählband Das Paradies kann warten von Cornelia Schleime empfohlen. Denn von solch seltsamen Wesen gibt es in dem Buch einige. Sie winden sich durch die hügeligen Pfade des Lebens oder spielen ihre Weiblichkeit in verschiedenster, erotischer Form aus. Obendrein finden sich in dem Band eindringliche, vielfältige Zeichnungen. Schließlich ist Cornelia Schleime Autorin und Malerin, die beide Künste in ihrem zweiten Buch bestens vereint.

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Kaffee. Und die Kunst, das Leben zu meistern.

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„Sie werden dieses Buch lieben!“ Mit diesem Satz hatte mich seinerzeit der Verleger Rainer Weiss auf eine seiner Herbstneuheiten beim zweiten Kurt Wolff Pressesalon aufmerksam gemacht: Hertzmann’s Coffee ist der Titel, geschrieben hat es Vanessa F. Fogel. Bis dato hatte ich aus diesem Verlag noch kein Buch gelesen und die Autorin war mir ebenfalls unbekannt. Aber eine neugierige We read Indie-Bloggerin stürzt sich natürlich gerne in das Abenteuer.

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Tausend Seiten, tausend Geschichten, tausend Glücksgefühle.

brilka_stegVorbei – ich kann es noch nicht fassen. Stellt euch vor, eine besonders innige Freundschaft würde plötzlich nicht mehr bestehen. Genau so fühle ich mich jetzt, atme tief ein und seufze. Gerade eben habe ich den letzten Satz aus Das achte Leben (Für Brilka) von Nino Haratischwili beendet, ihn ganz vorsichtig aufgelesen, wie eine Taube das letzte Korn, das ebenso köstlich geschmeckt hat wie das erste. Dieses Epos hat mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen, ich bin glücklich und traurig zugleich. Glücklich über dieses großartige Geschenk, das mir die Autorin bereitet hat. Traurig, dass ich diese aufregende, eindringliche und vielfältige Parallelwelt verlassen muss.

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Eine schiefe Möhre, die trotzdem schmeckt.

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Jetzt werden die Tage wieder kürzer und die Gesichter der Menschen länger. Aber ich habe ein wunderbares Gegenmittel gefunden. Welch Wunder – es ist ein Buch! Und zwar eines von der Sorte, bei dem man den Ärger um sich herum vergisst, ihn einfach weglacht. Und das, obwohl es in der Geschichte mächtig rumort. Nur auf den ersten Blick ein Paradox, denn der feinen Feder Sarah Schmidts ist es zu verdanken, dass Eine Tonne für Frau Scholz eine fantastische Wunderwaffe gegen jeden Trübsinn gleichkommt.

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Kommt mit auf eine Reise nach Indien.

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Ich war in Indien, obwohl ich kein Flugzeug bestiegen habe. Wie das? Nun, ich habe einfach ein Buch aufgeschlagen und fand mich plötzlich auf den Straßen von Bangalore wieder. Sebastian Lörscher hat mich mit seiner Graphic Journey „Making Friends in Bangalore“ mitgenommen und vollends entzückt. Nicht nur die Geschichte, auch die Gestaltung des Buches ist einfach hinreißend. Der Buchschnitt ist rot eingefärbt, und rot ist auch das Skizzenbuch von Sebastian Lörscher, das die Grundlage für dieses zauberhafte Werk bildet.

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Sommer, Sonne, Bücher: Kleine Verlage am Großen Wannsee

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Es war heiß. Verdammt heiß. Das erfrischende Lüftchen, das ich mir vom Wannsee erhofft hatte, verfing sich in den Bäumen und blieb dort wie ein Faultier hängen. Trotzdem war ich glücklich. Besuchte ich doch eine der schönsten Literatur-Veranstaltungen. Das Literarische Colloquium Berlin (LCB) lud am vergangenen Samstag zu „Kleine Verlage am Großen Wannsee“ ein. Wie im vergangenen Jahr wollte ich mir das besondere Ereignis nicht entgehen lassen. So packte ich genügend Wasser ein und machte mich mit einer Freundin auf den Weg.

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Schwi-schwa-schweben mit Omega.

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Bzzz…. Schhhh… Oh, verrückt! Omega, was machst du nur? Die Buchstanben suasen wie wilde Hunmelm durch die Lfut und das Gals nebne mir auch. Halt an! Irgendwas ist außer Kontrolle geraten. Ich will hier ni Rhue eine Rezension schreiben. Über dich und all die anderen aus dem Buch, in dem du die Hauptrolle spielst. Sccccchhhh.

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