Talking about Niederlande & Flandern mit lustauflesen.de.

flandern_holland_4Vor über vier Wochen tummelten sich tausende Bücherfreunde in Frankfurt auf der Buchmesse. Ich war ebenfalls mittendrin und natürlich sehr, sehr glücklich. Heute nun möchte ich diese schöne Zeit aufleben lassen, indem ich nochmals den Fokus auf die beiden diesjährigen Gastländer richte. Mein Bloggerkollege, Jochen Kienbaum, von lustauflesen.de habe ich mir dazu als Gast auf meine Blogcouch geholt. Er konnte im September eine Pressereise nach Flandern und den Niederlanden antreten. Zurück in Berlin  hatte er im Koffer nicht nur jede Menge Bücher, sondern auch spannende Erlebnisse und Entdeckungen, über die ich mehr erfahren wollte. So führt Jochen meine Interviewreihe »Talking about Niederlande & Flandern« fort. Vor ihm hatte ich bereits den Verleger Daniel Beskos vom mairisch Verlag und Jörg Sundermeier, Verleger des Verbrecher Verlags und Vorstandsmitglied der Kurt-Wolff-Stiftung, bei mir im Gespräch.

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Talking about Niederlande & Flandern mit Jörg Sundermeier.

autorenfoto_jo%cc%88rg_sundermeier_copyright_nane_diehl_klFoto: © Nane Diehl

Heute begrüße ich Jörg Sundermeier,  Verleger des Verbrecher Verlags und Vorstandsmitglied der Kurt-Wolff-Stiftung. Bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich dem Berliner zum K.-H. Zillmer-Verlegerpreis gratulieren, den er vergangene Woche entgegengenommen hat. Chapeau, Chapeau! Der Mitinitiator der 2009 gegründeten »Hotlist« hat sich Zeit für meine Neugier genommen. So wollte ich mehr über den in den Niederlanden sehr erfolgreichen Romanzyklus »Das Büro« von J.J. Voskuils erfahren.

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Echte Männer, Sattelschmerzen und eine verspätete Reise – junge Literatur aus Flandern und den Niederlanden.

mag_coverMein geschätzter tolino bekommt Konkurrenz. Von einem Produkt, das es vom Gewicht her durchaus mit ihm aufnehmen kann. Obendrein ist der bibliophile Lesefreund für unterwegs ein haptisch schönes Erlebnis. Der mairisch Verlag hat uns von seinem Ausflug nach Amsterdam DAS MAG, The Best Of mitgebracht. Das Magazin ist die jüngste Stimme in der niederländischen Gegenwartsliteratur, erscheint seit 2011 vierteljährlich und jetzt erstmals auf Deutsch.

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Talking about Niederlande & Flandern mit Daniel Beskos.

mairisch_in_utrechtZum Auftakt meines Buchmesse-Spezials begrüße ich den mairisch Verleger Daniel Beskos. Der unabhängige Hamburger Verlag hat im Februar seinen Verlagssitz für vier Wochen nach Amsterdam verlegt. Auf ihrem Verlagsblog haben uns die mairischler an dem Projekt mit spannenden und sehr lesenswerten Beiträgen aus der Literaturszene unserer europäischen Nachbarn teilhaben lassen. Wer die Texte noch nicht gelesen hat, dem empfehle ich sie sehr. Ihr könnt sie jederzeit hier einsehen. Aber ich wollte natürlich mehr über die Aktion erfahren und habe nachgefragt.

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Bitterkalt und herzenswarm.

rishoi_winternovellenFür jedes Buch gibt es den richtigen Augenblick. Ich weiß nicht, wie oft ich den Satz schon geschrieben habe. Und doch werde ich nicht müde, ihn aus der Schublade meines Wortschrankes hervorzuziehen, wenn er perfekt passt – wie in diesem Falle. Mir ist »Winternovellen« von der jungen Norwegerin Ingvild H. Rishøi bereits mehrfach begegnet. Und nach der Bekanntgabe der Hotlist 2016 war er also da, der richtige Augenblick. »Winternovellen« zählt in diesem Jahr zu den besten zehn Büchern aus unabhängigen Verlagen. Und ich freue mich sehr darüber, weil es dort einfach hingehört.

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Rein ins Vergnügen!

rein_in_die_flutenDieser Sommer hat ja so seine Launen. Aber mit »Rein in die Fluten!« von David Prudhomme und Pascal Rabaté kann er nur besser werden. Der kürzlich erschienene Comic nimmt seine Leser mit ans Meer. So authentisch, dass man nach der Lektüre das Gefühl hat, gerade dort gewesen zu sein. Der Geruch von Sonnenmilch umkreist mich genauso wie das Geschrei der Möwen und der vielen sonnenhungrigen Menschen. Immer noch kichere ich in mich hinein – dank des heiteren, erfrischenden Ausflugs zwischen zwei Buchdeckeln.

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Lieblingsleseorte – die Kein & Aber Lesestadtpläne sind da!

Es war bitterkalt, als ich mich Anfang des Jahres draußen auf meine Parkbank gesetzt habe. Doch ich habe nicht umsonst gezittert und mit dem klirrend kaltem Nordost-Wind gekämpft. Grund für die Aktion war ein tolles Projekt vom Kein & Aber Verlag. Der feine unabhängige Schweizer Verlag hatte auf seiner Fanpage alle Leser aufgerufen, Fotos von ihren Lieblingsleseorten einzureichen, um sie als Vorlage für diverse Lesestadtpläne zu nutzen. Für solch schöne Projekte bin ich ja gern zu haben. Daher begab ich mich mit meinem Fotografen und dem dicksten Schal nach draußen in den Köllnischen Park.

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Gewinnende Verlierer.

emrah_serbes_junge_verliererDas Wort Verlierer hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Zu verdanken habe ich dies dem binooki Verlag, der mich mit »junge verlierer« von Emrah Serbes im höchsten Maße beglückt hat. Durch binooki habe ich mit Alper Canigüz einen Autoren kennengelernt, der mich mit »Die Verwandlung des Hector Berlioz« begeistern konnte. Nun durfte ich die Bekanntschaft von Emrah Serbes machen, seines Zeichens einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Türkei und wichtige Stimme der Gezi-Proteste. Dieser erstaunliche Erzählband stand 2014 auf der Hotlist, zählte zu den zehn besten Büchern aus unabhängigen Verlagen und hat bereits vor mir viele Leser für sich gewinnen können.

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Indiebooks – eine kleine Liebeserklärung.

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Liebe Indiebooks,

wir kennen uns nun schon seit 2013. Damals hat mich Daniel Beskos vom mairisch Verlag bei seinem initiierten Indiebookday offiziell mit euch bekanntgemacht und seitdem ist es um mich geschehen. Wie es bei einer Liebe so ist, sollte man sie nicht als selbstverständlich hinnehmen. Daher bin ich unendlich dankbar, dass es euch gibt und möchte euch dies heute am vierten Indiebookday sagen. Aus falling in love wurde ein love forever. Und das von ganzem Herzen.

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Ein Leben wie im Fluge.

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Herrgott noch mal! Jims Fluch hängt tatsächlich immer noch in meinen Ohren. Ich lächle und bin gleichzeitig wehmütig, weil er mich verlassen hat. Während ich noch in Melancholie bade, höre ich das Geräusch von Wellen, die an den Strand branden. Die Möwen kreischen, in meine Nase kriechen Gerüche von Fisch und Seesalz. Verwundert, erstaunt und beglückt zugleich schaue ich zum schön gestalteten Buch »Schmale Pfade« von Alice Greenway, in dem ich länger verweilte als zunächst gedacht. Einerseits brauchte der Roman seine Zeit. Andererseits konnte ich mich nicht von dem kauzigen Protagonisten und der vielseitigen, bewegenden Geschichte um ihn herum trennen. Doch nun ist die Zeit des Abschieds gekommen. Aber vorher möchte ich noch einmal zurückkehren mit dem Salz auf den Lippen und dem Wind in den Haaren.

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