Alper Canigüz vertreibt böse Geister.

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Dieser Satz purzelt mir wie eine Glasmurmel aus dem Kopf, kurz nachdem ich in seinem neuen Roman Die Verwandlung des Hector Berlioz eingetreten bin. Ich habe meine Schuhe noch gar nicht ausgezogen und fühle mich bereits heimisch in diesem verrückten Schauspiel.

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Das verlorene Götterkind.

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Ich bin eine Regenbogenfrau, die dem grauen Alltag die Zunge herausstreckt und im Farbrausch tanzt. Vergessen ist das nasskalte Winterwetter. Vergessen ist der Zorn der Tage. Wie das? Ganz einfach: Fee Katrin Kanzler hat mich mit ihrem Debüt „Die Schüchternheit der Pflaume“ vollends verzaubert. Ihre Sätze sind weich wie feinster Kaschmir und wunderschön. Der Roman gleicht einer Oase, die der Hektik den Riegel vorschiebt und mich in ein leuchtendes Vakuum einschließt.

Fast könnte man den Roman als ein langes nicht enden wollendes Gedicht sehen, so poetisch reiht sich Satz an Satz, so stark und einnehmend ist die Sprache, die sich göttlich über die Geschichte erhebt. Die junge Autorin erzählt von einem Mädchen, das suchend umherschwebt. Der Wind trägt die Erzählerin durch die Welt, über die Straßen einer Großstadt, durch Clubs, in denen sie sich glücklich tanzt, er setzt sie im Scheinwerferlicht auf die Bühne, auf der sie sich ihrer Musik hingibt und ihre warme Mitte findet. Musik ist ihr Lebenselixier: „Zu schildern, wie ich Musik höre, ist nicht so einfach. Sie treibt Strukturen durch den Raum, Netze und fließende Bänder, Blasen und Wellen, hochschießende Zapfen und Speere. Ich sehe sie. Es sind Strukturen, denen mein Körper folgt, wenn ich tanze. Ich fühle sie. Musik ist eine greifbare Welt für mich, eine Landeschaft hinter den Dingen, in ihr gehen Sinne ineinander über, ein synästhetisches Wunderland. Hätte ich nicht als Kind gelernt, dass Klänge ohne Geruch und Geschmack sind, hätte ich keine Scheu, sie mit Worten wie zitronig, fade oder süß zu bezeichnen.“

Schon auf den ersten Seiten spüre ich die zarte Seele aus ihrem Wesen nach draußen steigen. Ich fange sie auf und stecke sie in meine Tasche. Meine Beschützerinstinkte erheben sich automatisch von den Stühlen und wollen das Mädchen festhalten. Eins steht fest: Das Mädchen hat mich von Anfang an auf seine Seite gezogen. Ich kann nicht aufhören, den elfengleichen Beschreibungen zu lauschen, die sie in den Raum ausatmet, ein Flüstern reiht sich an ein Wispern, es folgt ein Streicheln auf der Wange und eine Liebkosung der Sprache.

Es scheint, als hätte der Himmel die Romanheldin ausgespuckt und sie auf die Erde fallen lassen, auf der sie nun versucht, durchzukommen. Die Götter wollten sie nicht mehr, so scheint es, ja, der Gedanke ist nicht ganz abwegig. Sie spricht selbst von ihnen und das nicht im Guten. Seit den Jugendtagen kämpft sie mit ihnen. „Mit dreizehn glaubte ich, den Göttern zu gehören. Fühlte ihre bitterscharfen, stahlblanken Krallen. Hörte ihr unterkühltes Gelächter und glaubte, niemals einem Mann gehören zu können, weil mich bereits die Götter besaßen.“ Die Götter wissen alles von ihr, glaubt sie, mehr als sie selbst. Die Erzählerin hängt oft in der Schwebe wie eine Seiltänzerin, die aus dem Takt gekommen ist, zwischen oben und unten baumelnd, unschlüssig, wohin sie nun schweben soll. Sie möchte ihre eigene Geschichte greifen, doch die entgleitet ihr zwischen den Fingern, wie ein nasser Fisch, der wieder zurück in den See will.

Da steht die namenlose Ich-Erzählerin also und blickt der Welt ins Gesicht. Mal strahlend, mal ängstlich, mal fragend. Und immer dabei, ihr unschlüssiges Herz, das sich nicht entscheiden kann, welchen Mann sie nun nehmen soll. Das liebenswerte Ding, das alle Sonderlinge magnetisch anzieht. Ja, die Erzählerin selbst ist sonderbar, verrückt und ein „Mondsuchtfräulein“, das schlafwandelt, und sich furchtbar gern hinter ihrer „Goldkäferbrille“ versteckt. Besonders nach Nächten, in denen sie wenig Schlaf bekommen hat oder an Tagen, an denen ihr das Leben abhandenkommt und sie sich verkriechen möchte, weil die inneren Erdbeben zu stark sind. Während ich das hier schreibe, streift mich die Erkenntnis, dass man sie liebt oder nicht. Wie diesen Roman. Entweder ganz oder gar nicht.

Fee Katrin Kanzler schafft großartige Wortkreationen und malt unglaubliche, betörende Bilder, verzauberte, melancholische und verträumte. Sie spielt mit der Sprache, verwandelt alltägliche Wörter in wundersame Geschöpfe. Sprachlich gesehen, ist der Roman eine wertvolle, bereichernde Schatztruhe. Ich grabe und verliere mich in zahlreichen Formulierungen, stoße auf Worte, die ich mir an die Wand malen möchte.

Dieser Roman löst die Erdanziehungskraft auf und lässt mich schweben. Ich entgleite dem Stress, dem lauten Getöse vor der Haustür. Es gibt keine harten Kurven, keine Explosionen, stattdessen nur einen zarten Faden, der sich verspielt und liebevoll um die Augen schmiegt. Alles Graue verschwindet und verwandelt sich in ein buntes Meer aus Farben. Rot, grün, blau, violett, rosa, gelb. Sie tanzen und ziehen mich alle mit. Der Roman gewinnt nicht durch die Geschichte, dafür ist sie zu klein, eine zurückhaltende Melodie, die sich bei mir dennoch großes Gehör verschafft. Es bleibt angenehm ruhig und still. Trotzdem finde ich auf den Seiten wohltuendes Leseglück und vollkommenen Seelenfrieden. Vielleicht weil ich für die kleinen besonderen Dinge des Lebens empfindsam bin und mich ein Buch auch durch eine schöne Sprache begeistern kann. Wer ereignisreiche Szenen und eine krachende Portion Aktion sucht, der wird hier nicht fündig. Doch wer sich in poetischen Bildern verlieren und sich dem Summen von wundervoll komponierten Sätzen hingeben kann, der wird am Ende das Buch mit einem glücklichen Seufzer zuschlagen und aussehen wie eine Regenbogenfrau. Versprochen!

Fee Katrin Kanzler.
Die Schüchternheit der Pflaume.
September 2012, 320 Seiten, 19,90 €.
Frankfurter Verlagsanstalt.

Mit dem Roman ist an dieser Stelle Schluss, doch mit der Autorin geht es am kommenden Mittwoch in einem Interview weiter.

Der Geschmack von Aufbruch und Abenteuer.

In diesen Roman fällt man wie in ein wärmendes Bett, aus dem man nicht wieder hinaus möchte. „Das Beste von allem“ gehört zu den besten Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Welch’ glücklicher Zufall, dass ausgerechnet meine Lieblingsserie „Mad Men“ den Ullstein Verlag angestoßen hat, diesen Roman aus dem Jahr 1958 jetzt in einer Neuübersetzung herauszubringen. In einer Folge der Erfolgsserie liest der gutaussehende Don Draper in genau diesem Buch, es ist seine Bettlektüre. So steht es auch auf einem Button, der auf dem Cover wie eine goldene Münze schimmert.

Am Anfang herrscht eine Atmosphäre, die ein Prickeln auf der Haut erzeugt. Sie elektrisiert und reißt mich mit. Ich befinde mich nicht mehr in Berlin des 21. Jahrhunderts, sondern fließe im Strom der Berufstätigen im New York vergangener Jahre mit. Rona Jaffe begeistert mich gleich mit dem ersten Satz: „Jeden Morgen um Viertel vor neun sieht man sie: Sie strömen aus dem Schlund des Subway-Tunnels, eilen aus der Grand Central Station und überqueren die Avenues – Lexington, Park, Madison und Fifth -, Hunderte und Aberhunderte junger Frauen. Manche wirken fröhlich, andere missmutig und andere wiederum so verschlafen, als lägen sie noch in ihren Betten.“ Spätestens an der Stelle stehe ich senkrecht und folge dem Geschehen mit wachen Augen, voller Vorfreude, auf das, was kommt.

Es ist das besondere „Mad Men“-Gefühl, das nach Aufbruch und Abenteuer schmeckt. Die Geschichte führt direkt ins New York der fünfziger Jahre und erzählt von fünf jungen Frauen. Sie sind hungrig nach dem Leben und auf der Suche nach dem Glück, das für jede ein anderes Gesicht hat. Caroline will ihre gescheiterte Liebesbeziehung vergessen und strebt danach, eine erfolgreiche Lektorin zu werden. April ist eine große Tagträumerin und verliebt in New York. Mary Agnes plant ihre Hochzeit, Barbara war schon verheiratet und steht nun mit ihrer Tochter allein da, sie teilt sich die Wohnung mit Kind und Mutter. Gregg hingegen träumt von einer Schauspielkarriere. Die blutjungen Frauen treffen sich alle beim großen Fabian Verlag und werden bald zu Weggefährtinnen, die Höhen und Tiefen gemeinsam durchlaufen. Und noch mehr: Alle erliegen dem Zauber, der verlockenden Verheißung, die das Leben und die Großstadt für sie bereithält.

Rona Jaffe fühlt sich in jedes Mädchen ein und lässt sie auf ihrer Bühne tanzen. Mit feinfühliger Hand beschreibt sie die unterschiedlichen Lebensentwürfe. Nicht selten finde ich Parallelen zu mir und meinen Freundinnen. Da ist Carolines Ehrgeiz, der mich an meinen eigenen denken lässt, damals, als ich davon träumte, eine erfolgreiche Journalistin zu werden.

Was für uns heute selbstverständlich ist, war es vor 60 Jahren ganz bestimmt nicht. Rona Jaffe legt Dinge offen, über die man in den fünfziger Jahren geschwiegen hat. Im Nachwort von 2005 schreibt sie:„Damals sprachen Frauen nicht darüber, wenn sie nicht mehr Jungfrauen waren. Sie sprachen nicht darüber, wenn sie ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hatten. Sie sprachen nicht über Abtreibungen. Sie sprachen nicht über sexuelle Belästigung, es gab nicht einmal einen Begriff dafür.“ Nach Interviews mit fünfzig Frauen wurde ihr klar, „dass alle diese Dinge auch im Leben dieser Frauen existierten. Ich dachte, wenn ich einem jungen Mädchen helfen konnte, das in seiner winzigen Wohnung saß und glaubte, mit ihrem Problem allein zu sein, und sich als „gefallenes“ Mädchen betrachtete, dann hätte sich dieses Buch schon gelohnt.“ Und das hat es. Die Autorin greift all die Themen auf, schreibt von lüsternen Chefs, die sich an die jungen Mitarbeiterinnen heranmachen, genauso berichtet sie von einer Abtreibung sowie vom Liebesleben und sie erzählt von Frauen, die selbstbewusst ihren Weg gehen wollen. Frauen, die sich in der harten Männerwelt behaupten, ihren Stolz zeigen und selbstbewusst den Rücken strecken. Sicherlich sind manche Situationen für uns heute ein wenig befremdlich, wie die Bedeutung der Hochzeit, der sehr viel Raum gegeben wird. Oder das Rollenbild der Frau, das nach der Eheschließung feststand: Mann ging arbeiten und Frau blieb daheim. Über das konnte ich hinweglesen und irgendwie gehört es auch dazu: Andere Zeiten, andere Begebenheiten. Trotz der festgesetzten gesellschaftlichen Regeln verströmt der Roman so viel Esprit, der leicht betrunken macht, vor Glück und Abenteuerlust.

Besonders begeistert haben mich die Mädchen, die all das nach draußen tragen, was uns bekannt ist: die unbändige Neugier und das Frische, die Leichtigkeit und das Nachdenkliche, das Naive und die Ernsthaftigkeit. Sie laufen in das Leben so wie es kommt, stürzen manchmal ab, als wären sie junge Vögel, die zu weit geflogen sind. Genau das gehört zum Leben, das Sammeln von schmerzhaften und erkenntnisreichen Erfahrungen, vor denen man vielleicht auch mal erschreckt und sich fragt: „Was habe ich da nur angestellt?“
Obwohl ich mich heute in einer anderen Zeit bewege, ist der Roman nach wie vor noch aktuell, wenn es um die Selbstverwirklichung und die eigenen Träume geht. Für erfahrene Frauen ist es eine Reise in die Vergangenheit, in der die Zukunft noch verlockend wie reife Äpfel an den Bäumen hingen und für die jungen ist es ein Blitz, der leuchtend am Himmel zischt und die eigenen Träume elektrisiert. Sie wollen den Geschmack von Aufbruch und Abenteuer auf ihrer Zunge spüren.

Rona Jaffe.
Das Beste von allem.
Mai 2012, 656 Seiten, 9,99 €.
Ullstein Taschenbuch.

Alice Munro schubst uns an. Damals wie heute.

Zeitweise hängen sie schüchtern in unseren Köpfen. Zaghaft und leise sind sie, wollen keinen Lärm machen, weil ihnen noch etwas fehlt. Ein Schubs etwa oder ein Klaps. Manchmal finden wir sie im Gesicht eines anderen, versteckt zwischen einem Lächeln oder einer bestimmten Mimik. Sie haben viele Formen. Schön ist es, wenn es dann jemanden gibt, der den Sehnsüchten den Anstoß gibt wie Alice Munro. Jemand, der unsere Gedanken mit Mut auffüllt.

Unzählige Erzählungen hat die kanadische Schriftstellerin bereits geschrieben. Im Februar diesen Jahres ist ihr erster Erzählband mit 15 Geschichten erschienen. Der Dörlemann Verlag hat das Buch herausgegeben und dies auf eine würdevolle Art getan. Das Buch trägt einen wunderschönen Leineneinband. Je nach Lichteinfall schimmert er dunkelblau oder weinrot. Ein zurückhaltendes Farbspiel ist das, was beglückt und dem Buch etwas Geheimnisvolles verleiht, etwas Wertvolles über das man immer wieder mit den Fingern streift.

Im Mittelpunkt stehen junge Frauen und Mädchen, die in Kleindstädten wohnen. Das Leben dort ist meist begrenzt und bewegt sich in einem Mikrokosmos. Die Protagonistinnen hingegen verharren nicht regungslos. Sie wollen hinaus aus ihren Schneckenhäusern, sie wollen hinter den eigenen Horizont steigen. Die Rede ist nicht vom Fernweh, sondern vom Wunsch, den eigenen Vorstellungen zu folgen, Ängste hinter sich zu lassen, Sehnsüchte zu stillen, gerecht zu sein – mit sich und den anderen. Wir lesen uns durch ihren Alltag, ihren Begegnungen und Ereignissen. Meist sind die Frauen stille Beobachterinnnen, die präzise registrieren, was vor ihren Augen passiert. Sie gehen dabei sehr feinfühlig vor und hinterfragen vieles. Einfach Dinge hinnehmen, weil es andere schon getan haben? Nein, das wollen sie nicht.

Da ist Mary in der Erzählung „Die leuchtenden Häuser“. Sie ist Mutter von einem Sohn, Danny, und lebt in einer Kleinstadt, die sich verwandelt. Aus Alt mach Neu – so lautet das Motto. Am liebsten wollen die neuen Bewohner, in ihren weißen, hellen Häusern, das alte, Verwesene abreißen und die Menschen gleich mit. Wie Mrs. Fullerton. Sie lebt allein in ihrem alten, heruntergekommenen Haus, das den jungen Frauen und Männern ein Dorn im Auge ist. Es muss weg. Während sich alle beim Kindergeburtstag den Kopf darüber zerbrechen, sitzt Mary da und überlegt, wie sie Mrs. Fullerton retten kann. Sie erhebt ihre Stimme gegen die Pläne der anderen. Aber die wollen sie nicht hören. Mary, so schlau und einsichtig wie sie ist, belässt es dabei, zieht ihren Mantel an und denkt zum Schluss: „Es gibt nichts, was du im Augenblick tun kannst, außer die Hände in die Taschen zu stecken und dir dein unvoreingenommenes Herz zu bewahren.“
Ein Raunen geht selbst jetzt noch durch mein Herz, wenn ich diese Worte streife. Eine kleine Träne sammelt sich ganz vorsichtig hinter meinen Augen. Plötzlich habe ich da so einen Schleier zwischen der Welt in mir drinnen und der da draußen. Ich bin berührt, atme, schlucke und lächle die Träne weg, denn mit einem Mal spüre ich einen Klaps auf der Schulter. Nach der Einsicht folgt die Zuversicht. Ja, so ist es oft, wenn man am Ende einer Munro Erzählung aus dem Werk angekommen ist.

Alice Munro zeigt sich in den früheren Jahren auch als Kämpferin der Frau. Wie bei der Protagonistin aus „Das Büro“. Die Ich-Erzählerin möchte schreiben. Es fällt ihr schwer zu sagen, dass sie Schriftstellerin ist. „Zu anmaßend“ klingt das für sie. Trotzdem oder gerade deswegen braucht sie ein Büro. Warum? Weil ein Mann in einem Haus arbeiten kann, eine Frau hingegen nicht. Eine Frau hat Pflichten zu erledigen: Den Haushalt, das Essen, die Kinder, den Mann. Eine Frau, die nur da sitzt, in die Weite schaut und einfach nur schreibt, ist undenkbar. Sie hat immer da zu sein, für jeden. Abtauchen in ferne Welten ist eine Utopie. Also muss ein Büro her. Ein Ort, der Raum für eigene Gedanken und Ideen schenkt.

Alice Munro setzt sich besonders hier dafür ein, dass man die Frauen als eigenständige, selbstdenkende Wesen sehen sollte. Dass sie nicht nur bügeln, sondern auch schreiben oder malen können. Munro belehrt nicht, nein, sie spricht es auf eine sehr clevere Art an. Sie erhebt keinen Zeigefinger. Das wäre keine echte Munro. Sie schreibt schnörkellos, setzt dabei ihren leichten ironischen Blick hinzu und lässt die großen Gefühle draußen. Emotionen bleiben eher im Miniformat. Sie sind sehr zart und schmal, dass sie gerade so durch einen Briefkastenschlitz passen. Wer nun denkt, dass sich das kühl anfühlen muss, irrt sich. Es bleibt warm und bemerkenswert, denn Munro zu lesen, bedeutet jedes Mal, bewegt zu werden und das auf vielfältige Weise.

Die frühen Geschichten unterscheiden sich von den Erzählungen, die danach folgten. Sie sind kürzer. Auch die Sätze, die sie beschreiben. An einigen Stellen hat Alice Munro auf nähere Einzelheiten verzichtet. Damit schafft die Autorin Raum für uns, in dem wir uns ausbreiten können. Ich hätte nie geglaubt, dass sich Distanz auch nah anfühlen kann. Es ist als wäre eine Fensterscheibe durchlässig wie eine Membran, die die Innen- und Außenwelt mühelos verbindet. Genau so ist es mir ergangen. Als ich die Erzählungen mit ihren späteren Werken verglich – das tut man automatisch als Munro-Leserin – tat sich vor mir folgendes Bild auf: Eine Knospe, der man ansieht, dass sie ganz bald zu einer schönen Blume gedeihen wird. Man ahnt schon jetzt, dass hier eine besondere Schriftstellerin am Werk ist. Hier reift etwas Wunderbares, etwas, das uns an unsere eigenen reichhaltigen Ressourcen erinnert, die wir alle haben. Alice Munro zu lesen, bedeutet auch Mut zu atmen und Kraft zu spüren. Sie schubst uns an. Damals wie heute.

Alice Munro.
Tanz der seligen Geister.
Februar 2010, 380 Seiten, 23,90 €.
Dörlemann Verlag.

Popcorn-Philosophie zwischen den Träumen.


Ich schalte den Fernseher aus, schließe meine Augen und sehe alles noch immer genau vor mir. Das Bild hat sich auf die Netzhaut eingebrannt. So kommt es mir vor. Die Mengen von Wasser, die die Landschaft verschlingen. Menschen, die hilflos mit leeren Augen in die Kamera schauen. Sie hatten vorher schon nicht viel und nun gar nichts mehr. Jetzt spüre ich eine Müdigkeit vom angestrengten Gucken, denn ich habe auch nach einigen Menschen gesucht, in einem Land, das ich bis vor kurzem nur aus den Nachrichten kannte. Nawab, Saleema, K.K. Harouni, Lily und Murad, um nur einige zu nennen. Frauen und Männer aus einer anderen Welt, ganz weit entfernt und doch ganz nah bei mir. Mit ihren Träumen und Sehnsüchten. Auch wenn sie im Zentrum fiktiver Geschichten stehen, bin ich mir sicher, dass es sie dort draußen in den Weiten von Pakistan gibt. Sie heißen vielleicht ganz anders, sehen anders aus, sie sind jedoch da und mit ihnen noch unzählige andere Menschen, an die ich die Tage so oft denke.

Daniyal Museenuddin erzählt in seinem Buch „Andere Räume, andere Träume“ acht Lebensgeschichten verschiedener Menschen in Pakistan. Im Mittelpunkt steht K.K. Harouni – ein vermögendes Mitglied der pakistanischen Landbesitzerklasse. Um ihn herum zerstreuen sich wunderbare Erzählungen über die Menschen, die ihn umgeben. Museenuddin berichtet von ihren Sehnsüchten und Träumen, die alle anders aussehen. Für den einen ist es ein Motorrad, für die andere die Anerkennung als Frau. Überall hängt der große Wunsch nach Glück. Es streift die Menschen auf ihre eigene Weise. Ein Wispern, ein Zucken oder eine Bewegung. Ein besonderer Moment schnellem Augenzwinkern gleich. Man wünscht es jedem Einzelnen und doch wissen wir bereits von Beginn an, wenn sich die Sonne zwischen die Regenwolken schiebt: Nichts bleibt wie es ist. Gutes kommt, Gutes geht. Das ist das Leben. So verweilt das Glück nur kurz in den Händen der Menschen, bevor es weiterzieht in die Bäume, in das Land. Zurückbleiben die Sehnsucht, die Träume in den Herzen und der Sand unter den Fingernägeln.

Ich bin immer noch fasziniert von den Erzählungen, denn ich habe meinen Kopf in eine Vielfalt getaucht. Teilweise war sie vollkommen neu, irgendwie exotisch. Wie ein Äffchen bin ich von Liane zu Liane gesprungen. Neugierig auf jede einzelne Geschichte, auf jeden Menschen. Ein großer Entdeckerdurst krabbelte meine trockene Kehle runter. Hier ein Krächzen, dort ein Prickeln.

An anderer Stelle hingegen fand ich Altbekanntes wieder, westliche Züge, die ich nicht erwartet hatte und ungläubig ein überraschtes „Tatsächlich?“ ausstieß. Ich denke da an meine liebste Erzählung „Lily“. Hier geht es um die Liebe zwischen Lily und Murad. Eigentlich zwei vollkommen unterschiedliche Wesen. Er ist bodenständig, ehrgeizig, darauf bedacht, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, die Farm weiterhin erfolgreich zu führen. Sie ist lebenshungrig, selbstzerstörerisch und von einer Unruhe getrieben. Wie zwei Planeten umkreisen sie sich vorsichtig, bedächtig und fragend, selbst nach der Hochzeit. Wie weit kann die Liebe einen Menschen ändern? Oder gar nicht?

Jede Erzählung ist so kraftvoll und üppig. Selbst jetzt verspüre ich noch einen großen Appetit nach dem Leben, was nicht vorm Horizont aufhört. Suchen und finden. Fallen und Aufstehen. Dazwischen viel lachen, aber auch weinen. Hoffen und bangen. Und natürlich in Sehnsüchten baden und von Träumen träumen.

Der Autor ist für mich ein Akrobat der Sprache. Er hat an den richtigen Stellen, Tempo herausgenommen, dafür eine große Portion Gefühl eingestreut, um an anderer Stelle wieder ein amüsantes Lächeln hervorzulocken. Murad nimmt in einem Gespräch mit Lily das Wort Popcorn-Philosophie in den Mund. Genau das ist es, was uns in dem ganzen Buch begegnet. Wie sich so eine luftige, leicht melancholische und doch nachhaltige Gedankenwelt anfühlt? So wie dies hier:

Nach dem Laufen kam ich nach Hause und legte mich auf den Rasen und sah zu, wie der Tag sich neigte und die Sterne herauskamen. Geradewegs nach oben geschaut, während der Schweiß dir über das Gesicht läuft und die Moskitos in einer kleinen Formation um dich herumschwirren, und darüber nachgedacht, dass das All sich unendlich ausdehnt und wie wenig du bedeutest und wie unwichtig deine Probleme sind?

Kraftvoll bis zum letzten Satz. Das ist das Buch mit seinen Erzählungen. Kraft. Die wünsche ich an Tagen wie diesen den Menschen in Pakistan.

Daniyal Mueenuddin.
Andere Räume, andere Träume.
April 2010, 289 Seiten, 19,90 €.
Suhrkamp Verlag.

Elisabeth Herrmann über Träume.

Wie bereits im Vorfeld angekündigt, lässt die Klappentexterin auch Autorinnen und Autoren zur Sprache kommen. Heute erfahren wir von Elisabeth Herrmann – der Autorin von Lilienblut – wie sie über Träume denkt.

Elisabeth Herrmann geboren 1959 in Marburg/Lahn kam erst auf Umwegen zum Schreiben. Nach einer abgebrochenen Lehre als Bauzeichnerin arbeitete sie zunächst als Betonbauerin und Maurerin, ehe sie auf dem Frankfurter Abendgymnasium ihr Abitur nachholte und ein Studium absolvierte. Heute arbeitet sie als Fernsehjournalistin für den RBB und lebt in Berlin. © Random House.

Klappentexterin: Wovon haben Sie als junges Mädchen geträumt?
Elisabeth Herrmann: Vom Reisen. Immer wieder vom Reisen.

KT: Wovon träumen Sie heute?
EH: Von einem kleinen Haus mit Garten.

KT: In Ihrem Jugendroman „Lilienblut“ ist Sabrina oft zwischen dem Herz und dem Verstand hin- und hergerissen. Wie reagieren Sie in solchen Momenten? Hören Sie auf das Herz oder den Verstand?
EH: Natürlich erst auf das Herz, dann auf den Verstand. Und dann nochmal aufs Herz …

KT: Träume Wirklichkeit werden lassen. Wer möchte das nicht? Nur wenige machen das. Wie kommt das Ihrer Meinung nach?
EH: Träume verwirklichen bedeutet Veränderung. Und Veränderung bedeutet Mühe und Arbeit. Ich unterscheide zwischen Träumen und Wünschen. Träume haben oft etwas Unerfüllbares. Wünsche können öfter Wirklichkeit werden.

KT: Glauben Sie, dass wenn einen die eigenen Träume so sehr beflügeln, man mit ihnen Erfolg haben wird?
EH: Kommt auf die Träume an. Wenn sie auch nur den Hauch einer realistischen Chance haben und sie einen immer wieder inspirieren, dann werden sie Wirklichkeit.

KT: Eine Frage an Ihre Phantasie: Was passiert mit den Träumen, die nicht gelebt werden? Gibt es irgendwo „Das-Archiv-der-nicht-gelebten-Träume“?
EH: Schön wär´s! Da würde ich gerne mal reinschauen. So wie in Hogwarts „Raum der Wünsche“, so hieß er doch. Oder? Nein, ungelebte Träume sind wie nie gesungene Lieder. Vielleicht hat man Sehnsucht nach genau dieser Melodie, aber man vergisst sie irgendwann.

KT: Ich habe gelesen, dass Sie bei Ihrem ersten Krimi – Das Kindermädchen – Absagen von Verlagen erhalten haben. Woher haben Sie die Kraft genommen, weiter an Ihrem Traum festzuhalten?
EH: Wenn man ein 400-Seiten-Manuskript in der Hand hat, gibt man nicht so einfach auf. Ich habe über 50 Absagen erhalten, und der einzige Grund, warum ich heute sagen kann, „Ich bin Schriftstellerin“, ist, dass ich auch ein 51. Mal zum Briefkasten gegangen bin. Oft ist Erfolg kein Zeichen von Genialität oder einfach nur Glück, sondern die Zähne zusammenbeißen und es einfach nochmal versuchen. Und nochmal. Und nochmal. Und bevor man es aufgibt, noch ein letztes Mal. Ein allerletztes Mal. Und plötzlich macht es Klick.

KT: Das Kindermädchen wird nun verfilmt. Ist ein weiterer Traum für Sie wahr geworden?
EH: Absolut. Triumph! Ein Buch, das kein Verlag haben wollte, wurde 90.000 Mal verkauft. Eine Geschichte, der keiner auch nur eine Chance gab, wird von Millionen gesehen. Ich nehme es nicht wahr als Erfüllung eines Traumes, sondern eher als einen Sieg. Ein Sieg über die Diktatur des Mittelmaßes und den Hochmut von Menschen in verantwortlichen Positionen, die mir ins Gesicht gesagt haben, eine Geschichte über Zwangsarbeiter interessiert doch gar keinen. Sorry, Leute, es interessiert eben doch. Zumindest so, wie ich sie erzählt habe.

KT: Dürfen die Elisabeth Herrmann Fans von einem neuen Krimi träumen?
EH: Nein. Denn es wird ihn geben und damit wird aus dem Traum ja eher der Wunsch, bald einen zu lesen. Im nächsten Frühjahr erscheint bei List mein neuer Thriller. Wieder ein Blick zurück in die jüngere deutsche Geschichte und mein erster Spionagethriller. Ich bin gespannt, wie er ankommt und freue mich riesig darauf.

Die Klappentexterin dankt für das Interview und wünscht Elisabeth Herrmann weiterhin alles Gute.

Deine Erinnerung ist alles, was zählt.


Warum sind wir eigentlich hier? Was ist unsere Aufgabe? Was sind unsere Träume? Haben wir welche? Wenn ja, wie heißen sie? Schenken wir ihnen ihre eigene Stimme? Die vielen Fragen erzeugen ein kurzes Herzflattern. Ich blicke in den wolkenfreien, nackten Abendhimmel, entdecke einen einzigen Stern und lächele. Denn nun weiß ich mehr. Über Träume und über einen gewissen Robert Beck, der in den letzten beiden Wochen bei mir war, jederzeit. Ihm bin ich gefolgt und vermisse ihn schon jetzt.

Nun von vorn. Robert Beck ist die Hauptperson aus dem Roman
Becks letzter Sommer von Benedict Wells. Der Protagonist ist 37 Jahre alt, vom Beruf Lehrer, obwohl er eigentlich Musiker sein möchte, seine Bestimmung, wie er glaubt. Einige Jahre schon hat er diese Tatsache fein säuberlich in einen Karton versteckt. Er schlägt sich durchs Leben, eher schlecht als recht. Bis zu dem Tag als er seinen Schüler Rauli Kantas trifft. Der Junge besucht zum zweiten Mal die elfte Klasse. Relativ schnell erkennt Beck sein Talent. Musik. Da ist es wieder. Es blitzt und knallt. Becks Heimat, die er schon fast vergessen hatte. Mit Rauli findet er sie erneut. Es wäre jedoch zu einfach, wenn das alles gewesen wäre. Genau hier erst beginnt die Reise.

Rauli ist nicht der Einzige, der Becks Koordinaten trifft. Sein depressiver Freund Charlie und die schöne Lara drehen sich auch in seinem Kosmos. All die Planeten ziehen Beck an, oft berührt er sie, um sich dann doch wieder von ihnen zu entfernen. Nur ist das richtig?

Als Leserin habe ich mich oft dabei ertappt, allwissend meinen Finger zu erheben und zu sagen: „So nicht. Bist du denn bescheuert?“ Blöderweise hörte der Mann mich nicht. Ich habe mit den Füßen getreten und geschimpft, nur damit er mich endlich wahrnimmt. Nah dran, das ist man. So nah, dass man manchmal Luft holen muss, und eine Schnappatmung die nächste jagt.

Benedict Wells hat einen fesselnden Roman geschrieben. Abwechselnd tendiert er zwischen einem lachenden und einem weinenden Auge. Er hat die verschiedenen Ereignisse raffiniert in die A-Seite und die B-Seite einer Schallplatte gegliedert. Es gibt helle Momente, in denen die Mundwinkel zucken und sich beherrschen müssen. Und es tauchen Augenblicke, mal kurze Sequenzen, mal längere auf, in denen aus dem Tag die schwarze dunkle Nacht wird. Unberechenbar und vollkommen haltlos lesen wir uns durch die Abgründe der menschlichen Seele. Sie ist gespeist von Ängsten und dem fehlenden Mut, sie zu durchbrechen.

Jeder von uns hat einen Robert Beck in seinem Kopf sitzen. Jeder erkennt diesen Mann wieder und ruft: Exakt! Ja, das kenne ich! Von vorn und von hinten. Das verleiht diesem Roman einen besonderen Charme. Es leuchtet ein Wort sofort auf: Wahrhaftig. Bekanntlich kennt die Wahrheit kein Erbarmen. Genauso ist es hier. Fast hätte ich mich selbst verloren, bis zu diesem einen Augenblick, diesem bestimmten Treffen in der Kneipe der verlorenen Seelen. Ein Ort, den wir uns alle wünschen oder viel mehr diesen Menschen auf den Beck dort trifft. Es ist jemand, der… Nein, das möchte ich nicht verraten.

Der Himmel draußen ist jetzt weniger nackt, weil die Nacht ihn angezogen hat. Der winzige Stern ist gewandert. Bis vor kurzem war mir in solchen Stunden manchmal schummerig zumute. Nun nicht mehr. Jetzt, wo Beck neben mir sitzt und sagt: „Alles, was zählt, ist deine Erinnerung.“

Becks letzter Sommer.
Benedict Wells.
November 2009, 464 Seiten, 10,90 €.
Diogenes.

An der Stelle ist für Herrn Beck Schluss. Dafür geht es am Donnerstag mit Benedict Wells weiter. Die Klappentexterin konnte den Autor für ein Interview gewinnen und wird dieses dann hier veröffentlichen.

einatmen. kraft spüren. ausatmen.

banana yoshimoto zu lesen, ist als würde einem der wind sachte ums herz streicheln. ihre geschichten sind ruhig und haben etwas von einem bach, der aus einem hohen gebirge ins flache tal fließt. alles ist in sich gekehrt, doch gleichzeitig tauchen spitze steine auf, an denen man sich stößt und die einen innehalten lassen. in ihrem neuen buch geht es um menschen, die von umbrüchen abgelenkt und auf neue wege geführt werden, manchmal sind sie dabei gezwungen nochmal nach hinten zuschauen. am ende haben sie aber alle eins: eine kraft, die man nur haben kann, wenn man bei sich selbst angekommen ist. genau das verleiht dem buch eine stärke wie ich sie lange bei der autorin nicht mehr erlebt habe.

Mein Körper weiß alles.
Banana Yoshimoto.
Februar 2010, 18.90 €.
Diogenes.

Endstation Sehnsucht.

Auf meinem Notizzettel zu diesem Buch finde ich folgende Aufzeichnungen: Dies ist eine Odyssee über das (Er)leben von armen (überleben) und reichen (verleben) Menschen, dem Glück, dem Unglück, dem Hoffen, dem Versagen, dem Entmutigen und dem des Wiederaufstehens.

Dieses Buch leuchtet mit seiner Vielfältigkeit und reißt den Leser so sehr mit, dass er gar nicht den Gedanken daran verschwendet, zu überlegen, ob er das Buch nun lesen soll oder nicht. James Frey erzählt in seinem neuesten Werk das Leben der verschiedensten Menschen, die wie heiße Motoren von ihren Träumen und Sehnsüchte angetrieben werden. Es ist erschreckend, wieviele tausend Menschen jährlich in Los Angeles landen. Vorher waren sie bekannte Schauspieler, Modells, Comedians, doch in der Hauptschlagader des großen Unterhaltungsapparats gehen sie kläglich unter. Viele enden als Kellner, Türsteher oder Verkäufer. Das ist der eine Blick. Der andere Blick zoomt uns Frauen wie Maddie, Esperanza oder Männer wie Dylan, Old Man Joe oder Amberton ganz nah heran. Was für einen die Flasche billiger Wein Glück auf Erden bedeutet, ist für den anderen die grenzenlose Freiheit, sein eigenes Leben aufzubauen, eine eigene Wohnung zu besitzen. Ehe man sich versieht, hängt man in einem Netz, aus dem man sich so schnell nicht mehr befreien kann, weil diese einzelnen Schicksale, authentisch und sensibel, jede wache Faser der Aufmerksamkeit beanspruchen, das zu Recht und mit großer Freude, wie ich am Ende des Buches feststellen durfte.

Strahlend schöner Morgen.
James Frey.
August 2009, 22.90 €.
Ullstein.