Schlagwort-Archive: Tomas Espedal

Trolle Bücher – das Finale.

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Norwegen hat eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Gehörte das Land im hohen Norden nach dem Zweiten Weltkrieg noch zu den Armenhäusern und klassischen Auswanderungsländern in Europa, so strotzt es heute vor Reichtum. Und ziemlich glücklich sollen die Menschen da oben auch noch sein. Wie das? Die Antwort ist kurz, schwarz und schmutzig: Öl. Vor fünfzig Jahren wurden die ersten Ölvorkommen am Boden der Nordsee entdeckt, und das sogenannte schwarze Gold fließt immer noch in Strömen. Aber eines Tages wird es versiegen, zudem hat das Zeug eh nicht mehr den besten Ruf. Aber dafür hat der Norwegische Staat vorgesorgt und bereits rund 800 Milliarden Euro für die Zeit nach dem Öl auf die hohe Kante gelegt. Das sollte erstmal reichen. Auch, um die Nachbarn auf Distanz zu halten, die Schweden, die schon immer alles besser wussten.
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Talking about Karl Ove Knausgård und Tomas Espedal.

kt_mcp_smileKarl Ove Knausgård ist ja derzeit in aller Munde, denn soeben ist sein neuestes Buch »Träumen« erschienen. Es ist der fünfte Teil seines autobiographischen Romanprojekts, sechs sollen es insgesamt werden. Obendrein erhält der Autor am 6. Oktober den »WELT«-Literaturpreis. Während alle Knausgård-Fans nun in einer Art Fieberrausch sein ersehntes opulentes Werk lesen, schaue ich staunend zu. Ich muss gestehen, dass ich bislang noch gar nichts von dem Norweger gelesen habe. Dafür konnte mich Tomas Espedal kürzlich mit seinem Buch »Wider die Kunst« vollends begeistern. Den norwegischen Autor habe ich nicht von allein entdeckt. Empfohlen wurde er mir seinerzeit von meiner geschätzten Buchhändler-Kollegin Maria-Christina Piwowarski von ocelot, not just another bookstore. Sie ist überdies noch ein großer Knausgård-Fan. Welch wunderbarer Zufall! So wurde ich von meiner Neugier gepackt und habe die »ocelotin« zu beiden Autoren interviewt.

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