Das Leuchten der Bilder. Und der Worte.

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Zart wie Schneeflocken schweben David Foenkinos Worte in meine Augen. Aber erst einmal muss ich mich an seine ganz eigene Art zu erzählen gewöhnen. Es ist ein wenig so, als würde ich aus dem Licht kommen und einen dunklen Raum betreten. Den ich trotz allem nicht mehr verlassen möchte. Zu anziehend sind seine schlichten Sätze, die nicht hintereinander sondern untereinander stehen, dabei eine enorme Kraft versprühen und an ein sehr langes Gedicht erinnern. So lese ich ganz langsam Satz für Satz auf und tauche in eine zutiefst bewegende Geschichte.

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Kalt ist die Wirklichkeit, warm sind die Worte.

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Manchmal sind Bücher wie Menschen. Man fühlt sich von Anfang an vertraut, als würde einem eine unsichtbare Schnur miteinander verbinden. Man kennt sich einfach und ist sich nah. So ging es mir, kurz nachdem ich »Über den Winter« von Rolf Lappert begonnen hatte. Wie Muschelrauschen klang anfangs die Kritik über das Buch, das es sogar auf die Shortlist geschafft hat. Neugierig stieg ich immer tiefer in den Roman und hörte schon bald nichts mehr – außer Stille und Rolf Lapperts mit Bedacht gewählte schöne Worte.

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Becks zweiter Sommer.

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Eigentlich wollte ich ins Kino gehen und mir die Verfilmung von Benedict Wells Debüt »Becks letzter Sommer« anschauen. Aber wie das so ist im Sommer – oft hat man einfach was Anderes vor. Allerdings hab ich die Verfilmung zum Anlass genommen, das Buch noch einmal zu lesen. Und sofort war es wieder um mich geschehen. Ein Glanz legte sich auf meine Augen und ich genoss die Freude des erneuten Lesens. Becks zweiter Sommer sozusagen.

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