Schlagwort-Archive: Eichborn Verlag

Tschüss 2019.

IMG_2449

Washington Black von Esi Edugyan war meine letzte Lektüre des Jahres. Und es war ein richtig guter Abschluss. Die kanadische Autorin hat sich das schwere Thema der Sklaverei vorgenommen, daraus jedoch einen packenden Abenteuerroman kreiert, der über den ganzen Globus führt. In Barbados bin ich 1830 gestartet, dann ging es in die klirrend kalte Arktis, weiter nach Kanada und von dort nach England und ins wüstenwarme Marokko. Mit an meiner Seite der sympathische Ich-Erzähler Wash, der mir im Laufe der Geschichte regelrecht ans Herz gewachsen ist. Und das nicht nur mir – neben zahlreichen BloggerInnen und BuchhändlerInnen soll sogar Barack Obama das Buch verschlungen haben.
Weiterlesen

Trolle Bücher. Teil Zwei.

Tarjei Vesaas / © Guggolz Verlag

Der norwegische Lesetraum geht in die zweite Runde – mit einem interessanten Mix an Literatur aus dem hohen Norden. Freut euch auf Klassiker, Krimis und Kinderbücher. Dazu ein biografisch gefärbter Roman, der von einem dunklen Kapitel Norwegens während der Zeit des Zweiten Weltkriegs erzählt. La oss gå! Weiterlesen

Zauberhafte Göre.

monika_held_truemmergoere

Nun gibt es meinen Blog schon fünf Jahre – und es gibt immer noch große Aha-Erlebnisse für mich. So hat mich Monika Held mit ihrem zweiten Roman »Trümmergöre« daran erinnert, warum ich über Literatur schreibe: Weil ich Bücher wie dieses einfach unter lautem Jubel in die Welt tragen muss. So möchte ich alle Literatur-Interessierten inspirieren, an Büchern wie »Trümmergöre« nicht einfach vorbeizugehen, sondern sie in die Hand zu nehmen und einen Blick hineinzuwagen. Weil sie die Literaturwelt sehr bereichern und viel zu schade sind, nicht gelesen zu werden.

Weiterlesen

Es ist schrecklich. Und schrecklich wichtig.

schrecken_ort

Lesen bis es wehtut und ich mich zusammenrolle wie eine Katze. Ein Satz, der immer wieder vor meinem inneren Auge aufblitzt und hinauswill, hier her auf dieses weiße Stück Papier. Dort will er sich ausstrecken und atmen, den Schrecken vergessen, der noch in den Knochen sitzt. Ich wusste, dass es solche Lesemomente gibt, habe sie selbst bereits erlebt, aber selten so intensiv und schneidend wie bei Der Schrecken verliert sich vor Ort von Monika Held.

Weiterlesen