Mirna Funk über Identität.

Mirna_Final_Vest2_2120 Kopie_small© Bella Lieberberg

Mirna Funk wurde 1981 in Ostberlin geboren, studierte Philosophie und Geschichte. Sie arbeitet als freie Jounalistin und Autorin, u.a. für »Der Freitag«, und »Zeit Magazin«. Sie schreibt über Kultur, Lifestyle und Kunst. 2014 berichtete sie für das Magazin »Interview« aus Israel. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv. Für ihr Debüt »Winternähe«, das diese Tage beim S. Fischer Verlag erschienen ist, erhält sie den Uwe-Johnson-Förderpreis. Weiterlesen

Kirsten Fuchs über den Wald.

IMG_4027-1© Paul Bokowski

Kirsten Fuchs wurde 1977 in Karl-Marx-Stadt geboren. Sie ist eine der wichtigsten Stimmen in der Berliner Lesebühnenszene. 2003 gewann sie den Open Mike. Seitdem hat sie einen festen Platz in der jüngeren deutschen Literatur. 2005 erschien ihr vielgelobtes Debüt »Die Titanic und Herr Berg«, 2008 folgte der Roman »Heile, heile«. Weiterhin erschien »Nicht der Süden«, »Eine Frau spürt sowas nicht«, »Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig« und aktuell »Mädchenmeute«.

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Vanessa F. Fogel über Kaffee und die Kunst des Schreibens.

0100f 6Vanessa F. Fogel wurde 1981 in Frankfurt am Main geboren, wuchs in Israel auf und hat in New York Komparatistik studiert. Die Autorin war Chefredakteurin  des Graphis-Magazins und ist im Kunstbereich tätig. Ihr viel beachtetes Debüt Sag es mir wurde 2011 veröffentlicht. Jetzt ist ihr zweiter Roman Hertzmann’s Coffee bei Weissbooks erschienen.
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Sebastian Lörscher über Indien.

Portrait_Büchergilde© Edition Büchergilde

Sebastian Lörscher wurde 1985 in Paris geboren. Er lebt und arbeitet als Autor und Zeichner in Berlin und München. Seine Arbeiten umfassen illustrierte Bücher, Comics
und gezeichnete Reportagen
. Sebastian Lörscher arbeitet für Firmenkunden in den Bereichen Illustration, Graphic Recording und Eventzeichnen. In „Making Friends in Bangalore“ hat Sebastian Lörscher seine Erlebnisse in Indien festgehalten. Das Buch wurde im Wettbewerb „Die 25 schönsten deutschen Bücher 2014“ von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Auf seiner Homepage findet ihr weitere Informationen über den Autor und Illustrator sowie Auszüge aus seinen Arbeiten.

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Jan Costin Wagner über Stille.

Jan Costin Wagner, author Europe, Germany, Berlin 2013                             © Gunter Glücklich

Wie im Vorfeld angekündigt, kommt heute Jan Costin Wagner bei mir zu Wort. Der 1972 geborene Autor lebt als freier Schriftsteller und Musiker bei Frankfurt am Main und in Finnland. Für seine Romane, die in 14 Sprachen übersetzt worden sind, wurde er vielfach (Deutscher Krimipreis, Nominierung für den Los Angeles Times Book Prize) ausgezeichnet. Das Schweigen wurde 2010 fürs Kino verfilmt. Tage des letzten Schnees ist der fünfte Fall mit dem Ermittler Kimmo Joentaa. Weiterlesen

Marion Brasch über Familie.

Wie bereits angekündigt, kommt heute Marion Brasch bei mir zu Wort. Im Februar ist ihr Roman „Ab jetzt ist Ruhe“ erschienen.

Foto: Jürgen Bauer.

Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie als gelernte Schriftsetzerin bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 wechselte sie zum Rundfunk und wurde beim Jugendsender DT64 Musikredakteurin. Heute ist Marion Brasch als freie Rundfunkjournalistin und -moderatorin bei radioeins tätig. Weiterlesen

Tanya Stewner über Elfen und Phantasie.

Wie bereits im Vorfeld angekündigt, lässt die Klappentexterin auch Autorinnen und Autoren zur Sprache kommen. Heute erfahren wir von Tanya Stewner – der Autorin von „Wie weckt man eine Elfe?“ – was sie über Elfen und Phantasie zu sagen hat.


Tanya Stewner wurde 1974 im Bergischen Land geboren und begann bereits mit zehn Jahren, Geschichten zu schreiben. Sie studierte Literaturübersetzen, Englisch und Literaturwissenschaften in Düsseldorf, Wuppertal und London und widmet sich inzwischen ganz der Schriftstellerei. Ihre Kinderbuchreihe ›Liliane Susewind‹ ist ein riesiger Erfolg. Für den ersten Band wurde Tanya Stewner 2007 mit dem ›Goldenen Bücherpiraten‹ als beste Nachwuchsautorin ausgezeichnet. Die Autorin lebt und arbeitet in Wuppertal. © Fischer Verlag.

Klappentexterin: Das sind alles phantastische Geschichten, die Sie erzählen. Wo nehmen Sie die Inspiration her?

Tanya Stewner: Ich verrate Ihnen gern mein Geheimnis: Ich bete jedes Mal, bevor ich anfange zu schreiben, und bitte um gute Ideen und einen guten Schreibfluss. Bisher hat das immer sehr gut funktioniert.

KT: Was kann Phantasie alles bewirken?
TS: Im Grunde ist die Phantasie der Motor, der alles antreibt. Wenn man etwas erreichen möchte, muss man es sich zuerst ausdenken. Phantasie ist der Beginn von allem Großen, was je passiert ist.

KT: Scheint es nur so oder haben Kinder tatsächlich mehr Phantasie als Erwachsene?
TS: Kinder haben wahrscheinlich gar nicht „mehr“ Phantasie als Erwachsene, aber sie räumen ihr viel mehr Platz ein. Kinder trauen sich, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und ihr ein Stückweit zu folgen. Viele Erwachsene machen das leider nicht mehr.

KT: Gibt es eine Tageszeit wo bei Ihnen die Ideen mehr sprudeln?
TS: Ich bin ein Morgenmensch und schreibe am liebsten morgens und vormittags. Wenn es gut läuft, nehme ich den Nachmittag und Abend allerdings meistens noch hinzu.

KT: Was meinen Sie: Wäre es eine bessere Welt, wenn alle ein bisschen mehr Phantasie hätten?

TS: Das könnte gut sein. Sie wäre zumindest bunter und ein bisschen „verrückter“.

KT: Haben Sie eine bestimmte Technik, um auf phantastische Ideen zu kommen?
TS: Ich gucke aus dem Dachfenster, das sich über dem alten Sofa befindet, auf dem ich immer schreibe. Ich schaue in den Himmel, und dann kommen die Ideen wie von selbst.

KT: In Ihrem neuen Buch „Wie weckt man eine Elfe?“ stehen Elfen im Mittelpunkt. Sind Sie schon einmal einer begegnet?
TS: Leider noch nicht. (Lacht.)

KT: Sie sehen zwischen Elfen und Feen einen großen Unterschied. Welchen finden Sie besonders erwähnenswert?
TS: Elfen und Feen werden heutzutage oft „übertrieben schön“, mit viel Rosa und Glitzer dargestellt. Da wollte ich mit meinen pummeligen, zerzausten Elfen gern ein Gegengewicht setzen. Meine Feen sind hingegen trotz allem noch schön, da ich ebenso finde, dass man jemanden nicht nur, weil er bezaubernd aussieht, gleich für oberflächlich halten darf. Mein neues Buch „Wie weckt man eine Elfe?“ ist also ein Plädoyer dafür, hinter die äußere Erscheinung zu schauen.

KT: Diese Frage formuliert natürlich die Neugier: Schreiben Sie an einem neuen Buch?

TS: Ja, aber ich darf leider noch nicht verraten, woran ich schreibe.

Hier geht es zur Hompage der Autorin.
Hier trefft ihr die Autorin bei Facebook.

Die Klappentexterin dankt für das Interview und wünscht Tanya Stewner weiterhin alles Gute.

Ihr habt gefragt. Sebastian Fitzek hat geantwortet.

© Foto: Lucia Fuster

Wird man eigentlich mit dem Wunsch, großer und bekannter Krimiautor zu werden, geboren? Das wollte Max von Sebastian Fitzek wissen. Dies war eine Frage von vier weiteren. Heute gibt es für euch die Antworten.

Max: Wird man eigentlich mit dem Wunsch, großer und bekannter Krimiautor zu werden, geboren?
Sebastian Fitzek: Nein, ich wollte eigentlich alles mögliche werden: Schlagzeuger, Tennisspieler, Tierarzt (hab 3 Monate Veterinärmedizin studiert;), Boss einer Plattenfirma (deswegen studierte ich Jura) und bin dann beim Radio gelandet. Ich habe aber immer gerne gelesen und es irgendwann dann selbst einmal ausprobiert, ob mir auch eine Geschichte gelingen würde.

Biene: Wo kommen die besten Ideen?
SF: Die besten Ideen kommen mir beim Autofahren, wenn ich durch Brandenburg düse, durch Wälder hindurch und an traumhaften Seen vorbei (rund um Potsdam!) und ich ganz in Ruhe nachdenken kann.

Martina: Welches Medium liebt Sebastian Fitzek mehr: Das Buch oder das Radio? Und was schätzt er besonders an ihnen?
SF: Das ist wie die Frage, welches seiner Kinder man lieber mag. Im Augenblick ist das Buch natürlich aufregender (Radio mache ich schon seit 17 Jahren!) und hier kann ich mich noch mehr austoben.
Im Radio hab ich noch nie jemanden sterben lassen. (Lacht.) Bei beiden Medien schätze ich am meisten, dass sie die Phantasie anregen und das sogenannte „Kino im Kopf“ bedienen. Leser wie Hörer sind immer die eigenen Regisseure eines Filmes, der von dem Urheber nur angetriggert wird.

Jana: Ich wuesste gern, WIE er schreibt. Was braucht er um sich herum, wie konzentriert er sich, wann befindet er sich in einer kreativen Phase…
SF: Ich schreibe immer dann, wenn ich mich in einer guten Stimmung befinde. Dabei habe ich gelernt, dass meine Stimmung und Lust wächst, wenn ich mich in einer schönen Umgebung befinde. Daher steht mein Schreibtisch in dem Raum, in dem ich mich am wohlsten fühle. Nicht im Arbeitszimmer, sondern im Wintergarten. Paradoxerweise muss meine Umgebung also um so schöner sein, je grausamer das Kapitel ist, an dem ich arbeite.

Bibliophilin: Fitzek sieht ja „nicht schlecht“ aus und ich kann mir vorstellen, dass einige Leserinnen ihn wegen seinem Aussehen und nicht wegen den Büchern, die er schreibt toll finden. Fühlt er sich manchmal wie ein Pop-Star? Bekommt er während einer Lesung BHs auf die Bühne geworfen?
SF: Sehr lustige Frage. (Lacht.) Danke sehr erstmal für das Kompliment – aber nein, ich habe noch nie einen BH bekommen und auch keine (ernst gemeinten) Heiratsansträge. Ein einziges Mal wollte eine Frau nicht meine Unterschrift, sondern meine Telefonnummer bei der Autogrammstunde, aber das war vermutlich auch nur ein Scherz. Ich fühle mich also keineswegs wie ein Popstar und bin auch sehr froh darüber, dass mich niemand erkennt, wenn ich völlig übermüdet, mit wild abstehenden Haaren im Jogginganzug zur Tanke fahre, weil Sonntag ist und ich mal wieder vergessen habe, etwas einzukaufen.

Die Klappentexterin dankt an allen FragestellerInnen und Sebastian Fitzek für das Interview. Sie wünscht dem Autor weiterhin viel Erfolg!

Hier findet ihr die Autoren-Homepage.