Vogelfrei. 

Immer noch reibe ich mir verwundert die Augen und frage mich: Wieso habe ich von „Elsterjahre“ bisher so gar nichts gehört? Ein ganz und gar wunderbares Buch, das auch Helen Macdonald und Elton John begeistert gelesen haben. Aber hierzulande gab es noch kein Echo auf dieses Werk. Das muss sich dringend ändern! 

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Die Traumata der Königskinder.   

Seit einem Jahr schleiche ich um dieses Buch und habe es nun endlich gelesen: »Zwischen Du und Ich« von Mirna Funk ist – ebenso wie ihr Debüt »Winternähe« – keine leichte Kost. Aber wichtig und absolut lesenswert.  Gleich am Anfang stellt sich mir die Frage: Sind Traumata vererbbar? Und wie damit umgehen, wenn sich die eigene Familie lieber den Mantel des Schweigens überzieht, statt über die Wunden der Vergangenheit zu sprechen?  

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Baum der Hoffnung. 

© Foto: Ferhat Elik

„Das Flüstern der Feigenbäume“ von Elif Shafak passt hervorragend zum neuen Jahr, das genauso seltsam beginnt, wie das alte zu Ende gegangen ist: Ein Mix aus Unbehagen, Ohnmacht und Hoffnung. So scheint mir gerade dieses Buch ideal, um 2022 literarisch zu begrüßen. 

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Winterreise.

Bild von David Mark auf Pixabay

Kürzlich habe ich über Katherine May und ihr wunderbares Buch Überwintern – Wenn das Leben innehält berichtet. Auch der Protagonist in David Parks Roman Reise durch ein fremdes Land geht durch frostige Zeiten. »Alles braucht seinen Sinn, und ich muss meinen finden oder dem Drängen des vereisten Lands nachgeben, mich in meine Müdigkeit zu fügen und den Kopf auf das weiche Kissen aus Schnee zu legen.«

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Augensterne.

© Martina Hoffmann

Wir befinden uns auf der Zielgeraden Richtung Weihnachten, Zeit also für meine letzten Empfehlungen zum Fest der Bücher. Was soll man auch sonst verschenken? Mein Motto dieses Mal lautet – Augensterne. So reise ich mit euch ins Berlin der 30er Jahre und treffe dort bekannte Größen wie Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky und noch viele andere. Zudem werdet ihr drei bemerkenswerte Autorinnen treffen, einer Leidenschaft Haruki Murakamis lauschen und euch von hinreißenden Illustrationen verzaubern lassen. Apropos – schauen wir noch mal kurz nach Berlin: Von dort kommt das zauberhafte Startbild. Hier lebt und arbeitet Martina Hoffmann, eine äußerst kreative Art Direktorin, die zudem animierte Kurz- und Werbefilme produziert. Bekannt ist sie auch für ihre einzigartigen Kalender, welche schon oft bei mir einen Ehrenplatz bekommen haben.

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Xmas with the Independents.

Immer kürzer werden die Tage, dafür wirft die Weihnachtsbeleuchtung umso längere Schatten. Kurzum: Der 24. rückt unaufhaltsam näher, und wer jetzt noch kein Geschenk hat, der findet es vielleicht im zweiten Teil meines Weihnachts-Spezials. Dabei fällt mir auf – alle drei kommen aus kleinen, unabhängigen Verlagen. Zufall? Nun, sagen wir´s so: Diese wunderbaren Verlage verstehen es einfach, in ihr Herbst-Programm Bücher zu packen, die sich prächtig dazu eignen, verschenkt zu werden. Wobei die Versuchung stets groß ist, sich damit selbst zu beschenken. As you like it.

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Seelenfutter zum Verschenken.

Copyright: Lisa Aisato aus „Die Sonnenwächterin“, btb Verlag

Ein anstrengendes Jahr neigt sich dem Ende zu, aber auf den letzten Metern fordert es uns pandemiebedingt noch einmal richtig heraus. Über den Sommer verheilte Wunden reißen wieder auf, vieles ist ungewiss und fühlt sich mitunter beängstigend an. Doch mitten im Sturm gibt es ein völlig legales Beruhigungsmittel: Bücher. Mit Büchern können wir uns in andere Welten träumen, sie geben uns Halt und schenken Zuversicht. Und genau solche Bücher möchte ich euch heute in meinem 1. Spezial ans Herz legen. Mögen die Wolken auch tief hängen, hier kommen meine Lieblinge voller Sonnenseiten.  

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Weihnachten 2021: As last Year?

Fast hätte ich den Einführungstext vom letzten Jahr genommen – aktuell wäre er immer noch. Die Pandemie ist ebenso präsent wie die tiefen Risse im Porzellan unserer Gesellschaft. Gut, die ersten Adventslichter werden angezündet, aber ob sie ausreichen, einen Lichtstreifen am Horizont zu erzeugen? Vielleicht geht es ja endlich politisch voran – wenn auch nicht so, wie es sich viele wünschen und auch notwendig wäre. Bleiben wir also verhalten optimistisch und wenden uns den Freuden der Literatur zu. Da gab es in diesem Jahr wieder einige Leuchten, die ich euch nicht vorenthalten möchte. So zerschlagen wir zu Weihnachten kein Porzellan, sondern beschenken uns gegenseitig mit geistiger Nahrung.

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Ein Fest des Lesens.

In meiner Leselaufbahn sind mir schon einige bemerkenswerte Debüts untergekommen. Aber Lydia Sandgren sticht ganz besonders hervor. Ganze zehn Jahre hat die Autorin an ihrem preisgekrönten Buch »Gesammelte Werke« gearbeitet und gleich den renommiertesten Literaturpreis Schwedens erhalten. Dort war das Buch ein Bestseller und erobert nun auch viele Leserherzen bei uns.   

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Zum Gedenken an die Toten. Und ans Leben. 

Allerseelen ist vorbei. Einen Tag nach Allerheiligen wird der Verstorbenen gedacht. Das Gedächtnis aller Seelen. So geschieht es bei den Katholiken. Die evangelische Kirche gedenkt der Verstorbenen am Totensonntag. Nehmen wir es also nicht so genau und gedenken am Totensonntag denjenigen, die in diesem Jahr von uns gegangen sind. 

Vielleicht hat jemand einen Menschen verloren, den er geliebt hat. Es sind auch wieder Künstler von uns gegangen, deren Werke uns viel gegeben haben. In jedem Fall sollten wir auch den Opfern von Gewalt und Tyrannei gedenken und denen, die es auf der Suche nach einem besseren Leben nicht zu uns geschafft haben. Lasst uns innehalten und dankbar sein, dass wir noch am Leben sind. 

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