Archiv der Kategorie: Hörbuch

Moin, moin, Sven Regener!

Bitte nehmen Sie es mir nicht übel: Ich kann Sie nicht lesen. Ich kann Sie nur hören! Deshalb habe ich wie eine Wahnsinnige auf die Hörbuchfassung Ihres Buches „Meine Jahre mit Hamburg-Heiner. Logbücher“ gewartet. Ich wusste, dass ich meinen Spaß damit haben werde. Ha, und den hatte ich, so sehr, dass nun wahrscheinlich halb Berlin denkt, ich sei eine Verrückte. Wieso? Weil ich Sie ununterbrochen gehört habe: In der S-Bahn, in der Kantine, in der Supermarktschlange. Was ja an für sich nichts Schlimmes ist. Aber meine Regungen im Gesicht waren recht komisch. Ich habe oft schallend gelacht, und bin mit einem Dauergrinsen über die Straßen gerannt. Rot gab es für mich nicht, nur Grün. Laufen, laufen und den Regener hören. So, jetzt muss ich aber was zu Ihren Logbüchern schreiben.

Sven Regener hat zwischen 2005 und 2010 Blogs geschrieben. Was ich bis zu diesem Buch nicht wusste. Dafür sind mir die Platten seiner Band „Element of Crime“ bekannt. Doch um die Band geht es hier nicht vorrangig, eher um den Sänger, der den Alltag und die Medienwelt beschreibt. Er hat dies auf sehr moderne Art getan: Sven Regener hat gebloggt. Stark! Bevor wir BloggerInnen weiter staunen, sei aber kurz angemerkt: Sven Regener ist nicht aus einer inneren Passion aktiv geworden, so wie wir es für gewöhnlich tun, liebe BloggerInnen. Nein, er hat aus Promotionszwecken geschrieben, um auf etwas aufmerksam zu machen wie eine neue Platte, eine Tournee oder einfach so, weil ein Marketingversessener Mensch namens Thorsten von Universal ihm das aufs Auge drückt: „Ne, echt mal, das mögen die Leute. Das ist Promo.“ Sven hingegen strampelt mit den Füßen, holt zum Gegenschlag aus, indem er Thorsten nachäfft („Das ist Promo, das ist Promo.“) und ihm eine Geschichte über Otto Sander erzählt, zum Thema… richtig, Promo.

Es ist schon sehr komisch, wie Sven Regener an das Bloggen herangeht. In einem Testeintrag seines Berlin.de-Blogs überfordern ihn die Kommentare:

„Das ist mir alles zu viel. Nicht schlimm, nur zuviel. Kriege ich sofort Hemmungen. Das ist ja wie Peepshow mit Gespräch.“

Deshalb wird er ab sofort keine Kommentare mehr lesen, obwohl ihm Erik Hauth von Berlin Online rät, „auf andere Blogs einzugehen“. Sein Kumpel Hamburg-Heiner beschwert sich am nächsten Tag über Svens ersten offiziellen Eintrag. Da ist zu wenig Sex, Drugs und Rock’n’ drin. Das sieht der Blogger anders. Schon entfacht eines von vielen aufbrausenden und sehr unterhaltsamen Gesprächen. Hamburch-Heiner – so spricht Sven Regener im typischen nordischen Slang den Wegbegleiter aus – ist ein gnadenloser Typ. Er schmiert seinem Kumpel alles aufs Butterbrot, und man ahnt schon gleich: Zwischen den beiden herrscht eine Art Hass-Liebe, sie können nicht ohne, aber auch nicht miteinander. Die beiden telefonieren fast regelmäßig, und wehe, wehe Hamburg-Heiner meldet sich nicht spätestens nach vier Tagen, dann wird Sven unruhig, beinahe panisch, dass er an Gott-weiß-was denkt. Doch sobald Hamburg-Heiner an der Strippe ist, geht das große Geplapper los, bei dem man einfach nur eins macht: Lachen!

Hamburg-Heiner ist natürlich nur ein fiktiver Charakter. Phantasie hin, Phantasie her, der Mann kommt sehr realistisch rüber und hat seinen berechtigten, sogar sehr wichtigen Platz in dem Hör(Buch). Er ist das i-Tüpfelchen auf dem großen Ganzen. Ohne den Schnack wäre alles nur halb so schön. Sven Regener ist in seinen Beiträgen auch kritisch und hört nicht immer auf die gut gemeinten Ratschläge seines Kumpels. So ziert sich Regener nicht, sich selbst auf die Schippe zu nehmen und pustet damit ordentlichen Fahrtwind ins Ohr. Ein Abdriften wird dadurch unmöglich. Gleichzeitig geben die Logbücher einen kleinen Einblick in das Leben eines bekannten Musikers und verraten, was es mit Off-Tagen auf sich hat oder was sich nach drei Tagen Buchmesse alles in den Jackentaschen ansammelt. Das war’s dann aber schon mit dem über die Schulterschauen, denn wirklich privat wird der Sänger nie. Nabelschau? Vergesst es.

Muss man eigentlich ein „Element of Crime“-Fan oder Blogger sein, um die Logbücher zu hören? Nein!! Richtig, zwei Ausrufezeichen. Sollte man die Logbücher lieber hören? Ja!! Wieder zwei Ausrufezeichen. Sven Regener ist ein ausgezeichneter Sprecher, der seine Bücher (seine anderen hat er ebenfalls selbst gelesen), jedes Mal zu laufenden Lachmaschinen verwandelt. Der Witz hüpft aus seiner Stimme förmlich heraus und man kugelt sich vor Lachen. Ich habe es wirklich lesend versucht, doch der typische nordische Regenersche Singsang hat mir gefehlt. Punkt.

So, Herr Regener, jetzt wissen Sie auch, warum ich Sie nur hören will! Aber schreiben Sie bitte weiter, auch Geschichten aus dem Leben. Sie sind eine Bereicherung für die oft finster dreinblickende Bevölkerung in der S-Bahn und im Supermarkt. Und danke für die zwei Wörter. Welche? Sie wissen schon. Die anderen Hörer werden die S-Wörter schon früh genug heraushören.

Sven Regener.
Meine Jahre mit Hamburg-Heiner. Logbücher
Vorgelesen von Sven Regener.
05 Std. 21 Min., 13,95 €.
audible.de

Wie viel Trauer verträgt eine Geschichte?


Das frage ich mich, seit ich das Hörbuch „Lied ohne Worte“ von Sofja Tolstaja beendet habe. Es ist ein Juwel, das ich euch nicht vorenthalten wollte. Die tiefe russische Seele kenne ich gut. Trotzdem bin ich hin- und hergerissen und weiß nicht, wie ich das Ganze einordnen soll.

Sonja Beißwenger ist die ideale Besetzung, um den Roman vorzulesen. Ihre Sanftmut in der Stimme hat mich sofort gelockt und weich fallenlassen. Die Sätze der Schriftstellerin schmiegten sich wie Zahnräder ins passende Getriebe der Sprecherin. Somit ist von Beginn an eine ruhige Harmonie vorhanden, die für die schwere Geschichte auch vonnöten ist.

Die Hauptperson in dem Roman ist Sascha, eine sehr empfindsame Seele. Ihr fehlt es an Kraft und Stärke. Nach dem Tod der geliebten Mutter sackt die junge Frau vor Kummer zusammen und fällt in ein dunkles Loch. Selbst ihrem gutmütigen, distanzierten Ehemann Pjotr gelingt es kaum, sie da wieder herauszuziehen bis er eine Idee hat: Er schlägt seiner Frau vor, gemeinsam mit dem Sohn den Sommer auf dem Lande zu verbringen. Nach anfänglicher Skepsis stimmt die junge Frau dem Vorschlag zu.

Auf dem Lande ist es schön, aber sehr ruhig. Eines Abends hört Sascha beim Spaziergang musikalische Klänge von Mendelssohn-Bartholdys „Liedern ohne Worte“. Sie kommen aus dem Nachbarhaus. Dem nähert sie sich und lernt einen jungen Komponisten kennen. In der Musik findet Sascha langsam zu sich und entdeckt die große Leidenschaft für Musik wieder. Kraftschübe bauen die junge Frau auf und nicht nur das: Sie verliebt sich in den Musiker jener klassischer Töne.

Poetische und sensible Klänge tauchen aus „Lied ohne Worte“ auf. Sie klettern wie kleine Ranken empor und setzen sich an die empfindsamen Stellen. Sofja Tolstaja verliert sich jedoch nicht in den Gefühlen und verleiht ihrem Werk etwas sehr Authentisches. Genau das drückt hier alles brutal zu Boden. Mir fiel es schwer, ständig den melancholischen Ton Saschas zu ertragen. Ich vermisste ein ausgleichendes Element, ein Pendel, an dem ich mich wieder hochziehen konnte. Das Leben besteht aus Schattenseiten, sonst würden wir uns verbrennen. Aber wenn die Sonne gänzlich fehlt, werde ich von einer bissigen Unruhe befallen. Wer weiß, vielleicht habe ich zu viel Leichtigkeit im Herzen, um das Gewicht das Hörbuchs zu tragen.

Sonja Beißwenger und Sofja Tolstaja spielen ihre ganz eigene Ouvertüre, die einen wunderschönen Klang hat und mich trotzdem nicht ganz erreichen konnte. Aber ich habe immer wieder auf Play gedrückt, weil mich die Geschichte nie ganz losließ. Seitdem weiß ich nicht genau, was ich denken soll und mich frage: Wie viel Trauer verträgt eine Geschichte?

Sofja Tolstaja.
Lied ohne Worte.
Gelesen von Sonja Beißwenger.
04 Std. 30 Min., 13,95 €.
audible.de

Eine Brücke zwischen Kranken und Gesunden.

Demenz ist für mich weit weg. Berührungspunkte gibt es kaum. Sicherlich habe ich mich damit schon beschäftigt, aber das Thema ist so weit entfernt wie Neuseeland von Deutschland. Warum sollte man sich großen Entfernungen nicht annähern? Eben. Also setzte ich mir das Hörbuch „Der alte König in seinem Exil“ in die Ohren. Matthias Brandt liest die Geschichte von Arno Geiger vor. Er schafft sofort eine Nähe, dass man glaubt, den Autor direkt vor sich zu haben und mit ihm zusammen seinen kranken Vater.

Immer noch versuche ich die Geschichte einzuordnen. Ein Durcheinander an Gefühlen wirft meine Gedanken in eine Schale. Dort liegen sie gut. Kurz ausruhen und durchatmen. Das habe ich oft bei dem Stück. Ich konnte es nicht in einem fort durchhören, weil es mich bewegt hat, auf eine bestimmte Art. Von tiefer Trauer jedoch ist hier keine Rede, dafür zeichnet Arno Geiger ein zu liebevolles Bild, das von unterhaltsamen Nuancen getragen wird. Das Lachen blieb mir jedoch im Halse stecken, sobald ich den Vater sagen hörte: „Ich gehe jetzt nach Hause“. Dort war er aber und erkannte sein eigenes Heim nicht mehr. Und was macht Arno Geiger? Er tut so als wäre es fast das Normalste von der Welt und umgeht die Tatsache. Kurze Zeit später schließt er sich seinen Vater an und sagt: „Ich habe es mir überlegt, ich komme mit.“ Dies ist eine beeindruckende Geste, die Spuren hinterlässt. Er zieht seinen Vater nicht rechthaberisch auf seine Seite, viel mehr tritt er auf die des Vaters. Plötzlich wächst eine Nähe zwischen beiden, die es vor der Krankheit so nicht gegeben hat.

Auch ich habe mich dem Vater genähert und war erstaunt, wie klar er in manchen Situationen denkt und spricht. Es sprudeln wahre Weisheiten aus ihm heraus, die man festhalten möchte. Sie drücken die Krankheit in eine dunkle Ecke. Im nächsten Moment jedoch klafft eine Lücke in seinem Gedächtnis, die er nicht flicken kann. Genau dann verschwindet mein Lächeln und ich spüre eine Feuchtigkeit in den Augen. Zum Regenschauer kommt es jedoch nicht, weil Arno Geiger mit seiner feinfühligen Art rechtzeitig einschreitet.

Matthias Brandt verdient einen großen Applaus für die brillante Leistung. Trotz zahlreicher bewegender Szenen, liest er kontinuierlich die Geschichte vor. Er spendet dabei eine besondere Ruhe, die ich beim Lesen nicht immer gefunden hätte. Gleichzeitig lässt er den Schalk raus, wenn er mit den Füßen vorsichtig die Tür anstößt. Unterhaltsame Stellen stolzieren hier gerne nach draußen und machen bewusst: Beides gehört zum Leben. Das Lachen und das Weinen. Das Gesunde und das Kranke. Arno Geiger hat eine Brücke geschaffen über die man mit einer besonderen Stärke läuft und die Angst dabei vergisst.

Arno Geiger.
Der alte König in seinem Exil.
Gelesen von Matthias Brandt.
Ungekürzte Lesung: 4 CD, 255 Minuten, 19,95 €.
Februar 2011.
Hörbuch Hamburg.

Drei weitere, bemerkenswerte und sehr ausführliche Rezensionen zum Buch findet ihr bei: caterinaseneva, Flattersatz und Syn-ästhetisch.

Es ist nie zu spät.

Auch das ist Literatur, denke ich und trockene mein tränenfeuchtes Gesicht ab. Der heiße Dampf wärmt mich und langsam kehrt die Ruhe zurück. Sie krabbelt von den Füßen über die Beine direkt nach oben. Das Hörbuch ist zu Ende und ich blicke schweigend auf den iPod. Nun beginne ich am besten von vorn.

Puh, was für ein langer Titel! „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ von Lauren Oliver fängt zunächst wie eine harmlose College Geschichte an. Sam, Lindsey, Elody und Ally sind vier Mädchen. Beliebt, gefürchtet und geachtet bewegen sie sich durch das Schulleben. Sie machen sich über die Schwachen lustig und trampeln alles kaputt, was sich ihnen störend in den Weg stellt. Menschlichkeit ist ein Fremdwort. Als die Mädchen nun eines Abends von einer Party nach Hause fahren, passiert ein schrecklicher Verkehrsunfall bei dem Sam ums Leben kommt. Doch sie lebt weiter, wacht immer wieder am gleichen Tag auf und durchlebt ihn stets aufs Neue. Kein Tag ist wie der andere, weil sich Sam im Laufe der Zeit verändert.

Anfangs mochte ich die arrogante Samantha Kingston gar nicht. Ich habe sie für ihre Oberflächlichkeit verachtet und gegen sie geboxt. Oft rief ich: „Mensch, siehst du nicht, was du anrichtest?“ Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich jedoch heraus, warum sie so ist wie ist und ich blieb bei ihr. Das war gut so. Stückchenweise taute Sam auf und ließ mich in sich hineinschauen. Die Überheblichkeit schrumpfte allmählich zu einem Keim aus Menschlichkeit, der stündlich anwuchs. Unglaublich, was mit Menschen passieren kann, wenn sie den Tod auf der Schulter spüren und dem Leben gnadenlos ins Gesicht schauen. Im Laufe der zahlreichen Wiederholungen wird Sam nachdenklicher und ist ehrlich mit sich selbst. „Mir wird klar, dass ich noch nie etwas wirklich Gutes für jemanden getan habe. Zumindest schon lange nicht mehr.“

Lauren Oliver erzählt salopp. Ihre Sprache passt wunderbar in den Mund einer Heranwachsenden. Zwischen die harten Worte der Protagonistinnen streut die Autorin ebenso feinfühliges Gedankengut, das berührt und lange Zeit wie ein Echo nachhallt.
Anna Thalbach hat der Ich-Erzählerin eine wunderbare Stimme gegeben. Das leicht kratzige und tiefe Timbre passt perfekt. Da ist das Zickige und Fordernde, was sie mühelos wiedergibt. Sanfter und gefühlvoller wird sie, sobald Sam sagt, was sie im tiefsten Inneren bewegt. Die Gefühle haben ihre eigene Sprache. Die Melancholie bekommt durch Anna Thalbach einen authentischen Ton, der fast in der Luft zerreißt, bis die Wut und Ohnmacht wie kleine Hagelkörner die Ohrmuscheln streifen. In anderen Momenten schiebt die Schauspielerin auch laszive Art dazwischen und beweist bei dem Stück eine große Vielfältigkeit, die eine gute Vorleserin auszeichnet.

„Es ist nie zu spät.“ Das ist einer der Sätze, der sich einem Tattoo gleich ins Gedächtnis gesetzt hat. Wie das ganze Hörbuch. Es bleibt, lange Zeit, so lange, bis der Tee kalt ist und die Tränen längst der Vergangenheit angehören.

Lauren Oliver.
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie.
Vorgelesen von Anna Thalbach.
07 Std. 26 Min., 17,95 €,
audible.de

Wenn aus einem Hörbuch ein Theaterstück wird.

Irène Némirovsky ist eine literarische Perle. Wenn man ihre Werke für sich entdeckt hat, möchte man sich aus jedem Buch eine Kette basteln und sie nie mehr ablegen. Sie ist eine der größten Schriftstellerinnen, die ich verehre. Nun habe ich „Die Familie Hardelot“ als Hörbuch genossen. Iris Berben hat das Werk, das 1947 posthum in Frankreich erschienen ist, auf beeindruckende Art vorgetragen. Allein, wenn ich daran denke, kräuselt sich meine Haut.

„Der Mensch schöpft seine Kräfte aus dem Unglück und je größer das Unglück ist, um so größer sind diese Kräfte.“ Dies ist einer von vielen Sätzen, den ich begeisternd aufsog. Wie stark man sein kann, das zeigen uns Pierre Hardelot und Agnès Florent. Er ist der Sohn aus gutem Hause, Erbe eines Papierfabrikimperiums und sie ist die Tochter eines Bierbrauers. Pierres Zukunft ist längst arrangiert: Er soll die wohlhabende Simone heiraten. An Eheschließungen, die aus Liebe getroffen werden, ist in den Anfängen des 20. Jahrhunderts nicht zu denken. Stets gilt es, den Besitz zu wahren und wenn möglich diesen sogar durch Familienzusammenführungen zu vergrößern. Doch Pierre und Agnès widersetzen sich den Regeln und geben sich schließlich das Ja-Wort. 30 Monate später bricht der Krieg aus, zu dem auch Pierre von seinem Regiment eingezogen wird. Pierre bringt seine Frau und seinen Sohn, der in der Zwischenzeit geboren wurde, nach Saint-Elme, dem Heimatort beider Liebenden. Genau ab dem Zeitpunkt setzt sich in die äußere Hülle des Romans allmählich eine Kälte durch, die nur ein Krieg auslösen kann. Es wird finster und unendlich traurig.

Die Autorin schildert die Kriegszeit, von ihren Anfängen bis zum Ende. „Aber zu Beginn eines Krieges ist das Herz noch weich, es hat sich noch nicht verhärtet.“ Die Menschen in Saint-Elme bleiben vor den schrecklichen Ereignissen nicht verschont. Jeder hat einen Mann oder einen Sohn, der in den Krieg gezogen ist. Plötzlich rücken alle näher zusammen und vergessen alte Streitigkeiten. Sie werfen böswillige und neidische Gedanken über Bord. Irène Némirovsky schildert detailgetreu und mit ihrer besonderen, scharfsinnigen Beobachtungsgabe, wie sich das Leben während des Krieges angefühlt hat. Wie aus erquickender Vorfreude eine schmerzliche Qual werden kann. Oder wie aus sechs Tagen Heimaturlaub einzigartige, kostbare Momente werden. Sie holt uns das Stöhnen und das Klagen ganz nah heran. Das berührt. Ich hatte oft Tränen in den Augen, Gänsehaut und so einen Klos im Hals. Betroffenheit verscheuchte jeglichen Wortlaut von mir, dafür lauschte ich Iris Berben, die mit Irène Némirovskys Worten sagt: „Es war die tiefe Finsternis des Krieges. Jener aus der man nie mehr herauszufinden glaubt, denn der Krieg scheint bis ans Ende der Zeiten zu dauern.“

Die Autorin zeichnet aber auch ein facettenreiches Sittengemälde. Zwischen leidenschaftlicher Liebe zwingt sich Hass, Eifersucht, Neid und Missgunst. Die Autorin bleibt in jeder Passage auf Augenhöhe mit ihren Protagonisten und verurteilt nicht. Sie schenkt viel mehr jeder Figur eine eigene Stimme. Irène Némirovsky ist dabei wunderbar klar an einigen Stellen, kühl wie ein Luftzug, der durch das offene Fenster huscht. In anderen Passagen verliert sie sich in den Gefühlen ihrer Protagonisten. Bei vielen wundervollen poetischen Beschreibungen vergesse ich jegliches Zeit- und Raumgefühl und bin stumm wie ein Fisch, aus Angst ich könnte ein Wort verpassen.

Ich sitze in Agnès Herzen, zittere leise vor lauter Sehnsucht und liebe mit allen Sinnen. Ich lausche Pierres Gedanken über das Leben und über die Erschütterungen des Krieges. Ich schüttele den Kopf über Charles, der sich seinem herrschsüchtigen Vater niemals widersetzt und sich lieber hinter Sätzen wie diesen versteckt: „Das gesellschaftliche Leben hängt ganz und gar von Nuancen ab.“

Iris Berben liest das Hörbuch auf eine Art, wie ich es bis dahin noch nie erlebt habe. Damit verleiht sie dem Roman eine einzigartige Note. Sie verwandelt den Roman in ein beeindruckendes Theaterstück, bei dem das Publikum auf der Bühne sitzt, einen Zuschauerraum gibt es nicht. Sie spielt meisterhaft und löst sich vollkommen aus der Rolle der Vorleserin. Die Schauspielerin passt ihre Stimmlage jeder Situation an. Dadurch denkt man, Agnès, Pierre und all die anderen sprechen tatsächlich. Sie sind da, ganz bei dir, bei mir. Hier trennt keine künstliche Fassade den Leser von der Geschichte. Iris Berben hat aus einem Hörbuch ein schauspielerisches Erlebnis geschaffen, dem man sich nicht entziehen kann und immer wieder hören möchte.

Irène Némirovsky.
Die Familie Hardelot.
Vorgelesen von Iris Berben.
07 Std. 15 Min, 17,95 €.
audible.de

Hier noch ein kleiner Hinweis von mir:
Mit dem Roman „Suite française“ wurde die Schriftstellerin auch in Deutschland bekannt. Flattersatz hat dazu eine beeindruckende und ausführliche Rezension verfasst, die ich an dieser Stelle mit erwähnen möchte. Hier findet ihr den Beitrag.

2010 – Mein literarischer Rückblick.

Das Literaturjahr 2010 war ein schönes Jahr. Ich durfte bekannte Autoren wie Haruki Murakami und Banana Yoshimoto lesen, aber auch Literaturschaffende kennenlernen und wieder entdecken. Hier ist nun mein Rückblick 2010…

** ENTDECKUNGSREISE **

Autor – Wieder entdeckt
Philippe Djian


Foto: Jacques Sassier / Copyright © Gallimard

Vor vielen Jahren habe ich „Betty Blue“ gelesen, aber ich fühlte mich dem Autor noch nicht gewachsen. Wenngleich mich seine Sprache schon damals begeisterte und mich sanft am Nacken kraulte, einer zärtlichen Geste gleich. Zu Beginn diesen Jahres las ich „Erogene Zone“ und es hat klick gemacht. Philippe Djian ist einfach ein poetischer Meister des Alltags. Temporeich, sensibel und witzig.

Klassiker – Wieder entdeckt

Mir ist aufgefallen, dass Klassiker heutzutage im hektischen Strudel von den unzähligen Neuerscheinungen leicht in Vergessenheit geraten. Deshalb habe ich beschlossen, Klassiker bei mir leben zu lassen. Ich möchte das Schweigen brechen und sie aus meinem Regal ziehen, vorbei an den jungfräulichen, neuen Büchern. Dabei konnte ich dieses wunderbare Buch ausfindig machen:

Charlotte Bronté: Jane Eyre

Sie ist immer noch da, und sie ist mir eine gute Freundin geworden: Jane Eyre. Eine mutige junge Frau, die mich bis zum Schluss mitgerissen hat. Zudem hatte die Autorin ein großes Herz und hat ihm den Raum geschenkt, den es brauchte. Eben dies zeichnet das Werk aus. Es ist ein großes Stück Menschlichkeit daraus geworden, in das ich mich gern habe fallen lassen.

Hörbuch – Neu entdeckt

Ich habe eine Freundin, die ist süchtig. Nach Hörbüchern. Das konnte ich nie ganz nachvollziehen. Bis ich im Mai das erste Hörbuch im Ohr zu kleben hatte. Und siehe da: Nun weiß ich, was Hörbücher auszeichnet. Was es ist? Die Lauscher von euch wissen es, die anderen sollten es herausfinden.

** KLASSENFAHRT **

Literaturprojekt: Reading Murakami

Ada Mitsou, Bibliophilin, Friederike und ich haben den Blog Reading Murakami gegründet. Gemeinsam mit anderen Fans haben wir „1Q84“ von Haruki Murakami gelesen. Es war ein ganz besonderes Projekt, das mich sehr glücklich gemacht hat.

Fremdgeschreiben habe ich hier:

Bibliophilin – Gastrezension:
„Das siamesische Klavier“ von Christiane Neudecker.
Seite 30 von „1Q84“ – Ein Kommentar
Reading Murakami ist zum Fan der Fans ausgewählt worden. Im Zuge dessen erhielt jede von uns ein kostenloses Exemplar vom Verlag und wir durften die Seite 30 von dem vorab online abgedruckten Seiten von „1Q84“ kommentieren. Das habe ich mit Freude getan.
Lovelybooks – Rezension des Monats November
Als Yoko schreibe ich auch regelmäßig Rezensionen bei Lovelybooks. Dort habe ich meine längste Rezension des Lebens eingereicht und konnte die Jury überzeugen. Dafür danke ich nochmal herzlich.

** FORSCHUNGSREISE **

Debüt des Jahres
Sabrina Janesch: Katzenberge

Der jungen Autorin ist ein Meisterstück gelungen. Sie nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit einer Familie und erzählt die Geschichte Ost- und Mitteleuropas. Dunkel und düster ist der Roman, das ist mit ihrer Sprache bestens gelungen. Die ganze Zeit hängt da so eine Nebelwand zwischen den Seiten und den Augen des Lesers. Die Sätze atmen eine leichte Melancholie aus, die nicht abstößt, sondern sie zieht einen immer mehr hinein.

Enttäuschung des Jahres
Nicola Keegan: Schwimmen

Ein ungewöhnliches Buch und schön geschrieben. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich habe das Buch zur Hand genommen, weil ich Sport sehr mag, das Schwimmen liebe und selbst einmal Leistungssport betrieben habe. Im Roman stand jedoch mehr das Leben des Mädchens – Philomena – und ihre Familie im Vordergrund. Diese „neue Welt“ des Schulschwimmbads von der im Klappentext die Rede war, fand ich nur ansatzweise. Mir fehlte ein bisschen der Sport. Genau das Bisschen enttäuschte mich. Wer neugierig geworden ist, findet bei Ada Mitsou eine positive Rezension.


Highlight des Jahres

Haruki Murakami: 1Q84

Ich hatte lange gewartet und sah am Ende aus wie eine gut gefüllte Weihnachtsgans. Die große, tiefsitzende Sehnsucht trieb mich schon einige Tage vor Erscheinen von „1Q84“ in den Wahnsinn. Als ich das Buch in den Händen hielt, verlor ich jegliches Zeitgefühl. Die Stimmen der Menschen um mich herum rauschten vorbei und ich war vollkommen geblendet von dem Silberbarren. Es ist ein anderer Murakami, ein Exot, aber unbedingt lesenswert! Mein liebstes Buch.

Eine Überraschung
Tom McCarthy: 8 ½ Millionen

Dieses Buch haben mir zwei Menschen empfohlen, die sich nicht kennen. Das machte mich neugierig. Schwindelerregend, pulsierend, blutdrucksteigend – einfach nur verrückt. Die Rezension folgt ganz bald.

Ein tolles Fundstück
Adrienne Monnier: Aufzeichnungen aus der Rue de l’Odéon. Schriften 1917-1953

Sie war mir so nah und vertraut. Die Liebe zu den Büchern und ihrer Begegnungen mit Literaturschaffenden haben mein Herz auf eine besondere Art berührt.

Beste Literaturverfilmung
Stieg Larsson: Verblendung, Verdammnis, Vergebung


Normalerweise meide ich Literaturverfilmungen. Doch die drei Filme zu den gleichnamigen Krimis haben mich in den Bann gezogen. Die Umsetzung war meisterhaft, nicht zuletzt auch wegen der grandiosen schauspielerischen Leistung.

*********** Ende **********

Und hier endet mein literarischer Rückblick. Sicherlich habt ihr auch Bücher, die ihr 2010 gelesen habt oder besondere literarischen Begegnungen, die ihr nicht so schnell vergessen werdet. Welche sind es?

Feine Pinselstriche im Ohr.

Es hatte geregnet, als ich das Hörbuch begann. Mir war kalt und ich schaute betrübt den Regentropfen zu, die ans Fenster klatschten. Mich hatte diese typische Herbstmelancholie gepackt. Statt wortlos zu fliehen, bin ich bei ihr geblieben und habe auf Play gedrückt. Franka Potente begann aus ihrem Buch „Zehn“ vorzulesen, ich lächelte und wusste: Auch melancholische Entscheidungen sind gute Entscheidungen.

Fein wie Pinselstriche sind die Erzählungen von Franka Potente. Leicht, zurückhaltend und schnörkellos hat sie geschrieben und bewegt dabei auf eine besondere Art. Sie erzählt verschiedene Geschichten von Menschen aus einem Land, das sehr weit weg ist: Japan. Jede Erzählung steht für sich und doch haben alle Protagonisten eine Gemeinsamkeit: Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Da ist gleich zu Beginn die Fächermalerin Frau Michi, die den Fächerladen der verstorbenen Eltern mit Mühe und Not versucht, aufrecht zu halten. „Nabemono oder der Eintopf“ erzählt von einer einsamen Frau, die sich nach der Trennung von ihrem Mann in ihrem Zuhause eingeigelt hat. Um das Ausbrechen aus den japanischen Konventionen geht es in einer anderen Erzählung. Dort reist die junge Schülerin Naski für ein Austauschjahr nach Los Angeles.

In den Geschichten hat mir Franka Potente das Land sehr authentisch näher gebracht. Die Bräuche und Eigenheiten der Japaner, die bei uns Europäern manchmal ein Kopfschütteln hervorrufen. So werden Ungeborene gern schon vorgebildet. Dazu liest die werdende Mutter Weltliteratur, hört bedeutende Musik wie Brahms oder sie lernt Sprachen, die sie selbst noch nicht beherrscht. Nicht zu vergessen: die typische Zurückhaltung der Japaner. Eine Distanz, die ehrwürdig ist und einen bestimmten Respekt hervorruft.

Ich ziehe vor Franka Potente meinen Hut. Die Schauspielerin hat ein besonderes Literaturerlebnis geschaffen, weil sie von jeder Zutat etwas in die köstliche Literatursuppe hineingestreut hat. Es gibt witzige Ereignisse, bei denen ich gelacht habe wie bei der Geschichte von Tadaski und Haruka. Bei der nächsten Erzählung hingegen ist man ergriffen, weil man das Gefühl hat, dass die Einsamkeit einen aufisst. Die Erzählungen erinnern mich ein bisschen an eine Berg- und Talfahrt. Manchmal sitzt man oben und lacht dem Leben mitten ins Gesicht, an anderer Stelle sucht man hektisch nach einem Taschentuch, um das Bedrücktsein wegzuwischen. Und überall flattert so eine Stille, einem Schmetterling gleich. Genau die Stille ist es, die uns Europäerin immer abhanden kommt. „Die Gaijin, die Außenmenschen, sind immer so laut“, sagt die Fächermalerin Frau Michi.

Mit genau dieser Stille liest die Autorin ihre Geschichten vor. Ganz ruhig und einfühlsam atmet sie ein und spricht Satz für Satz. Sie malt keine Bilder und doch spürt man feine Pinselstriche im Ohr. Die Welt verliert sofort an Tempo, alles wird langsamer und man verwandelt sich in eine glückliche Schnecke, die gern Regentropfen auf dem Häuschen spürt.

Franka Potente.
Zehn. Stories.
Gesprochen von der Autorin.
03 Std. 57 Min., 13,95 €
audible.de

Literatur vernaschen. Haps!

Manche essen zwischendurch einen Apfel, einen Müsliriegel oder eine Stulle…

… ich vernasche neuerdings ganz gern Hörproben…

Sie sind knackig, überraschend, inspirierend und die beste Gelegenheit, um auf neue Bücher zu treffen. Wie beispielsweise beim Bücher-Podcast von dtv.

Nach dem Erfolg der Reihe „BOOKS-TO-GO“ hat der Verlag sein Angebot erweitert. Nun gibt es für jeden Interessierten ausgewählte Neuerscheinungen als Hörproben. Praktischerweise folgen am Ende ergänzende Worte zum Werk. Mal spricht der Autor selbst oder der Lektor erzählt etwas über das Buch. Dies ist eine raffinierte Idee, um Leser zu gewinnen. Ich habe bereits angebissen. Haps!

Wenn auch ihr nun Appetit bekommen habt, schaut mal hier vorbei. Lasst es euch schmecken!

Dauergrinsen garantiert!

Ich habe mich in ein Mädchen verliebt. In ein kleines Wesen, das mir seine Geschichte erzählt hat. Und wenn man sich verliebt, findet man bekanntlich keine Worte. Also stochere ich jetzt in meinem Kopf herum und suche nach den passenden Buchstaben, die all das beschreiben wollen und sollen. Damit sich auch andere in Flavia verlieben. Das wird jeder, der sie kennenlernt.

Ehrlich gesagt, habe ich das Buch vor einiger Zeit angefangen zu lesen und es nicht beendet. Mir fehlte etwas. Was, wusste ich bis dahin nicht, heute liegt die Antwort wispernd neben mir. Ach, was heißt leise. Sie schreit geradezu. Jetzt, wo mir Andrea Sawatzki die Kriminalgeschichte vorgelesen hat, finde ich mich in einem Strudel wahrer Begeisterung wieder. Es war die Stimme, genau die Stimme, die in das Puzzle gehörte. Nun haben wir den Salat: In meinem Kopf klebt ein Kaugummi, der es sich dort gemütlich macht. Und ich habe keinerlei Bedürfnis, ihn abzukratzen. Der Kaugummi heißt Flavia de Luce.

Flavia lebt zusammen mit ihrem verschrobenen Vater, Colonel de Luce, und ihren beiden Schwestern, Orphelia und Daphne auf Buckshaw. Dort hat sie ihr eigenes Labor, in dem sie viel herumexperimentiert und auch mal den Lippenstift ihrer Schwester, nun ja, wie soll man sagen, neu zusammensetzt, um Rache zu nehmen für die Boshaftigkeit, die sie teilweise erfährt. Orphelia und Daphne ärgern sie nämlich ganz gern. Das merkt sich die gescheite Flavia natürlich und taucht ein in ihr Leben als Giftmischerin.

Eines Morgens passiert nun etwas, dass das Leben der jungen Dame mächtig durcheinanderwirbelt: Sie findet im Gurkenbeet einen Mann, der seinen letzten Lebenshauch ausatmet. Ihr Vater wird daraufhin als Hauptverdächtiger festgenommen. Das sagt Flavia gar nicht zu. Sie ermittelt auf eigene Faust, weil der Inspektor nicht einer von der schnellsten Sorte ist.

Das Mädchen fasziniert vom ersten Ton an. Sie ist klug und frech, dass sich automatisch ein Dauergrinsen einstellt, wenn man die Geschichte hört. Ich erinnere mich besonders an die bildhaften Vergleiche. Bei ihr läuft die Nase nicht einfach, sondern „wie ein Forellenteich“. Es ist der Witz, der wie ein Brausestäbchen ständig in ihrem Mund blubbert. Ihre Gedanken sind raffiniert und geistreich. Damit spielt sie die Überheblichkeit einiger Erwachsenen mit einer Leichtigkeit aus, dass ich aus dem Staunen nicht herauskam. Und auch nicht aus dem Grinsen.

Flavia bleibt mir deshalb in bemerkenswerter Erinnerung, weil sie durch Andrea Sawatzki viel lebendiger geworden ist. Ich hatte das Gefühl, als würden wir uns schon sehr lange kennen. Die Schauspielerin hat der jungen Dame die perfekte Stimme gegeben und ihren wunderbaren Charakter meisterhaft mit Esprit versehen. Nicht nur das. Sawatzki ist es überdies gelungen, den anderen Personen in der Geschichte die richtige Tonlage zu verpassen, mal tief, mal hoch, mal langsam wie eine Schnecke, mal leicht verkatert und anderer Stelle piepsig wie eine Maus. Die Mischung aus der Sprache von Alan Bradley und Sawatzkis Stimme ist genial, durch nichts zu übertreffen.

Wenn man sich verliebt, wird man bekanntlich sehr hungrig uns sehnsüchtig. Man aalt sich in einem warmen sprudelnden Bad, vergisst leicht das Atmen und läuft die ganze Zeit mit einem breiten Grinsen durch die Welt. Genauso ist es mir ergangen. Flavia, ich danke dir für deine tolle Geschichte und das, was sie bei mir ausgelöst hat. Schon jetzt freue ich mich auf deine Fortsetzung.

Flavia de Luce. Mord im Gurkenbeet.
Alan Bradley.
Gelesen von Andrea Sawatzki.
2010, audible.de, 17,95 €.
Länge: 6 Std., 51 Min.