Archiv der Kategorie: Fundstücke

Literatur gut gekühlt.

Mein Kühlschrank hat mich heute Morgen am Schlafittchen gepackt. „Schätzchen, du bestückst mich schon seit Wochen mit zauberhaften Karten, aber ich spüre nur die Rückseiten und sehe die Bilder nicht. Das macht mich traurig“, sagte er. Ich blieb stehen und sah, dass er recht hatte. Also habe ich meine Kamera gezückt, mich tausendmal entschuldigt und ihm die literarischen Karten auf dem Foto vor die Tür gehalten. Er war sofort begeistert und brummte glücklich weiter. Kurz stieg die Temperatur auf 10 Grad, aber nur kurz. Danach kehrte er wieder in seine gewohnte Temperatur zurück. Was einen Kühlschrank erfreut, wird anderen vielleicht auch ein Lächeln schenken. Also habe ich hier einfach mal einen lieben gut gekühlten Literaturgruß für euch da gelassen.

Vergessen, eingesammelt und nun ausgestellt: Fundstücke in der Bib.

Hoppla. Was ist denn das? fragte ich mich, als ich durch das Buch „Wo liegt Berlin?“ von Alfred Kerr blätterte. Wie ich neulich berichtete, hat mich ein glücklicher Zufall im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum zu dem Buch geführt. Nun las ich darin und plötzlich fiel mir eine Quittung entgegen:

Die Quittung ist sechs Jahre alt und belegt, dass die Humboldt Bibliothek Berlin 10 € eingenommen hat. Offensichtlich hat da ein Student vergessen, das Buch pünktlich zurückzugeben. Als Grund ist angegeben: Mahngebühren. Dieses Fundstück hat in mir natürlich einiges in Bewegung gesetzt. Bin ich seitdem die Einzige gewesen, die darin gelesen hat? Ob der Benutzer noch studiert? Irgendwie bin ich in meinem Gedankengang auf eine interessante Online-Ausstellung vom Grimm-Zentrum gestoßen, viel mehr hat mich ein Aufsteller im Eingangsbereich darauf aufmerksam gemacht. Anlässlich des einjährigen Geburtstages hat die Bibliothek Fundstücke auf der Internetseite präsentiert. Verrücktes, Lustiges und Kreatives erwarten einen dort wie Briefe und Notizen. Sogar ein Anschreiben an einen Bibliotheksmitarbeiter mit der Bitte, etwas gegen den Lärm von Absatzschuhen zu unternehmen. Aber auch ein Cartoon zum Zivilrecht mit der Hemmer-Methode ist ebenso dabei wie eine To-do-Liste in Fliegerform. Mehr zum Schmunzeln findet ihr hier.

Neulich in der Bibliothek… Teil 5

… als der Sommer längst zur Vergangenheit gehörte und die Klappentexterin ein Zittern von vielen Studenten wahrnahm, entdeckte sie ein Buch, von dem sie schon berichtete. Ein Werk, von dem sie nicht wusste, dass sie es sich wünschte. Zuerst sah sie es von oben…

… dann von unten und stutzte. Denn alle standen am richtigen Platz, wenn man sich die Signaturen genauer betrachtete…

… dann sah sie alles vor sich und schüttelte trotzdem den Kopf. Was hat ein literarisches Werk zwischen dem Handelsgesetzbuch und anderen Sachbüchern zu suchen?

Habt ihr nun mein Buch entdeckt? Oder ahnt ihr, welches mich entzückt hat? Warum es mich so beglückt, verrate ich beim nächsten Mal…

Hol dir deine Bib an die Wand!

Bibliotheken sind großartig! Es sind besondere Orte, die uns beim Betreten sofort lächeln lassen. Oft verspüre ich aber auch den Wunsch, dort einmal allein zu sein. Durch die Gänge zu laufen, Bücher aus den Regalen zu nehmen, mit den Händen darüber zu streichen, sie aufzuschlagen und darin lesend einzutauchen. Um mich herum noch mehr Stille, nur mein eigener Atem und das Rascheln der Bücherseiten. Die Bib und ich ganz allein. Das geht. Ja, wirklich. Mit einem wunderbaren Kalender. „Welt der Bücher“ heißt er. Ich habe ihn entdeckt und bin sprachlos begeistert. Weil man so ein Glück nicht allein genießt, teile ich das mit euch. Ich habe heute für euch meine liebsten Seiten ausgesucht. Zum Entdecken, Träumen und Glücklichsein.

Hier könnt ihr weiterstöbern.

© Bilder: Ackermann Verlag.

Welt der Bücher.
ISBN: 978-3-8384-1179-8, Maße: 54 x 48 cm, 29,95 €.
Ackermann Verlag.

Ein funkelndes Schlaraffenland.

Was ist das? fragte ich mich kürzlich, als ich in Gedanken versunken die Berliner Auguststraße entlangschlenderte. Ich kam an einem besonderen Laden vorbei, der mich magisch anzog. Im Schaufenster unzählige, großartige Druckerzeugnisse, die mich staunen ließen…

Ein neugieriger Blick hinein verriet mir sofort und charmant…

… dass ich hier einkehren muss. Gehorsam folgte ich meinen flinken Füßen…

… bis ich in einem Meer aus unzähligen Magazinen aus aller Welt schwamm. Vor denen selbst eine Leiter nicht Halt machte…

… Hat dieser bemerkenswerte Ort auch einen Namen? Ja, hat er:

So heißt der Laden. Dort findet man ein ausgesuchtes Sortiment an Magazinen und Lektüren aus aller Welt. Ich habe Printprodukte entdeckt, von deren Existenz ich bis dahin gar nichts wusste. Ich fühlte mich wie in einem funkelnden Schlaraffenland, lächelte, zückte meine Kamera und hielt mit freundlicher Genehmigung alles fest. Bei eurem nächsten Spaziergang solltet ihr also einfach mal einen Blick in dieses Wunderland wagen.

do you read me?!
Magazine und Lektüre der Gegenwart
Auguststraße 28 (Ecke Große Hamburger Str.)
10117 Berlin-Mitte
Tel. 030. 695 49 695
Internet: www.doyoureadme.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: 10 bis 20.30 Uhr

Literatur vernaschen. Haps!

Manche essen zwischendurch einen Apfel, einen Müsliriegel oder eine Stulle…

… ich vernasche neuerdings ganz gern Hörproben…

Sie sind knackig, überraschend, inspirierend und die beste Gelegenheit, um auf neue Bücher zu treffen. Wie beispielsweise beim Bücher-Podcast von dtv.

Nach dem Erfolg der Reihe „BOOKS-TO-GO“ hat der Verlag sein Angebot erweitert. Nun gibt es für jeden Interessierten ausgewählte Neuerscheinungen als Hörproben. Praktischerweise folgen am Ende ergänzende Worte zum Werk. Mal spricht der Autor selbst oder der Lektor erzählt etwas über das Buch. Dies ist eine raffinierte Idee, um Leser zu gewinnen. Ich habe bereits angebissen. Haps!

Wenn auch ihr nun Appetit bekommen habt, schaut mal hier vorbei. Lasst es euch schmecken!

Es ist so schön, dass ich ein Mädchen bin.

Und das ist auch gut so. Mädchen dürfen nicht nur stundenlang quatschen und sich zahlreiche Klamotten kaufen, sie dürfen auch besondere Bücher besitzen. „Lily Lux Notizbuch“ ist eins davon, das ich euch allen ans Herz legen möchte. Liebe Jungs, hört bitte an der Stelle auf zu lesen, ist eh nichts für euch. Ja, genau Mädchenkram. Oder halt: Augen auf! Denn das könnte was für eure Liebste sein!

Dieses famose Büchlein hat viel Platz für die zahlreichen Gedanken und dient quasi als Vorbereitung für unsere ausführlichen Telefonate oder einfach nur so, wenn wir nicht wissen, wohin damit. Das Besondere an dem Buch ist, neben seiner liebevollen, einfallsreichen Gestaltung: Wir erfahren viel Wissenswertes und das auf eine zauberhafte Art, die auch aus Erwachsenen wieder Mädchen macht, die kreischen und sich an den Haaren ziehen.

Heute schlägt die Klappentexterin für euch das Buch auf und dankt der Illustratorin, Iris Luckhaus, dass sie die Bilder verwenden darf. So, nun aber Ruhe da draußen. Gequatscht wird später. Jetzt schaut mal hier in das „Lily Lux Notizbuch“, ein kleines Wunderwerk an Ideen und Phantasie. Es verrät euch vieles, zum Beispiel…

… was uns in den einzelnen Jahreszeiten erwartet… Worauf wir uns im Herbst freuen, der quasi nun angekommen ist…

1. Schöne Märchennebel
2. Wirbelnde bunte Blätter
3. Kleine Wölkchen atmen

… um nur einige großartige Punkte zu nennen, die in dem Büchlein stehen und die mir sofort ein Lächeln aufs Gesicht gemalt haben.

… wie wir uns einen Flugdrachen basteln können und wie die Bäume heißen, von denen jetzt die Blätter rieseln…

… oder das: Es gibt doch nichts Schöneres als nach einem Herbstspaziergang eine warme Suppe zu köcheln wie beispielsweise eine ausgefallene Rote Beete Suppe. Das Rezept gibt es hier und andere dazu…

… was wir aus Papier basteln können. Jetzt ist Schluss mit schnödem Papier, nun flattern kleine Papierflugzeuge durch unsere Wohnungen und in der Badewanne schwimmen Papierschiffchen…

… wie dicke Elefantentränen ganz schnell verschwinden und wie wir sie mit dem nächsten Augenschlag längst vergessen haben…



… dann, ja dann, sind wir glücklich und wollen,  dass es anderen genauso ergeht. Wie das am besten klappt, das Buch sagt’s…

… auch eine kleine Tageseinteilung ist dabei, wenn wir aus lauter Zerstreutheit oder Schwammkopf nicht wissen, was wir machen wollen…

… oder: Wie einfach und großartig das Schönsein ist – für uns selbst oder für andere…

Schon gewusst? Hinter jeder Briefmarke steckt eine Botschaft.

… und natürlich hat das Buch auch viel Platz für unsere Liebsten…

Dies ist nur eine kleine Auswahl von vielen, zauberhaften Seiten. Ihr findet darin noch viel mehr Schätze. „Lily Lux Notizbuch“ ist eben kein gewöhnliches Notizbuch für uns, liebe Mädchen! Es ist eine kleine Gebrauchtsanweisung, die uns mit ein wenig Raffinesse und Zauberei durchs Leben balanciert. Einfach so oder wenn wir mal nicht wissen, wo lang es gehen soll. Es gibt ja solche Tage. Mädchenkatzentage. Mit dem „Lily Lux Notizbuch“ fühlen sie sich nicht mehr so schlimm an. Ich weiß, wovon ich spreche. Hab’s natürlich längst ausprobiert. Hier gibt’s den Klappentexterin-Stempel drauf. Klatsch!

Mehr Lily Lux gibt es dort. Und wer das Buch besitzen möchte, bekommt hier die Angaben von mir:

Iris Luckhaus und Matthias Klesse.
Lily Lux Notizbuch.
September 2010, 192 Seiten, 15,- €.
Hoffmann und Campe Verlag.

Neulich in der Bibliothek… Teil 4

… als die ersten Studenten fröstelnd in ihre Bücher hineinkrochen und sich den Sommer zurückwünschten, lief die Klappentexterin wieder durch die Gänge des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums und blieb vor einem Regal stehen. Sie traute ihren Augen nicht, was sie dort sah. Manch einer würde wortlos dran vorbeilaufen, aber die Klappentexterin schüttelte den Kopf. Was für ein Zufall! Sie griff aus dem Regal ein Buch und musste sich erst einmal setzen.

Dann schlug sie das Buch auf, lächelte und quiekte wie ein glückliches Trüffelschwein. Sie hielt ein Buch in den Händen, von dem sie bis dahin gar nicht wusste, dass sie sich das wünschte. Noch vollkommen betrunken vor Staunen, las sie die ersten Zeilen…

Wo sie das Druckerzeugnis gefunden hat und wie es heißt, verrät sie euch beim nächsten Mal. Vor allem der Platz, wo es stand, ist äußerst interessant.

Fortsetzung folgt.

Neulich in der Bibliothek… Teil 3

… als alle anderen mit heißen Köpfen über ihren Büchern hingen, lief die Klappentexterin erneut durch das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum. Die Freundin hatte das Exposé längst abgegeben und saß schon wieder – oder immer noch – in der großen Bibliothek. Ein Ort, an dem die Klappentexterin einfach nicht still in der Ecke hocken und auf die Freundin warten kann. Sie wühlte in der Tasche und zückte also wieder die Kamera. Leise, ganz leise, federleichten Schrittes machte sich die Klappentexterin auf den Weg, huschte von Gang zu Gang, lauschte den Büchern und drückte auf den Auslöser.

Und hier, genau hier ist die Klappentexterin auf etwas sehr Spannendes gestoßen. Was es ist, verrät sie euch das nächste Mal. Fortsetzung folgt.

Wo man am Wochenende gute Bücher findet.

Er ist einer meiner liebsten Orte, die ich am Wochenende aufsuche. Hier gibt es den üblichen Flohmarktschnickschnack, aber auch Kunstobjekte, vor allem jedoch gute Bücher für das schlanke Portemonnaie. Die Rede ist vom Antik- und Buchmarkt am Bodemuseum in Berlin-Mitte.

Ich habe dort bisher schöne Perlen entdeckt, die meist schon vergriffen sind.

Antonia S. Byatt: Besessen.
Im Jahrhundert der Frau.

Marguerite Duras:
Der Schmerz.
Marguerite Duras:
Rakusa.
Katherine Mansfield: Das Leben sollte sein…
Markus Seidel:
Vom Stand der Dinge.
Colette: Leidenschaft – Neun Erzählungen.
Antoine Saint-Exupéry: Die Stadt in der Wüste.

Und hier ein paar Eindrücke, die ich zusammen mit meiner Nichte Carolin an einem Sonntagnachmittag für euch im August festgehalten habe.








Und am Ende zur Stärkung noch eine Currywurst.

Liebe Bücherfreunde, wir sehen uns zwischen den Ständen beim Antik- und Buchmarkt am Bodemuseum.