Wie ein Lieblingsroman an meine Wand kam.

Manche Dinge gibt es, die gibt es gar nicht, so scheint es, weil sie unglaublich und unbeschreiblich schön sind. Von so einem Glück möchte ich euch berichten. Seit einigen Tagen hängt einer meiner liebsten Romane vom geschätzten Haruki Murakami an der Wand. Das ist wirklich großartig und tatsächlich wahr!

Nein, ich habe nicht jede einzelne Seite herausgerissen und mich als Tapezierkünstlerin erwiesen. Der Dumont Buchverlag war’s, er hat gezaubert, indem er „Gefährliche Geliebte“ als Wandroman gedruckt hat. In klitzekleiner Schrift ist dort der gesamte Roman auf einem Poster mit den Maßen 100 x 70 cm abgebildet und mit einem entzückendem Bildmotiv verziert. So befindet sich jetzt neben meinem Bücherregal ein sehr eleganter, zauberhafter und literarischer Wandschmuck. Auf diesem Wege danke ich dem Verlag für diese grandiose Idee und Martina für das besondere Geschenk!

Der Dumont Buchverlag hat übrigens nicht nur an alle Murakami-Fans gedacht. Es gibt auch weitere Wandromane, u.a. „Alice im Wunderland“, „Faust“, „Romeo und Julia“ und „Moby Dick“. Schaut einfach mal hier, da werdet ihr fündig.

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Kluges Mädchen mit Charme und Stil.

Normalerweise schreibe ich über Bücher, doch ich lese nicht nur Buchstaben aus Büchern auf. Also verlasse ich heute meinen bekannten Pfad und stelle euch eine wunderschöne Zeitschrift vor, die mich glücklich macht. Und unter uns gesagt: Ich finde, sie hat noch mehr glückliche Leser verdient! Gefunden haben wir uns an einem kalten Oktoberabend in einem Zeitschriftenladen in Berlin Neukölln. Dort blinzelte mich „Fräulein“ an. Es dauerte nur wenige Sekunden und schon war es um mich geschehen. Für nur 2,50 € habe ich mir die Zeitschrift gekauft, hielt sie fest in meinem rechten Arm und wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, was ich für herrliche Lesemomente mit dem Blatt erleben würde.

Ich falle nach dem Aufschlagen nicht in eine Anzeigenstrecke, sondern direkt in Miranda Julys Arme. Auf zwei Seiten erstreckt sich ein Fotomeer von der Ausnahmekünstlerin, die mich schon einige Jahre begeistert. Sie ist eine jener Menschen, die mir fantasievoll den Alltag vergoldet. Weiter hinten im Heft darf ich mich über ein reizendes Interview mit der Dame freuen. Nach der sagenhaften Begrüßung stoße ich auf erste Anzeigen, bis mir das Editorial vom Chefredakteur vor die Augen fällt. Götz Offergeld hat sich entschieden, eine kleine Moralpredigt zu halten. Im Mittelpunkt stehen die Empörung und das Unverständnis über unsere Politiker und deren Taten. Was können wir tun angesichts der Probleme in der Welt? Dieser Frage stellt er sich in einem für mich beeindruckendem Maße. Wenn es so weiter geht, dann Hut ab!

Und genau das tut es. Ich falle von einer kreativen Bildstrecke in die nächste, erfreue mich an vielen starken Frauen, die zu Wort kommen. Aber auch Männer nehmen mal das Zepter in die Hand. Nicht umsonst schmückt sich das Heft mit dem Slogan: „Das Frauenheft, das Männer lieben!“ An manchen Stellen tauchen gnadenlos gute Sätze ins Bild wie das von Marlene Dietrich: „Wenn ich mein Leben noch einmal Leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.“ Lesen, verdauen, noch mal lesen und dann entzückt in die Hände klatschen.

„Fräulein“ zeichnet sich durch ein klares, ansprechendes Design aus. Das Blatt widmet sich vorrangig den Menschen und beflügelt mich mit den Gedanken, die den Interviewten aus den Mündern purzeln, wohl überdacht und äußerst bemerkenswert. „Fräulein“ überrascht gleichzeitig mit kleinen Schmunzelmomenten und klärt auf wie mit der Rubrik „Sachen gibt es.“ Dort widmet sich der aktuelle Beitrag der Biene, die vorm Aussterben bedroht ist. Dies nahm „Fräulein“ zum Anlass, um über das Nutztier zu schreiben und 12 von weltweit 16.000 Arten abzubilden. Die Mode kommt hier ebenfalls nicht zu kurz, selbst wenn sie für mich nicht bezahlbar ist, zum Träumen und Inspirieren erweist sie jedoch die besten Dienste. Und wo ich gerade beim aufregenden Thema Mode bin, sei noch verraten, für emsige Schneiderinnen gibt es sogar ein Schnittmuster für einen Penn Coat.

„Fräulein“ ist charmant, stilvoll und in allem ein sehr kluges Mädchen, das mich nun zur neuen Freundin hat. Wer es jetzt nicht gleich zum Kiosk schafft, kann sich auf der Homepage schon mal umschauen. Dem gesamten „Fräulein“-Team spreche ich meine Hochachtung aus und wünsche dem Heft viel Erfolg, denn solche tollen Zeitschriften braucht das Land!

Literatur im Radio.

Es ist ja nun nicht so, dass ich zu wenig Bücher hätte oder mich langweilen würde. Aber ich bin ein neugieriges Wesen, das immer auf der Suche ist. Jetzt habe ich das gute alte Radio entdeckt – genauer gesagt:
Deutschlandradio Kultur.

Den ganzen Tag über gibt es dort spannende Beiträge, denen ich zu bestimmten Zeiten folge und die sogar kleine Überraschungen für mich parat haben. So konnte ich am vergangenen Dienstag zum ersten Mal Haruki Murakami live sprechen hören, was für mich ein besonderes Ereignis war. Der japanische Autor kam im Zuge eines Beitrages zu Wort, in dem die künstlerische und literarische Verarbeitung von Naturkatastrophen in Japan thematisiert wurde.

Deutschlandradio Kultur bietet darüber hinaus Hörspiele an, die man sich im Nachhinein auf der Homepage anhören kann.

Schaut einfach in eure Programmzeitschrift oder direkt bei Deutschlandradio Kultur auf der Homepage. Ihr werdet bestimmt etwas Interessantes finden. Und vielleicht habt ihr für mich noch andere Hörfunk-Tipps, denn ich bin – wie gesagt – ständig auf der Suche nach guten Dingen, die mich bereichern.

Weck die Zauberin in dir! Lily Lux macht es vor.

Einige von euch haben die zauberhafte Lily Lux schon kennengelernt, als ich vor einiger Zeit ihr Notizbuch vorgestellt habe. Jetzt könnt ihr in „Die wunderbare Welt der Lily Lux“ eintauchen.

Von nun an gibt es kein vielleicht oder doch nicht oder ach, wie blöd. Die Zeiten sind bei mir vorbei. Adé! Wie das möglich ist? Ich habe meine eigene Beraterin an der Seite, die mich immer wieder anstubst und mir ein Lächeln schenkt, wenn es auf den Boden gefallen ist. „Ist nicht so schlimm“, sagt sie dann und breitet vor mir eine Welt aus, die so vieles verwandelt. Aus Seufzern entsteigen rhythmische Lieder, bei denen meine Füße zappeln. Ha, so einfach ist das nicht, liebe Klappentexterin! höre ich da jemanden rufen. Doch, doch! Mit Lily Lux schon. Die Dame ist eine ganz einzigartige Lady mit Wohlfühl- und Zauberei-Charakter. Deshalb bekommt sie wieder einen besonderen Platz bei mir.

Das Buch ist ein inspirierender Streifzug durch Lilys Leben. Hier zeigt sie, wer sie wirklich ist und wie sie zaubern kann. Das kann Lily wirklich! Die große Optimistin verwandelt Alltägliches in kleine Wunder, die mir stets schöne Schauer durchs Herz jagen. Und das Beste an allem: Sie ist eine von uns, liebe Damen! Kein niedliches Püppchen. Nein, Lily ist eine Frau von Welt mit Kopf und einem unglaublichen Gefühl für das Gute in der Welt. Lily zeigt, von welchen Schätzen wir umgeben sind. Sie hält uns auch auf liebevolle Weise den Spiegel vor und sagt charmant: „Auch in euch stecken inspirierende Zauberinnen!“ Also aufgepasst und folgt mir bitte!

Lily erinnert uns daran, dass der Weltschmerz schrumpft, wenn wir unsere liebste Strickjacke anziehen. Sie ist unser liebstes Stück. Darin ist es kuschelig, friedlich und bald flattert ein Teil der Sorgen weg, hinaus ins kalte Universum.



Oje, wie gruselig sind die Tage, an denen uns im Gesicht eine kleine Kraterlandschaft wächst! Statt darüber zu fluchen, machen wir es einfach wie Lily und glauben an Wunder.

Oh ja, es ist müßig und nervenaufreibend. Nehme ich nun das? Oder das? Entscheidungen zu treffen, können kleine Höllenfeuer entfachen. Warum hin und her überlegen, wenn es einfacher geht, stimmt’s Lily?

Ich habe einige Talente. Nur eine Sache gelingt mir nicht, egal, wie oft ich es übe: Singen. Wie gut, dass es die Dusche gibt, wo mich (kaum) einer hört. Da bin ich nicht die einzige…

Im Alltag haben wir oft das Gefühl: Jeder Tag gleicht dem anderen. Das muss nicht sein. Mit ein bisschen Mut und Experimentierfreudigkeit im Herzen finden sich selbst in grauen Tagen kleine bunte Schmetterlinge, wenn man …

Eine große Gabe ist es, selbst in jedem Unglück das Gute zu finden. Lily, die unermüdliche Optimistin, geht da als bestes Beispiel voran. Folgen wir ihr auf leisen Schritten…

Ich bin eine Meisterin darin: Zeit zu klauen. Am liebsten mit meinen Büchern. Eintauchen in spannende Welten und alles andere um mich herum vergessen. Ist das da Lily Lux oder bin ich das? Wir beide sind uns jedenfalls einig: Es ist großartig, in gestohlener Zeit zu baden…

Die wunderbare Welt der Lily Lux.
Iris Luckhaus und Matthias Klesse.
September 2009, 64 Seiten, 14,99 €.
Hoffmann und Campe.

Hier gibt es noch mehr Lily Lux.

© Bilder: Iris Luckhaus / Matthias Klesse

Hier endet erst einmal die zauberhafte Reise. Schon am Donnerstag geht es weiter. Dann gibt es ein Interview mit den beiden Menschen, die hinter Lily Lux stehen. Und natürlich kommt auch Lily Lux selbst zu Wort.

Literaturkalender sind was Schönes…

… weil wir auf bekannte und unbekannte Autoren treffen, die uns mit Zitaten in ihr Leben und ihre Werke blicken lassen. Manchmal erinnert uns der Literaturkalender sogar an ein Buch, das schon lange im Regal steht und darauf wartet, endlich gelesen zu werden.

„Das Glück an der Côte d’Azur hatte mit dem Ort zu tun, nicht mit Arbeit, nicht mit Ereignissen. Was dort geschah, war oft gut, zum Teil wunderbar, manches traumatisch. Mein Leben bestand aus Meer, Licht, Sonne, dem nächtlichen Konzert der Zikaden, ersten Liebesabenteuern, manche beglückend, manche hoffnungslos oder Irrtümer, einige Beziehungen überdauerten jede Veränderung…“

Sybille Bedford.
Treibsand: Erinnerungen einer Europäerin.
2008, 384 Seiten, 9,- €.
Piper Verlag.

♥ Happy End.

Obwohl es eigentlich der Anfang von etwas Großem ist. Der Beginn einer besonderen Freundschaft zwischen einem Buch und mir.

Getroffen haben wir uns vor einigen Monaten im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum. Ich hatte davon berichtet. Während meine Freundinnen wie fleißige Bienen über ihren Magisterarbeiten saßen, bin ich auf leisen Sohlen durch die Gänge gewandert und habe einige Regale genauer inspiziert. Dabei entdeckte ich „Wo liegt Berlin? Briefe aus der Reichshauptstadt“ von Alfred Kerr. Ein Zwinkern und es stand vor mir. Vor lauter Freude entwich mir ein Jubelschrei und ich legte meine Hand auf den Mund, um die Ruhe der Bibliothek zu bewahren. Ich hatte das Buch nicht gesucht, es hatte mich gefunden. Noch vollkommen benommen setzte ich mich auf einen Elefantenfuß (so nenne ich die kleinen Tritte, auf die man steigen kann) und las darin.

Sofort war klar, dass ich es mitnehmen wollte. Als Leihgabe. Doch manche Bücher will man besitzen. So schaute ich zuhause im Internet nach und fand das Buch nicht, es war nicht mehr käuflich zu erwerben. Im Buchhandel nennt man das: Vergriffen. Knuff. Das tut genau dann weh, wenn man solche Schätze gefunden hat.

„Wo liegt Berlin? Briefe aus der Reichshauptstadt“ ist jedoch kein Buch, das ich in einem Zug lese. Ich hangel mich von Brief zu Brief, mit kleinen Pausen dazwischen. Das dauert eine Weile. So habe ich die Ausleihe verlängert, bis es nicht mehr ging. Dann musste ich es abgeben. Eine Trennung mit Schmerzen in der Brust. Aber vergessen konnte ich es nicht. Das passiert nicht mit Menschen und Dingen, die sich in das Herz gelegt haben.

Und nun hat mir meine liebe Freundin – übrigens eine der Magisterbienen – dieses Buch zu Weihnachten geschenkt. Sie konnte es antiquarisch erwerben. Wieder ist er da der Jubelschrei, und die Freude tänzelt um uns herum. Dieses Mal ist es noch ein bisschen anders. Größer eben. Ein Wiedersehen für immer. Keine Frist, die uns trennen wird.

Herr Kerr hebt seinen Hut, gibt mir seinen Arm und ich hake mich unter. Fortan immer dann, wenn ich mag.

♥ Happy End.

2010 – Mein literarischer Rückblick.

Das Literaturjahr 2010 war ein schönes Jahr. Ich durfte bekannte Autoren wie Haruki Murakami und Banana Yoshimoto lesen, aber auch Literaturschaffende kennenlernen und wieder entdecken. Hier ist nun mein Rückblick 2010…

** ENTDECKUNGSREISE **

Autor – Wieder entdeckt
Philippe Djian


Foto: Jacques Sassier / Copyright © Gallimard

Vor vielen Jahren habe ich „Betty Blue“ gelesen, aber ich fühlte mich dem Autor noch nicht gewachsen. Wenngleich mich seine Sprache schon damals begeisterte und mich sanft am Nacken kraulte, einer zärtlichen Geste gleich. Zu Beginn diesen Jahres las ich „Erogene Zone“ und es hat klick gemacht. Philippe Djian ist einfach ein poetischer Meister des Alltags. Temporeich, sensibel und witzig.

Klassiker – Wieder entdeckt

Mir ist aufgefallen, dass Klassiker heutzutage im hektischen Strudel von den unzähligen Neuerscheinungen leicht in Vergessenheit geraten. Deshalb habe ich beschlossen, Klassiker bei mir leben zu lassen. Ich möchte das Schweigen brechen und sie aus meinem Regal ziehen, vorbei an den jungfräulichen, neuen Büchern. Dabei konnte ich dieses wunderbare Buch ausfindig machen:

Charlotte Bronté: Jane Eyre

Sie ist immer noch da, und sie ist mir eine gute Freundin geworden: Jane Eyre. Eine mutige junge Frau, die mich bis zum Schluss mitgerissen hat. Zudem hatte die Autorin ein großes Herz und hat ihm den Raum geschenkt, den es brauchte. Eben dies zeichnet das Werk aus. Es ist ein großes Stück Menschlichkeit daraus geworden, in das ich mich gern habe fallen lassen.

Hörbuch – Neu entdeckt

Ich habe eine Freundin, die ist süchtig. Nach Hörbüchern. Das konnte ich nie ganz nachvollziehen. Bis ich im Mai das erste Hörbuch im Ohr zu kleben hatte. Und siehe da: Nun weiß ich, was Hörbücher auszeichnet. Was es ist? Die Lauscher von euch wissen es, die anderen sollten es herausfinden.

** KLASSENFAHRT **

Literaturprojekt: Reading Murakami

Ada Mitsou, Bibliophilin, Friederike und ich haben den Blog Reading Murakami gegründet. Gemeinsam mit anderen Fans haben wir „1Q84“ von Haruki Murakami gelesen. Es war ein ganz besonderes Projekt, das mich sehr glücklich gemacht hat.

Fremdgeschreiben habe ich hier:

Bibliophilin – Gastrezension:
„Das siamesische Klavier“ von Christiane Neudecker.
Seite 30 von „1Q84“ – Ein Kommentar
Reading Murakami ist zum Fan der Fans ausgewählt worden. Im Zuge dessen erhielt jede von uns ein kostenloses Exemplar vom Verlag und wir durften die Seite 30 von dem vorab online abgedruckten Seiten von „1Q84“ kommentieren. Das habe ich mit Freude getan.
Lovelybooks – Rezension des Monats November
Als Yoko schreibe ich auch regelmäßig Rezensionen bei Lovelybooks. Dort habe ich meine längste Rezension des Lebens eingereicht und konnte die Jury überzeugen. Dafür danke ich nochmal herzlich.

** FORSCHUNGSREISE **

Debüt des Jahres
Sabrina Janesch: Katzenberge

Der jungen Autorin ist ein Meisterstück gelungen. Sie nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit einer Familie und erzählt die Geschichte Ost- und Mitteleuropas. Dunkel und düster ist der Roman, das ist mit ihrer Sprache bestens gelungen. Die ganze Zeit hängt da so eine Nebelwand zwischen den Seiten und den Augen des Lesers. Die Sätze atmen eine leichte Melancholie aus, die nicht abstößt, sondern sie zieht einen immer mehr hinein.

Enttäuschung des Jahres
Nicola Keegan: Schwimmen

Ein ungewöhnliches Buch und schön geschrieben. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich habe das Buch zur Hand genommen, weil ich Sport sehr mag, das Schwimmen liebe und selbst einmal Leistungssport betrieben habe. Im Roman stand jedoch mehr das Leben des Mädchens – Philomena – und ihre Familie im Vordergrund. Diese „neue Welt“ des Schulschwimmbads von der im Klappentext die Rede war, fand ich nur ansatzweise. Mir fehlte ein bisschen der Sport. Genau das Bisschen enttäuschte mich. Wer neugierig geworden ist, findet bei Ada Mitsou eine positive Rezension.


Highlight des Jahres

Haruki Murakami: 1Q84

Ich hatte lange gewartet und sah am Ende aus wie eine gut gefüllte Weihnachtsgans. Die große, tiefsitzende Sehnsucht trieb mich schon einige Tage vor Erscheinen von „1Q84“ in den Wahnsinn. Als ich das Buch in den Händen hielt, verlor ich jegliches Zeitgefühl. Die Stimmen der Menschen um mich herum rauschten vorbei und ich war vollkommen geblendet von dem Silberbarren. Es ist ein anderer Murakami, ein Exot, aber unbedingt lesenswert! Mein liebstes Buch.

Eine Überraschung
Tom McCarthy: 8 ½ Millionen

Dieses Buch haben mir zwei Menschen empfohlen, die sich nicht kennen. Das machte mich neugierig. Schwindelerregend, pulsierend, blutdrucksteigend – einfach nur verrückt. Die Rezension folgt ganz bald.

Ein tolles Fundstück
Adrienne Monnier: Aufzeichnungen aus der Rue de l’Odéon. Schriften 1917-1953

Sie war mir so nah und vertraut. Die Liebe zu den Büchern und ihrer Begegnungen mit Literaturschaffenden haben mein Herz auf eine besondere Art berührt.

Beste Literaturverfilmung
Stieg Larsson: Verblendung, Verdammnis, Vergebung


Normalerweise meide ich Literaturverfilmungen. Doch die drei Filme zu den gleichnamigen Krimis haben mich in den Bann gezogen. Die Umsetzung war meisterhaft, nicht zuletzt auch wegen der grandiosen schauspielerischen Leistung.

*********** Ende **********

Und hier endet mein literarischer Rückblick. Sicherlich habt ihr auch Bücher, die ihr 2010 gelesen habt oder besondere literarischen Begegnungen, die ihr nicht so schnell vergessen werdet. Welche sind es?

Seid ihr bereit? Dann kommt mit nach Fantasia!

Die Mädchen müssen sich warm anziehen – nun kommen die Jungs und verwandeln viele Wände in kleine fantastische Welten. Der Jungskalender 2011 von Martina Hoffmann ist da! Wieder lächle ich vor Entzücken über eine leuchtende Zauberwelt zwischen Zahlen. Dieses Mal entführen uns die Jungs auf lustigen Gefährten, in einem Ballon und anderen Vehikeln nach Fantasia.

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Der Winterjunge reist mit seinem großen Freund, den Eisbär, in das neue Jahr. Hört genau hin, dann erfahrt ihr auch, was der Winterjunge dem Eisbären zuruft.

Wer träumt nicht vom großen Schatz? Lasst uns dem Schatzjungen und seinen respekteinflößenden Begleitern im April ganz leise folgen.

Oben in der Luft, nah bei den Wolken, hat man einen guten Überblick. „Beste Voraussetzung, um alles genau zu beobachten“, sagt der Ballonjunge im Juni.

Im Oktober müsst ihr aufpassen, dann ist die Monsterbande unterwegs und ruft die Geister aus. Seid also sehr aufmerksam, sonst fangen sie euch schneller als ihr laufen könnt.

Nichts hören, nichts sehen – einfach nur abtauchen. Das möchten wir gern im November, wenn alles grau ist. Machen wir es wie der Krakenjunge.

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Hier noch Zahlenmaterial zum Jungskalender 2011:
Den kompletten Kalender könnt ihr gern hier anschauen.
Den Jungskalender gibt es in DIN A4, 210 mm x 297 mm, Preis: 18,- €.

Kaufen könnt ihr den Kalender online direkt bei Martina Hoffmann hier und da

… oder in diesen Läden:

BERLIN
Kreuzberg:

Modern Graphics in der Oranienstraße
Friedrichshain:
Lesen und Lesen lassen in der Wühlischstraße
Prenzlauer Berg:
Frl. Singer in der Hufelandstraße

LEIPZIG
Wonnecitz, Bornaische Straße 3B

*** Die Klappentexterin dankt Martina Hoffmann für die Bilder.***

Ein Büchermeer und Samuel Beckett dazu.

Ihr kennt das bestimmt. Da läuft man durch die Straßen, betrachtet die entgegenkommenden Menschen oder hängt den Gedanken nach. Und plötzlich bleibt ihr stehen, weil etwas zu euch spricht. Eine auffallende Blume oder ein Geschäft. So ist es mir ergangen, als ich an der Nicolaischen Buchhandlung in Berlin Friedenau vorbeigekommen bin. Vor mir erstreckte sich ein wunderschönes Büchermeer, in das ich gefallen bin.

Und was entdeckte dort mein Auge? Den verehrten Samuel Beckett!
Den habe ich natürlich gleich gekauft.

Auf Wiedersehen, liebe Nicolaische Buchhandlung!
Es hat mich gefreut, Sie getroffen zu haben!

Nicolaische Buchhandlung Borstell & Reimarus Friedenau GmbH
Rheinstraße 65
12159 Berlin
Tel. 030. 852 40 05
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9-18.30 Uhr, Samstag 10-14 Uhr.

Eine leuchtende Zauberwelt zwischen Zahlen.

Es gibt sie tatsächlich: Momente, in denen es mir die Sprache verschlägt. Dann habe ich gern mal Ähnlichkeit mit einem Honigkuchenpferd, das grinst, grinst und davon nicht genug bekommen kann. So geht es mir jedes Mal, wenn ich den Mädchenkalender von Martina Hoffmann betrachte. Sie schafft es immer wieder, mich in eine leuchtende Zauberwelt zwischen Zahlen zu manövrieren. Es ist ein Kalender, aber kein gewöhnlicher. Er fällt auf zwischen den anderen. Und weil Kalender auch zum Buchhandel gehören, erhält der Mädchenkalender bei mir einen Platz. Heute zeige ich euch einige Bilder aus dem Mädchenkalender 2011. Seid aufmerksam, denn ich verlose ein Exemplar.

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Liebenswerte und phantasievolle Bilder füllen die zwölf Monate.

Den Januar begrüßt ein Mützenmädchen mit den strahlend blauen Augen, die an einen kalten Gebirgsbach erinnern. Es ist nicht allein und hat kleine Begleiter, die den Winter in vollen Zügen genießen.

Das Wolkenmädchen zeigt uns im April, wie schön es über den Wolken ist. Wenn ihr genau hinseht, entdeckt ihr kleine Wolkenschäfchen.

Im Juni schmiegt sich das Sommermädchen liebevoll an ein Eichhörnchen.

Im Oktober weht allerhand durch die Lüfte. Bunte Blätter, Haare folgen dem Wind und was ist das da auf dem Kopf von dem Herbstmädchen?

Im November, ja im November, ist das Wetter meist trüb. Wir sind dann oft müde vom ganzen Regen und Nebel. In dem Monat wollen wir nur eins: Schlafen und schöne Sachen träumen. Wie das Traummädchen. Wovon es wohl träumt?

Vielleicht träumt das Mädchen davon, einen Mädchenkalender 2011 zu gewinnen? Das geht. Hier bei mir! Schaut euch dazu aufmerksam, den Oktober an. Was treibt das drollige Wesen auf dem Kopf vom Herbstmädchen? Eure Antworten nehme ich unter meiner Emailadresse: klappentexterin@hotmail.de entgegen. Einsendeschluss ist der 8. Dezember 2010. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bei mehr als einer richtigen Antwort entscheidet das Los. Es winken auch zwei Trostpreise. Jeweils ein Kartenset, bestehend aus zwei Karten, ebenfalls aus Martinas Hand entstanden.

Darüber dürfen sich die Zweit- und Drittplatzierten freuen, die ebenfalls durch das Los ermittelt werden. Viel Glück!
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Hier noch ein bisschen Zahlenmaterial zum Mädchenkalender 2011.

Den kompletten Kalender könnt ihr euch hier anschauen.
Den Mädchenkalender 2011 gibt es in drei Größen:
A3, 420 mm x 297 mm, mit nutzbarem Kalendarium, Preis: 28,50 €
A4, 210 mm x 297 mm, Preis: 18,-€
A5, 148 mm x 210 mm, Preis: 13,50 €

Den Mädchenkalender 2011 könnt ihr übrigens hier kaufen:
Online in Martinas Shops (www.stiftundpapier.de/shop und http://de.dawanda.com/shop/matjuschka) oder in ausgewählten Läden in Berlin, Leipzig, Potsdam und Würzburg.

BERLIN
Kreuzberg:
Modern Graphics in der Oranienstraße
Leseglück in der Ohlauer Straße
Café Knickelkopp in der Kreuzbergstraße
Neukölln:
Klötze und Schicken in der Bürknerstraße
Kyddy in der Bürknerstraße
Friedrichshain:
Lesen und Lesen lassen in der Wühlischstraße
Heimat in der Niederbarnimstraße
Big Brobot in der Kopernikusstraße
Mitte:
Hundt Hammer Stein in der Alten Schönhauser Straße
Neurotitan in der Rosenthaler Straße
Prenzlauer Berg:
Frl. Singer in der Hufelandstraße

LEIPZIG
Wonnecitz, Bornaische Straße 3B

POTSDAM
Fuerviewochen im Holländerviertel in der Benkertstraße 21

WÜRZBURG

Herr Pfeffer in der Büttnerstraße 13

Und auf folgenden Berliner Weihnachtsmärkten:
Am 4. Dezember auf dem Adventsmarkt des CityStay Hostels in der Rosenstraße 16 in Mitte.
Am 11./12. Dezember auf dem Holy Shit Shopping in der Karl-Liebknecht-Straße 9.
Am 18./19. Dezember auf der Trendmafia in der Brunnenstraße (U-Bhf Voltastraße).

Mehr über die Illustratorin erfahrt ihr in einem Interview am Freitag bei mir.

***Die Klappentexterin dankt Martina Hoffmann für die Bilder, die Kartensets und den Mädchenkalender.***