Archiv der Kategorie: Ein Buch – drei Fragen

Anett ♥ Helene Hanff.

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns glücklich zu machen und andere. Heute teilt Anett, 28 Jahre, Buchhändlerin, mit uns ihr Glück. Ein Buch, das sie begeistert und welches sie euch vorstellen möchte.

Ihr ♥ Stück


Helene Hanff: 84, Charing Cross Road, 2004, 160 Seiten, 7 €, btb.

1. Welcher war der beste Satz? Oder: Welche Stelle hat dir am besten gefallen?
„Ich liebe antiquarische Bücher sehr, die von selbst an der Stelle aufklappen, die der frühere Besitzer am häufigsten gelesen hat. Als der Hazlitt ankam, klappte er bei „Ich hasse es, neue Bücher zu lesen“ auf, und ich rief dem Besitzer vor mir, wer immer es gewesen sein mag, lautstark „Kamerad!“ zu.“

2. Um was geht es in dem Buch?

„84, Charing Cross Road“ ist die Dokumentation einer über zwanzig Jahre andauernden Brieffreundschaft zwischen der New Yorker Schriftstellerin Helene Hanff und dem Antiquar Frank Doel. Durch Zufall hatte Helene, leidenschaftliche Leserin und Sammlerin von Klassikern, in der Zeitung eine Anzeige der Londoner Buchhandlung Marks & Co. gesehen. Sie schickte einen Brief nach England in der Hoffnung auf all die vergriffenen Bücher, die zu lesen und besitzen sie sich sehnlichst wünschte. Schnell schrieb sie sich mit ihrer direkten Art, ihrem einzigartigen Sinn für Humor („Sie Faultier! Ich könnte hier krepieren, ehe Sie mir irgendwas zu lesen schicken.“) und ihrer Anteilnahme in das Herz der Angestellten bei Marks&Co. Obwohl sie sich mit dem Verfassen von Drehbüchern selbst kaum über Wasser halten konnte, schickte sie ihren Freunden, die unter den Rationierungen der Nachkriegszeit litten, großzügige Carepakete. Selbst einmal in ihrer Lieblingsbuchhandlung zu stehen, mit den Fingerspitzen über die langen Reihen alter Buchrücken zu streichen und den Duft von dunklem Holz und Papier einzuatmen, was ihr zu Lebzeiten Frank Doels jedoch nicht vergönnt gewesen.

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?

„84, Charing Cross Road“ ist eine großartige Hommage an die Literatur und ein absolutes Muss für jeden leidenschaftlichen Leser. Selten ist so wunderbar über Bücher geschrieben worden: über die Ehrfurcht, die Erstausgabe eines über hundert Jahre alten Werkes in der Hand zu halten, über die Schönheit eines in helles Leder gebundenen Buches mit Goldschnitt, das anzufassen und zu lesen man fast nicht wagt, über das Glücksgefühl, das eine gute Geschichte auslösen kann. Dann und wann lugt auch der reine Schalk aus einem Brief hervor („Ich schreibe Ihnen von unter dem Bett, wohin mich der Catull getrieben hat.“), man schmunzelt amüsiert und fühlt sich auf eigenartige Weise tief verbunden mit diesen Menschen, für die Bücher ebenso essentiell sind wie für einen selbst.

Anett empfiehlt zum Weiterlesen:
Die Herzogin der Bloomsbury Street, Briefe aus New York.

♥ lichen Dank!

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Michaela ♥ Michel Bergmann

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns glücklich zu machen und andere. Heute teilt Michaela, 46 Jahre, Buchhändlerin,
mit uns ihr Glück.

Ihr ♥ Stück



Michel Bergmann: Die Teilacher, Arche Verlag, 2010, 288 Seiten.

1. Welcher war der beste Satz? Oder: Welche Stelle hat dir am besten gefallen?
„Und? Hat’s geschmeckt?
Nur David antwortete einmal:
Hab schon besser gegessen!
Daraufhin Kohn:
Aber nicht bei uns!“

2. Um was geht es in dem Buch?
Die „Teilacher“, sie sind eine Art Vertreter des Einzelhandels. Doch sie sind viel mehr. Ein Menschenschlag, der in diesem Roman den Holocaust überlebt hat. Menschen die zurückgekehrt sind in das Land, in dem die Mörder ihrer Familien leben. Sie haben nicht nur ihre Waren im Angebot, sie haben eine Art Mission, natürlich Gewinn erwirtschaften, überleben in den Nachkriegsjahren, um die Toten trauern und den Deutschen auch mit List und Tücke ihre Waren verkaufen. 1972 stirbt David Bermann, der „Einstein“ unter den Teilachern. Der junge Alfred Klee hat David immer wieder besucht, auch in dem Altersheim, wo er nun Davids Leben in einige Kartons verstaut. David war über den Krieg hinaus in Alfreds Mutter verliebt. Nach der Beerdigung von David sitzt Alfred mit den anderen Teilachern zusammen und sie erzählen aus ihrem Leben. Dabei wird nicht nur getrauert, sondern gelacht und gelästert.

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?
Dieser Roman beinhaltet wieder einmal ein Stück Geschichte, dem sich nicht mehr allzu viele Leser stellen mögen. Dieser Abschnitt der deutschen Geschichte wird leider immer wieder verdrängt. Das Buch ist aber nicht anklagend, es schildert traurig und humorvoll die Schicksale der Teilacher. Damit die Schicksale dieser Menschen nicht in Vergessenheit geraten, finde ich solche Lektüre wichtig und werde sie auch an meine Tochter weitergeben, die zum Glück gerne über dieses Thema liest und mit mir darüber diskutiert.

♥lichen Dank!

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Waldemar ♥ Marisha Pessl

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns glücklich zu machen und andere. Heute teilt Waldemar, 28 Jahre,  Buchhändler, mit uns sein Glück.

Sein ♥ Stück



Marisha Pessl: Die alltägliche Physik des Unglücks, S. Fischer, 2007, 603 Seiten.

1. Welcher war der beste Satz? Oder: Welche Stelle hat dir am besten gefallen?
„Ich möchte euch auffordern euer Leben an einem Vorbild auszurichten“, sagte ich, „nicht am Dalai Lama oder an Jesus – obwohl auch die sicher hilfreich sind -, sondern an jemand viel Handfesterem: am Carassius auratus auratus, gemeinhin Goldfisch genannt.“

2. Um was geht es in dem Buch?
Blue van Meer, brilliante Tochter eines von Junikäfern umschwirrten, vagabundierenden Professors, wird in Ihrem Abschlussjahr an der High School in Vorgänge verwickelt, die so unglaublich sind, dass einem die Worte fehlen. Sie findet unfreiwillig Anschluss bei der bedeutendsten Clique der Schule und weckt das Interesse einer so wunderbaren, wie geheimnisvollen Lehrerin. Als sie diese in einer bizarren Szene im Wald tot auffindet, entwickelt sich ein Sog aus Paranoia und emotionalen Abgründen, der in der Auflösung all dessen endet, das Blue für die Wahrheit gehalten hat.

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?
Das Buch starrt nur vor bemerkenswerten Sätzen, wunderbaren Zitaten, wahnwitzigen Charakteren und enthält einige sehr originell gestaltete Illustrationen. Die Wendungen sind drastisch, die Protagonistin einfach nur liebenswert. Man wünscht sich selbst eine Blue zu kennen. Die Sprache pendelt zwischen allen denkbaren Extremen, von wissenschaftlichen Abhandlungen bis zum Slang weißbrotamerikanischer Teenager und bleibt stets unterhaltsam, sofern man selbst gern und weit abschweift. Es besteht die Möglichkeit unendlich viele Schnipsel Geschichte, Literatur und Philosophie aufzusammeln und völlig den Verstand zu verlieren. Ich liebe dieses Buch.

♥lichen Dank!

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Anne ♥ Diana Janney

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns glücklich zu machen und andere. Heute teilt Anne, 24 Jahre, mit uns ihr Glück.

Ihr ♥ Stück


Diana Janney: Infinite Wisdom of Harriet Rose. Januar 2008, 400 Seiten, 9,99 €, Headline Review*.

1. Welcher war der beste Satz? Oder: Welche Stelle hat dir am besten gefallen?
“I never use words that I do not unterstand.It helps to avoid misunderstandings.”

2. Um was geht es in dem Buch?
Harriet Rose ist ein 14jähriges Mädchen, das ihrem Alter weit voraus ist. Sie fühlt sich der Welt überlegen und schreibt philosophische „Reflexionen“ über das Leben an sich. Nach dem Tod ihres Vaters verstärkt sich ihr Schreibdrang. Zu Harriets 14. Geburtstag bekommt sie von Mutter und Oma das ultimative Geschenk: Ihre „Reflexionen“ werden im Eigenverlag veröffentlicht und ein unerwarteter Erfolg.

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?
Warum dieses Buch? Wegen dem erfrischenden und aber auch tiefgründigen, sprachgewandten Schreibstil der Autorin. Und vor allem: Wegen Harriet.
Harriet ist überheblich, arrogant, allwissend, stark, selbstbewusst und vieles mehr, doch in erster Linie liebenswert und anders.
Harriets Gedankengänge vermitteln auf philosophische und naive Weise kleine Lebensweisheiten, die man nicht zu genau nehmen braucht, aber durchaus kann. Ironie und Witz, sowie Sarkasmus und Mut zeichnen die Hauptfigur als das aus, was sie ist: eine moderne Heldin. Die Heldin, die wir als Kind (neben Pippi Langstrumpf) immer sein wollten. Eine Heldin, in die wir uns hinein versetzen, einkuscheln und die uns bis zum Ende des Buches den Atem raubt, während wir gebannt darauf warten, ob unsere Heldin ihr neues Leben meistert und uns die Illusion lässt, dass auch kleine Mädchen auf ganz individuelle Art Heldinnen sein können.

* Das Buch ist seit April auch auf dem deutschen Buchmarkt erschienen:
Diana Janney: Die fabelhafte Welt der Harriet Rose. April 2010, 384 Seiten, 16,95 €, Limes Verlag.

♥lichen Dank!

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Anne ♥ Astrid Lindgren

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns glücklich zu machen und andere. Heute teilt Anne, 18 Jahre, Abiturientin, mit uns ihr Glück.

Ihr ♥ Stück

Astrid Lindgren: Britt-Mari erleichtert ihr Herz.
Oetinger, 1944, 157 Seiten.

1. Welcher war der beste Satz? Oder: Welche Stelle hat dir am besten gefallen?
Ach, wie soll ich mich da entscheiden? Das ganze Buch steckt so voller Liebreiz und ist ein einziger Reigen auf das Leben. Daher gibt es Lieblingstellen:
„Dann folgten zwei Stunden Mathe, und da wünsche ich mir immer, ich wäre die Tochter eines netten Steinzeitjägers, dem es genügt, dass seine Kinder Striche in die Wand ritzen können.“

Da ich in puncto Mathematik mit absoluter Unfähigkeit gesegnet bin, empfinde ich ebenso. (Glücklicherweise bin ich aber jetzt an einem Punkt angelangt, an dem das Thema für alle Zeiten passé ist.) Außerdem bietet das Buch durchaus philosophische Sätze wie:

„Mama sagt immer, das Leben ist wie ein Kuchenteig. Jeder bekommt seinen Klumpen zugeteilt und den darf er kneten und formen, wie er will.“
„Du gehörst zu den Sündern, die glauben, es genügt, eine halbe Stunde vor dem Jüngsten Gericht ein bisschen in der Bibel zu blättern.“

2. Um was geht es in dem Buch?
Britt-Mari, 15 junge Jahre alt, bekommt die alte Schreibmaschine ihrer Mutter geschenkt. Schreiben, das merkt sie schon bald, macht ihr unglaublichen Spaß. Doch nur an sich selbst schreiben und das Ganze mit dem Titel Tagebuch krönen, daran liegt ihr nichts. Ein Briefaustausch muss her! Und so meldet sich Britt-Mari sofort, als eine Klassenkameradin eine Brieffreundin anbietet. Sie schreibt über ihre Gefühle, ihre Familie, ihren Alltag. Dabei werden auch damals aktuelle Themen wie Judenverfolgung nicht ausgespart. Ihr Ton ist mal heiter, mal nachdenklich, aber immer klug und pointiert.

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?
Das Buch liefert einen liebenswerten Einblick in das Jungmädchen-Dasein Mitte der 40er. Es macht Sehnsucht nach der Unbeschwertheit vergangener Tage, lässt den Duft von Sonnenstrahlen auf Kuchen auferstehen und schenkt eine Auszeit. Es zeigt, wie schön das Leben ohne Technologie und Coolness ist. Wie friedlich und ruhig. Außerdem ist es beinahe schon flegelhaft, dass ein jeder Pippi, Michel und Karlsson kennt, von Frau Lindgrens weiteren Schätzchen aber keine Ahnung hat. Wenn jetzt jemand aus dem Off brüllen möge: „Aber das ist doch ein Kinderbuch!“, dann kann ich nur sagen, dass es das nicht ist. Aber für Astrid Lindgren allein lohnt es sich schon, Kind zu bleiben.

♥lichen Dank!

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Ada ♥ Hallgrímur Helgason

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns glücklich zu machen und andere. Heute teilt Ada Mitsou, Literaturfreundin, mit uns ihr Glück.

Ihr ♥ Stück

Hallgrímur Helgason: Zehn Tipps das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen. Tropen bei Klett, 271 Seiten, 19,90 €.

1. Welcher war der beste Satz? Oder: Welche Stelle hat dir am besten gefallen?

„Fehlschüsse können in meiner Branche tödlich sein. Wer will schon eine angeschossene beleidigte Leberwurst, die durch die Stadt tobt und dafür sorgen möchte, dass man selber die Abschiedskugel kriegt? Die Leute reagieren nun mal ziemlich genervt, wenn sie merken, dass man sie umbringen will.“

2. Um was geht es in dem Buch?
Tomislav Boksic, genannt Toxic, ist ein kroatischer Auftragskiller in New York. 65 Morde sind bisher nach Plan gelaufen, doch Auftrag Nr. 66 geht schief. Toxic erschießt einen Ermittler des FBI und muss nun fliehen.
Eigentlich hat er ein Ticket für seine Heimat Kroatien in der Tasche, doch auf dem Flughafen tauchen plötzlich Polizisten auf. In seiner Panik tötet Toxic einen Priester auf der Herrentoilette und nimmt dessen Identität und Flugticket an. Was der Auftragskiller nicht weiß: Father Friendly wird bereits in Island erwartet und soll dort in einer Fernsehshow predigen! Um seine Tarnung erstmal nicht auffliegen zu lassen, schlüpft Toxic in die Rolle des Priesters und findet sogar Gefallen daran. Allerdings ahnt er nicht im Mindesten, wie sehr dieser Rollentausch sein Leben als Auftragskiller umkrempeln wird…

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?
Weil in dem Buch viele Genres vereint sind. Auf der einen Seite ist es spannend und actionreich, auf der anderen Seite ruhig und nachdenklich. Dann wiederrum findet man zwischen den Zeilen eine große Portion schwarzen Humors, der perfekt zu der skurrilen Handlung passt.
Dieses Buch hat nicht nur Einflüsse eines Thrillers, sondern auch Züge einer Tragikomödie und genau diese Vielseitigkeit dürfte Liebhaber kurioser und temporeicher Geschichten begeistern.

♥lichen Dank!

Max ♥ Andreas Steinhöfel

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns glücklich zu machen und andere. Heute teilt Max, 22 Jahre, Student, mit uns sein Glück.

Sein ♥ Stück:

Andreas Steinhöfel: Die Mitte der Welt. Carlsen Verlag,
2004, 476 Seiten.

1. Welcher war der beste Satz? Oder: Welche Stelle hat dir am besten gefallen?
„Stell dir das Leben vor wie ein großes Haus mit vielen Zimmern (…)
Einige dieser Zimmer sind leer, andere voller Gerümpel. Manche sind groß und voller Licht, und wieder andere sind dunkel, sie verbergen Schrecken und Kummer. Und ab und zu – nur ab und zu, hörst du? – öffnet sich die Tür zu einem dieser schrecklichen Zimmer und du musst hineinsehen, ob du willst oder nicht. (…) Dann denkst du daran, dass es dein Leben ist – dein Haus, mit deinen Zimmern. Du hast die Schlüssel!
Also schließt du die Tür zu diesem schrecklichen Zimmer einfach zu.

(…) eines Tages spürst du vielleicht, dass nur durch dieses schreckliche Zimmer ein Weg in einen größeren, schöneren Teil des Hauses führt. Und dann brauchst du den Schlüssel!“

2. Um was geht es in dem Buch?
Phil ist erst 17. Er lebt mit seiner Schwester und seiner Mutter alles andere als angepasst. Ihr außergewöhnliches Erscheinen führt in einer kleinen Stadt zu erheblichen Verwunderungen.
Der Jugendroman handelt von der ersten großen Liebe, die so sehr weh tut, wenn sie enttäuscht wird; vom Outing; vom Anderssein, kurzum: Eigentlich nur vom Erwachsenwerden und den Schwierigkeiten, die das so mit sich bringt.

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?

Die Mitte der Welt ist ein phantasievoll-bezaubernder Jugendroman, der so packend und emotional ist, dass man ihn stets lesen und aufs Neue entdecken will. Das Buch ist nicht nur für Jugendliche, sondern auch für alle Erwachsenen. Es bewegt einen, immer und immer wieder.

♥ lichen Dank!

We ♥ books.

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns glücklich zu machen und andere. Deshalb gibt es ab sofort die Rubrik
Ein Buch – drei Fragen.
Schließlich soll man sich nicht allein freuen, sondern viele mitteilhaben lassen. Ihr seid alle eingeladen, mitzumachen unter dem Motto: We ♥ books!
Wie das geht?
Das Einzige, was ihr zu tun braucht, ist mir nur drei Fragen (die seht ihr hier unten im Anhang) zum Buch zu beantworten. Bitte sagt mir auch, wieviel ihr von euch Preis geben wollt (Name|Alter|Beruf). Gern auch anonym. Daten zum Buch: Titel, Autor, Verlag, Erscheinungsjahr. Schreibt so wie ihr mögt. Es kann ein Satz sein oder fünf. Sollten es nun aber 1000 Sätze werden, halte ich mir vor, euren Text zu kürzen. Eure Beiträge nehme ich unter der Emailadresse: klappentexterin@hotmail.de entgegen.

Mein ♥ Stück heute ist:

Kirsten Miller: Kiki Strike. Bvt Verlag, 2008, 400 Seiten.

1. Welcher war der beste Satz? Oder: Welche Stelle hat dir am besten gefallen?
„Wenn du nicht gerade auf den Kopf gefallen bist, kannst du die Dummheit der Leute zu deinem Vorteil nutzen.”

2. Um was geht es in dem Buch?

Ananka Fishbein entdeckt eines Morgens wenige Meter vor ihrem Haus entfernt ein tiefes Loch. Neugierig macht sie sich auf Entdeckungstour, bleibt aber nicht allein. Kiki Strike – die Anführerin mit den weißen Haaren und den eisblauen Augen – sucht sich fünf Mädchen aus, darunter auch Ananka, die alle verschiedenste nutzvolle Talente besitzen, um dieses unterirdische Reich zu entdecken. Die Mädchen stoßen auf die geheimnisvolle Schattenstadt unter den Straßen von New York.

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?
Das Buch ist von vorn bis hinten stark, einfach köstlich! Neben der Detektivgeschichte ist es zusätzlich eine Lektüre für starke Mädchen. Es enthält u.a. Tipps, wie man beispielsweise ausnutzen kann, dass man ein Mädchen ist. Die Sprache ist herrlich erfrischend, witzig und mutig, dass man sich einfach nur stark fühlt, dabei die ganze Zeit frech grinst und sich auch so eine Schattenstadt vor der eigenen Tür wünscht.