Tschüss 2019.

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Washington Black von Esi Edugyan war meine letzte Lektüre des Jahres. Und es war ein richtig guter Abschluss. Die kanadische Autorin hat sich das schwere Thema der Sklaverei vorgenommen, daraus jedoch einen packenden Abenteuerroman kreiert, der über den ganzen Globus führt. In Barbados bin ich 1830 gestartet, dann ging es in die klirrend kalte Arktis, weiter nach Kanada und von dort nach England und ins wüstenwarme Marokko. Mit an meiner Seite der sympathische Ich-Erzähler Wash, der mir im Laufe der Geschichte regelrecht ans Herz gewachsen ist. Und das nicht nur mir – neben zahlreichen BloggerInnen und BuchhändlerInnen soll sogar Barack Obama das Buch verschlungen haben.

Dieser sehr gute Roman steht exemplarisch für ein fabelhaftes Lesejahr, das nur wenige Enttäuschungen zwischen den Buchdeckeln hatte. Und manche Bücher haben mich nicht nur beglückt, sondern sogar zu einer dankbaren Leserin gemacht. Dankbar gegenüber den Autorinnen und Autoren, sowie den Verlagen, die niemals die hundertprozentige Garantie haben, dass ihre bisweilen teuer eingekauften Bücher ebenso euphorisch gekauft und gelesen werden, wie sie es sich erhoffen. Manche Lieblingsbücher schafften es mit der Kraft meiner KollegInnen und mit ein bisschen Glück in die Bestsellerlisten. So zum Beispiel Die Liebe im Ernstfall von Daniela Krien oder Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens. Anderen blieb ein Platz auf die heilige Liste verwehrt. Da schmerzt dann auch das Herz der Buchhändlerin in mir.

2019 konnte ich nicht jedes Lieblingsbuch auf dem Blog oder Instagram für euch öffnen – dies war aufgrund der Zeit- und Kraftanstrengung der letzten Monate schlichtweg unmöglich. So wird es in diesem Jahr auch keine TOP 10 geben, aber aufmerksame LeserInnen unserer Beiträge werden sicher den einen oder anderen Liebling entdeckt haben. Zudem habe ich einige Lieblingsbücher auch wieder losgelassen und weiter verschenkt. Zugegeben dies fällt mir nicht immer leicht, doch dieser Prozess des Loslassens ist wirklich sehr befreiend. Und die lieben und freudigen Dankesnachrichten der Beschenkten bestätigen mir stets, dass ich alles richtig gemacht habe.

Herr Klappentexter nickt mir gerade zu und bestätigt einen Wunsch: Wir sind zuversichtlich, dass in der runden und harmonisch aussehenden Zwanzig mehr Leben auf unserem Blog einziehen wird. 2020 ist immerhin auch ein Jubiläumsjahr – dann feiert der Blog sein zehnjähriges Bestehen.

So dürft ihr euch schon jetzt auf zwei neue, spannende Projekte aus dem Hause von Familie Klappentexterin freuen. Es bleibt also spannend. Dies möchte ich aber noch loswerden: Habt in jedem Fall ganz herzlichen Dank für eure Rückmeldungen! Sie bedeuten uns wirklich viel.

Jetzt wünschen wir euch einen guten Ausklang des alten und einen famosen Start ins neue Jahr. Hurra!

Es grüßen herzlich, die Klappentexterin und Herr Klappentexter

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Esi Edugyan: Wshington Black. Aus dem kanadischen Englisch von Anabelle Assaf. Eichborn, 2019, 509 Seiten, 24,- €.

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