Lesen? Wie cool ist das denn!

Die Wege im Internet sind immer wieder ein Abenteuer. Manchmal führen sie mich zu unbekannten Menschen oder unbekannte Menschen treffen auf mich. So wie dieses Mal, als mich Claudia Ehrentraut auf ein Facebook-Projekt hingewiesen hat, das sie zusammen mit Annica Peter betreut. Eine interessante Sache, die ein schönes Ziel verfolgt: Jugendlichen Appetit aufs Lesen zu machen. Mit einem Link auf meiner Facebook-Fanpage wollte ich es nicht belassen. Außerdem hatte ich sofort einige Fragen an die beiden.

Wer verbirgt sich hinter der Facebook-Fanpage JuLis KultUrteil?
Es scheint vielleicht verrückt, aber hinter dieser Seite stecken nicht zwei Mittedreißiger Literaturfanatiker. Solche, die meistens mit braunen Westen über dem Rollkragenpullover durch die Stadt ziehen, während sie in der einen Hand den Coffee to go und in der anderen eine Reclam Ausgabe von Goethes Werther tragen, sich hin und wieder die Lesebrille zurecht rücken und auf Kommando Rilkes Panther rezitieren können. Tatsächlich sind wir Anfang 20, sind hervorragende Kickerspielerinnen, schauen mit dem größten Vergnügen Horrorfilme, zocken gern jegliche Art von Konsolenspielen, machen und hören viel Musik und müssten uns wohl absolut zu Recht als Serienjunkies bezeichnen lassen. Trotzdem sind uns Bücher nicht fremd, ganz im Gegenteil sogar.

Wie ist die Idee entstanden?
Und genau deshalb entstand auch die Idee zu diesem Projekt. Leider ist uns im Alltag immer wieder aufgefallen, dass viele Menschen und ganz speziell junge Leute scheinbar vergessen, wie viel Spaß lesen eigentlich machen kann. Ist ja auch ganz verständlich, bei der trockenen Schullektüre, die den meisten vorgesetzt wird, kann einem die Lust am Lesen ruck zuck vergehen.

Welche Ziele und Wünsche habt ihr?
Wir würden uns freuen, wenn manche Leute auf unserer Seite hin und wieder Ideen oder Anregungen rund ums Lesen, aber auch in Bezug auf Filme, Comics, Hörspiele und so weiter finden. Gerne auch mit uns und anderen darüber diskutieren und eigene Ideen und Erfahrungen oder Entdeckungen beisteuern. Im Endeffekt sind wir schon zufrieden, wenn wir euch alle ab und an mit unseren Posts unterhalten können.

In Zukunft haben wir geplant, verschiedene Projekte hier im Literaturhaus Dresden aufzuziehen. Zum Beispiel ein eigenes Hörbuch produzieren (wobei sich daran natürlich jeder der Lust hat beteiligen könnte, auch wenn er nicht in Dresden und Umgebung lebt) oder Schnitzeljagden organisieren und viele weitere solcher Ideen schlummern in unseren Köpfen. Wer eigene Vorschläge hat – immer her damit!

Wie zufrieden seid ihr mit den Rückmeldungen?
Bei dem Thema haben wir ja eigentlich damit gerechnet, dass man uns die Bude einrennen wird. Ich meine Lesen, Bücher, Literatur… Hallo??! Aber nein, verwunderlicher Weise blieb die große Resonanz bis jetzt aus.

JuLis KultUrteil ist eine Initiative vom Literaturhaus Dresden. Könnt ihr mir kurz ein paar Worte zum Literaturhaus sagen?
Nun ja, was soll man über ein Literaturhaus schon sagen? Der Altersdurchschnitt sinkt jeden Mittwoch rapide, wenn wir hier auftauchen. Zwar werden hier viele interessante Veranstaltungen angeboten, wie zum Beispiel Leseabende oder Autorenbesuche, aber besucht werden diese, wie man sich vielleicht denken kann, größtenteils von einem älteren Publikum. Trotzdem ist es hier eigentlich recht gemütlich. Und das Schöne ist, dass in dem Lesecafé eine riesige Bücherauswahl bereitsteht – was dazu verlocken kann, sich für eine Weile hier niederzulassen und bei Kakao und Cookies (kostenlos) darin herumzuschmökern.

Vielleicht habt ihr ja mal Lust herumzukommen oder zumindest einen Blick auf unsere Seite zu werfen. Wir würden uns freuen, liebe Grüße Annica & Claudia.

Die Klappentexterin dankt für das Interview und wünscht JuLis KultUrteil viel Erfolg!

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, dann kommt ihr hier zur Facebook-Fanpage JuLis KultUrteil. Und wer sich das Literaturhaus Dresden genauer anschauen möchte, findet über diesen Link dorthin.

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5 Gedanken zu “Lesen? Wie cool ist das denn!

  1. Absolut toll, wenn sich junge Leute für das Lesen und das Drumherum einsetzen. Vielen Dank, liebe Klappentexterin, für das Interview und den Hinweis. Ich werde da mal vorbeischauen – virtuell natürlich.

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  2. Danke für das Vorstellen! Die Mädels scheinen ja sehr sympathisch zu sein. Ich musste bei den Antworten auf deine Fragen sehr lachen. Und die Facebookseite gefällt mir auch ausgesprochen gut. Herzliche Grüße, Mila

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