Budde mit witziger Schnudde!

Es ist das kleinste Buch, das ich bisher gelesen habe und trotzdem hat es die Kraft eines großen. Nicht etwa, weil ich dort eine tiefe Weisheit finde, die mir erhaben zulächelt. Nein, es ist einfach herrlich witzig und ab sofort meine liebste Einschlafgeschichte. Genau darum geht es nämlich in dem Pixi „Flosse, Fell und Federbett“ von Nadia Budde. Hier dreht sich alles ums Einschlafen oder besser gesagt um das Nichteinschlafenkönnen.

Die erste Seite bringt es auf den Punkt: „Kannst du abends gar nicht schlafen und die Sache mit den Schafen funktioniert nicht mehr bei dir… … dann probier ein andres Tier!“ Ich blicke in die großen Augen eines Teddybären, der mit seinem riesigen Kopf ein bisschen gruselig aussieht und halte mich lieber an den kleinen Jungen auf dem Bett fest, obwohl er mich etwas verunsichert, so wie er mich anschaut. Er ist solch ein Junge, vor dem ich als kleines Mädchen immer abgehauen bin, weil ich ahnte, dass als Nächstes irgendwas passiert. Links in der Ecke hocken die Schafe, jedes trägt eine Nummer. Also flüchte ich lieber gleich auf die nächste Seite und werde dort vor die Entscheidung gestellt: „Ohne Zählen kannst du wählen zwischen Flosse, Flügel, Fell… entscheide dich schnell!“ Herrje! Da rattert es mächtig in meinem Kopf, jedes Tier sieht wirklich lustig aus und welches mag ich nun lieber? So blättere ich weiter, mein Lachen wird immer lauter, bis es auch die Lampe neben dem Bett erreicht und wir beide anfangen zu wackeln.

Nadia Budde macht etwas ganz Wunderbares! Sie begegnet einer ernsten Sache so wie es die Kinder gern haben: Mit einem lauten Lachen und einem Schelm, der an den Haaren zieht. Statt lange Sätze zu gebrauchen, nutzt sie Wortspiele, die sich reimen wie „Hasen rasen“ oder „Motten trotten“. Lustige Illustrationen verleihen der Geschichte ein wunderbar verrücktes Gesicht. Während die Wörter noch in den Augen kleben, wischen die vielen Bilder dazwischen und verscheuchen die Angst vor dem Nichteinschlafenkönnen. Nach dieser Lektüre, liebe großen und kleinen Kinder, werdet ihr ganz schnell die Äuglein schließen und lächelnd ins Traumland fliegen. Ich gebe mein Ehrenwort!

Das Pixi gibt es übrigens auch in Buchform. Erschienen ist es beim Peter Hammer Verlag und kostet 12,90 €. Das Pixi findet ihr mit Glück in einer Buchhandlung. Nehmt am besten die ISBN 978-3-551-05004-5 mit. Einzeln kann man Pixis nicht bestellen, weil es die immer in einer großen gemischten Verpackungseinheit gibt, die die Buchhändler einkaufen. Wenn ihr direkt bei Pixi stöbern wollt, dann schaut mal hier vorbei, da habe ich den Titel für euch entdeckt. Ich möchte an dieser Stelle der Weihnachtsfee Christin für dieses schöne Büchlein danken!

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12 Gedanken zu “Budde mit witziger Schnudde!

  1. Nadja Budde macht ganz wunderbare Bücher, und „Flosse, Fell und Federbett gehört auf jeden Fall zu den zehn Büchern, die ich mit auf die berüchtigte einsame Insel nehmen würde. Sehr schön und herrlich absurd ist auch „Trauriger Tiger toastet Tomaten – ein ABC“. Da hat manches Kind (mancher Erwachsener?) schnell ein paar Lieblingsseiten, die er, sie, es auswendig runterrattert. Oder sucht auf jeder Doppelseite die … nein, verrate ich hier nicht.

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    1. Die Autorin hat noch mehr Bücher geschrieben. Wie schön, da werde ich mich mal auf die Suche begeben. Danke für deinen Tipp – der Titel klingt schon wieder herrlich absurd und liebenswert! Ja, mit nur einmal Aufschlagen bleibt es bei diesen ungewöhnlichen Büchern nicht. Und immer wieder dieses Lachen… : )

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  2. Schön, dass auch ein Pixie-Buch hier seinen Plätzchen gefunden hat. Ich mochte sie schon als Kind und habe sie bis heute aufgehoben. Später habe ich immer wieder welche an mein Patenkind und meine Nichte verschenkt 🙂
    Vielleicht sollte ich dieses Büchlein meinem Schatz kaufen, weil er immer so schlecht schläft?

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    1. Ja, ich wollte das kleine, zarte Büchlein unbedingt hier sprechen lassen. Hat es mir doch so viel Freude bereitet! Unbedingt, das solltest du tun! Mein Liebster hatte mit dem Büchlein schon jede Menge Spaß! Und für witzige Einschlafgeschichten ist man(n) doch nie zu alt. 😉

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  3. Na, dann werde ich vielleicht doch noch mal ein Pixie-Buch erwerben. Eigentlich „hasse“ ich die. Meine Kinder kriegen ständig welche geschenkt und ich muss die dann vorlesen – und ehrlich: Der Inhalt der überwiegenden Mehrheit ist extrem flach. So dass mir die Ausnahmen im Gedächtnis bleiben. Eins war mal anders: „Berta mit dem Bagger“. Endlich mal eine Frau in der ganzen Baumeister-Männer-Riege, die nicht in Rosa & Glitzer herumrannte, sondern ganz solide baggerte.

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  4. Ja, liebe Mila, dies ist wirklich ein kleines Pixi-Unikat, mit dem du auch deinen großen Spaß haben wirst. Und beim lauten Vorlesen machen die Reime besonders viel Freude! Eine Berta, die Bagger fährt, gefällt mir übrigens auch sehr.

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  5. Wie wunderbar, du hast mein Lieblings- Pixi aufgenommen. An Mila möchte ich sagen, man muß nur mal richtig bei Pixi stöbern, dann findet man auch schöne Bücher. Zum Beispiel “ Nasebohren ist schön“ oder “ Anton und die Mädchen.“ Also viel Spaß.

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