Junge Literatur: Fortsetzung folgt. Jetzt!

Ihr habt mich darin bestärkt, eine weitere Runde „Junge Literatur“ einzuläuten. Ding! Dong! Da ist sie! Dieses Mal wird es jedoch anders. Ich möchte der jungen Literatur mehr Freiraum geben und sie nicht in einem Rutsch abhandeln, sondern immer kleine Häppchen anbieten. Zwischen einem bekannten Autor, einem Klassiker oder einer Neuerscheinung. Junge Literatur ist mir wichtig, deshalb werde ich sie wohldosiert übers ganze Jahr auf meinen Blog streuen. Vielleicht gibt es unter den Lesern junge AutorInnen, die mir von ihren Erfahrungen berichten wollen. Oder es sind SchriftstellerInnen dabei, die noch keinen Verlag gefunden haben. Ich überlege, darüber etwas zu schreiben.

Was ich konkret unter der Bezeichnung „Junge Literatur“ verstehe, habe ich hier als eigene Definition für mich festgelegt.

Ich habe in den vergangenen Monaten interessante, explodierende, feinfühlige und nachdenkliche Bücher gelesen, von AutorInnen, die es demnächst bei mir zu lesen gibt. Ich bin noch nicht fertig, werde es nie sein. Und möchte es auch nicht.

Herzlichst,

eure Klappentexterin

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12 Gedanken zu “Junge Literatur: Fortsetzung folgt. Jetzt!

  1. Ich finde es wunderbar, dass du deine Eindrücke zur Jungen Literatur immer wieder mal einstreuen willst und freue mich schon sehr auf diese bunte Mischung! Anders bin ich es bei dir aber auch nicht gewohnt! 😉

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  2. Wenn junge Literatur von solchen ist, die nach 1970 geboren sind, wird es dann in zehn Jahren von denen sein, die nach 1980 geboren sind?
    Wird etwas, das heute unter diese Kategorie fällt, dann nicht mehr hineinfallen?
    Ist der nouveau roman heute nicht mehr so zu nennen?
    Wird die Moderne eines Tages altmodisch?
    Ist ein Mensch Baujahr 1971, der schon viel veröffentlicht hat und komplett konventionell schreibt, dabei, und einer aus 1969, der noch nie publizierte und extrem experimentell drauf ist, nicht?
    Ich finde, Autoren nach dem Alter einzuteilen, ist etwas beliebig, da könnte man sie auch nach der Körpergröße einteilen.
    Andererseits klingt die Bezeichnung „junge Literatur“ so gut, dass man sie echt verwenden sollte. Vielleicht sind es auch Bücher, die nicht älter als ein paar Jahre sind? Vielleicht ab 2000?
    Außerdem könnte man es auch nach der Leserschaft einteilen, die jungen Leser sind solche, die noch nicht wissen, was die Gelassenheit ist, und die lesen eben junge Literatur.

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    1. Danke für deinen Kommentar!
      Die Definition ist generell sehr schwierig, das sehe ich, wenn ich mir deine vielen Fragen anschaue. Vielleicht habe ich deshalb noch keine genaue Bezeichnung für den Begriff gefunden, weil er sehr schwammig und reine Auslegungssache ist. Was ich für jung halte, kann jemand schon ganz anders sehen. Natürlich ist ein 1969er Autor für mich nicht alt, nur weil ich 1970 einen Cut ziehe. Aber irgendwo wollte ich für mich eine klare Grenze setzen. Mir geht es in der Reihe „Junge Literatur“ um das Alter der Literaturschaffenden – wann sie ein Werk geschrieben haben – und nicht um das Alter des Buches oder wie es geschrieben wurde.

      Viele Grüße
      Klappentexterin

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  3. Für mich ist junge Literatur vor allem innovativ. Die Jungen sind doch die, die das Alte überholen… denkt man zumindest so. Ich habe vielleicht noch „junge“ Literatur für dich, die meiner Ansicht nach eher weniger innovativ ist, aber auch zur „jungen Literatur“ zählen würde. Willst du auch sowas lesen? Oder die wirklichen Schätze entdecken?

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      1. Hm naja wie beschreibe ich das am besten (ich möchte hier öffentlich keine Beispiele nennen…)… wenn jemand etwas im Leben erlebt hat und das in ein Buch packt – viele haben ja so einen Schreibdrang. Dann kommt da manchmal ziemlicher Murks raus. Ein Beispiel aus einem Anfangskapitel eines Buches: Ein Dialog, der nichts nur Handlung beiträgt, in dem ein Mann seine Frau immer Prinzessin nennt. Und sie dann am Ende: „Nenn mich nicht immer Prinzessin.“ (Das ist ja so dieser Adelheid und ihre Mörder Witz mit der „Mutti“) Bei sowas denke ich dann oft: Muss sowas als literarisches Debüt wirklich sein? Da könnens die Alten dann doch besser.

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      2. Ganz schrecklich… so fernab vom Leben klingt das Prinzesinnen-Beispiel. Am Ende überzeugt mich eine Geschichte durch zwei wichtige Punkte: der Plot und die Sprache, und bitte keine Experimentier-Maschine. Als das Interesse für junge Literatur eines Tages in mir erwachte, habe ich beispielsweise eine Zeitschrift für junge Literatur gelesen, um mich quasi zu informieren, was die Jungen so schreiben. Statt überraschende „Ohs!“ oder „Aahs!“ suchten mich viele Fragezeichen heim. Vieles war verkopft, extrem experimentell und sehr blass, vollkommen leblos. Mein Kopf wurde schwerer, schwerer und sank hinab. Was ist das? habe ich mich gefragt und an meinem Verstand gezweifelt. Wer liest das wohl und hat Freude daran? Ich nicht. Es kann doch verdammt nochmal nicht so schwer sein, einfach eine gute Geschichte zu erzählen? Muss junge Literatur immer so abgedreht sein? Nein! Ist die junge Literatur nicht dafür da, um den großen Alten zu folgen? Ja! Sie kann dabei sehr vielfältig sein: frech, nachdenklich, fantasievoll, aber vor allem eins: Ganz nah bei den Lesern. Es gibt sie und die spüre ich auf. Okay, das Lesen ist ja sehr subjektiv, aber glaubt mir, Verkopftes lege ich sofort zur Seite und Experimente sowieso. Auf Prinzessinnen bin ich übrigens noch nicht getroffen.

        Wie wird die ganze Geschichte ausgehen? Wer bleibt? Wer geht? Das Gute setzt sich durch und bleibt. Ob Jung oder Alt. Am Ende zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität. Ob konventionell oder fantasievoll, aber in jedem Fall nicht experimentell.

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    1. Ich hab das auch nicht gleich verstanden, es klang, als wolltest du für nicht innovative junge Literatur Werbung machen wollen.
      Das Problem mit dem Experimentellen ist leider, dass irgendwann alles durchexperimentiert ist, und wie geht’s dann weiter?
      Will man als Junger trotzdem innovativ sein und zieht an den Haaren halt irgendwas Ungewöhnliches herbei? (Was dann so hinkt wie dein Beispiel mit der Prinzessin.)
      Oder ist man bewusst konventionell, und ist das dann überhaupt noch Literatur, die der Rede wert ist, oder nur irgendein hundertster Abklatsch von irgendwas?
      Wenn ich mir die ganze Entwicklung so ansehe, mit der Demokratisierung von allem, mit so vielen Leuten, die schreiben möchte, dann frag ich mich, ob das althergebrachte Modell mit einigen berühmten Schriftstellern je Epoche überhaupt noch zeitgemäß ist, oder ob man nicht lieber eines Tages „die wirklichen Schätze der Alten“ auf dem Podest hat, und alles, was neu geschrieben wird, irgendwie viel anonymer handhabt als mit diesem ganzen Promigetu.

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