Vergesst Harry Potter!


Wie ihr wisst, ist Harry Potter ein fantastisches Leseabenteuer. Aber halt, es geht noch einzigartiger und besser. „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ entführt uns in eine aufregende Zauberwelt. Das Werk von Alexander Wolkow ist 1939 erstmals in Moskau erschienen und erfreut sich seitdem an hoher Beliebtheit. Bereits etliche Male funkelten mich erwachsene Augen an, wenn sie mich nach dem Buch gefragt haben. Dem konnte ich mich nun nicht mehr entziehen. Also habe ich mich in diesen Kinderbuchklassiker aufgemacht.
Ein starker Sturm schleudert die kleine Elli und ihrem Hund, Totoschka, in eine Zauberwelt. Oh weh! Wie schrecklich ist das für das Mädchen. Weg von Zuhause und den geliebten Eltern. Da ist es allzu verständlich, dass sie nach der Ankunft in der fremden Welt nur einen dringenden Wunsch hat: Sofort zurück! Das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Der Einzige, der ihr helfen kann, ist der Große Goodwin in der Smaragdenstadt. Und sie braucht von drei Lebewesen die sehnlichsten Wünsche. Elli macht sich mit Totoschka auf den Weg. Unterwegs trifft sie auf spezielle und liebenswerte Wesen: Die Vogelscheuche Scheuch, den Eisernen Holzfäller und den Feigen Löwen. Jeder hat einen Wunsch. Scheuch möchte ein Gehirn, der Eiserne Holzfäller ein Herz und der Feige Löwe will nichts anderes als Mut. Zusammen erleben die Gefährten aufregende Abenteuer, die nicht immer lustig sind. Zornig war ich über die guten Wölfe, die mal wieder als böse Wesen dargestellt werden und denen mal eben der Kopf abgehackt wird. Große Angst hatte ich vor dem Menschenfresser, der plötzlich im Wald auftaucht. Ja, ja, es ist teilweise schon recht gruselig. Doch ganz ehrlich: Was wäre ein Abenteuer ohne Gefahr? Eben! Wir mögen Streuselkuchen ja auch nicht ohne Streusel. Der Schalk und der Witz klauen dem Bösen einiges, dass man den Schreck oft weglacht. Ich freue mich, dass ich selbst als großes Kind in die zauberhafte Welt eingetaucht bin. Jetzt leuchten auch meine Augen, wenn ich von diesem Buch spreche. Das Schönste ist: Die Reise endet nicht, denn sie geht mit anderen Bänden weiter. Vergesst Harry Potter und nehmt lieber dieses Buch. Es ist fantastisch und beflügelt eure ungeahnten Kräfte!

Alexander Wolkow.
Der Zauberer der Smaragdenstadt.
November 2010, 320 Seiten, 7,95 €.
Ab 8 Jahren.
Fischer Verlag.

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11 Gedanken zu “Vergesst Harry Potter!

  1. Vielen Dank für diese tolle Rezension, liebe Klappentexterin. Ich muss unbedingt dieses Buch lesen. Das, was Du schreibst, klingt sehr nach „Der Zauberer von Oz.“ Weißt Du, ob „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ und „Der Zauberer von Oz“ die gleiche Geschichte erzählen?
    Verzauberte Grüße
    Bibliophilin

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  2. Jetzt habe ich nachgeforscht:
    „Der erste Band der Reihe ‚Der Zauberer der Smaragdenstadt‘ ist eine Nachdichtung von Der Zauberer von Oz des amerikanischen Autors L. F. Baum.“
    Quelle: Buchkatalog.de

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  3. Schöne, sehr schöne Rezension.
    Klingt wirklich sehr interessant. Sind die Reihen denn untereinander abgeschlossen?

    Ich mag momentan keine Reihen…

    Müsste den Zauberer von OZ auch mal lesen, bisher hab ich nur den Film gesehen….

    LG
    Karin

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  4. Huhu! Ich glaube, dieses Buch habe ich sogar auch gelesen, aber es heißt ein wenig anders und ist ein älteres Buch von einem anderen Verlag, in einer anderen Auflage. Aber es handelt von Dorothy und Toto usw. 😉
    Ich denke, dass Karin keine Serien mag momentan, weil man von denen überflutet ist und dann so dazu gedrängt wird massenweise Bücher zu kaufen alleine nur von FORTSETZUNGEN, was sehr ermüdend sein kann. Einige Bücher liebe ich so sehr, dass ich mich auf eine Fortsetzung freue, aber bei vielen kommt es mir wie Geldmacherei und Umsatzsteigerung vor, weswegen ich das so wie Karin sehe und (meistens) keine Reihen/Serien etc. mag.
    Oder du hast eine Trilogie und nach einem Jahr, erscheint auf einmal Teil 4. Dann liest du ihn und denkst „joooa?“ Wieso gab es den? Hätte man auch verzichten können!
    Lg, Carlousie 🙂

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  5. Eine schöne Rezension von einem meiner liebsten Bücher! Ich bin mit dem „Zauberer der Smaragdenstadt“, mit Elli und Totoschka und ihren Freunden groß geworden und ich finde es viel viel schöner und magischer als die amerikanische Variante ;-).

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  6. Zu der Zeit, als ich dem Charme des Zauberlandes verfiel, war das Potter-Fieber gerade auf seinem damaligen Höhepunkt angelangt.
    In der Buchhandlung wurde freundlich gelächelt. ‚Endlich mal was anderes.‘
    Doch der erste Band ist und bleibt mein Favorit.
    Und die Illustrationen sind wirklich überragend!

    Liebe Grüße!

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  7. Nostalgisches Googeln nach der Smaragdenstadt hat mich auf Deine Seite geführt. 🙂 Freut mich sehr, dass mein Lieblingskinderbuch es sogar auf eine heutige Blogger-Seite geschafft hat. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich als Kind in dieser Geschichte verschwunden bin und mir mit ihren Figuren eigene Geschichten ausgedacht habe. Hast Du denn inzwischen auch die Nachfolgebände gelesen?

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