Jede Frau braucht eine Liz in ihrem Leben!

Wir sind drei Frauen, die  mit einem Buch glücklich waren und sind uns einig: „Eat Pray Love“ ist ein großartiges Buch! All das lässt die Klappentexterin nicht spurlos an sich vorbeiziehen und hat zu den drei großen Bausteinen Eat Pray Love einige Fragen gestellt. Wir haben den Roman übrigens in drei verschiedenen Variationen gelesen. Jana hat sich die Geschichte als Hörbuch in Englisch vorlesen lassen. Bea hat selbst gelesen, aber auf Englisch. Und die Klappentexterin auf Deutsch.

EAT

Kann man sich glücklich essen?
BD: Für mich gilt das auf jeden Fall. Ich bin ein Bauchmensch. Wenn es mir schlecht geht, kann ich nichts essen und wenn ich richtig Hunger habe, dann kann ich ganz schön ungemütlich werden. Richtig gutes Essen macht mich auf jeden Fall glücklich.
KT: Oh ja! Bei bestimmten Gerichten verlasse ich Raum und Zeit und verschmelze mit den Genüssen auf meiner Zunge.
JS: Und ob! Es geht doch nichts über ein richtig schönes Sonntags-Pub-Essen im Sonnenschein an einem warmen Herbstnachmittag. Fast wie Pizzaessen in Italien.

Bei welchem Essen schmeckt ihr alle Sinne?

BD: Schwierig. Da gibt es so viel, was unglaublich gut schmeckt. Ich versuch’s mal: Erdnusssoße, Avocado, frische Himbeeren, Sommerrollen, Pasta, manchmal Käse, die meisten Gemüsesorten, warmer Schokoladenkuchen, Apple Crumble, Sushi (ohne Fisch) und definitiv Mangojoghurt.
KT: Carpaccio beim Italiener. Frisch mit Rucola dazu und feinstes Trüffelöl. Oben drauf frischen Parmesan. Wahnsinn!
JS: Hmm… frischem Sushi oder auch gern was richtig Herzhaftes wie Lamm Tagine.

PRAY


Habt ihr schon mal meditiert?

BD: Ja.
KT: Ja, ich habe es versucht und bin gescheitert. Drei Anläufe hatte ich, aber vielleicht war es einfach nur die falsche CD, die ich gehört habe. Ich stelle mir das total reinigend vor. Eben noch war ich voll mit Gedanken und nach wenigen Minuten bin ich ein Nichts, leer von Wortfetzen und leicht wie ein Luftballon fliege ich auf und davon.
JS: Ja, oft und gerne. Hilft mir einen klaren Kopf zu behalten, gerade wenn ständig neue Emails in die Inbox flirren. Mir hilft dabei, mir meine Gedanken als Anhänger eines langen Zuges vorzustellen und sie einfach ohne Bewertung vorbeiziehen zulassen, bis der Zug dann endlich weg ist.

Falls ja, erklärt doch einem Laien, wie das am besten funktioniert.

BD: Das ist etwas schwierig zu erklären, weil es nicht die eine Meditation gibt und nicht die eine Technik. Es geht ja auch nicht darum, sich ins Nirwana zu schießen oder irgendwelche abgefahrenen spirituellen Erfahrungen zu machen. Im Grunde genommen ist es ein Sich-Widmen und Hinwenden – man richtet sein Sein auf etwas. Und das gilt für alle Handlungen, dazu muss man nicht unbequem im Schneidersitz auf einem harten Boden sitzen. Ziel der Meditation ist es, so eine Art Leere zu erreichen. Am einfachsten ist das bei repetitiven Handlungsabläufen, die nach einer Weile so gewohnt werden, dass man irgendwann mittendrin aufschreckt und merkt, das man offenbar gar nicht richtig bei der Sache war. Meistens sagt man dann, man hat geträumt, aber eigentlich hat man an gar nichts gedacht.
Beim reinen Meditieren, wo man seinen Geist absichtlich in diesen leeren Zustand versetzen will, ist das natürlich sehr schwer, weil andauernd tausende Gedanken hoch kommen. Die muss man ziehen lassen, was anfangs so gut wie unmöglich scheint. Ich denke, man darf da nicht so verbissen sein, muss gelassen bleiben und seine Aufmerksamkeit immer wieder dahin ziehen, wo man sie haben will. In „Eat Pray Love“ werden in dem indischen Ashram Mantras zur Meditation genutzt, also sich wiederholende Wortfolgen, die bei der Konzentration helfen sollen. Und die Protagonistin verzweifelt anfangs schier an ihren eigenen Gedankengängen, was aber völlig normal ist. Eine repetitive Handlungsfolge bringt einen sicherlich schneller ans Ziel, ist aber auch wesentlich einfacher. Der Geist ist nun mal wesentlich flexibler, als unser Körper und das ist ja auch gut so.

Kann man sich den Kopf vollkommen leer meditieren?

BD: Ich denke schon. Es ist nur genauso schwer, wie nicht an rote Socken mit weißen großen Punkten zu denken, wenn man nicht daran denken will.
KT: Ich denke mit der richtigen Technik klappt das. Man lernt es aber bestimmt nicht nebenbei, sondern man braucht viel Disziplin und Ausdauer.
JS: Bestimmt, aber meist heißt das dann, dass ich dabei einschlafe. (lacht)

LOVE


Heiraten? Muss man heiraten, um der Liebe ein Siegel zu geben?

BD: Naja, wenn schon ein Siegel sein muss, dann schon. Ich denke, wenn zwei Menschen richtig zusammen passen, dann verbindet die beiden ein Band. Und mir scheint es, dass das fester wird, wenn beide verheiratet sind. Was nicht heißt, dass alle verheirateten Paare, die ich kenne, so miteinander verbunden sind. Und es gibt sicherlich auch Paare, die keine Heirat brauchen, um ihre Liebe zu definieren. Ich denke, dass muss jeder für sich selbst entscheiden und es sagt sicherlich nichts über die Qualität einer Liebe aus, einen Ring am Finger zu tragen.
KT: Nein, finde ich nicht. Was ändert sich? Klar, ein Ring und der gemeinsame
Name. Aber wenn ich mich mit einem Menschen innig verbunden fühle, habe ich
das in meinem Herz und brauche kein Siegel.
JS: Ich bin verheiratet und finde es verändert sich etwas. Nicht nur der Name und der Ring am Finger. Es fühlt sich einfach inniger an. Auch nach jahrelanger enger Beziehung.

BOOK

Was hat euch an dem Buch am meisten gefallen?
BD: Die Sprachgewandtheit und Energie der Autorin ist sehr mitreißend. Sie hat einen tollen Humor, ohne albern zu werden und bleibt immer glaubhaft. Ich glaube, gerade diese Ehrlichkeit hat mich verblüfft und macht das Buch meiner Meinung nach so lesenswert. Egal was, das größte Glück bis hin zum grausamsten Tiefpunkt – Liz Gilbert lässt den Leser offen daran teilhaben.
KT: Alles! Mich hat der bunte Mix begeistert. Und dann war da die tolle, witzige und einfühlsame Sprache. Es passiert so viel, wenn man das Buch liest. Es ist wahrlich ein Buch, das glücklich macht. Mit jeder einzelnen Seite.
JS: Ich fand’s toll, weil Liz irgendwie zu einer besten Freundin geworden ist. Witzig und charmant, intelligent, manchmal schwach und oftmals sinnlich. Ich würde sie total gern im Leben treffen und das geht wohl jedem so. Ich mochte auch den unkonventionellen Aufbau und die schön gelesenen Kapitel. Ich könnte mir das Hörbuch (im Englischen, von Liz gelesen) hundert Mal anhören! Ganz ehrlich: Jede Frau braucht eine Liz in ihrem Leben!

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6 Gedanken zu “Jede Frau braucht eine Liz in ihrem Leben!

  1. Immer wieder gerne lese ich Eure/Deine Buchhinweise und werde das Buch lesen, bevor ich den Film sehe, habe es mir heute besorgt. Es gibt nicht viele Bücher die einen Stationen eines Lebens miterleben und mitfühlen lassen, so als wäre man dabei.Gefühlvolle und doch starke Frauen machen doch immer wieder Mut es ihnen gleich zu tun:-)
    LG

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  2. Liebe Silvia,
    es freut mich zu lesen, dass du gern die Bücherhinweise liest, die auch hier auftauchen. Da stimme ich dir zu: „Gefühlvolle und starke Frauen machen doch immer wieder Mut, es ihnen gleich zu tun.“ Viel Freude und wunderbare Leseaugenblicke mit der Lektüre wünsche ich dir.

    Liebe Bibliophilin,
    wir sagen Danke fürs Lesen und wissen schon jetzt (auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole): Du wirst mit dem Buch sehr glücklich sein.

    Herzliche Grüße

    Klappentexterin

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  3. Hallo Klappentexterin!
    Also, ich rannte bestimmt schon zum X. Mal an diesem Buch vorbei .Nahm es in der Hand ,streichelte drüber – und dennoch war ich gerade wegen der überschwänglichen Lobeshymnen eher vom Kauf abgeneigt. Eure Meinungen sagen mir: Shit , warum hast du es nicht getan! Nun ja, ich danke euch für euren Buch – Tipp!

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  4. Das Buch wäre jetzt nicht so mein Fall, aber deine bzw. eure Art, es hier vorzustellen, finde ich einfach großartig! 🙂 Aber so kenne ich ja die Klappentexterin! 😉

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