Ihr habt gefragt. Sebastian Fitzek hat geantwortet.

© Foto: Lucia Fuster

Wird man eigentlich mit dem Wunsch, großer und bekannter Krimiautor zu werden, geboren? Das wollte Max von Sebastian Fitzek wissen. Dies war eine Frage von vier weiteren. Heute gibt es für euch die Antworten.

Max: Wird man eigentlich mit dem Wunsch, großer und bekannter Krimiautor zu werden, geboren?
Sebastian Fitzek: Nein, ich wollte eigentlich alles mögliche werden: Schlagzeuger, Tennisspieler, Tierarzt (hab 3 Monate Veterinärmedizin studiert;), Boss einer Plattenfirma (deswegen studierte ich Jura) und bin dann beim Radio gelandet. Ich habe aber immer gerne gelesen und es irgendwann dann selbst einmal ausprobiert, ob mir auch eine Geschichte gelingen würde.

Biene: Wo kommen die besten Ideen?
SF: Die besten Ideen kommen mir beim Autofahren, wenn ich durch Brandenburg düse, durch Wälder hindurch und an traumhaften Seen vorbei (rund um Potsdam!) und ich ganz in Ruhe nachdenken kann.

Martina: Welches Medium liebt Sebastian Fitzek mehr: Das Buch oder das Radio? Und was schätzt er besonders an ihnen?
SF: Das ist wie die Frage, welches seiner Kinder man lieber mag. Im Augenblick ist das Buch natürlich aufregender (Radio mache ich schon seit 17 Jahren!) und hier kann ich mich noch mehr austoben.
Im Radio hab ich noch nie jemanden sterben lassen. (Lacht.) Bei beiden Medien schätze ich am meisten, dass sie die Phantasie anregen und das sogenannte „Kino im Kopf“ bedienen. Leser wie Hörer sind immer die eigenen Regisseure eines Filmes, der von dem Urheber nur angetriggert wird.

Jana: Ich wuesste gern, WIE er schreibt. Was braucht er um sich herum, wie konzentriert er sich, wann befindet er sich in einer kreativen Phase…
SF: Ich schreibe immer dann, wenn ich mich in einer guten Stimmung befinde. Dabei habe ich gelernt, dass meine Stimmung und Lust wächst, wenn ich mich in einer schönen Umgebung befinde. Daher steht mein Schreibtisch in dem Raum, in dem ich mich am wohlsten fühle. Nicht im Arbeitszimmer, sondern im Wintergarten. Paradoxerweise muss meine Umgebung also um so schöner sein, je grausamer das Kapitel ist, an dem ich arbeite.

Bibliophilin: Fitzek sieht ja „nicht schlecht“ aus und ich kann mir vorstellen, dass einige Leserinnen ihn wegen seinem Aussehen und nicht wegen den Büchern, die er schreibt toll finden. Fühlt er sich manchmal wie ein Pop-Star? Bekommt er während einer Lesung BHs auf die Bühne geworfen?
SF: Sehr lustige Frage. (Lacht.) Danke sehr erstmal für das Kompliment – aber nein, ich habe noch nie einen BH bekommen und auch keine (ernst gemeinten) Heiratsansträge. Ein einziges Mal wollte eine Frau nicht meine Unterschrift, sondern meine Telefonnummer bei der Autogrammstunde, aber das war vermutlich auch nur ein Scherz. Ich fühle mich also keineswegs wie ein Popstar und bin auch sehr froh darüber, dass mich niemand erkennt, wenn ich völlig übermüdet, mit wild abstehenden Haaren im Jogginganzug zur Tanke fahre, weil Sonntag ist und ich mal wieder vergessen habe, etwas einzukaufen.

Die Klappentexterin dankt an allen FragestellerInnen und Sebastian Fitzek für das Interview. Sie wünscht dem Autor weiterhin viel Erfolg!

Hier findet ihr die Autoren-Homepage.

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