% Sale % Books % Good or bad? %

Die einen kaufen derzeit im Sale günstige Röcke, T-Shirts oder Bikinis. Ich habe vier bemerkenswerte Bücher aus dem Stapel der Mängelexemplare gezogen:

So sehr ich mich freue, bin ich auch etwas betrübt, dass diese wunderbaren Bücher einen hässlichen Stempel tragen. Sie haben es verdient, dass man den vollen Preis bezahlt. Nun ja, immerhin habe ich sie aus dem großen unordentlichen Stapel befreit und ihnen nun eine würdige Heimat gegeben.

Habt ihr die Tage ähnliche Schnäppchen gemacht? Wie steht ihr insgesamt zu den Mängelexemplaren?

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14 Gedanken zu “% Sale % Books % Good or bad? %

  1. Man muss einfach Realist sein: mit dem gesparten Geld kann ich mir ein oder zwei andere Bücher kaufen, die ich sonst nicht erstehen würde. Bücher sind eine teure Angelegenheit, vor allem, wenn man mehr als eins oder zwei kauft…. mit anderen Worten, ich habe kein Problem mit Mängelexemplaren. Ich habe auch schon neu erschienene Bücher über den antiquarischen Buchhandel bestellt, weil es einfach ein paar Euronen weniger sind…..

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  2. Ich liebe Bücher. Aber mein Geldbeutel gibt nicht so viel her. Deshalb gehe ich gerne auf Flohmärkte und stöbere dort nach Büchern. So habe ich schon so manches Schnäppchen erhascht.

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  3. Danke für eure Kommentare.
    Ja, so ist es wohl. Ich bin da in jedem Fall ganz bei euch, obwohl es irgendwie schon ein bisschen weh tut, nicht wahr?

    @ Flattersatz: Wieviele Bücher kaufst du dir pro Monat?
    @ Annegret: Was für Schnäppchen hast du denn erhascht?

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    1. Ah.. das ist schwierig zu sagen, da ich kein Buch darüber führe.. .;-)

      aber bis dato stehen ungefähr 60 Bücher in meinem 2010er Inhaltsverzeichnis, davon vllt zwei bis drei geliehen…. dazu kommen aber noch die, die hier (noch) nicht im blog sind, sondern im SuB.. na ja, das gibt wenigstens die Größenordnung wieder. Wenn man bedenkt, daß man TBs mittlerweile ja auch nicht mehr für billig Geld bekommt…..

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    2. Nachtrag:

      In der Praxis habe ich kaum Gelegenheit, mir Mängelexemplare zu kaufen, da ich auf dem Land wohne und nur selten in die Stadt komme, wo man da vllt mal in den entsprechenden Angeboten stöbern kann…. wie gesagt, dann für mich schon eher antiquarisch….

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  4. Klar kaufe ich auch Mängelexemplare. Ich komme mir dann immer vor, als wäre ich in einem Büchertierheim und würde mir die besonders geschundenen Romantiere mit nach Hause nehmen. Vor zwei Wochen erst habe ich wieder adoptiert: „Die Nachtgänger“ von Ivo Strouton und „Sucht mein Angesicht“ von John Updike. Zwei wirklich schöne Romane, deren Wert meiner Meinung nach auch nicht durch einen hässlichen Stempel geschmälert wird. Schließlich kommt es ja auf den Inhalt an. Und in solchen Mängelexemplaren lassen sich meist nicht mehr Fehler finden, als in „normalen“ Büchern. Das ist wenigstens meine Erfahrung. Wütend werde ich nur, wenn ich auf einem Flohmarkt auf Bücheradoptionssuche bin, und dort dann plötzlich Mängelexemplare 4 oder 5 Euro wie alle anderen Bücher kosten sollen, weil viele Flohmarktbesucher nicht auf den Stempel achten und man damit dann so schön verdienen kann. Da bleibe ich dann auch schon mal eine Weile vor dem Stand stehen und verweise potenzielle Interessenten auf die Buchhandlung, wo sie den Roman günstiger bekommen. 😉

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  5. Ich lese quer Beet, von Thriller bis Historische Romane. Meine Tochter liest auch viel, Jugendromane, „Gänsehaut“-Geschichten u.v.m. Und wenn man da auf dem Flohmarkt Bücher von J.K. Rowling für nur 3 Teuros erstehen kann, finde ich das toll. Teuer bezahlt wurden diese ja schon vom Erst-Leser.

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  6. Ganz ehrlich? Ich LIEBE Mängelexemplare! 😀 Ein Bücherschnäppchen gemacht zu haben, kann meine Laune tagelang heben. Und ich stelle mit Freude fest, dass in den letzten Jahren ein kleiner Wandel stattgefunden hat. Früher waren Mängelexemplare meistens Bücher, auf deren Cover sich eine halb entblößte Dame in den Armen eines Muskelprotzes räkelte – heute findet man auch mal richtig gute Sachen! Und da ich nicht so viel Geld habe und das bisschen, das ich habe, eh meistens für Bücher draufgeht, genieße ich es ausgiebig, wenn ich ein Schnäppchen machen konnte!
    Ein schlechtes Gewissen habe ich dabei nicht, immerhin bekommen Verlag und Autor so noch was für ein Buch, das Mängel hat – ist doch besser, als es gar nicht auf den Markt bringen zu können. 🙂

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  7. Wenn es denn tatsächlich immer Mängelexemplare wären! Leider wird das zunehmend zur kalten Verramschung von Autoren oder Umgehung der Buchpreisbindung missbraucht.
    Ich wäre sogar dafür, die Tausende von geschredderten Bücher (bei echter Verramschung) billig abzugeben, anstatt sie auf der Müllkippe zu entsorgen.

    Gebrauchte Bücher kaufe ich oft, allerdings gezielt im Online-Antiquariat. Gar nicht so sehr wegen der Preise, sondern weil wirklich gute Bücher leider immer schneller vom Markt genommen werden und dann nur noch so erreichbar sind. Mein Topkauf der letzten Zeit: Nijinskys Tagebücher in der unzensierten neueren Übersetzung von Suhrkamp / Insel. Als Sammlerstück oder Mängelexemplar nicht unbedingt billiger…

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  8. Guten Abend an alle,

    60 Bücher bereits 2010 gekauft? Respekt! Das ist schon eine bemerkenswerte Leistung, Flattersatz! Ja, Bücher führt man nicht, sondern man sammelt sie aus Liebe. : )

    Annegret, schöne Schnäppchen sind das. Aber so ein neues Buch hat doch auch was… Die Erste zu sein, die die Seiten aufschlägt. Hast du nicht einige Bücher, die du ganz neu erstehen möchtest?

    Büchertierheim ist ein schönes Wort für die Aufnahme von MEs. Das merke ich mir, liebe Nantik. Es stimmt: Auf den Inhalt kommt es an. Zumal die meisten MEs ja Taschenbuch-Remittenden sind, die irgendwo lange in den Buchhandlungen lagen und dann zurückgeschickt worden sind. Geben wir ihnen ein neues, schönes Zuhause. 5 € auf dem Flohmarkt? Das ist ja brutal. Schön, dass du andere dann woandershin verweist. Bücherausbeutung wollen wir ja nicht unterstützen.

    Ailis, ganz ehrlich? Ich grinse. Genau, genau. Ich kenne das: Wenn man ein tolles Buch günstig erhascht. Aber ein bisschen bleibt der Wehmut zurück… das schon.

    Danke für deinen Hinweis, liebe Petra. Eine kalte Verramschung von Autoren habe ich so noch nicht wahrgenommen. Ich nehme an, du hast Beispiele dafür? So etwas möchte kein Bücherfreund unterstützen. Woran macht sich das bemerkbar?

    Liebe Grüße

    Klappentexterin

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  9. Ja klar, ich erwerbe nicht nur Bücher vom Flohmarkt. Auch die örtliche Buchhandung oder andere Einrichtungen werden des öfteren von mir besucht. Mein Sohn liest die neuesten Fantasy-Bücher. Für ihn müssen die Bücher auch ein schönes Äußeres haben. Da kann ich nicht mit Mängel-Exemplaren kommen.

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  10. Sie werden die Interna der Branche besser kennen als ich?
    Das Feuilleton (vor allem FAZ auch mit einem Artikel über die Schredderei von Büchern) hat in der vergangenen Zeit mehrfach berichtet, u.a. wie fehler- und mängelfreie Neuexemplare gestempelt werden. Die Rechtsabteilungen der Verlage schauen außerdem inzwischen genau hin, wenn bei Onlinebuchhändlern „gebrauchte Bücher“ auftauchen, bevor überhaupt das erste Neuexemplar ausgeliefert wurde.

    Als Laie und Leser durchschaut man das allenfalls, wenn das „Mängelexemplar“ oder „gebrauchte Buch“ original verschweißt abgegeben wird – bei Internetkauf gar nicht so selten, im ordentlichen Buchhandel vor Ort kann ich mir das weniger vorstellen.
    Mängelexemplare sollten einfach tatsächlich mindestens einen Mangel haben. 😉

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  11. Mich stören die Stempel überhaupt nicht, ich kaufe regelmäßig und wahnsinnig gerne ME. Ist eine schöne Möglichkeit, einfach mal Bücher „auszuprobieren“, die sonst vllt zu teuer wären oder auch einfach nur Schnäppchen zu machen. Ferdinand von Schirachs „Verbrechen“ habe ich bei Hugendubel als ME für sagenhafte 4.99 Euro bekommen – dafür nehme ich den Stempel gerne in Kauf.

    (Außerdem liebe ich es einfach, in diesen ME-Haufen zu stöbern bzw die Herausforderung, zwischen den ganzen Nackenbeißern, die da so verramscht werden, das ein oder andere Juwel zu finden.)

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  12. Ich muss gestehen, dass mir Bücher, die ich persönlich richtig gut fand, immer ein bisschen leid tun, wenn ich sehe, dass sie verramscht werden. Wobei ich andererseits natürlich auch immer fröhlich zugreife, wenn sich mir ein interessantes Angebot auftut.
    An Stempeln störe ich mich auch nicht. Weniger schön finde ich allerdings, wenn die ME zusätzlich noch angeraspelt sind. Letztendlich hält mich das aber auch nicht vom Kauf ab.

    Lustig finde ich übrigens, dass unsere Kunden bei ME, die sie verschenken wollen, immer besonders darauf bestehen, dass man den Preiskleber entfernt. Dass man die Bücher anhand des Stempels aber dennoch als ME erkennt, wissen sie wohl nicht.

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