Das Glück suchen, finden und leben.


Dieses Buch ist nicht nur wie ein Rausch, wie es einst Thomas Mann beschrieb, sondern hat auf den Leser eine elektrisierende Wirkung. Das Blut läuft schneller, das Herz rast wie nach einem langem Lauf und der Bauch bebt. So glücksbringend dieses Werk ist, so aufwühlend ist das Leben des Emil Sinclairs, der sich schon im jungen Alter über die Zusammenhänge der guten, reinen Welt, die seines schönen Elternhauses, und die der dunklen Welt, den schmutzigen Gedanken, den Verführungen nachdenkt, hin – und hergerissen ist er bis er eines Tages Max Demian trifft, einen Jungen, der in sich ruht und genau das ausstrahlt, nach dem sich der junge Sinclair sehnt. Hesse spricht in seinem Werk nicht nur das gemeinsame Existieren dieser beiden Welten an, sondern auch die große Angst der Menschen, die große Suche nach der Antwort für ein ruhiges, selbstbestimmte Leben. Äußerst plausibel und klug appelliert er an den Leser, die Grundzüge eines glückliches Lebens. Nicht selten tauchen Gedanken auf, die einen an der Seite hängen lassen… plötzlich steht die Zeit still… man blickt zum Himmel, inhaliert die Sätze und denkt über das große Ganze in diesem Universum nach. Die Antwort für ein zufriedenes Leben ist eigentlich ganz einfach, aber die möge jeder Leser für sich selbst finden.

Demian.
Hermann Hesse.
1919, 6.00 €.
Suhrkamp.

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