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Linda ♥ Mikkel Birkegaard

Bücher sind zum Lesen da. Klar. Sie sind aber auch da, um uns und andere glücklich zu machen. Heute teilt Linda mit uns ihr Glück. Sie ist die Macherin hinter dem Blog “Brückenbande” und zeigt euch ein Buch, das sie begeistert hat.

Ihr ♥ Stück

Mikkel Birkegaard: Die Bibliothek der Schatten.
512 Seiten, 19,95 €, Page & Turner.

1. Welcher Satz oder welche Stelle hat dich sehr begeistert?
Es ist der Moment, in dem die Hauptfigur – Jon – das erste Mal auf die Unerhörtheit in der Geschichte aufmerksam gemacht wird. Menschen können hören, was er still vor sich hin liest… Wunderbar, wie der schicke Anwalt Jon in einer schluffigen Bar von dem Betrunkenen angemault wird, wie er es sich erdreisten kann, hier in der Bar seine Akten zu studieren: “Mit Passivlesen ist nicht zu spaßen!”

2. Um was geht es in diesem Buch?
Es ist beeindruckend, welche Wirkung Bücher entfalten können, wenn die richtigen Menschen sie lesen. Dabei kommt es aber weniger auf den Inhalt an, als auf die Betonung beim Vorlesen. Eine interessante Theorie über Sender und Empfänger, Legastheniker und gute Vorleser.

3. Warum sollte man das Buch unbedingt lesen?
“Die Bibliothek der Schatten” wurde geschrieben, für Menschen die Bücher lieben. Mikkel Birkegaard hat all die Erlebnisse, die man manchmal beim Lesen hat (tief in die Geschichte eintauchen, gebanntes Zuhören, wenn jemand vorliest, nicht mehr aufhören können zu lesen usw.) zu einer fantastischen Theorie und einer spannenden Geschichte zusammengebaut. In Dänemark war “Die Bibliothek der Schatten” 2010 ein Bestseller. Warum das Buch in Deutschland bisher so unbekannt ist, ist mir unbegreiflich.

♥ lichen Dank!

Hast du auch ein ♥ Stück, das du mit anderen teilen möchtest? Unter klappentexterin@hotmail.de nehme ich deine drei Antworten zu deinem Buch gern entgegen. Nähere Infos gibt es hier.

Weihnachtsbuchtipp Nr.10

Stijepo ist Journalist und empfiehlt:

Peter Wawerzinek: Rabenliebe

Stijepo schreibt dazu:
“Da hat sich also einer seinen ganzen Frust von der Seele geschrieben, dass ihn seine eigene Mutter den DDR-Kinderheimen auf Gedeih und Verderb überlassen hat. Und dann auch noch dies: Als er sie nach der Wende im Westen aufsucht, will sie von ihm nichts wissen. Was uns an diesem viel gelobten Buch interessieren dürfte, ist nicht so sehr das persönliche Schicksal, das damals einige Kinder ereilt hatte, sondern die Haltung, die der Autor dazu einnimmt. Und die er so virtuos literarisch umgesetzt haben soll, dass er uns damit wohl einen Roman beschert hat, der von allen aufgeschlossenen Lesern – unabhängig vom jeweiligen persönlichen Hintergrund – mit Gewinn gelesen werden könnte. Wie gesagt, das Buch kenne ich nicht, hiermit drücke ich nur aus, warum das Buch interessant sein könnte! Daher die Konjunktive!”

Peter Wawerzinek.
Rabenliebe.
August 2010, 428 Seiten, 22,95 €.
Galiani Berlin.

Weihnachtsbuchtipp Nr.9

Michaela ist Buchhändlerin und empfiehlt:

Jan Christophersen: Schneetage

Michaela schreibt dazu:
“Ich empfehle natürlich die “Schneetage” von Jan Christophersen. Das Buch ist nicht nur so schön “norddeutsch”. Es fällt auch jede Menge Schnee und der “Ich-Erzähler” löst sein Familiengeheimnis. Ein Buch für die Seele, wenn man das Meer mag. Ein Buch, welches man laaaange im Herzen mit sich tragen kann.”

Jan Christophersen.
Schneetage.
November 2010, 368 Seiten, 9,95 €.
Fischer Taschenbuch.

Weihnachtsbuchtipp Nr.8

Friederike von der Seite Japanische Literatur empfiehlt:

Dai Sijie: Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht

Friederike schreibt dazu:
“Eine direkte Empfehlung abgeben ist immer schwer, da sich das
Geschenk ja auch am Beschenkten ausrichten muss. Was ich zu
Weihnachten aber auf jeden Fall ans Herz legen kann, ist Dai Sijies
“Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht”. Dieses Buch bietet etwas
für jeden Geschmack: Es ist ein modernes Märchen, philosophisch,
geschichtsträchtig und entführt den Leser nach Zentralasien und
Afrika. Für den großen Geldbeutel gibt es das Buch noch in einer
schönen gebundenen Ausgabe, wer nur eine Kleinigkeit schenken will,
kann zur Taschenbuchausgabe greifen.”

Dai Sijie.
Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht.
Oktober 2010, 320 Seiten, 9,95 €.
Piper Verlag.

*** Ab sofort gibt es jeden Tag bei mir Büchertipps zum Weihnachtsfest. Ganz besondere Empfehlungen von Freunden und Verbündeten meines Blogs. Mehr Infos findet ihr hier. ***

Weihnachtsbuchtipp Nr.7

Nicole ist Journalistin und empfiehlt:

Kristof Magnusson: Das war ich nicht

Nicole schreibt dazu:
“Zum Ende des Jahres empfehle ich einen Roman, der am Anfang des Jahres erschienen ist: „Das war ich nicht“ von Kristof Magnusson. Warum das Buch gerade für Weihnachten so passend ist? Weil man alles darin findet, was das Leben einem so bietet: Liebe, Zweifel, Angst, Resignation, Lügen und Humor. Letzteres tut dem Buch auch gut, denn immerhin bildet die Finanzkrise den Humus der Handlung, die übrigens im Winter spielt. Und dann geht es ganz neben einem verzweifelten und verknallten Finanz-Yuppie auch noch um einen ausgebrannten Schriftsteller und eine emotional verfahrene Übersetzerin. Was kann sich ein bücherliebendes Herz zu Weihnachten mehr wünschen? Eben!”

Kristof Magnusson.
Das war ich nicht.
Januar 2010, 288 Seiten, 19,90 €.
Kunstmann Verlag.

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Weihnachtsbuchtipp Nr.6

Annina von den Blogs GIRLS CAN BLOG und WORDS ON A WATCH empfiehlt:

Mascha Kaléko: In meinen Träumen läutet es Sturm

Annina schreibt dazu:
“Ich möchte Euch Mascha Kalékos Lyrikband “In meinen Träumen läutet es Sturm” empfehlen. Der Band ist in fünf Teile geordnet, die mehr Gedichte enthalten, als ich auf die Schnelle zählen kann: Lieder für Liebende, Im Exil, Zeit- und Unzeitgedichte, Das letzte Jahr und Epigramme. Er begleitet mich seit meiner Jugend und hat mein eigenes Schreiben beeinflusst. Seit Kaléko weiß ich nämlich: Reimen ist das Gegenteil von uncool, Romantik ist das klassisch-kleine Schwarze. Aus dem Gedicht “Sonett in Dur”: Ich frage mich in meinen stillen Stunden, / Was war das Leben, Liebster, eh du kamst / Und mir den Schatten von der Seele nahmst. / Was suchte ich, bevor ich dich gefunden?”

Mascha Kaléko.
In meinen Träumen läutet es Sturm.
Oktober 2009, 192 Seiten, 7,90 €.
dtv Verlag.

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Weihnachtsbuchtipp Nr.5

Elke vom Blog Gespenst der Armut empfiehlt:

Sarah Khan: Die Gespenster von Berlin

Elke schreibt dazu:
“Eine Anmerkung vorweg: Es gibt ja viele gute, wichtige, kluge, schöne Bücher. Die lese ich gerne und freue mich. Und dann gibt es Bücher, die mich ad hoc in die Position der siebenjährigen Leserin katapultieren, die ich mal war, und diese Leserin will nur eines: Weiterlesen! Und zwar unbedingt! Am besten unter der Bettdecke oder auf dem Sofa, die Welt kann untergehen, ist mir egal. So ein Buch ist “Die Gespenster von Berlin” von Sarah Khan. Die geschätzte Autorin geht darin spukhaften Phänomenen in Berlin nach. Ja, ganz unmetaphorisch sind Phänomene wie seltsames Klopfen in der Wand, ungute Gefühle in Wohnungen und eigenartige Erscheinungen gemeint. Was Sarah Khan daraus als „Gespensterdetektivin“ macht, ist sehr spannend, häufig witzig und auch oft spooky. Es ist eine literarische Leistung, die althergebrachte – und häufig stereotyp verlaufende – Gespenstergeschichte so zeitgemäß zu transformieren. Denn Sarah Khan befördert die verdrängten, unabgegoltenen Geschichten hinter diesen „Erscheinungen“ zutage, die bis in die Gegenwart wirken, sie arbeitet als „Gespensterjägerin“, die sich in die Untiefen individueller und kollektiver Geschichte(n) begibt. Da ich so begeistert war, habe ich sofort ein Interview mit Sarah Khan geführt, es steht auf meinem Blog gespenst-der-armut.org. Hier kann man die unerschrockene Autorin persönlich treffen.”

Sarah Khan.
Die Gespenster von Berlin.
Oktober 2009, 190 Seiten, 9,90 €.
Suhrkamp Verlag.

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Weihnachtsbuchtipp Nr.4

Karen vom Blog 21st century sweatshop news empfiehlt:

György Dalos: Der Gast aus der Zukunft


Karen schreibt dazu:
“Eigentlich kein neues Buch, aber eine der spannendsten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts – die Begegnung von einer einzigen Nacht im November 1945 zwischen der großartigen russischen Dichterin Anna Akhmatova und dem Philosoph, Isaiah Berlin. Dalos erzählt meisterhaft in einem Seiltanz zwischen Politik und Poesie über den Abgrund des dämmernden Kalten Krieges. Das Buch habe ich in diesem Jahr zum zweiten Mal gelesen.”

György Dalos.
Der Gast aus der Zukunft.
1997, 236 Seiten, 10,20 €.
Europäische Verlagsanstalt.

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Weihnachtsbuchtipp Nr.3

Katy vom Blog love german books empfiehlt:

Selim Özdogan: Die Tochter des Schmieds

Katy schreibt dazu:
“Ich empfehle Selim Özdogans “Die Tochter des Schmieds”. Ein warmes, empfindsames Buch über eine Türkin, die ohne Mutter aufwächst und am Ende der Geschichte nach Deutschland aufbricht. Özdogan liebt seine Figuren und schildert sie ganz ohne Klischees. Im Frühling erscheint der zweite Teil der Trilogie. “Heimstraße 52″ heißt das Buch und ist politische Bildung fürs Herz.”

Selim Özdogan.
Die Tochter des Schmieds.
Dezember 2006, 310 Seiten, 8,95 €.
Aufbau Verlag.

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Weihnachtsbuchtipp Nr.2

Ada vom Blog Ada Mitsou liest… empfiehlt:

Gina Mayer: Das Lied meiner Schwester

Ada schreibt dazu:
„Das Lied meiner Schwester“ ist nicht nur historisch interessant. Die Handlung um die wilden 20er Jahre und die Anfänge des Naziregimes nimmt den Leser gefangen. Zugleich zieht sie ihn mitten in das Leben zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch haben sie etwas gemeinsam: Ihre Liebe zur Musik und die Menschlichkeit. Ein Buch, das ich jedem historisch interessierten Leser ans Herz legen möchte!”

Gina Mayer.
Das Lied meiner Schwester.
Juli 2010, 448 Seiten, 19,95 €.
Rütten & Loening.

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