Und wie lautet die große Erkenntnis, die ich aus der re:publica XI gezogen habe? Die Blogosphäre ist ein großes Universum, in dem auch die Literaturblogger ihren Platz gefunden haben. Der Platz mag klein sein, doch er leuchtet wie ein Stern am Kulturhimmel.
Ansonsten war die Konferenz durchwachsen. Ich habe einen bunten Cocktail geschlürft, neue Leute kennengelernt, interessante Gespräche erlebt. Und es gab spannende Vorträge wie den von Gunter Dueck – „Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“ – oder „Blogger_Innen im Gespräch“. Gunter Dueck habe ich bei YouTube ausfindig gemacht und kann es mir nicht verkneifen, den klugen Mann hier her zu holen.
Weil die Klappentexterin gerne Bücher vorstellt, sei auch an der Stelle kurz erwähnt, dass Gunter Dueck zahlreiche geschrieben hat. Besonders ins Auge gestochen ist mir dabei dieses hier:
Gunter Dueck.
AUFBRECHEN! Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen.
Februar 2010, 224 Seiten, 19,95 €.
Eichborn Verlag.
So, nun weiter im Bericht. Es tauchten auch nervige Sequenzen auf. Räume, die viel zu klein waren und lästiges Anstehen wie einen Rattenschwanz nach sich gezogen haben. Das allgemeine Platzgefälle von dem Saal im Palast und den Räumen in der Kalkscheune war übrigens teilweise zu groß. Eine Freundin meinte: „Das ist ja wie zur Langen Nacht der Museen. Deshalb gehe ich da nie hin.“ Genau so kam es mir auch vor.
Eine Bloggerkonferenz genau zu beschreiben, fällt mir ein bisschen schwer. Man muss sie selbst erlebt haben. Wie das so ist, im FriedrichstadtPalast zu sitzen, während um einen herum die vielen leuchtenden Displays von Laptops und Smartphones aufleuchten. Das hat was von Sternschnuppenbäder im Nachthimmel. Und nicht zu vergessen: Die vielen schnell-flatternden Twitterflügelschläge, die um den Kopf sausen.
Stimmt ja, da war ja noch der gemeinsame Vortrag mit Annina:
Foto: Jonas Fischer/re:publica
Ich möchte an der Stelle Annina für den gemeinsamen Vortrag ♥-lich danken. Wir waren ein super Team! Wir haben gegen alle Widrigkeiten (Verspäteter Beginn, quietschende Türen…) bestmöglich gekämpft und die Lyrik & Literatur aus dem Netz ans Tageslicht gezogen. Ihre Notizen findet ihr hier und meine werden bald auf der re:publica XI-Seite zu lesen sein. Wenn es so weit ist, klopf ich an und sag Bescheid… oder ich schlage mit meinen Twitterflügeln. However. Ihr werdet es auf jeden Fall erfahren. Schließlich leben wir in einer Blogger_Twitter_Welt, in der (fast) keine Nachricht verlorengeht.
Und was ist das?
Ein morgendlicher Besuch im ARD Hauptstadtstudio. Freitag, 15.04., um 6 Uhr aufstehen, um 8.10 Uhr hinters Mikrofon und im Gespräch mit Daniel Finkernagel der WDR 3-Hörerschaft erzählen wie wunderbar die Literaturblogwelt ausschaut. (Um die genaue Definition werde ich mich demnächst mal kümmern.)







