Archiv der Kategorie: Krimi

Gefangen im Labyrinth.

Die Einsamkeit in „Ein reiches Leben“ ist wie der Griff einer kalten Hand, die erst wieder loslässt, nachdem ich den letzten Satz beendet habe. Die junge Autorin Mirjam Kristensen hat einen beachtlichen Roman geschrieben, bei dem ich oft staunend den Kopf geschüttelt und die Schultern gehoben habe. Ich konnte nicht glauben, was ich las.

Langsam öffnet sich die Geschichte, kleine Blütenblätter, die sich in Richtung Sonne strecken, obwohl hier nicht an Sonnenschein zu denken ist, eher an ein Unwetter, bei dem eine Gänsehaut den Körper überzieht und ein Frösteln aus den Knochen nach draußen kriecht. Dahlias Leben erinnert mich eine kahle Birke im frühen Winter, wenn die Äste die Spuren von abgefallenen Blättern zeigen. Alles erstarrt, die letzte Lebendigkeit finde ich einzig im zügigen Wind, der hungrig über die knorrige Rinde streift.

Als die Russin vor vielen Jahren mit ihrem Ehemann nach Kopenhagen emigrierte, spürte sie Angst. Heute pocht in ihr die Einsamkeit, denn sie ist allein und hat sich wie eine Einsiedlerin eingenistet. Iwan hat sie damals wegen einer anderen Frau verlassen, Freunde hat Dahlia fast keine, nur flüchtige Kontakte an der Universität. Dort arbeitet sie als Dozentin und schreibt an ihrer Doktorarbeit über Michail Bulgakow, ihr persönliches Lebenswerk, an dem sie unermüdlich feilt und feilt: „Sie würde niemals fertig werden, das dachte sie jeden Morgen, und doch setzte sie sich wieder hin und schrieb, und so wuchs die Arbeit ständig und wurde immer länger, am Ende hatte sie tatsächlich eine ganze Menge über Michail und die Weißen und die Roten und den Teufel in Moskau geschrieben.“ Nach Feierabend kauft sie Fleisch und Gemüse, der Gedanke an das Essen erzeugt in ihr eine Ruhe und legt sich wie Balsam in ihren Kopf.

Eines Nachts, als sie wieder einmal nicht schlafen kann, bemerkt sie den telefonierenden Vermieter im Garten. Isak Rubinowitz lebt mit seiner Frau Nanna über Dahlias Wohnung. Sie sprechen kaum miteinander, nur das Nötigste am Briefkasten oder ein kurzes Grußwort. Ohne, dass Dahlia es wirklich will, belauscht sie das nächtliche Telefonat, hört ein Weinen, das sie mit dem fremden Mann verbindet, hatte sie doch bis eben selbst geweint. Isak Rubinowitz ertappt sie und schleicht sich mit dem Wort „Amerika“ zurück in die Wohnung. Diese Begegnung bringt die Geschichte zwischen Dahlia und Isak Rubinowitz ins Rollen, aus Fremden werden Vertraute, als Isak ihr kurze Zeit später von dem Verkehrsunfall erzählt, bei dem ein Mädchen überfahren worden und der Fahrer bis heute nicht gefunden worden ist. Der Unfall, Isak und Dahlia verschwimmen zu einer Masse, die mich vollkommen einnimmt und bald in die Irre führt, eine gefährliche Irre, aus der ein Entrinnen nicht möglich scheint.

Dahlias Innenwelt gerät nach Isaks Beichte aus dem Gleichgewicht, dieses ihr entgegengebrachte Vertrauen ist es, das sie erschüttert: „Er hatte in ihrer Wunde gebohrt und diese wieder zum Bluten gebracht.“ Fortan kreisen ihre Gedanken nur darum, bis Dahlia einen Zufluchtsort für sich auskundschaftet: der Holocaust. Selbst ihren Michail vergisst sie dabei, gräbt sich in die tieferen Schichten des furchtbaren Krieges, schreibt einen Artikel über einen Erzählband, „der vom Holocaust“ handelt und erhält eine Einladung zu einer Konferenz über die Holocaustliteratur in Jerusalem. Die Flucht in diese andere Welt erfüllt sie im höchsten Maße und führt sie mit jedem Buch weiter weg aus ihrem eigenen Leben, bis eines Tages Isaks Frau vor ihrer Tür steht.

Was ist das Ganze nun? Ein Roman? Ein Thriller? Ich weiß es bis heute nicht. Mirjam Kristensen hat mich in ein Labyrinth geführt, so leise und raffiniert, dass es mich erschaudert. Unglaublich, wie sie das angestellt hat! Die junge Autorin kriecht in das Leben einer älteren Frau und ist dabei so täuschend echt. Eine unzufriedene einsame Frau, die ihren Platz in dem fremden Land sucht und gedankenschwer durch das Leben zieht. Sie fliegt wie ein aufgescheuchter Vogel umher, sehnt sich nach Wärme, scheut aber vor Nähe und Zurückweisung zurück. Die Verletzung von Iwan sitzt zu tief, will einfach nicht verschwinden. Und dann ist da der Unfall, Isaks Geheimnis, das nicht lockerlässt und zu einem großen Etwas anschwillt, eine Wunde, die nicht abheilen will und plötzlich eine ganze andere Wendung einnimmt. Grenzen verwischen, die Realität wird von der Fiktion verschluckt, alles verschiebt sich, das scheinbar gewöhnliche Leben Dahlias verwandelt sich in ein undurchsichtiges Netz. Ich stehe vor ihr, schwer atmend und fuchtele mit meinen Armen.

Mirjam Kristensen spielt nicht nur mit dem Mysteriösen zwischen Wirklichkeit und Fiktion, sie spricht große Themen an, wie die Selbstsuche, die Schuld, die Wahrheit, die Einsamkeit und die Isolation in der Großstadt. So fordert ihr Buch mehr Konzentration, als ich zunächst annahm, hat es auch viele Zwischentöne, die unerhofft in die Szene platzen, umherschwebende Blütenpollen, mit denen man nicht rechnet. Mal ist es eine Regung aus Dahlias Gedankenwelt, mal eine wechselnde Erzählperspektive und mal ein nachdenklicher Dialog.

Nach dem Ende bleiben einige Fragen offen, die kalte Hand sitzt noch auf meiner Schulter und ich erschaudere. Erst langsam taue ich auf und ich forme einen Satz, der mir durch den Kopf spukt: Hier ist ein Wunderkind zugange, das mich mit jeder Zeile ihrer Geschichte beeindruckt und den Wunsch nach mehr weckt.

Mirjam Kristensen.
Ein reiches Leben.
Februar 2011, 254 Seiten, 19,90 €.
Dörlemann Verlag.

Über die Autorin:

Mirjam Kristensen wurde 1978 geboren und stammt aus Lyngdal in Norwegen. Ihr Debütroman erschien im Jahr 2000. Sie erhielt verschiedene Preise und Stipendien für ihre Werke. 2009 erschien zum ersten Mal eins ihrer Bücher auf Deutsch: Ein Nachmittag im Herbst. Die Autorin lebt in Kristansand.

Mehr als nur ein Krimi.

Oliver Bottini hat sich mit seinem neuen Krimi „Der kalte Traum“ was Großes vorgenommen. Einerseits taucht dieses Mal nicht seine beliebte Kommissarin Louise Bonì auf. Andererseits widmet er sich einem jüngeren Teil europäischer Geschichte und verknüpft dabei verschiedene Menschenschicksale miteinander.

Idyllisch und poetisch beginnt das Geschehen, ganz vertraut im Bottini Stil. Von „rotgoldenen Wäldern“ und einem „sanftmütigen Tal“ ist die Rede. Nur wenige Atemzüge und ich lehne mich entspannt zurück, bis ein kalter Wind durch die Seiten fegt, der mich aufhorchen lässt und die Ruhe zur Seite schiebt. Es ist der Fremde, der die Landschaft beobachtet. Da gehen meine Alarmantennen ganz automatisch an, so wie er das Tal bei Rottweil in Augenschein nimmt. Saša Jordan sucht Thomas Ćavar.
Mehrere Kilometer nordöstlich bittet Richard Ehringer seinen Neffen, ein Berliner Kommissar, nach Thomas Ćavar in den Datenbanken zu suchen. Und in Zagreb stößt die engagierte Journalistin Yvonne Ahrens auf ein Kriegsbild vom Kapetan. Hinter dem Namen soll sich kein anderer als Thomas Ćavar verbergen, ihr Jagdinstinkt ist geweckt. Woher kommt plötzlich das Interesse an einem Mann, der vor 15 Jahren im Bosnienkrieg gestorben sein soll? Eine Frage, die über allem schwebt und eine Hetzjagd nach sich zieht.

In verschiedenen Handlungssträngen verfolge ich die Suche und bewege mich zwischen dem Gestern und dem Heute. So begegne ich im Jahre 1990 dem jungen Thomas. Damals, als alles noch in Ordnung war. Glücklich umschleicht er wie ein Hund seinen neuen Ford Granada 2.0. und kann es kaum erwarten loszufahren. Hat er sich doch „ein Jahr und sieben Tage“ darauf gefreut. Unbeschwert genießt Thomas mit seiner Freundin Jelena die Autofahrt: „Der warme Fahrtwind, die Musik, Jelenas Hand auf seinem Schenkel, so konnte das Leben bleiben.“ Doch das wird es nicht. Wenige Stunden später brodelt es im heimischen Wohnzimmer, der Vater bringt es auf den Punkt: „Sie stehlen uns die Heimat!“ Der Blick wandert nach Kroatien, wo einige Tage zuvor „Serben Straßen- und Schienensperren errichtet und eine kroatische Polizeistation geplündert“ wurde. Zu diesem Zeitpunkt nimmt Thomas den Konflikt mit jugendlichem Leichtsinn hin, träumt mehr von einer romantischen Nacht mit seiner Liebsten, interessiert er sich nicht für Politik und Heimat. Noch nicht. Nur wenige Monate später sollte sich das ändern, als er der persönliche Chauffeur von Josip Vrdoljak, dem Mitbegründer der Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ) wird.

Im Oktober 2010 erfährt unterdessen der Kommissar Lorenz Adamek bei seinen Recherchen, dass sich auch andere nach Thomas Ćavar erkundigen, wie Ivica Markoić, ein Vertrauter Tuđmans. Das verrät ihm sein Onkel, ein ehemaliger hochrangiger Politiker. Er ist es auch, der den Kommissar nicht nur die Hintergründe über den Krieg in Osteuropa näher erläutert, sondern ihn auf eine zweite Möglichkeit bringt, die da lautet: „Keine Leiche. Kein Grab.“ Denn wer interessiert sich schon für einen Toten?

Die Lektüre setzt mehr Wissen über den Balkankonflikt heraus, als ich angenommen habe. Oliver Bottini fordert mich. Er schickt mich durch den jüngeren Teil europäischer Geschichte, der mir durchaus bekannt, aber nicht immer hundert Prozent vertraut ist. Es tauchen Namen und Abkürzungen wie Tuđman, Operation “Sturm“, ICTY sowie politische Hintergründe auf. Einige Lücken stoppen meinen Lesefluss, aber ich bin da nicht die Einzige, wenn ich zu Adamek schaue: „Er wusste nicht viel über Kroatien und diesen dummen, grauenhaften Krieg.“ Gott sei Dank gibt es ein umfassendes Glossar, in dem ich wichtige Namen nachlesen und aufkommende Fragezeichen wegwischen kann. Der Autor hat viel Zeit in sein Werk investiert und gewissenhaft recherchiert, das merke ich mit jeder Seite mehr. Dabei zieht er den Vorhang auf und öffnet mir den Blick hinter die Kulissen. Ich erspähe die politischen Machenschaften und die Konflikte zwischen den Volksgruppen, den Hass aufeinander und das Blutvergießen. Oliver Bottini verdeutlicht in seinem Krimi genauso das Schicksal der unabhängigen kroatischen Journalisten, die Licht in das Dunkel bringen wollen und immer wieder zum Schweigen gebracht werden, nicht selten sogar ihr Leben verlieren müssen. „Wer kroatische Kriegsverbrechen recherchiere, begebe sich in Gefahr.“ Den Journalisten hat er seinen Krimi gewidmet und damit ein Denkmal gesetzt.

Oliver Bottini ist ein großer Roman gelungen, wenngleich ich natürlich gestehen muss, dass mir Louise Bonì ein bisschen gefehlt hat. Ich bin eine sporadische Krimileserin, die vor allem ein Herz für eigenwillige und etwas entrückte Ermittler und Kommissarinnen hat. Der Autor konnte meine Sehnsucht trotzdem ein wenig stillen, indem er jedem seiner Protagonisten charakterstark gezeichnet und mir nahe gebracht hat wie den hin- und gerissenen Berliner Kommissar oder die engagierte Journalistin Yvonne Ahrens. Für mich ist dies kein typischer Krimi, in dem nur die Aufklärung eines Mordes im Vordergrund steht. „Der kalte Traum“ ist viel mehr ein packender und wissensreicher Politthriller in einer gut erzählten Sprache, die manchmal poetisch und manchmal unwahrscheinlich klar heraussticht. Man sollte in jedem Fall Zeit für dieses anspruchsvolle Buch mitbringen. Wer dies beherzigt, wird eindrucksvolle und spannende Lesemomente erleben.

Oliver Bottini.
Der kalte Traum.
Februar 2012, 448 Seiten, 18,99 €.
DuMont Buchverlag.

Meer, Spiel und Spannung.

Ich lese viel, aber nicht alles. Dafür fehlt mir leider die Zeit. Deshalb habe ich mich in die wunderbare Literaturblogwelt aufgemacht und nach Sommerschätzen gesucht. Gefunden habe ich drei Bloggerinnen, die heute bei mir Bücher vorstellen und uns ganz schnell das komische Sommerwetter da draußen vergessen lassen.

Marco Balzano.
Damals, am Meer.
Juni 2011, 224 Seiten, 17,90 €.
Kunstmann Verlag.

Diesen Sommertipp empfiehlt Mariki vom Blog Bücherwurmloch

“Damals, am Meer” von Marco Balzano ist ein literarischer Kurzurlaub in Italien: Drei Männer fahren zusammen ans Meer, um die alte heruntergekommene Wohnung der Familie zu verkaufen. Sie sind Großvater, Vater und Sohn, sie sind hitzig, temperamentvoll, voller Sehnsüchte, aber unfähig, darüber zu reden, und sie sind nicht gut im Abschiednehmen. Doch genau das müssen sie tun – und sie kommen einander dabei ein wenig näher. Ein scharfsinniger und unterhaltsamer Roman, herausragend gut geschrieben, der den Leser ans Meer entführt, ihn den Sand spüren lässt zwischen den Zehen, der Erinnerungen an besondere Urlaube weckt und an die eigene Kindheit. Mein Sommerbuch 2011.”


Stefan Moster.
Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels.
August 2009, 440 Seiten, 22,- €.
Mare Verlag.

Diesen Sommertipp empfiehlt Charlene vom Blog Bücherstadt

“Alma hat als Lebensberaterin auf einem Kreuzfahrtschiff angeheuert und will so ihrem alten Leben als Psychologin für ein paar Wochen entfliehen. Auch ihre zerbrochene Beziehung zu ihrem Sohn muss sie überdenken. Dass sich dieser als Barpianist auf demselben Schiff befindet, ahnt sie genauso wenig, wie er etwas von dem neuen Job seiner Mutter weiß. Stefan Moster hat eine wunderbare dichte und umfangreiche, aber auch humorvolle Geschichte geschaffen, die aus zwei Perspektiven erzählt wird. Auf knapp 440 Seiten schafft er es Familiengeschichte, DDR-Vergangenheit, Liebe, Frustration, Zukunftsangst, Hoffnung und Mut zu verbinden. Obwohl es sich um sehr viele und sehr breite Themen handelt, hat man nie das Gefühl, dass irgendetwas zu kurz kommt oder gedrängt dargestellt wird.”

Elizabeth George.
Denn sie betrügt man nicht.
Oktober 1999, 703 Seiten, 9,95 Euro.
Goldmann Verlag.

Diesen Sommertipp empfiehlt nantik vom Blog Crime Time

“Früher oder später herrscht in jeder Krimireihe einmal drückend heißer Sommer. Warum also sticht ausgerechnet der neunte Fall von Inspector Lynley und seinem Sergeant Barbara Havers derart aus der mörderischen Masse heraus, dass ich ihn euch ans Herz legen möchte? Weil in „Denn sie betrügt man nicht“ nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, als im beschaulichen Badeort Ballford-le-Nez die Leiche eines Pakistani am Strand gefunden wird. Havers ermittelt zunächst auf eigene Faust, weil sich ihr Chef in den Flitterwochen befindet. Doch schon bald kommt Lynley dazu, und gemeinsam waten die beiden Ermittler durch einen Sumpf voller Familiengeheimnisse, Geldgier, Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile, Hass, Neid und Karrieregeilheit. Hier hat fast alles einen doppelten Boden. Und am Ende kommen erschütternde Wahrheiten ans Licht, die einen zu Tränen rühren können. Dieser Krimi ist höchst subtil und setzt auf die leisen, auf die zwischenmenschlichen Töne, ohne dabei langweilig zu sein, denn Elizabeth George weiß, wie man Atmosphäre schafft und Figuren entwickelt. Ach ja, und drückend heiß ist es in diesem Krimi natürlich auch. Eine mörderisch gute Sommerlektüre eben.

Fazit: Ein dicht gewebter literarischer Teppich, der mich sprachlich überzeugt hat. Endlich mal wieder ein Buch, dass auch intellektuelle Ansprüche an den Leser stellt.”

Ich danke Mariki, Charlene und nantik herzlich für ihre Beiträge!

Spannung ohne großes Blutvergießen.

Das ist ein Krimi ganz nach meinem Geschmack! Er ist ruhig, hält kontinuierlich eine Spannung und glänzt durch eine gute Sprache. Genau die ist es auch, die eine besondere Stimmung erzeugt, der ich mich nicht entziehen konnte.

Camilla Grebe und Åsa Träff sind zwei Schwestern und haben zusammen einen bemerkenswerten Krimi geschrieben. „Die Therapeutin“ beginnt mit einer Toten, die im Garten liegt. Als Leserin erfahre ich an der Stelle noch nicht, um wen es sich handelt und wie die Frau gestorben ist, denn viereinhalb Seiten weiter sitze ich in Siri Bergmanns Praxiszimmer, bin stille Beobachterin einer Therapiesitzung zwischen ihr und der Patientin Sara Matteus. Siri Bergmann ist Psychotherapeutin. Tagsüber arbeitet sie in Stockholm, abends zieht sie sich in ihr kleines Haus am Meer zurück, geht gerne schwimmen, trinkt Wein und kämpft gegen die Angst vor der Dunkelheit. Diese Angst hat sich nicht zuletzt wegen des Todes ihres Mannes verstärkt und treibt Siri immer wieder in die gleiche Sackgasse, aus der sie nur das Licht befreien kann.

Eines Abends findet Siri in der Post einen grauen Briefumschlag, sie öffnet ihn, zieht ein Bild von sich heraus, auf dessen Rückseite steht: „Ich sehe dich.“ Danach ist nichts mehr, wie es war. Es beginnt ein Grauen, das auf ganz subtile, leise Weise heranschleicht. Siri fühlt sich beobachtet, ihr Kater verschwindet, es passieren merkwürdige Dinge und plötzlich taucht sie in eine Dunkelheit ein, die auch tagsüber anhält. Die Situation spitzt sich zu, als eines Tages ihre Patientin ermordet aufgefunden wird, nicht irgendwo, sondern direkt an ihrer Badestelle schwimmt die Leiche der jungen Frau. Eine nervenaufreibende Suche nach dem Täter beginnt, denn eins steht fest: Der Mörder kommt aus Siris näherem Umfeld.

Die beiden Autorinnen verstehen das Genre meisterhaft und sind ausgezeichnete Krimi-Autorinnen, von denen ich in der Zukunft noch mehr lesen möchte. Sie halten die Spannung, der Plot ist fantastisch und die Sprache ausgezeichnet. Es ist ein spannender und niveauvoller Krimi, der zu Recht viele positive Stimmen eingefangen hat und ein guter Beweis dafür ist, dass es nicht immer blutrünstig oder klischeehaft zugehen muss.

Camilla Grebe und Åsa Träff.
Die Therapeutin.
Januar 2011, 432 Seiten, 9,99 €.
btb Verlag.

Wenn die Nacht zum Tag wird.

Nach Hause zu kommen ist was Schönes. Wenn man genau weiß, was einen erwartet. So fühlte sich „Das verborgene Netz“ von Oliver Bottini an, nachdem ich es in wenigen Stunden durchgelesen habe. Der Autor hat mich erneut auf eine bemerkenswerte und spannende Weise gepackt, dass ich die Nacht zum Tag gemacht habe. Dies allein ist für mich immer ein verlässlicher Indikator, ob mich ein Krimi begeistert oder nicht. In Bottinis fünften Teil traf ich auf eine bekannte Kommissarin, die ich damals bei „Mord im Zeichen des Zen“ bereits ins Herz geschlossen habe. Die Rede ist von Louise Bonì. Genau die Frau, die kleine Jägermeisterflaschen besonders liebt. Das ist hier nun vorbei.

Sicherlich tauchen im neuen Fall immer wieder Situationen auf, in denen die Dämonen an Louises Kräften zehren, aber… Nein, ich verrate natürlich nicht, wie sie damit umgeht. Die Kommissarin unternimmt einen kurzen Ausflug nach Berlin, weil dort in einem Hotel ein zusammengeschlagener Mann vorgefunden wird. Versuchter Totschlag. Die Spur führt nach Freiburg. Hinzu kommen einige Merkwürdigkeiten, die die Kommissarin stückchenweise aufdröselt. Nicht zuletzt kämpft sie auch gegen andere Ermittler, die ihr immer wieder in die Quere kommen. Aber Louise wäre nicht Louise, wenn sie sich davon nicht abschrecken lassen würde. Ganz im Gegenteil, es stachelt sie erst richtig an, die einsame Alphawölfin pfeift auf die anderen und geht ihren Weg. Das ganze Schauspiel zu lesen, macht wieder viel Freude!

Der Autor wechselt zwischen forschen Tönen und leisen Stimmen. Präziser formuliert, meine ich die Melancholie zwischen Louises Herzen und die Schrecken menschlicher Machenschaften. Eine gute Mischung, die in einer feinen, schnörkellosen Sprache geschrieben ist. Genau das verleiht dem unterhaltsamen Krimi sein hohes Niveau. Das Buch berührt und heizt den Lesefluss an, weil es packend ist. Man ist die ganze Zeit wach, selbst zu später Stunde. „Das verborgene Netz“ hat einen raffinierten Plot und eine Kommissarin mit besonderen Eigenheiten, die ich mag, immer und immer wieder.

Oliver Bottini.
Das verborgene Netz.
Oktober 2010, 316 Seiten, 14,95 €.
Scherz.

Ein spanischer Krimi. Olé!

„Der Kriminalroman wird immer dümmer – und gräbt sich sein eigenes Grab.“ Diesen Satz las ich kürzlich in der Süddeutschen Zeitung. Der Redakteur rechnet in einem Artikel erbarmungslos mit den aktuellen und bekannten Krimis ab. Es würde heutzutage viel zu viele absurde Serienkiller, lächerliche Figuren und peinliche Plots geben. Vorbei sind die Zeiten, als sich Krimis noch im Kreis der guten Literatur bewegten. Der Blick wandert zu den großen Vorreitern Dashiell Hammett, Raymond Chandler, Agatha Christie oder Friedrich Dürrenmatt. Sicherlich ist ein Großteil der zeitgenössischen Krimis qualitativ und inhaltlich mit einem Klassiker wie „Der große Schlaf“ von Raymond Chandler kaum vergleichbar, doch wenn man wie Sherlock Holmes aufmerksam durch die Krimiwelt streift, entdeckt man auch heute noch wahre Schätze wie „Der Tod wohnt nebenan“ von Francisco González Ledesma.

Der Schriftsteller und Journalist ist in unserem Land eher unbekannt. In Spanien hingegen einer der größten Krimiautoren. Im vergangenen Jahr erschien nun erstmalig sein achter Roman auf Deutsch. Im Mittelpunkt steht ein Mord in einem Armenhaus. Das Opfer war mit einem anderen Mann bei einem Banküberfall beteiligt, bei dem ein dreijähriges Kind ums Leben gekommen ist. Inspector Méndez, der kurz vor der Pensionierung steht, soll nun den Täter finden. Méndez überführt sehr schnell David Miralles – der Vater des Kindes – als Mörder, doch er lässt ihn laufen, weil Beweise fehlen. Nun gerät Miralles in die Schusslinie von dem anderen Bankräuber – Leónidas Pérez, der noch lebt und sich zeitgleich in Barcelona unter falschem Namen aufhält. Sein Ziel heißt: Miralles. Zwischen allen Beteiligten findet ein spannendes Katz- und Mausspiel statt. Wir lernen bei der Verfolgungsjagd ein Barcelona jenseits der Touristenlinie kennen. Ein schmutziges, altes und ein bisschen unheimliches Barcelona.

Ledesma unterhält seine Leser in einem sehr lakonischen Ton. Hoppla! dachte ich an einigen Stellen, wenn er als Erzähler plötzlich in eine Szene hineinplatzt und die Protagonisten kommentiert. Ich habe oft geschmunzelt und bin dem feinen Charme des etwas eigensinnigen Inspectors vollkommen erlegen. Er hat kluge Gedanken, manchmal ein loses Mundwerk und ist ein guter Schütze. Was diesen Krimi ebenfalls auszeichnet, sind die kritischen Bemerkungen. „Mittlerweile brauchte man ja schon fast eine Genehmigung der NATO, wenn man Zigaretten kaufen wollte.“ Außerdem hält Ledesma seinen Landsleuten den Spiegel vors Gesicht. Er berichtet von der Oberflächlichkeit der Menschen, die sich mehr für Bettgeschichten im Fernsehen interessieren als für das historische Schicksal Spaniens. Wir erfahren auch viel über die Vergangenheit dieser Stadt. Eine große alte Dame des ältesten Gewerbes erzählt uns von einem Barcelona, das so schon lange nicht mehr existiert.

Ich empfehle jedem Leser anspruchsvoller Krimis dieses Buch! Es hält, was es auf dem Klappentext verspricht und sogar darüber hinaus. Ehrlich gesagt, hätte ich nicht mit so einem feinen und spannenden Plot gerechnet.

Francisco González Ledesma.
Der Tod wohnt nebenan.
März 2010, 320 Seiten, 19,99 €.
Bastei Lübbe.

+++ Neu +++ Neu +++ Neu +++ Neu +++ Neu +++

Liebe Bücherfreunde,

ein neuer Monat steht vor der Tür und mit ihm viele Neuheiten. Ich habe euch einige aufgelistet, die ihr auf der gewohnten Seite Neuheiten bei mir findet.

Meine ♥ Novitäten sind:

Mord aus Ehre?


Erst scheint alles so einfach. Ein Mord, ein Verdächtiger, ein Motiv. Wencke Tydmers, Profilerin beim LKA Hannover, glaubt jedoch nicht an die lückenlose Aufklärung. Der Verdächtige, der vor einigen Jahren schon mal versucht hat, seine Schwester umzubringen, soll erneut zugeschlagen haben. Dieses Mal richtig. Die 33-jährige Shirin Talabani wird nun tot und gefesselt im eigenen Bett aufgefunden.

Wir alle haben noch die Geschichten über die so genannten Ehrenmorde im Gedächtnis, die manchmal Titelseiten der Zeitungen füllen. Immer waren es die Brüder oder die Väter, die die Ehre der Familie retten wollten. So sieht es auch im Krimi „Todesbraut“ von Sandra Lüpkes aus. Shirin Talabani hat in den Augen ihres Bruders, Armanc, kein ehrbares Leben geführt. Drei Jahre zuvor versuchte der Bruder Shirin mit dem Auto von der Straße zu drängen und hat einen Unfall verursacht. Shirin und ihre Tochter, Roza, haben zwar überlebt, doch das Gesicht von Roza ist seitdem entstellt.

Wencke Tydmers ist gerade nach Hannover gezogen und beschäftigt sich mit genau dem Fall. Der junge Mann ist wegen einer guten Sozialprognose vorzeitig aus dem Jugendgefängnis entlassen worden und arbeitet nun im Imbiss seines Onkels.
Früher war Wencke Ermitteln, doch jetzt erstellt sie als Profilerin eine Datei in der weltweit Verbrecherarten gespeichert werden. Sie sollen bis ins kleinste Detail analysiert werden. Dazu gehört auch der versuchte Totschlag zu dem sie Armanc interviewt hat.

Wencke durchleuchtet das nähere Umfeld des Täters und Opfers. Als sie die junge Frau befragen möchte, findet Wencke die Türkin tot im eigenen Bett. Zusammen mit Peer Wasmuth – einem Mitglied der Christlich-Islamische Freundschaft – entdeckt sie die tote Frau. Kurze Zeit später wird der Bruder, Armanc, festgenommen und ist geständig. Wenckes Bauchgefühl sagt ihr aber etwas anderes. Sie beginnt auf eigene Faust Ermittlungen und holt sich ihren „Verstand“ zur Unterstützung. So nennt sie Axel Sanders, ihren früheren Kollegen und Liebhaber. Viel zu spät merken die beiden, dass sie beschattet werden und Wencke bald etwas entführt wird, was ihr ein und alles ist.

Der Krimi hat mich beeindruckt. Ich bin in eine Welt eingetaucht, die mir eigentlich fremd ist, aber durch die Medien bekannt. Sandra Lüpkes hat ein brandaktuelles Thema sehr spannend aufgearbeitet. Als Außenstehende erfährt man einiges über die Kurden, über Traditionen und Pflichten. Temporeich zieht die Autorin ihre Leser sofort in die Geschichte, die das Buch erst zur Seite legen können, nachdem es vorbei ist. Bemerkenswert fand ich einzelne Passagen, bei denen ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Sandra Lüpkes hat außerdem genau die richtige Dosis an Privatleben und Job gestreut, was mir heutzutage bei vielen Tatorten fehlt. Der Autorin ist ein wirklich exzellenter Krimi mit einer willenstarken Ermittlerin gelungen.

Sandra Lüpkes.
Todesbraut.
Mai 2010, 340 Seiten, 13,90 €.
dtv.

+++ Neu +++ Neu +++ Neu +++ Neu +++ Neu +++

Liebe Bücherfreunde,

der Sommer geht – der Herbst kommt und mit ihm viele neue Bücher. Der Oktober ist wieder reichlich gefüllt mit Neuheiten, die das Herz erwärmen und glücklich machen. Da freut man sich sogar auf ungemütliches Regenwetter und wunderbare Lesestunden im warmen Trockenen. Eine Gesamtübersicht findet ihr wie immer auf meiner Seite Neuheiten.

Meine ♥ Novitäten sind:

Yin und Yang. Und ein Mord dazwischen.


Atme tief ein, atme tief aus. Atme so tief ein, dass dein Bauchnabel vibriert und der Hosenknopf in Wanderlaune gerät. Hier befindet sich der Mittelpunkt des Weltalls. Hier strömt eine geballte Ladung an Energie. Lach nicht, sondern schließe deine Augen und spüre die Mitte. Atme. Und schon bald wirst du vergessen, nicht alles, aber ein bisschen. Du lächelst. Das ist schön. Kannst du jetzt an einen Krimi denken? Nein, dann lass dich vom Gegenteil überzeugen.

Krimi und Zen passt das zusammen? Als ich das Buch „Mord im Zeichen des Zen“ in den Händen hielt, hatte ich zunächst Zweifel. Ein Krimi ist oft brutal und zieht die böse Fratze der menschlichen Seele an die Oberfläche. Zen hingegen hat etwas Harmonisches so wie eine Feder, die zart über eine aufgeregte Hand streicht. Oliver Bottini ist das Wagnis eingegangen. Ich bin ihm auf leisen Sohlen gefolgt.

In seinem Krimi taucht eines Tages in einem kleinem Ort bei Freiburg im tiefsten Winter ein asiatischer Mönch auf. Im Gesicht trägt er Spuren von einem Kampf. Er läuft und läuft, landet schließlich auf dem Marktplatz von Liebau und zieht viele Blicke auf sich. Bald wird die Hauptkommissarin Louise Bonì dazu gerufen. Gemeinsam mit ihren Kollegen folgt sie abwechselnd dem Mönch. Sie versucht von dem Mönch etwas zu erfahren, doch vergeblich: Der Mann schweigt und läuft stattdessen im Schnee weiter. Mich hat es ebenso fast wahnsinnig gemacht wie seine Verfolger, nicht zu erfahren, was er für eine Vergangenheit in sich trägt. Wo kommt er her? Was hat er vor? Woher stammen die Verletzungen?

Das fragt sich auch die eigenwillige Kommissarin, die ich schon vom ersten Moment an mag. Es ist ihre direkte Art und auch ihr Willen, die mich begeistert haben. Und da ist das Dunkle, eine Vergangenheit, die Narben hinterlassen hat. So sitzt ein Ereignis auf ihrer Schulter, eine schwere Last, die sie fast erdrückt und die an ihr haften bleibt wie eine ölige Staubschicht. Louise möchte nach vorn gehen, bleibt jedoch immer wieder mit einem Bein im Gestern hängen. Zu einnehmend ist ein Fall, bei dem sie einen Menschen erschossen hat. Sie kann nicht loslassen und kehrt immer wieder zu diesem dunklen Punkt zurück oder viel mehr taucht er plötzlich in ihrem Kopf auf. Die Jägermeister, die sie stets in ihren Jackentaschen verstaut hat, sind da so etwas wie kleine Rettungsanker. Sie zieht die Flaschen mit den Worten: „Hoppla, was haben wir denn da?“ heraus. Da schmunzelt man jedesmal automatisch, obwohl es ja eigentlich traurig ist. Diese kleinen, scharfen Tropfen wärmen Louise, betäuben ihren Geist, geben Halt und spenden stoßweise Kraft. Vor allem Kraft braucht Louise, um gegen all die Widerstände anzukämpfen, die sich beim neuen Fall vor ihr auftun. Die gibt es in dem Krimi zu genüge ebenso wie Gegensätze. Yin und Yang. Nacht und Tag. Tod und Leben. Haben und Nichthaben.

Dieser Krimi ist für mich kein gewöhnlicher Krimi. Es steckt hier viel mehr drin. Vor allem die wunderbare Sprache hat mich beeindruckt. Bei Oliver Bottini werden aus „dunklen Flecken Raben, die plötzlich davonfliegen“. Der Autor verleiht der Geschichte viel Poesie, in die man sich gern fallen lässt. Die Spannung baut sich wie ein Bogen auf. Ebenfalls bemerkenswert sind die weisen Gedanken, die an einigen Stellen auftauchen und an einen Buddha erinnern. Auf den treffen wir nicht persönlich, dafür auf Menschen, die mit der japanischen Kultur verwurzelt sind und sich dem göttlichen Wesen nah fühlen. Ich blinzele immer noch entzückt, wenn ich beispielsweise an Enni denke, ein junger Mann, der in einem Sushi-Imbiss arbeitet und Louise etwas von der Kraft der Mitte im eigenen Bauch erzählt. Er nennt es den Mittelpunkt des Weltalls. Oder Richard Landen, der im Laufe der Ermittlungen ins Spiel kommt. Er ist Dozent am Südasien-Institut und verheiratet mit einer Japanerin. Richard Landen umweht etwas Geheimnisvolles, das spürt Louise relativ schnell und verfängt sich immer mehr in ihre eigenen Phantasien. Auch ich konnte mich dem Zauber nicht entziehen. Enni und Richard Landen besitzen diese besondere Weisheit, mit der sie dem Leben begegnen, eine gewisse Leichtigkeit nach der viele von uns so oft suchen.

Darüber hinaus stellt der Autor eine Frage, die mir morgens in der stickigen S-Bahn eine Gänsehaut beschert hat. Eine Frage darüber, wie weit der Mensch gehen darf, um etwas haben zu wollen, was einem vergönnt ist. Was genau es ist, werde ich hier natürlich nicht verraten. Wenn ihr, liebe Leser, auf Seite 285 angekommen seid, wisst ihr, was ich meine.

Der Mönch verschwindet. Und es passiert etwas Schreckliches: Ein Mord. Die Ermittlungen führen in ein Kloster. Louise und ihre Kollegen finden heraus, dass der Mönch ein Zen-Kind ist und Taro heißt. Wo er hin wollte, das kann jedoch keiner sagen. Dafür entdeckt die Kommissarin an dem Ort ein düsteres Geheimnis, das sie Stück für Stück aufdröselt…

Das Buch endet anders als ich es bisher kenne. Dies gehört sich auch für einen Krimi, der kein gewöhnlicher Krimi ist. Er hat zurecht 2005 dafür den Deutschen Krimipreis erhalten. Die Geschichte bleibt an uns haften wie der eigene Atem. Der Bauchnabel vibriert, der Kopf ist frei und erfreut sich daran, Autoren wie Oliver Bottini weiterhin folgen zu dürfen.

Oliver Bottini.
Mord im Zeichen des Zen.
2005, 384 Seiten, 8,95 €.
Fischer Taschenbuch.

Diese Krimis sind ebenfalls von Oliver Bottini erschienen.

Dieser Krimi erscheint am 5. Oktober.

Mehr über den Autor erfahrt ihr auf seiner Homepage. Und morgen verrät er in einem Interview, wie er über Fernöstliches denkt. Seid also gespannt!