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Bücherbilderzauber mit Tomi Ungerer.

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Stellt euch vor, ihr öffnet euren Briefkasten und ein Diogenes-Buchcover springt in eure Augen. Das geht mit den wundervollen Bücherbildern von Tomi Ungerer, die der Diogenes Verlag zum 60. Verlagsjubiläum im vergangenen Herbst in einer Postkarten-Box herausgebracht hat.

Wie einige von euch wissen, habe ich mich seinerzeit in Tomi Ungerers Geschichtenwelt verliebt. Damals las ich mit großem Entzücken das „Tomi Ungerer Kinderbuch Schatzkästlein“ und verwandelte mich in Frau Klappenquietsch. Mit wenigen Sätzen erzählt er freche, unheimliche, phantasievolle Geschichten und nutzt als kraftvolles Element seine großartigen Zeichenstriche. Die sind es auch, die mich neben seinem besonderen Humor um den Finger gewickelt haben. Ich schätze Tomi Ungerers einmalige geniale Illustrationen. Die Zeichnungen sind klar, bisweilen unheimlich und lassen das Betrachterauge vor Schmunzeln zucken.

In solch einem fantastischen Tomi Ungerer-Bilderschatz durfte ich nun erneut eintauchen. Obwohl dieses Mal die Buchstaben fehlten, hatte ich das Gefühl, mitten in einem spannenden Buch zu sitzen. Die Bücherbilder enthalten 60 Postkarten und nehmen die Betrachterin gleichzeitig mit in die Diogenes Verlagsgeschichte.

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Der Diogenes-Verlag ist ein Meister darin, die Liebe für das Besondere zu zelebrieren. Genau das merkt man diesem liebevoll gestalteten Produkt an. Sobald man die Box aufschlägt, geht die Sonne auf. Die Karten liegen in einer viereckigen Wanne, die man ganz leicht durch ein eingearbeitetes seidenfeines Band herausziehen kann. Auf der linken Seite befindet sich eine ausführliche Erläuterung zur Beziehung zwischen dem Diogenes Verlag und Tomi Ungerer. So erfahre ich, dass Tomi Ungerer nicht nur zahlreiche Kinderbücher illustriert hat, sondern bis in die Achtziger Jahre mehrere hundert Diogenes Bücher-Umschläge. Er versprach dem Verleger Daniel Keel 1973 in einem Brief: „Umschlagvignetten, Du kannst auf mich zählen, ich werde alle zeichnen.“ Das Versprechen hält er. Tomi Ungerer malt anhand von Inhaltsangaben oder besucht den Verlag, „wo er an einem einzigen Nachmittag ein ganzes Verlagsprogramm kongenial umsetzt.“ Ich sehe Tomi Ungerer leibhaftig vor mir, wie er in dem Verlagshaus sitzt und zeichnet. Was für eine Freude!

Herausgekommen sind Cover-Unikate, die uns allen vertraut sind, wie die bekannte schwarz-gelbe Krimireihe. So tragen die damaligen Ausgaben von Raymond Chandler, Dashiell Hammett, Ross Macdonald, Eric Ambler, Ray Bradbury oder Patricia Highsmith den wespenfarbenen Tomi Ungerer-Anzug mit einzigartigen Illustrationen. „Der dünne Mann“ von Dashiell Hammett gehört dazu und ich bin glücklich, dass ich dieses alte Buch antiquarisch erstanden habe. Doch eine Sache ist komisch: Der Pistolenrauch auf der Karte ist schwarz und auf dem Buchcover weiß. Wie kam es wohl zu diesem Unterschied? Ansonsten sind die beiden identisch. Auch die Werkausgaben von Robert Louis Stevenson, Anton Čechov, William Faulkner, W. Somerset Maugham und George Orwell erhalten vom Illustrator ihre besonderen Hüllen. Charakteristisch sind vor allem die speziellen Autorenfarben, so sticht ein Orwell in Rot oder Faulkner in Blau hervor.

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Ich stoße auf bekannte Cover wie das rebellierende Schwein aus „Farm der Tiere“ oder „John Thomas & Lady Jane“ von D. H. Lawrence. Daneben erstreckt sich eine Vielzahl von fremden Büchern, die mir eine leichte Verlegenheitsröte ins Gesicht pusten, weil mir einige unbekannt sind. Doch der Diogenes Verlag lässt mich nicht im Regen stehen. Auf der Rückseite erwartet mich die Auflösung, dort finde ich den Titel und Autor sowie das Erscheinungsjahr des Buches. Als Briefmarke dient das Buchcover, ganz herzallerliebst! Besonders faszinierend finde ich „Das blaue Hotel“ von Stephen Crane. Diese Zeichnung ist in Schwarz-Weiß gehalten, zeigt eine Schneelandschaft, in der ein Zug entlangfährt und von einer Krähe beobachtet wird. Urplötzlich wachsen Geschichten in meinem Kopf hervor wie Ranken an einer Hauswand. Und die Röte zieht sich zurück, denn ich bemerke eine feine Sache. Das Kartenbetrachten zieht einen tollen Nebeneffekt nach sich: die Phantasie! Die kommt alsbald angebraust und setzt sich der unwissenden Buchcoverbetrachterin auf den Schoß.

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Die Postkarten entführen mich in die aufregende Welt der Diogenes Buchcover. Ein Augenzwickern reiht sich an einen Gänsehautgruselschauer. Ich staune und verwandle mich in ein kleines Mädchen, dessen Augen mit jeder Karte größer werden, bis sie wie Lavalampen im Dunkeln glühen und Raubkatzenaugen sehr ähneln. Es dauert nicht lange und schon sehe ich Dampf aus der Box aufsteigen. Kein Wunder, geht es doch heiß her zwischen den frechen, gruseligen und übermütigen Zeichnungen.

Jede Karte ist ein wahres Kunstwerk. Einzigartig und unglaublich anziehend. Sofort möchte ich meine Wohnzimmerwand mit diesen Bildern schmücken. Ich gestehe ehrlich und aufrichtig, ans Verschicken denke ich immer weniger, je mehr Karten ich in den Händen halte und sie vor mir auf dem Boden zu einem großen Bild auslege. Schwierig, schwierig. Aber sind die Geschenke, die man nur ungern aus den Händen legt, nicht die schönsten?

Tomi Ungerer.
Bücherbilder.
2012, 15,- €.
Diogenes Verlag.

Die Bücherglücksfee hat ausgelost.

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Habt vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare zu der Aktion “Blogger schenken Lesefreude”! Es war mir eine große Freude, durch bekannte und unbekannte Titel zu laufen, die euch die Köpfe zersaust haben. Doch am Ende kann nur eine oder einer von euch gewinnen. Jetzt hat die Bücherglücksfee das Los gezogen. Trara! Freuen darf sich Fiona. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und beim Zersausen des Kopfes. Den anderen sei an der Stelle verraten, dass im Juni schon die nächste Verlosungsaktion bei mir ansteht.

Klappentexterin feiert den Welttag des Buches und verlost “In Boston?” von Russell H. Greenan.

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Als ich vor drei Jahren über den Welttag des Buches berichtet habe, war ich taufrisch in der bibliophilen Blogwelt. In der Zwischenzeit hat sich einiges bei mir getan. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt, unzählige feine Bücher gelesen, meterlange Texte geschrieben und aufregende Veranstaltungen besucht. All das wäre nie passiert, wenn es die Bücher nicht gegeben hätte. So verneige ich mich vor ihnen und danke euch, liebe LeserInnen, dass ihr mit mir gemeinsam diese faszinierende Welt teilt.

Mein Dankeschön möchte etwas Besonderes sein und ist ein Buch, das ich im Rahmen von „Blogger schenken Lesefreude“ verschenken möchte. Initiiert wurde diese großartige Aktion von Christina und Dagmar, die eine Welle der Begeisterung ausgelöst haben. So beteiligen sich über 900 BloggerInnen.

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Welches Buch sollte es bei mir sein? Was für eine laut knirschende Frage! Es war nicht leicht. Ehrlich gesagt, war es verdammt schwer, wie das Erklimmen eines hohen Berges. Doch am Ende konnte nur ein Buch gewinnen. Tagelang habe ich gebrütet und nachgedacht, bis die Wahl auf einen Roman fiel, der sich in meinen Kopf gebrannt hat wie ein Tattoo in die Haut. Trara! Jetzt tritt es unter meinem lauten Applaus auf die Bühne. Zeig dich, du wunderbares Buch!

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Ich liebe Bücher, die mich wie eine Windböe zersausen und mit ihrer schönen Sprache verführen. Genau das trifft auf dieses Buch zu. Der ausgewählte Roman erschien erstmalig 1968 unter dem Titel „It Happened in Boston?“ und ist ein literarisches Meisterwerk, das ich vergöttere. Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen noch weitere LeserInnen, die mit leuchtenden, staunenden Augen in diesem Buch versinken. Deshalb möchte ich euch mit dieser besonderen Lesefreude beglücken.

Hier habe ich eine Kostprobe aus meiner Rezension:
„Jonathan Lethem spricht in dem Nachwort von einem „Zauberbuch“. Ja, das ist es, aus dem Bereich der Extraklasse wohlbemerkt! Es berührt die Sinne und offenbart Geheimnisse, von denen du nicht ansatzweise geahnt hast. Gerade zum Ende hin wird es äußerst rasant und skurril. Der Wahnsinn kriecht wie eine Maus aus dem Loch und hängt sich dem Protagonisten ans Hosenbein. “

Ich freue mich wahnsinnig, diesen unglaublich facettenreichen Roman zu verschenken und verbinde dies mit einer kleinen Frage: Welches Buch hat euch zuletzt den Kopf zersaust? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Nach der Auslosung nehme ich mit dem Gewinner oder der Gewinnerin Kontakt auf. Ein Rechtsweg ist ausgeschlossen. Noch ein wichtiger Hinweis meinerseits: Da ich ab kommenden Freitag verreise, kann ich eure Kommentare nicht jederzeit freischalten. Deshalb verschiebt sich die Auslosung auch auf den 2. Mai. Ich danke für eure Nachsicht und Geduld!

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Liebe Bücherfreunde,

hoffen wir, dass uns der wechselhafte Monat April endlich den ersehnten Frühling bringt. Gesichert sind auf jeden Fall die neuen Bücher. Heute kann ich nicht still vor mich hin lächeln, heute möchte ich ein paar Worte zu einigen Büchern loswerden, weil gerade unter den Taschenbüchern persönliche Lieblinge dabei sind. Ganz besonders empfehle ich euch Suna von Pia Ziefle. Das Debüt hat es mir im vergangenen Jahr sehr angetan, jetzt erscheint es als Taschenbuch. Wer das Buch noch nicht kennt, kann es hier entdecken. Ebenso beeindruckt hat mich Für den Rest des Lebens von Zeruya Shalev. Klickt einfach hier, dann gelangt ihr zur vollständigen Besprechung. Alles über Lulu von Jonathan Evison hat mich seinerzeit ebenfalls begeistert und überrascht. Neu in dieser Liste ist u.a. Yael Hedaya mit Alles bestens. Darauf freue ich mich ungemein, weil ich diese israelische Autorin schätze und gern lese.

Jetzt genug der vielen Worte. Ich wünsche euch viel Freude beim Durchstöbern der aktualisierten Neuheiten-Liste.

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Klappentexterin feiert den Indiebookday.

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Als mich die Nachricht vom Indiebookday erreichte, stand sofort fest, dass ich bei dieser tollen Aktion mitmachen möchte. Und ich wusste augenblicklich, wo ich fündig werden würde. Bei der wunderbaren Buchhandlung Hundt Hammer Stein in der Alten Schönhauser Straße. Einige von euch kennen den Buchladen bereits, denn ich habe seinerzeit über dieses literarische Kleinod in Berlins Mitte ausführlich berichtet. Die Auswahl an besonderen Büchern ist hier riesig und die Empfehlungen vom Team stets königlich. Also machte ich mich auf den Weg, um ein Buch aus einem unabhängigen Verlag zu kaufen. Dort angekommen, wurde ich vom Indiebookday begrüßt: Hundt Hammer Stein hatte eine auffallend schöne Wand mit Büchern von Independent Verlagen geschmückt. Staunend stand ich da vor und hatte die große Qual der Wahl.

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Diese Wand hat sich nun in einen schönen Indiebookday-Tisch verwandelt:

hhh.indiebookday Foto: Hundt Hammer Stein.

Ein Buch blickte mich besonders verführerisch an, nicht zuletzt auch deshalb, weil mir der Ladeninhaber Kurt mit großer Begeisterung von dem Buch vorgeschwärmt hatte, das wahrlich bemerkenswert ist. Dieses Buch hat es nach drei Monaten bereits auf die Buchladen eigene Jahresbestsellerliste geschafft hat. “Es ist einfach wahnsinnig komisch”, sagt Kurt. Nun lasst mich das Geheimnis lüften: Mein Indiebookday-Book ist „Fischmarie“ von Peter Koebel, erschienen bei michason & may. Neugierig griff ich zu…

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… schlug “Fischmarie” auf …

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… las die ersten Sätze und wusste…

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… wir zwei würden gute Freunde werden. So ging ich glücklich lächelnd mit dem Buch zur Kasse und bezahlte es bei Hundt Hammer Stein-Mitarbeiterin Urte, die wie ihr Chef stets feinste Empfehlungen parat hat.

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Bevor ich gleich mit der „Fischmarie“ entschwinde, möchte ich euch noch ein paar Hintergründe zum Indiebookday verraten. Initiiert wurde dieser Aktionstag vom mairisch Verlag aus Hamburg. „Beim Indiebookday soll es nun also darum gehen, die Vielfalt, die Leidenschaft und die tollen Bücher der Indie-Verlage zu entdecken und diese Entdeckungen zu verbreiten“, schreibt Daniel Beskos vom mairisch Verlag. Schön wäre es, wenn sich der Indiebookday etablieren und zu einem festen Feiertag werden würde.

Welcher Verlag darf sich mit dem Titel Independent schmücken? Es handelt sich um Verlage, die konzernunabhängig tätig sind. Weitere Informationen findet ihr auf dieser Seite. Die Kurt-Wolff-Stiftung setzt sich für Kleinverlagskultur ein und vergibt jährlich auf der Leipziger Buchmesse Preise für deutsche, unabhängige Verlage. Ich wünsche der Aktion viel Erfolg und hoffe, dass es auch im nächsten Jahr wieder heißt: Wir feiern den Indiebookday!

Jahrmarkt Buchmesse.

Eigentlich wollte ich nicht über meinen Besuch auf der Leipziger Buchmesse schreiben. Eigentlich. Aber es war zu schön, so dass ich nicht anders kann, als der Zeit die Zunge herauszustrecken und meine Nacht zu verkürzen. Jetzt rasen meine Finger über die Tasten meines geliebten MacBooks.

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Viel zu schnell ging alles vorbei, als hätte das Leben die Playtaste übergangen und sich großzügig an dem Forward-Knopf bedient. Geschwind raste der Minutenzeiger meiner Uhr, obwohl mich die Deutsche Bahn anfangs warten ließ. Doch es geht nichts über engagierte Bücherfreunde. Sie setzten sich dafür ein, dass der ICE außerplanmäßig am Messegelände halten sollte. Dort pilgerte ich mit den Massen in Richtung der heiligen Hallen. Schneematsch und kleine Steinchen nahmen meine Schuhe ein, die am Ende nichts mehr von ihrem sauberen Heiligenschein hatten. Das wiederum stellte ich völlig entsetzt erst am Ende des Tages fest. Ich, die stets penibel auf saubere Schuhe achtete, ist den ganzen Tag mit verschmutzten Spitzen herumgelaufen. Nun, mein Kopf ignorierte an dem Tag offenbar die Erdanziehungskraft, stand kerzengerade und bewegte sich wie ein Leuchtturm durch die Hallen. Man kann es ihm auch nicht verübeln, gab es doch so viel zu sehen: Zahlreiche Menschen, fantasievoll verkleidete Mangawesen und bekannte Persönlichkeiten wie der frisch gekürte Buchpreisträger David Wagner oder Astrid Rosenfeld, die sich nach einem Auftritt an die Diogenes Bücherwand setzte, kurz durchatmete. Wer denkt bei solchen Beobachtungen noch an die Schuhe? Flink trugen mich meine Beine weiter über das Gelände – von Halle 2 in Halle 4, weiter in Halle 3 und Halle 5. Der Puls raste und der Atem erinnerte an einen stürmischen Küstenwind.

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Die Buchmesse hat was von einem Jahrmarkt. Aufregend, bunt und laut ist es. Die Augen rollen hin- und her. Anders als vor zwei Jahren ließ ich mich dieses Mal mitreißen. Darüber hinaus traf ich auf vertraute Gesichter. Hier ein kurzes, herzliches „Hallo!“ und dort ein neugieriges „Wie geht’s?“, bevor das Schwimmen im Strudel weitergeht. An einigen Ständen hielt ich mich länger auf, bekam ein Glas Sekt, Wasser und einen munter machenden Kaffee spendiert. Und genau das ist für mich das wirklich Schöne an der Messe, das Wiedersehen und der gemeinsame Austausch über die Bücherwelt.
Mein erstes Twittagessen durfte ich ebenfalls miterleben. Hier gab es zwei entzückende Buttons für mich, kleine Andenken, die mich nun immer daran erinnern werden. Besonders dankbar bin ich für den Flitzpiepe-Anstecker, den mir Wibke von Sinn und Verstand Kommunikationswerkstatt in die Hand gedrückt hatte, nachdem ich ihr meine persönliche Geschichte zum Namen verraten habe.

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Neben einem Gespräch am Diogenes Stand gehörte das Interview mit drei georgischen Autorinnen zu meinen persönlichen Highlights. Dieses Frühjahr ist bei der Frankfurter Verlagsanstalt der Erzählband „Techno der Jaguare“ erschienen. Über dieses Buch werde ich noch berichten. Beim Stand dieses Verlages war ich um 15 Uhr mit Ekaterine Togonidze, Tamta Melaschwili und Nino Haratischwili verabredet. Immer noch lächle ich über diese großartige Begegnung. Ich saß mit den drei Autorinnen zusammen, die ich bewundere und die mich so herzlich in ihre Runde aufgenommen hatten. Es wurde gelacht, aber auch ernsthaft erzählt. Ich habe viel über Georgien erfahren und werde euch bald daran teilhaben lassen, sobald ich die Aufzeichnung übertragen habe. Es war ein bezauberndes Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.

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Als ich am frühen Abend mit caterina von SchöneSeiten in der Glashalle bei einem kühlen Wasser verschnaufte, wurde mir bewusst, wie rasend schnell die Zeit vergangen, wie müde ich auf einmal war und wie glücklich. Die Sonne verwandelte sich in einen glühenden roten Feuerball und lockte einige Besucher, dieses fantastische Farbenspiel festzuhalten. Für mich hatte der Tag das Rascheln einer Wundertüte. Überraschende Augenblicke setzen sich neben surreale Momente, Unglaubliches wurde wahr. Erschrocken stellte ich plötzlich fest, dass ich meine Kamera gar nicht groß gefüllt hatte. Ich hatte alle Bilder in meinem Kopf gespeichert und wusste nicht, wie ich sie von dort hier hinein bekommen konnte. Auch das gehört wohl zur Buchmesse dazu.

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Es war schön, die vielen Menschen auf der Leipziger Buchmesse zu sehen. Die Bücher flatterten aufgeregt mit ihren Seiten und lächelten mir zu, genossen sie das Bad sichtlich in der Menge. Die Luft vibrierte und in der ganzen Hetze sah ich auch in staunende, fragende Gesichter, die das Schauspiel auflasen wie ein spannendes Buch. Hier und da sammelte ich Gesprächsfetzen ein, bei denen ich geschmunzelt habe. Die Menge verschluckte mich nicht, sondern spülte mich zu neuen Ufern und vertrauten Inseln. Es war ein Ankommen und Entdecken gleichermaßen. Danke Leipzig für diesen wundervollen Tag! Ich komme im nächsten Jahr wieder.

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Liebe Bücherfreunde,

der Osterhase nähert sich in großen Schritten und er ist nicht allein. Er hat viele neue, interessante Bücher für uns in der Tasche. Ich habe euch eine Auswahl auf Neuheiten zusammengestellt. Viel Spaß beim Suchen und Entdecken!

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Einmal die doppelte Portion Irving bitte!

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Natürlich reicht eine einfache John Irving Portion aus. Doch wer einmal Feuer für seine Bücher gefangen hat, bleibt Irving-hungrig. Schon nach dem ersten Roman, den ich im vergangenen Jahr im fieberhaften Zustand gelesen habe, verstand ich das Leuchten der anderen Irving-Fans. Auch mich hatte es erwischt und meine Augen funkeln seitdem wie Sterne, wenn ich den Namen ausspreche oder höre. Folglich wollte ich mehr von John Irving lesen und mehr über ihn erfahren. Die Götter haben meine Wünsche erhört und mir diese wunderbare DVD „John Irving und wie er die Welt sieht“ unter den Weihnachtsbaum gelegt. Einer besonderen Freundin habe ich dieses großartige Geschenk des Himmels zu verdanken.

Der Dokumentarfilm öffnet alle Türen ins John Irving-Reich und holt mir den Autor direkt ins Wohnzimmer. Jetzt noch höre ich seine quietschenden Seilsprünge im Trainingsraum und sehe das Bild seines großen Schreibtisches mit dem wunderbaren Ausblick vor mir. Dieser Film zeigt den Autor hautnah und berichtet von seinem Schaffen, das so umfassend und akribisch verfeinert ist. Nicht nur Irving selbst spricht in die Kamera, genauso zu Wort kommen seine Frau, Freunde, Mitarbeiter vom Diogenes Verlag sowie Menschen, die er für seine Geschichten befragt und literarisch verwendet hat. Eins kristallisiert sich schnell heraus: John Irving ist ein Meister der Recherche. Wie ein professioneller Detektiv begibt er sich auf Spurensuche, reist an die Schauplätze seiner Geschichten, interviewt Menschen oder zeigt sich als begnadeter Pizzabäcker. Er taucht in fremde Welten, um sie später in seinen Romanen wirklichkeitsgetreu wiederzugeben. Dieser wunderbare Film macht Spaß, ist äußerst interessant und ein Must-Have für alle, denen eine einfache Irving-Portion nicht ausreicht.

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Liebe Bücherfreunde,

der Februar wird ein wundervoller Monat, wenn ich mir die vielen neuen Bücher betrachte. Dort sind jede Menge feine Titel dabei. Eindeutig zu viele! Woher sollen wir nur die Zeit für all die schönen Bücher nehmen? Es ist ja nicht so, dass wir noch keine hätten. Ja, das Bücherleben ist schon schwer.

Erstmalig habe ich für euch die aufgeführten Titel direkt mit den Verlagsseiten verlinkt. Ein Klick und schon findet ihr alle Infos zum jeweiligen Buch. Der Wunsch wurde auf meiner Facebook-Fanpage angesprochen und habe ihn einfach mal umgesetzt. Zukünftig versuche ich das beizubehalten, kann aber nicht versprechen, dass ich es immer schaffe. Die hier abgebildeten Bücher sind auch mit Links versehen. Das Hervorheben der Bücher ist ebenfalls ein Leserwunsch, dem ich endlich nachgehen wollte. Sie sind meine persönlichen Lieblinge für den Februar. Das eine oder andere werde ich bestimmt verspeisen, aber alle wohl kaum, dafür bräuchte ich dreimal so viel Zeit. Das neue Buch von J.R. Moehringer (“Knapp am Herz vorbei”) liegt bereits ausgelesen an meiner Seite und strahlt mich an. Es ist eins meiner Highlights aus dem Frühjahrsprogramm. Nun wünsche ich euch viel Freude beim Stöbern in den Neuheiten. Und wenn ihr Fragen habt, dann fragt mich gern.

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Es grüßt euch,

Eure Klappentexterin

Wintersatt.

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Ich bin wintersatt. Seit Wochen schon versteckt sich die Sonne hinter einem Wolkenmeer und schaut nur ganz selten hervor. Dort hält sie ihren Winterschlaf und lässt uns im Stich. Wir müssen zusehen, wie wir mit der Nässe, Kälte und dem Grau zurechtkommen. “Halt! Das Leben ist zu kurz, um im Grau zu baden. Dagegen muss etwas unternommen werden,“ riefen meine Bücher und schoben mir “Blumen für Zoë” in den frischen Tulpenstrauß. “Schieß ein Foto, liebe Klappentexterin! Das macht gute Laune!“ Ja, das stimmt. Und so drückte ich auf den Auslöser meiner Kamera. Mit diesem kleinen Blumengruß möchte ich die Sonne aufwecken und euch mit einem Buch-Model beglücken.